Fertighaus: Vorteile & Nachteile & Märchen

Aufbau unseres Fertighauses

Nachdem wir jetzt schon einige Wochen in unserem neuen Fertighaus wohnen wird es Zeit, eine Liste mit Vor- und Nachteile eines Fertighauses in Holzständerbauweise zu führen – soweit wir das aus unserer subjektiven Sicht beurteilen können. Wir werden diese Liste nach und nach ergänzen, sie soll kontinuierlich wachsen. Sie hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und basiert auf Details, die wir selber erlebt oder aus erster Hand von anderen Bauherren erfahren haben…

Fangen wir also mit den ersten Punkten an…

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Vorteile

Kürzere Bauzeit
Die Bauzeit von Fertighäusern kann kürzer sein als die von gemauerten Häusern. Das aufgestellt Holzhaus und das fertig gemauerte Steinhaus haben dann allerdings wieder vergleichbare Ausbauarbeitszeiten. Vom ersten Spatenstich bis zum Einzug vergingen bei uns ca. 4 Monate.

Kaum Wetterausfälle
Abgesehen vom Tag der Aufstellung (an dem es keinen Starkregen oder Sturm geben sollte) gibt es kaum Arbeiten am Fertighaus, die durch Wetter beeinflusst werden. Ein wichtiges Detail für Bauzeit und Koordinierung der Mietkündigung.

Vieles aus einer Hand
In unserem Fall wurde das Fertighaus nahezu ausschließlich von Handwerkern ein und desselben Unternehmens fertig gestellt. Dadurch reduzieren sich die Ansprechpartner, die Koordinationsarbeit des Bauherren ebenfalls. Alle Fehler liegen bei einem Unternehmen, es gibt kein gegenseitiges Fehler zuschieben. Gerät man an ein schwarzes Schaf, kann das allerdings fatale Folgen haben.

Wände speichern kaum
An warmen Sommertagen wirken die Wände nachts nicht als Backsteinofen nach. Die Hitze des Tages setzt sich nicht im Mauerwerk fest, das Holzständerwände und deren Dämm-Material kaum Wärme speichern.

Preis
Es mag bei Fertighäusern durchaus einen Preisvorteil geben, wir haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass dieser nicht so groß ist, wie sich das mancher Bauherr in Späh vorstellt.

Kostensicherheit
Zumindest für unser Bauvorhaben können wir sagen: Im großen und ganzen blieb es bei dem Kosten, die bei Vertragsschluß vereinbart wurden. Wir denken, dass dies nicht selbstverständlich ist und in unserem Fall daran lag, dass nahezu alle Arbeiten von einem Unternehmen ausgeführt wurden. Interne Überraschungen werden so reduziert.

Trockene Wände
Die Holwände sind bereits zum Einzug trocken. Feuchtigkeitsprobleme sind weniger wahrscheinlich. Ein Trockenheizen und die damit verbundenen Kosten und Unannehmlichkeiten entfällt.

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Nachteile

Wände speichern kaum
Hoppla, stand dieser Punkt nicht schon oben bei den Vorteilen? Ja, genau. Im Winter wird der Vorteil jedoch zum Nachteil. Wird die Heizung abgedreht, steckt kaum Wärme in den Wänden, der „Backsteinofen“ existiert nicht und kann deshalb auch nicht nachheizen. Der Wohnraum kühlt etwas schneller aus als beim gemauerten Haus.

Ausfallrisiko
Da bei Fertighäusern oft der Großteil der Gewerke von der Fertigbaufirma ausgeführt wird, geht mit deren Konkurs auch die komplette Gewährleistung flöten. Gleiches gilt für den Ausfall während der Bauzeit. Ein nicht zu unterschätzendes Risiko.

Schwingende Böden
Die wurden bei uns als Holzkonstruktion ausgeführt (üblich bei Holzfertighäusern). Diese Böden schwingen stärker als massive Böden. Die Schwingungen sind gelegentlich spürbar. Interessenten sollten so etwas in Musterhäusern vorher beachten und für sich entscheiden, ob sie das tollerieren können. Die Schalldämmung von Holzböden ist geringer als die von massiven Böden. Für Mehrfamilienhäuser kann dies von Interesse sein.

Wiederverkaufswert
Keine Angst, hier haben wir zum Glück (noch?) keine Erfahrungen. Die Finanzierungsbanken haben uns im Vorfeld jedoch wissen lassen, dass der Wert von Fertighäusern im Verkaufsfall geringer angesetzt wird als der von Massivhäusern.

Geringe Luftfeuchtigkeit
Holzwände geben keine Feuchtigkeit ab. Dementsprechend trocken kann die Luft im Innenraum (insbesondere im Winter) sein, wenn sie durch eine kontrollierte Wohnraumlüftung regelmäßig abgelüftet wird.

