Und gleich noch ein Gericht, das durch die Schweiz inspiriert ist - vermutlich aber gar nicht schweizerisch ist ;o). Aber egal - die Suppe die wir in der City von Bern gegessen haben war so lecker, das wir sie einfach nachkochen mussten. Perfekt dazu gepasst haben übrigens unsere Blätterteigkeile mit Bärlauch und Parmesan.

Zutaten für 4 Personen:
- 3 Bund Frühlingszwiebeln
- 200 g Sahne
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Bund Schnittlauch
- 80 Butter
- 30 g Mehl
- 30 g Parmesan
- Salz und Pfeffer
Zubereitung:
Zuerst 2 Bund Frühlingszwiebeln waschen und in Streifen schneiden. Den dritten Bund Frühlingszwiebeln in sehr feine Streifen schneiden und beiseite stellen. Schnittlauch ebenfalls klein schneiden und den Parmesan reiben. Knoblauch schälen und fein hacken.
In einem Topf 1,8 Liter Wasser mit Salz erhitzen und die in Streifen geschnittenen Frühlingszwiebeln darin rund 10 Minuten auskochen. Anschließend die Zwiebeln abgießen und das Wasser unbedingt in einem Behälter auffangen.

Jetzt die Butter zum schmelzen bringen und darin den Knoblauch dünsten. Dann das Mehl dazugeben und kräftig rühren damit es nicht klumpt. Sobald es goldgelb ist mit dem Frühlingszwiebelwasser ablöschen (rund 1,5 Liter sollen es noch sein) und mit einem Schneebesen sofort weiter kräftig umrühren. Die Sahne dazugeben. Jetzt nur noch auf ganz kleiner Flamme stehen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und den Schnittlauch zusammen mit dem Parmesan darunter rühren. Alles noch etwas ziehen lassen. Während dessen die feingeschnittenen Frühlingszwiebeln aufteilen und in die Suppenschüsseln geben. Kurz vor dem Servieren mit Suppe aufgießen, damit die Frühlingszwiebeln noch richtig knackig sind und zwiebelig schmecken.
Gehen wir das Thema mal technisch/medizinisch an: Die meisten Lebewesen entwickeln nach ihrem Ableben Gerüche, wenn der Zersetzungsprozess einsetzt.
Bevor jetzt alle angeekelt weglaufen: Ja, es geht tatsächlich um Waldmeister. Der riecht im lebendigen Zustand nämlich im besten Fall nach Wiese. Abgelebt jedoch, beginnt die Pflanze zu welken und erhöht den Cumaringehalt erheblich. Eben jenes Cumarin ist dafür verantwortlich, dass Waldmeister nach seinem Exitus riecht, wie er riechen muss: Grün. Obwohl er Speisen und Getränke nicht grün zu machen vermag (dazu ist nur Dr. Oetker imstande).
Während sich im Dezember alle Welt über die höhe Cumarinbelastung in Weihnachtsplätzchen aufregt, greift im Mai eine ganze Nation zu prickelnden Getränken mit freiwilliger Cumarinaromatisierung: Waldmeisterbowle. Und genau das haben wir auch getan, denn es ist ja schließlich Mai und der Waldmeister wächst und blüht im Wald…
Zutaten: …lies die komplette Story »
Da ist man nur zwei Tage in der Schweiz und schon bestimmen die Schweizer unseren Speiseplan <g>. Rösti essen wir sonst eigentlich nur ab und an als Beilage im Restaurant - in der Schweiz wird daraus eine richtige Hauptmahlzeit gezaubert. Schweizer Rösti scheinen sich auch in der Form von unseren, hier meist flachgedrückten Rösti, zu unterscheiden. Klar, das wir unbedingt ausprobieren mussten, ob es uns zu Hause auch gelingt. Rezepte gibt es ja sowohl mit rohen als auch gekochten Kartoffeln - wir haben uns für rohe Kartoffeln entschieden und werden es auch beibehalten. Nur schnell muss man beim raspeln sein - die Kartoffeln werden leider verdammt schnell braun.

