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Mecklenburger Seelenwärmer

Geschrieben von Stefan
/ 15. Dezember 2008 / 5 Kommentare
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Mecklenburger Seelenwärmer

Noch bevor die Welt von Alkopops erfuhr etablierte sich im Raum Mecklenburg ein alkoholisches Getränk, das als “flüssiger Wolf im Schafspelz” bezeichnet werden darf. Müsste ich dafür Werbung machen, würde ich wohl mit “Vitamin C” und “Tee ist so gesund” beginnen. Aber dabei geht es beim Mecklenburger Seelenwärmer im Grunde nicht.

Eine explosive Mischung aus Orangensaft, hochprozentigen Zutaten und Honig machen aus diesem aufgebohrten Tee einen ungemein süffigen Punsch. So süffig, dass man die Wirkung erst spürt, wenn es längst zu spät ist.

Einen funktionsfähigen Seelenwärmer setzt man folgendermaßen an:

Mecklenburger Seelenwärmer (Zubereitung)Zutaten für ca. 2,5 Liter Mecklenburger Seelenwärmer:

  • 5 Orangen (unbehandelte Schale)
  • 6 Zitronen
  • 250 ml Cognac
  • 1,5 Liter schwarzer Tee
  • 160 g Waldhonig
  • 500 ml brauner Rum
  • 1 Nachmittag Zeit zum reifen

Zubereitung:

Zwei der fünf Orangen werden geschält. Dazu werden sie zunächst gründlich gewaschen. Anschließend wird die Schale in Streifen herunter geschnitten. Wichtig: Möglichst wenig von der weißen Schicht sollte an der Schale haften (die ist nämlich bitter!). Die Orangenschalenstreifen werden beiseite gestellt.

Die Orangen werden nun halbiert und ausgepresst. Das gleiche Schicksal widerfährt den Zitronen: Auch sie werden ihren Saft durch Pressen los. Tipp: Etwas Fruchtfleisch sollte man auffangen und zum Saft geben, das gibt dem Getränk später mehr Charakter und ein wenig “Biss”.

Nun wird der Tee mit heißem Wasser übergossen und nach Geschmack gebrüht. Er wird danach beiseite gestellt und darf abkühlen.

In einen Behälter wird der Saft eingefüllt und der Cognac hinzu gegeben. Die Orangenschalen kommen ebenfalls hinein.  Diese Mischung wird abgedeckt und darf mindestens 2 Stunden lang ziehen.

Der (inzwischen kalte) Tee wird an der Oberfläche abgeschöpft. Rückstände werden auf diese Weise entfernt.

Die Saft-Cognac-Mischung wird danach von den Schalen befreit (einige beiseite legen) und langsam erhitzt. Dabei kommt der Rum und der Tee hinzu. Außerdem wird nun der Honig hinzu gegeben. Das ganze wird kontinuierlich weiter erhitzt, darf jedoch nicht kochen – wir wollen ja nicht, dass ein Kinderpunsch daraus wird  ;-)

Wir haben ganz bewusst eine nicht zu große Menge Honig für unser Rezept gewählt. Wer den Mecklenburger Seelenwärmer süßer mag, der nimmt einfach etwas mehr Honig.

Die beiseite gelegten Orangenschalen können im Glas als Dekoration benutzt werden.

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  1. 15. Dezember 2008

    nysa

    also bei diesem alkoholgehalt wird einem schon beim lesen warm um die seele ;-)

    Reply  
  2. 16. Dezember 2008

    Conny

    Also das hört sich nach einem guten Rezept jetzt für Weihnachten an. Die Kalte Jahreszeit mit einem warmen Seelenpunsch versüßen, lecker ;) Müssen wir unbedingt mal ausprobieren.

    Reply  
  3. 17. Dezember 2008

    kulinaria katastrophalia

    Ist das nicht zu wenig Cognac? :D

    Reply  
  4. 24. Dezember 2008

    Pfannen

    Das Rezept hört sich nach viel Spaß mit Kopfwehgarantie am nächsten Tag an. Ich dachte zunächst “Super, das biete ich meinen Gästen an Sylvester an”. Aber ich habe ehrlich gesagt Angst, dass ich damit die ersten Ausfälle schon vor Mitternacht provozieren würde :-)

    Reply  
  5. 26. Dezember 2008

    Stefan

    @Mettsalat: Die Vorsicht ist angebracht. Ich würde den Seelenwärmer erst kurz vor Mitternacht aufdecken und vorsichtshalber vorher schon mal “frohes Neues” sagen.

    Reply  

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