Wandbeläge renovieren (neu)
Fertighauswände sind durch und durch Trockenbauwände. Ihre äußerste Schicht zum Wohnraum hin ist in der Regel eine Gipskartonplatte. Soll hier später renoviert werden ist zu beachten, dass sich z.B. Tapete, die direkt auf einem Gipskarton liegt, praktisch nicht mehr ablösen läßt.

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Märchen

Kaum Individualisierungen
Im Vorfeld hieß es häufig, Fertighäuser seien kaum individuell planbar. Das mag für einige Anbieter stimmen. In unserem Fall gab es jedoch nicht einen einzigen Wunsch, der nicht geplant und kalkuliert wurde. Wir mußten keine Abstriche machen.

Barackenmuff
Gelegentlich wird man vor dem anhaltenden Muff in Holz-Fertighäusern gewarnt. Unser Haus ist nun fertig gestellt und einige Zeit bewohnt. Wir können einen solchen Muff absolut nicht feststellen.

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[to be continued…]

Info: „Aber was ist mit der Lebensdauer? Fertighäuser halten doch nicht so lange!“ werden jetzt sicher viele sagen. Das ist durchaus möglich, es wird oft diskutiert (siehe auch das hier). Wir wollen hier über Erfahrungen berichten. Und zum Glück mußten wir das Ende der Haltbarkeit für unser Fertighaus noch nicht erleben… 😉

172 Antworten auf „Fertighaus: Vorteile & Nachteile & Märchen“

  1. Hallo, gibt es nicht die Faustformel das 10 Jahresmieten den Wert eines Hauses ausmachen. Also vielleicht mal über die Vergleichsmiete den Preis ermitteln. Ansonsten Neubau planen, schauen was der kosten würde und dann vergleichen.
    Aber ich würde keine Haus mehr ohne Sachverständigen kaufen. Den interessiert nicht was der Verkäufer als Vorteil herausstellt. Der ermittelt Grundstückspreise und Hauspreise und schaut nach versteckten Baumängeln sofern er ins Haus gelassen wird. Wenn nicht dann ist das Objekt sowieso gestorben. Ich hatte mit meinen Haus Glück nichts passiert, aber wenn doch wird es schnell zum Albtraum aus dem man ein Leben lang nicht mehr raus kommt, gilt für alle Häuserarten nicht nur Fertighaus

  2. @Streety
    Um etwas über den Preis sagen zu können, müsste ich wissen, wieviele qm Wohnfläche es ohne Keller sind, wieviele Zimmer und wie hochwertig die Innenausstattung – sprich Fliesen und Bodenbeläge – ist.

    Hinsichtlich der Qualität beim Ausbau kommt es natürlich drauf an, wie ordentlich gearbeitet wurde. Da gibt’s private Bauherren, die das selbst machen und sorgfältiger arbeiten als manche Firma und genauso gibt es auf beiden Seiten Pfuscher. Das sieht man gerade bei einem Massahaus meistens erst nach einigen Jahren, wenn irgendwo bei der Dampfsperre was undicht ist und es zu schimmeln beginnt. Oder beim ersten Renovieren… Ansonsten bin ich persönlich mit der Qualität unseres Hauses hochzufrieden!

    Fertigdoppelgarage kam bei uns auf etwa 15.000 Euro. Wir haben zwischen 2005 und 2007 gebaut, also dürfte der Preis halbwegs hinkommen.

  3. Hallo,

    also das Haus hat ca. 145 m², eine schöne Terasse mit großem Edelstahlgeländer (ca. 7000.-€).
    Ansonsten ist im EG das Wohn- Esszimmer, Küche, Bad mit Wanne (Dusche vorbereitet), ein Abstellraum und ein Schlafzimmer.
    Im OG sind 3 Zimmer und ein Bad mit Dusche. Ansonsten hat das Haus noch einen Balkon ist wie gesagt unterkellert und hat eine Doppelgarage.
    Der Innenausbau läßt hochwertige Verarbeitung vermuten.
    Fliesen sind von V&B, Amaturen von Hans Grohe…

  4. Hallo erstmal,

    wir wollen uns ein Zenker-Haus Baujahr 1990 kaufen.
    Das Wohnzimmer ist uns zu klein ,kann mir jemand sagen ob mann im Erdgeschoß die Wände versetzen oder raus reißen kann?