Zutaten für 3 Personen als Hauptgericht:
- 800 Kartoffeln
- 2 Karotten
- 80 g Appenzeller
- 5 Schalotten
- 1-2 EL Butterschmalz
- Salz und Pfeffer
- Schnittlauch für die Garnitur
Zubereitung:
Karotten schälen und grob raspeln. Den Käse fein reiben. Die Schalotten würfeln. Schnittlauch in kleine Stücke schneiden. Jetzt die Kartoffeln schälen und kurzzeitig in eine Schüssel mit kaltem Wasser legen, damit die Kartoffel vor dem Raspeln nicht schon braun anlaufen. Sobald alles vorbereitet ist, die Kartoffeln aus dem Wasser nehmen und gut abtrocknen. Dann sofort grob raspeln.
Parallel in einer großen beschichten Pfanne 1 Eßlöffel Butterschmalz schmelzen lassen und die Schalotten darin glasig dünsten. Geraspelte Kartoffeln und Karotten dazugeben und vermischen, evtl. noch etwas Butterschmalz dazugeben.
Das unkompliziert an dieser Zubereitung - das Rösti darf ruhig zerfallen. Also einfach immer wieder mischen, damit es nicht anbrennt. Mit Salz und Pfeffer würzen und nach rund 10 Minuten den Käse über die Karotten-Kartoffelmischung geben und gut untermischen. Jetzt die Masse immer wieder wenden und platt drücken. In der Schweiz wurde das Rösti als “Rolle” serviert. Wir haben daher zum Schluß portioniert und dann einfach die Stücke “gefaltet” in dem wir einen Teil umgeklappt haben. Zusammen mit einem Salat ist es eine tolle vegetarische Hauptmahlzeit :o).
“Koch-Experten gesucht” stand in der Mail, die vorgestern in unseren Posteingang pixelte.
Die Firma Zott hat eine Marketingagentur damit beauftragt, “mal was richtig trendiges zu tun“. Die Wahl fiel dabei auf eine Agentur, deren Firmenname bereits den anstehenden Kurs aufzeigt: “webguerillas GmbH”. Und die hat sich was totsicheres ausgedacht: “Empfehlungsmarketing bringt Euch nach vorne, ohne dass die Betroffenen merken, dass sie Euch nach vorne bringen” - könnte man meinen.
So wird also dazu aufgerufen, sich schnellstmöglich für die Mitgestaltung des “Zottarella-Blogs” zu melden. Immerhin gibt es nur 500 Plätze. Wer zu spät kommt darf nicht mehr mitmachen.
Wer jedoch schnell genug ist, dem wird die Ehre zuteil, die Zottarella-Community mitzugestalten. Und zwar “aktiv”, darauf legt man wert.
Selbstverständlich bedankt man sich dann auch für die eingebrachte Arbeit. Als exklusives Dankeschön erhalten die Mitarbeiter exklusive Informationen zu Zott-Produkten (ein Raunen geht durch die Menge). Außerdem darf jeder Mitarbeiter kostenlos eigene Rezepte erstellen und damit den Zottarelle-Blog mit Inhalten versehen. Wer kann jetzt noch nein sagen: Endlich kein eigenes Blog mehr führen müssen - Glück auf, den ganzen Rezeptkram kann ich endlich bei Zott abladen.
Richtig interessant wird dann die Bewerbungsphase für die Mitarbeit am Zottarella-Blog: Dort muss der Bewerber die virtuelle Hose extrem tief herunter lassen. Neben Geburtsdatum und Anzahl der Kinder muss erklärt werden, wofür das eigenen Handy genutzt wird, ob man …lies die komplette Story »
Wirkt eine Überdosis Bärlauch eigentlich tödlich? Oder zumindest halluzinativ?
Um das heraus zu finden haben wir innerhalb kürzester Zeit ein weiteres Gericht mit Bärlauch aufgelegt. Dieses mal handelte es sich um einen Snack: Bärlauch mit Parmesan auf Blätterteig.

