Verpackungsgeschichten (3): Schichtsalat von Nadler
Es gibt Nahrungsmittel, die verraten dem aufmerksamen Leser schon im Wortlaut, was ihn erwartet. Schichtsalate gehören dazu. Ein Schichtsalat ist im Grunde genommen kein Rezept sondern eine Zubereitungsart eines Salates: Die Zutaten werden geschichtet und erst kurz vor dem Essen miteinander vermengt. Hier oder hier kann man das sehr schön nachlesen.
Schichtsalate sind „in“ und der Begriff „Schichtsalat“ hat einen hohen Bekanntheitsgrad. Das hat wohl auch die Firma Nadler erkannt. Vielleicht waren es die Marketingleute im Hause Nadler die eines Tages sagten: „Wir brauchen dringend einen Schichtsalat!“
Was dabei raus kam macht beinahe den Eindruck, als seien Verpackung und Werbekampagne bereits fertig gewesen, als der Leiter der Herstellung zur Tür rein kam und sagte: „Tut mir leid, das mit den Schichten geht so nicht. Können wir nicht auch ganz normalen Salat in die Plastikbecher füllen?“
Irgend jemand im Hause Nadler hat daraufhin vielleicht „Ja, mach ruhig.“ gesagt. Anders kann ich mir nicht erklären, was da in den Kühlregalen der Supermärkte steht: Ein Becher mit der Aufschrift „Der kleine Schichtsalat“, darin ein völlig verquirltes Zutatengemisch, gleichmäßig vermengt und von Mayonnaise großzügig eingehüllt.
Vielleicht war es so. Vielleicht hat es sich aber auch anders zugetragen?
Diese Verpackung würde sich noch für ein weiteres Posting eignen (aber wir wollen es ja nicht übertreiben). Seht Ihr die vielen roten Stückchen im Salat auf der Verpackung? Und jetzt schaut Euch nochmal das Real-Salat-Bild an. Um diese Paprika-Fata-Morgana rechtlich unantastbar zu machen steht auf der Verpackung klein: „Garniervorschlag“.
Erstellt von Stefan am 15.03.2011
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Am 15. März 2011 um 21:18 Uhr
Bäh, wer will so was!!
Da fällt mir ein: ich freue mich auf die Grillsaison, da gehört dieser Salat (in echt :-) ) einfach mal mit dazu!
Am 30. März 2011 um 17:12 Uhr
Eklig… schlimmer wäre nur noch eine Schicht Wurst im Salat. Pfui!
Am 3. April 2011 um 22:16 Uhr
Uh, Nadlersalate… ich sach ma: „knapp unterhalb der Appetitlichkeitsgrenze“ (Schonwort für „einfach nur eklig und zum Kotzen“). Sind das nicht auch die, die regelmäßig Saccharin oder andere Süßstoffe in ihren Produkten verwenden? Wenn ich sowas (oder vergleichbares) in der Zutatenliste finde, wandert das Produkt umgehend ins Kühlregal zurück.
Am 5. April 2011 um 15:06 Uhr
Grundsätzlich ignoriere ich jegliche „Salatkreation“ aus der Packung. Maximal abgepackter Römersalat darf es im Notfall sein. Solche Diskrepanz zwischen Verpackung und Inhalt ist leider meistens vorprogrammiert. Als besonders merkwürdig ist in diesem konkreten Beispiel sicherlich die grundlegend andere Zubereitung. Aber vielleicht denkt man sich bei den Herstellern solcher Produkte eh, dass die angenommene Zielgruppe sich darüber keine Gedanken macht.
Am 3. Mai 2011 um 10:27 Uhr
Deine Opferbereitschaft ist nachgerade bewundernswert! Sowas käme mir noch nicht mal zu Testzwecken ins Haus!
Am 7. Mai 2011 um 21:59 Uhr
Schichtsalat? Habe ich zum letzten mal vor zehn Jahren zu meinem 49sten als leckeres Selbstgemachtes gegessen – und just vorgestern diese Nadler-Packung bei teguts gesehen, dabei denkend: das geht doch gar nicht.
Am 14. Mai 2011 um 09:37 Uhr
Oh man den würde ich mir nichtmal für Geld antun! Hätte Angst um meine Geschmacksnerven.
Am 11. Juli 2011 um 12:44 Uhr
Einmal und nie wieder – das ist echt eine Zumutung!
Am 26. Juli 2011 um 02:34 Uhr
Tja und genau deshallb mache ich mir meine Salate leiber selbst :)