    Mit freundlichen Grüßen

  5. Hallo Irene,
    du willst dich auch eine Aussage in einen Forum verlassen um eine Wand ein zu reißen, sehr mutig.
    Wie wäre es mit einen Statiker den man bei Falschberatung auch verklagen kann, sofern man eine Rechnung über die Beratung hat. Aber lieber ein paar Euro sparen und ein Haus riskieren.
    Man kann natürlich von der Wanddicke darauf schließen ob sie tragend ist oder nicht. Wenn danach im OG eine Tür nicht mehr zu/aufgeht hat sie dann doch noch etwas getragen.
    Gruß
    Kalli

  6. Wir haben ein Massivhaus mit Putzfassade. Diese Fassade besteht außen aus 12cm Styropor. Im Sommer kann da die Sonne draufscheinen wie will – da erwärmt sich kein Stein! Innen ist es immer schön kühl…

  7. Hallo Thomas,
    Wie wäre es, wenn du deine Aussage mit einen K-Wert untermauerst.
    Massivmauer und Styropor gibt es mit verschiedenen K Werten.
    Dieser K Wert sagt aus wie gut der Dämmwert ist.
    12cm Styropor sagt leider wenig aus.

    Schönes Wochenende
    Gruß
    Kalli

  8. Leute ! K-werte gibt es seit geraumer Zeit nicht mehr, heisst jetzt U-Wert. @ thomas: in der Tat hört sich das gut an, ist aber inzwischen auch schon Standard. Merke: Isolierung dämmt und Ziegel bringt Masse, eines fürn Winter und das andere, fürn Sommer. Ideal also.

  9. Hallo zusammen,
    ich träume schon länger von einem Haus der Amerikanischen Hausbauweise. Schön verspielt, aus Holz mit Veranda, richtig schöner kitsch eben. In diesem Forum haben die meisten ihr Außenwände verputzen lassen. Mir würde jedoch diese Holzverschalung besser gefallen. Mein Mann behauptet jedoch es wäre zu empfindlich und müsste bereits nach zwei Jahren neu gestrichen werden, bzw schaut immer vergammelt aus, da Holz das jedem Wetter ausgesetzt wird sehr schnell verwittert aussieht. Hat damit jemand Erfahrungen, bzw kennt jemand ein gutes Bauunternehmen? Habe bis jetzt nur VancouverHaus und BostonHaus gefunden. Bin mir jedoch nicht sicher was ich davon halten soll.
    Danke im vorraus für eventuelle Antworten.

  10. Hallo Pia,
    also wenn Holzfassade dann nur Natur lasiert – nicht lackiert! Die Häuser in USA sind ja meistens weißlackiert. Aber in unseren Regionen kannst Du das Haus wirklich alle 2-3 Jahre streichen. Weiß ist sehr undankbar! Und wenn Weiss – dann auf jeden Fall mit einer „Lotusfarbe“ die schmutzabweisend ist!

  11. Hallo Oscar,
    wegen Dämmung und Massivhaus und so: Wir haben heute erst die Heizung angemacht (22.10.12). 21 Grad waren bisher hier bei uns im Haus kein Problem – ohne Heizung! Unser Haus: Ytongstein mit 12 cm Styropordämmung.

  12. Hallo Leute,

    eine Frage an die in diesem Forum vertretenen Experten hätte ich: Mir wurde vom Kauf eines Fertighauses von 1989 abgeraten, da sich bei Fertighäusern angeblich das integrierte Dämmmaterial absenke, so dass im oberen Bereich der Wände keines mehr vorhanden sei (so ein Baufachmann zu mir). Stimmt das?

    Außerdem wollte ich wissen, worauf ich bei der Begehung des Objekts achten müsste, bzw. der Architekt, der mitkommt. Bzw.: Gibt es typische Knackpunkte, Schadensbilder, die man vielleicht so nicht erkennt???

    Schöne Grüße

  13. Puh, das muss ich erst mal alles sacken lassen. Aus Kostengründen möchten wir ein ca. 110-130 qm-Fertighaus bauen(lassen). Aber im Sommer 30 Grad? Das ist ein Punkt, der mch zweifeln lässt. Was ist mit Feuchtigeitsschäden? Was wenn das Dach undicht ist? Das weiß ich ja erst wenn ich im Haus wohne….

  14. Hallo,

    @Erik
    Was das fast 25 Jahre alte Fertighaus angeht, da empfiehlt es sich sicher, einen Fachmann mitzunehmen. Wir hatten mal ein älteres Streif Haus (ähnliches Alter) besichtigt. Ich weiß nicht ob es am Fertighaus lag, aber es roch schon etwas muffig, muss aber nichts heißen. Jedoch war damals der Stand der Technik sicher nicht der gleiche wie heutzutage.
    Man sollte darauf achten, dass es doppelt beplankt ist (war nicht immer selbstverständlich!) und klar, Feuchtigkeit ist immer schlecht, jedoch bei Holz besonders.
    Dass die Isolierung „abrutscht kann ich mir kaum vorstellen, zumindest nicht soweit, dass nur noch der untere Meter isoliert wäre. Wenn es 10-20cm absackt, was solls…