Um den medizinischen Teil vorweg zu nehmen: Es stellten sich keine Halluzinationen ein. Die Metamorphose des Blätterteigs war real und äußerst schmackhaft. Im Detail kam es folgendermaßen dazu:
Zutaten:
- 4 Blätterteigplatten (Tiefkühlware)
- 1 Bund Bärlauch
- 50 g Parmesan
- 1 Eigelb
- 1 TL Milch
- Pfeffer & Salz aus der Mühle
Zubereitung:
Der Bärlauch wird gewaschen, sorgfältig getrocknet und fein geschnitten. Der Parmesan wird gerieben und unter den Bärlauch gemischt. Diese Mischung wird gepfeffert und gesalzen.
Die Blätterteigplatten werden aus der Tiefkühltruhe geholt. Der Ofen wird auf 200° vorgeheizt.
Blätterteig lässt sich im halbgefrorenen Zustand hervorragend schneiden. Deshalb wird er unmittelbar nach dem Auspacken in stumpf zulaufende Keile geschnitten. Die Keile sollten nicht zu schmal sein, sonst fallen die aufgehenden Teigstücke im Ofen um.
Das Eigelb wird mit der Milch verquirlt und mit einem Pinsel vollflächig auf die Teigkeile aufgebracht.

Die Bärlauch-Parmesan-Mischung wird großzügig über die Keile gestreut.
Das ganze kommt ca. 10 Minuten bei 200° Umluft in den Ofen.
zumindest haben wir uns so gefühlt. Letztes Wochenende haben wir uns eine kleine Auszeit gegönnt und Freunde in der Schweiz, bzw. Bern besucht. Bern war schon die Reise wert - aber der Abstecher auf 2.000 Meter zur Eigernordwand, bzw. der Bergstation Kleine Scheidegg war die Krönung. Im Tal hielt der Frühling Einzug und auf der Höhe lag noch dick Schnee. Mitten im Schnee mit einem traumhaften Blick auf die Eigernordwand haben wir es uns so richtig gut gehen lassen. Der Hausgemachte und warm servierte Apfelkuchen mit Rahm, wie die Schweizer die Schlagsahne nennen, war einfach ein Traum. Oder lags vielleicht nur am Panorama… ;o). Ich denke nicht - und er war so lecker das wir sicher bald versuchen werden ihn nachzubacken…

Für alle, die unbedingt auch mal den Apfelkuchen live probieren wollen - plant unbedingt genug Zeit ein.
Kleine Scheidegg mit der Eigernordwand war ja schon traumhaft - aber mit der Jungfrauenbahn kann man auch noch zum Jungfrauenjoch auf 3454 m.ü.M. weiter fahren. Für uns war es zeitlich leider zu knapp - aber wir werden es sicher nachholen.

Eigentlich wollte ich ja Bärlauch im Wald sammeln - doch irgendwie war da keiner. Naja, Bärlauch auf dem Markt zu kaufen ist aufgrund der fehlenden Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen und Herbstzeitlosen zwar nicht so spannend, aber lecker alle mal ;o).
Da die Bärlauch-Sauce einen sehr feinen Geschmack hat, passen sehr dünne Spagetti, sogenannte Capellini (übersetzt heißt es wohl soviel wie dünnes Haar) prima dazu.
Zutaten für zwei hungrige Personen:
- 1-2 EL Olivenöl
- 1 große Zwiebel
- 150 g Bärlauch
- 100 ml Weisswein
- 200 ml Sahne
- 100 ml Milch
- etwas geriebene Muskatnuss
- Salz und Pfeffer
Zubereitung: Bärlauch waschen, trockenschütteln und die Stiehle der Bärlauchblätter abschneiden. Dann die Blätter in Streifen schneiden. Zwiebel fein würfeln. In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Mit dem Weisswein ablöschen und gut einköcheln lassen. Dann die Sahne und die Milch dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und zusammen nochmals köcheln lassen. Parallel die Capellini in Salzwasser al dente kochen. Sobald die Sauce sämig wird den Bärlauch dazugeben und gut unterrühen. 3-4 Minuten später die Nudeln dazugeben, gut verrühren und noch etwas miteinander ziehen lassen. Das war es schon. Ein schnelles aber sehr leckeres Gericht.
Frische Madeleines sind einfach köstlich - bisher fehlte uns leider die passende Form. Bei unserem letzten Frankreichbesuch haben wir dann endlich mal daran gedacht Madeleinformen mitzubringen. Kurios daran - zu Hause haben wir den kleinen Eindruck “Made in Italy” entdeckt <g>. Zum ersten Mal habe ich hier übrigens eine Silikonbackform verwendet. Klappt ziemlich gut damit, da man die Form nicht buttern muss und anschließend die einzelnen Madeleines einfach nur rausdrückt bzw. fallen lässt.