    @Ina

    Was heißt aus Kostengründen baut Ihr ein Fertighaus?
    Aus Zeitgründen würde ich ja evtl. noch verstehen, auch wenn das nicht unbedingt so sein muss, dass die gesamte Bauzeit kürzer ist.
    Jedoch was die Kosten angeht, ein Fertighaus ist in der Regel nicht billiger, oft eher sogar teurer als ein Massivbau.
    Der einzige Vorteil aus meiner Sicht ist, wenn man vieles selbst machen möchte ist das in dem „Holzgerippe“ einfacher, z.B. Kabel & Rohre legen etc…
    Ich weiß nicht, ob Ihr Euch von der Massa Homepage oder ähnlichem habt irritieren lassen, aber wenn da steht 80000.- dann ist das nur die „Hülle“, fürs gesamte Haus seit ihr auch mind. ca. 200000.- los!
    Wir bezahlen z.B. für unseren 130m² Massivbau (KfW70) mit Keller WP, Lüftung, Wasserzisterne mit Anschluss an Klospülung, 8 bodentiefen Fenstern etc. ca. 215000.- wenn wir es schlüsselfertig wollen incl. Bodenbeläge.
    Dabei handelt es sich auch nicht um Town & Country oder HvH sondern um einen lokalen Bauträger, den es auch schon seit zig Jahren gibt.
    Insofern, schaut Euch mal wegen den Preisen genauer um und vergleicht die Leistungsbeschreibung genau!

  15. Hallo Leute,

    leider verabschiede ich mich schon wieder aus der Diskussion, weil wir jetzt ein konventionell gemauertes Reiheneckhaus von 1994 kaufen.

    Ich finde aber diesen Kreis von interessierten Fertighaus-Fans sehr nützlich und wichtig und habe einige ältere Beiträge mit wertvollen Tipps gefunden!!!:-)

  16. Hallo,
    uns wurde ein Fertighaus von Zenker aus dem Jahr 1984 angeboten, in den Grundrissplänen sind die Außenwände mit ca. 165 mm cm dokumentiert, hat jemand Erfahrung mit welchem Massivmauerwerk das vergleichbar wäre. Kann man so eine Haus nachträglich von außen dämmen ? Wie hoch könnte man die Preisabschläge zu einem Fertighaus in der heutigen Zeit vergleichen.

  17. Wir hatten uns für die Firma „Bau mein Haus“ entschieden, weil der Verkäufer schon beim ersten Beratungsgespräch auf unsere Wünsche für ein Zweifamilienhaus einging und uns der Leistungsumfang, der im Standard enthalten war, sofort begeisterte.
    Die Besichtigung des Werkes war toll. Wir konnten zuschauen wie das Haus einer anderen Familie „zur Welt kam“. Das war unglaublich mit welcher Genauigkeit hier gearbeitet wird.
    Nachdem wir die Baugenehmigung erhielten, stand bereits 6 Wochen später das Haus. Und nicht einmal 4 Monate später konnten wir einziehen, obwohl wir ein Zweifamilienhaus gebaut haben.
    Der Bauleiter war sehr oft vor Ort und wenn es Probleme gab, hat es nie länger als 2 Wochen gedauert, bis es erledigt wurde. Die Fortschritte waren jedesmal groß, wenn wir zu unserem Haus kamen und ihm beim „Wachsen“ zuschauen konnten.

  18. Wir haben uns für Hanlo entschieden, weil bereits in den ersten Beratungsgesprächen der Verkäufer sehr genau auf unsere Wünsche einging, viel Verständnis und Geduld bei unseren nicht immer fachmännischen Fragen hatte und wir vom qualitativ gutem Angebot des Anbieters überzeugt waren.
    Wir haben ein individuell geplantes Haus in Fertigbauweise gebaut und dabei auch unsere ganz eigenen Vorstellungen von der Grundrissplanung eingebracht, die sehr genau aufgegriffen wurden und mit der Erfahrung des Hanlo-Architekten ergänzt wurde. Für ein Fertighaus haben wir uns auch aufgrund der kurzen Bauzeit entschieden, da unser barrierefreier Bungalow kurzfristig bezugsfertig sein sollte und wir einen konkreten Planungshorizont hatten.

  19. Wir haben seit 1985 ein Streif-Fertighaus und sind mit dem Haus rundum zufrieden.Die klimatischen Eigenschaften kann ich nur bestätigen, im Sommer bei extremen Außentemperaturen kühl, im Winter- auch bei extremer Kälte warm- auch nachts. Unsere Heizkosten betragen ca.1300€ pro Jahr. Wir verbrauchen ca. 800l Öl und ca. 8 ster Holz. Wir heizen seit Bezug des Hauses mit einem Kachelofen das Haus und benötigen keine andere zusätzliche Heizquelle. Die ca. 800l Öl werden nur für das Warmwasser benötigt. Ab 21:00Uhr wird der Kachelofen nicht mehr beheizt und trotzdem sind m Haus -auch bei extremer Kälte- am anderen Morgen noch 20 Grad plus. Und das bei 2-fach Verglasung. Welches Massivhaus bringt solche Werte.
    Natürlich gibt es auch Nachteile. Aber für uns war die schnelle Fertigstellung, die Eigenarbeit und die Wärmedämmung, für die Entscheidung ein Fertighaus zu bauen, ausschlaggebend. Ich hätte auch ein Massivhaus bauen können, da ich von Beruf Maurer war, ich habe mich jedoch für ein Fertighaus entschieden.

  20. Nach ausgiebigen Sondierungen und einer Empfehlung des damaligen Baufinanzierungsbüros, hatten wir uns für ein Gespräch mit der Fa. Hanlo-Haus aus Südbrandenburg entschieden. Die räumliche Unternehmensnähe, die mögliche Festpreisgestaltung (Empfehlung der Bank) und letztlich auch die Hanlo-Werkvertretung, brachten dann das notwendige gegenseitige Vertrauen für eine Entscheidung. Ursprünglich wollten wir ja ein sogenanntes Massivhaus bauen. Jetzt wissen wir, dass ein „Fertigbau“ ebenso solide, vor allem aber viel effizienter ist. Ein zusätzlicher Bonus in Form einer 37 cm starken Passivhauswand gab dann zus. den Entscheidungs-Kick.

    Dann ging alles sehr schnell: im Februar 2013 die Entscheidung; im März / April dann die Bauantragsplanung; Anfang Juni die Hausbemusterung in der Hanlo-Welt; Anfang Juli das erste Baustellengespräch; am 20. August dann der Montage-und Rohbaubeginn mit schönem Richtfest bei bestem Wetter und Ende November der Einzug. Dies war unser Ziel und es hatte geklappt. Unsere Eigenleistungen (Laminat; Malerarbeiten) haben wir bewusst überschaubar gehalten und wir können Jedem nur den guten Rat geben, die eigenen Möglichkeiten genau abzuwägen und dies in der Finanzierung mit zu planen. Bis auf einige Kommunikationsprobleme mit Hanlo verlief alles super von der Planung über die Bemusterung bis zum Ausbau. Naja und letztlich muss man eben auch manchmal selber „Dampf“ machen und sich kümmern. Von allein läuft nichts. Die Hanlo-Montagetruppe und der Hanlo-Treppenbauer waren am beeindruckensten. Warum sich da viele Bauherren mit einem Nassbau über viele Monate abquälen, verstehen wir bis heut nicht.

  21. hallo,
    interressant sind sicher auch die varianten mit einem teil der mauer aus dichterem material, jetzt mal nebensächlich ob aus stein beton ziegel oder lehm.
    klar ist seit einigen Jahren, dass eine (korrekt angebrachte) isolierung AUSSEN diesen effekt bildet.
    zum heizen (an alle Kommentare die von trockener luft geredet haben): es ist eine noble sache strahlungs-wärme anstatt luft-wärme zu geniessen….
    also kachelofen oder kombinationen, möglichst so gabaut dass man, einmal eine grundwärme im zimmer, die luft gar nicht mehr heizt, also auch keine luft mehr zirkuliert. das spart eine menge taschentücher, und zusätlich bleibts subjektiv warm selbst wenn man mal das fenster aufmacht oder nicht super dichte fenster hat.
    dieser effekt könnte mit einer heizenden wand aus sehr porösem material, wie lehm auch klappen.
    wie das genau mit dieser speicher-mauer gebaut werden kann wäre noch interessant. Jedenfalls gibt es auch Stroh-lehm häuser, die in elementen beim Hersteller gebaut werden und dann in ein paar tagen auf der baustelle zusammengabaut werden. aussen verputzen muss allerdings hinterher gemacht werden. .

    wintergärten müssen genau welchen aufbau haben? (ob vorher oder hinterher angebaut…) lüftung im sommer? fassade ganz weg? lüftung oben??? isolierglas? plexiglas, geht das auch?