Zutaten für ca. 27 Stück:
- 175 g Zucker
- 3 Eier
- 75 ml Milch
- 240 g Mehl
- 1/2 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 90 g Butter
- Abrieb einer halben unbehandelten Zitone
- 1/2 Packung Vanille Zucker
Zubereitung:
Die Butter auf kleiner Herdflamme zum schmelzen bringen. Den Zucker mit den Eiern schaumig rühren, bzw. rühren lassen ;o)… Die Milch dazugeben und weiterrühren. Mehl, Backpulver, Vanillezucker, die Prise Salz und die geschmolzene Butter unterrühren.
Mit der Masse die Madeleineform füllen, lieber etwas weniger nehmen, da die Madeleines um einiges aufgehen. Anschließend rund 5 Minuten ruhen lassen und dann im auf 190°Grad vorgeheizten Backofen rund 15-20 Minuten backen bis sie die typische Madeleinesfarbe angenommen haben. Rausnehmen und direkt aus der Form auf ein Rost zum abkühlen legen.
Bei Flammkuchen werde ich immer mal wieder schwach - auch wenn er zum Teil nur sehr teuer angeboten wird. Aber irgendwie konnte ich mir nicht vorstellen, das man Flammkuchen mit dem heimischen Backofen auch so lecker hin bekommt. Dabei ist es gar nicht so schwer. Beim Teig war ich jedoch erst unsicher - häufig wird Hefe verwendet. Wir haben uns für eine hefelose Variante entschieden und damit schmeckte der Flammkuchen verdammt lecker.

Zutaten für ca. 3-4 Backbleche:
- 250 g Mehl
- 2,5 EL Öl
ca. 150 ml Wasser
- Salz
- 200 g Creme Fraiche
- 150 Saure Sahne
- etwas süße Sahne
- etwas Muskatnuss
- 125 g Speck
- 450 g Zwiebel (nach dem Schälen)
- Backpapier
Zubereitung:
Die geschälten Zwiebeln halbieren und in ganz dünne Scheiben schneiden. Den Speck sehr fein würfeln.
Creme Fraîche, die Saure und Süße Sahne miteinander verrühren, etwas salzen und etwas Muskatnuss dazugeben.
Das Mehl mit dem Öl, dem Wasser und dem Salz zu einem glatten Teig kneten. Der Teig darf sich nicht mehr klebrig anfühlen. Gegebenenfalls nochmal etwas Mehl unterkneten.
Auf einer bemehlten Arbeitsplatte den Teig ganz dünn ausrollen. Dünn ausgerollt lassen sich daraus 3 eher sogar 4 Backbleche belegen.
Backbleche mit Backpapier belegen und jeweils einen dünn ausgerollten Teig darauflegen. Mit Creme Fraîche-Sahne-Sauce bestreichen und Zwiebeln sowie den Speck darauf verteilen.
Backofen auf 250 g vorheizen.
Gleichzeitig haben wir zwei Bleche gebacken. Nach bereits 8 Minuten waren unsere Flammkuchen fertig.
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