    Liebe grüsse

  22. Eine wirklich spannende Seite! Mein Problem ist etwas speziell: Wir werden am Rande eines Überschwemmungsgebietes bauen! Wie gesagt am Rande aber es verunsichert uns im Bezug auf die Bauweise. Es wird immer wieder behauptet, dass beide Häuser inetwa die gleichen Schäden durch Schäden bei Hochwasser beämen. Das kann ich nicht nachvollziehen! Wir wohnen seit 15 Jahren in einem Fertighaus in Holzständerbauweise und sind sehr zufrieden. Im Winter ist es schön warm und die Wärme hält sich gut…im Sommer ist es teilweise wirklich zu warm doch durch Rollos kann mansich vor zuviel Sonne schützen. Meine Überlegungen sind vor allen Dingen wegen Hochwasser. Was ist wenn bei Fertighäusern längere Zeit das Wasser steht? Welche Schäden sind irreparabel? Muss man abreißen? Ist bei Massivbauweise auch ein solch großer Schaden zu erwarten? Schimmelbildung? Estrich? Wie würdet ihr entscheiden? Die Wahrscheinlichkeit für ein Hochwasser wird als gering eingestuft..aber sicher ist man eben nie bei den heutigen Wetterkapriolen.

  23. ah ja…da fällt mir ein, dass auch eine Fußbodenheizung bei Hochwasser Schäden abbekommt und, so sagte man mir, Der ganze Estrich danach raus müsse.

  24. Hallo Gudrun,
    Habt ihrt mal bei Versichern versucht eine Versicherung für das Haus zu bekommen?
    Wenn nicht, würde ich von einen Hausbau an der Stelle absehen.

    Lass die Landkreise am Ober oder Unterlauf die Dämme aufschütten und Überschwemmungswiesen zu Bauland machen dann werdet ihr absaufen un mitten im Überschwemmungsgebiet liegen.

    Zu schäden am Ständerwerk kann ich nichts sagen, aber wenn feuchtes Holz trocknet verzieht es sich, das kann nicht gut ausgehen. Risse in Tapeten würden sicherlich das kleinste Übel sein.
    Da möchte ich gar nicht weiter darüber nachdenken.

  25. natürlich gehen wir nicht blauäugig ans Werk@ Kalli. Da es KEIN wirklich ausgewiesenes Überschwemmungsgebiet ist, bekommen wir auch jeder Zeit eine Versicherung gegen Elementarschäden., das ist also gar nicht das Problem. Bei uns gibt es keine Dämme und wird auch keine geben, auch das ist geklärt und fest gesetzt. Aber meine Frage lautete: welche Bauweise ist „im Falle“ einer (unwahrscheinlichen) Überschwemmung besser.

  26. Hallo Gudrun,

    warum auch immer in einem Fertighausbaublog diese Frage gestellt wird anstatt Experten zu bemühen hier meine persönliche Einschätzung mit gesundem Menschenverstand:

    Enweder bauen was man persönlich will und das Risiko ausblenden bzw. GUT versichern

    oder

    mehr Geld in die Hand nehmen und schlechter aber „sicherer“ bauen ohne Keller, erhöhtem/aufgeschüttetem Erdgeschoss aus Vollbeton, Heizungsanlage im Dach, keine Fußbodenheizung im EG etc. Aber ist das schön ?

    Ganz ehrlich da würde ich besser jemand anders bauen lassen, das dann mieten und im Fall der Fälle ausziehen 😉

  27. Danke für eure Bemühungen.
    Dann entschuldige ich mich für meine Frage. Ich wusste nicht, dass diese Frage hier falsch ist.

  28. Hallo Gudrun,
    tut mir leid wenn du dich angegriffen fühlst, aber wo sonst im Leben bekommt man ungeschönt die Wahrheit gesagt. Der Verkäufer des Baugrundstück sagt das ist alles kein Problem, die Versicherung sagt dir bei Vertragsabschluss wir bezahlen alles, die Baufirma sagt, mal den Keller geflutet ist nicht so schlimm.

    Ich bin kein Zimmerer, aber Holz und Wasser passt nicht zusammen.

    Also rede dir selber dein Projekt nicht schön und erwarte das du zustimmende Meinungen bekommst.

    Wäre schön wenn sich mal ein Zimmerermeister/Tischler dazu äußert.

  29. hallo,
    vielleicht kann Dir das helfen, Gudrun, mal ein paar worte über holz und wasser/
    keller, schwierig, ist ja klar dass der sich füllt, also kommt drauf an was drin ist.
    heizung, wie in meinem letzten post muss man nicht unbedingt immer an zentralheizung im keller denken…. das mit der strahlungswärme und den kachelöfen ist super und lässt den Keller frei.
    warmwasser kann man auch über solar – und holz/oder automatisierte hackschnitzel oder pellets im ofenfeuer haben.
    Man könnte das Haus also auf 1mstelzen stellen, kostet nicht mehr als ein ring-fundament. diese stelzen könen auch aus beton sein.
    Jetzt die Holzfrage/es ist richtig dass holz quillt und trocknet, also wie schon geschrieben wurde bei der farbe und tapete wirds sicher risse geben. dafür braucht man aber nicht unbedingt eine mords-versicherung. das holz ist sehr resistent, manche arten vertragen luft-wasserwechsel, manche überhaupt nicht. hier mal die die wasser-luft-wechsel aushalten, also unterbau, untere pfosten, bodenbalken usw…
    Akazie (kannn 15jahre hochwasser locker aushalten ;-)… ), Eiche hält auch locker 10 jahre wechselfeuchtigkeit aus, Lärche (gibts auch als Brett-schicht-holz BSH), Douglasie (erstaunlich gut), oregon-pine,
    nicht: kastanie (übersteht14 tage, aber muss gut lüften! geht z.B. für dach-schindeln. sobald sich ecken bilden wo wasser stehen bleibt faults auf dauer…. ), esche-nein, buche-schlecht, fichte-nein, kiefer-nein, pappel-nein, erle-eventuell … aber zu schade-> möbel ,
    ..
    ..
    als isolierung und wandfüllung mal überlegen, natürlich im unteren meter mauer dann nicht isofloc oder sowas.
    natürlich solltet Ihr dann auch nicht gips verbauen(im unteren metet mauer) eher noch mauern mit Yton oder ziegeln, isolierputz usw und die (sehr gesunde) lehm-holz-oder stroh isolierung dann weiter oben einbringen. oder entsprechend hohe stelzen.
    es gibt auch BSH platten wie schon oben diskutiert… z.b. dann als freitragenden fussboden. zwischen nass über 35% feuchte und raumtrocken, kann das holz je nach faserlage ca 6-12% quelen, so eine platte gleicht sich sicher ein bisschen aus, quillt aber sicher ordentliche.
    also intelligent bauen so dass nichts reisst oder bricht.
    und auch nichts saugt…. beton z. b. leitet ganz ordentlich feuchtigkeit. eine überschwemmte betonmauer leitet dann wasser biss oben und macht viel schimmel.
    lüften!
    ansonsten baue ich euch gerne ein schwimmbares bio-haus. … jetzt noch ohne witz… 😉

    oder als fertighaus in thunfisch-fänger-version ca 7x20m :-))
    (mehr wohnfläche als eine yacht aus tropenholz… )

    liebe Grüsse!

  30. Nur zur Ergänzung weil das immer wieder vergessen oder verdrängt wird, oft ist Wasser nicht das Hauptproblem sondern Öl/Diesel/Schmierstoffe aus Heizungstanks etc. das in dem Flutwasser enthalten ist, das die Häuser unbrauchbar macht. Im Bereich Deggendorf mussten deswegen bei der letzten Flut einige Häuser allein deswegen abgerissen werden, denn die Ölrückstände sind kaum aus den Ziegelwänden oder dem Holz zu bekommen. Putzabschlagen allein reicht da meist nicht.

  31. Danke für eure Antworten. Sind ja einige hilfreiche Informationen dabei. Wie gleich gesagt zu Beginn ….am RANDE eines Überschwemmungsgebietes werden wir auf Stelzen bauen! Es gibt dort nur Häuser mit Kellern und normalem Fundment und keine Vorschrift bzgl. Stelzen etc. Es ist ein normales Baugebiet aber eben in 100m Entfernung beginnt ein Überschwemmungsgebiet. Es ist lediglich unsere Vorsicht, die uns einfach höher bauen lassen wird und selbst das belcheln die künftigen Nachbarn. Egal, wir machen das! Danke nochmal für alle, die hier ehrlich und hilfreich geantwortet haben…

  32. Hallo @BOOTSBAUER, würde gern mehr Infos erhalten. Die von Dir gegebenen Tipps interessieren mich wirklich sehr. Grundsätzlich würde ich das nicht gerne hier im Forum machen….wie kann ich DIch erreichen? Danke

  33. Hallo zusammen,

    wir werden uns in den kommenden Wochen ein bestehendes Fertighaus der Firma Zenker kaufen. (BJ 1990)

    Bisher hatte ich Bedenken wegen der Dampfbreme, an der Aussenwand. Der Wandaufbau der Aussenwand von innen nach außen:
    9,5 mm Regips
    0,2 mm Dampfbremse
    13 mm Holzwerkstoffplatte
    100 mm Holzrahmenfachwerk mit Mineralfaserdämmstoff
    13 mm Holzwerkstoffplatte
    21 mm Unterkondtruktion
    85 mm Sandzementstein, verfugt und mit Reibeputz verputzt

    Will ich einen Dübel in die Wand Bohren (oder direkt eine Schraube in die Presssparrenplatte ) kann ich dies eigentlich nur tun, indem ich die Dampfbreme mit durchbohre.

    Oft wird ein Loch in der Dampfbremse als garantierter Feuchtigkeitseinfall in den Dämmstoff angesehn. Fanatisch wird auch das kleinste Loch verklebt, das irgent ein Nagel in der Folie hinterlassen hat.

    Allerdings scheint mir die Unversehrtheit der Dampfbreme gar nicht so wichtig zu sein wie in vielen anderen Foren beschrieben.(Wie sollte man denn sonst irgentwas an die oben beschriebene Aussenwand hängen ? )

    Folgenden Artikel hat mich in meinen Ansichten gestärkt:
    http://blog.schwoererhaus.de/index.php/locher-in-der-dampfbremsfolie/

    Wie ist eure Meinung zum Thema ? Sollte ich jedesmal ordentlich Dichtmasse in die Wand spritzen und auch die Schraube entsprechend einkleistern bevor ich einen Dübel hinterher stecke ?

  34. Meine Cousine wohnt seit gut 35 Jahren in einem Fertigteilhaus. Was sie am meisten störte war der Wind, der offensichtlich zunehmend durch die Außenwände durch ins Haus blies. Da es eine sehr windausgesetzte Gegend ist, war das recht oft störend. Sie hat nun übrigens angebaut – mit Ziegeln , an der dem Wind ausgesetzten Seite; nun ist es wesentlich besser. Sie würde nicht mehr in Fertigteilbauweise investieren.

  35. Aber nach 35 Jahren hat sich doch einiges geändert. Da kann man doch nicht die Erfahrungen eines alten Hauses mit dem Standart von heute vergleichen.
    Heute gibt es Dichtigkeitstest, die meines Wissens auch für Niedrigenergiehäuser vorgeschrieben sind. Wenn das teil des Bauleistungsvertrages ist dann muss der Herstellen sein Haus auch Winddicht bekommen.
    Mir kommt es so vor das damals was nicht richtig gelaufen ist. Das in den Hohlrohren und Steckdosen es zu Zug erscheinung kommt ist allerdings richtig. Dagegen halfen dann gedämmt UP-Dosen.

  36. Also was hier in diesem Forum zum Teil von sich gegeben wird schockiert mich doch zutiefst.
    Wir bauen auch gerade, Holzständer. Vor gut 2 Jahren war ich noch übelster „Gegner“ von Fertighäusern. Unzählige Stunden Recherche und die Besichtigung unzähliger Häuser haben mich vom absoluten Gegenteil überzeugt. Ich sehe heute keinen Grund mehr, warum man kein Holzhaus bauen sollte.
    @Ann, bitte nicht ein Fertighaus von vor 35 Jahren mit einem Modernen von heute vergleichen. Diese Technik hat sich enorm weiterentwickelt. Und dann kommt es nicht zuletzt auf die Firma an.
    Ohne an die Wände zu klopfen ist heute keinerlei Unterschied mehr zu erkennen.
    Dann zu einigen hier die behaupten in Holzhäusern kann man keine schweren Gegenstände an der Wand befestigen ohne spezielle Maßnahmen etc… Bei uns wird die Tragkraft pro Schraube mit 200 kg angegeben – ohne Dübel. Und ohne in einen Balcken schrauben zu müssen. Angeblich bricht vorher die Schraube ab. Natürlich sollte die Schraube so lange sein, dass sie durch den Gipskarton geht, versteht sich aber wohl von selbst.
    Raumklima ist für mich nahezu identisch. Da in der Familie gerade fleißig gebaut wird, und zwar sowohl Massiv als auch Holzständer (je 2 Häuser) habe ich den direkten Vergleich beider Varianten nach aktuellstem Stand der Technik. Ich fühl mich in beidem wohl. Luftfeuchtigkeit ist aber in allen Häusern im Vergleich zu Altbauten eher sehr niedrig.
    Ich denke es ist nach wie vor sehr viel Bauchgefühl dabei ob Fertighaus in Holz oder Massivbau mit Ziegel. Kostentechnisch gibt es heute fast keinerlei Unterschied mehr.

    @Axel, Dampfsperre ist glaube ich ein Thema bei dem viel Panik geschürt wird ohne dass wirklich jemand richtig Bescheid weis. Unser Haus hat statt einer Folie eine Art Flies. Klar, in Feuchträumen (Bad u. Toilette) ist eine dichte Dampfsperre mittels Folie unabdingbar und muss möglichst unbeschädigt sein. Schimmel hat aber wohl sehr sehr viel mit dem Taupunkt in der Wand zu tun. Sitzt dieser Taupunkt falsch (der Punkt wo aufgrund Temperaturunterschied von Innen nach außen das Wasser zu kondensieren beginnt) bekommt man Probleme mit Schimmel (z.B. Kältebrücken). Moderne und fachgerechte Häuser sind so ausgeführt, dass das kein Thema sein sollte. Wenn doch, hat der Hausbauer schei… gebaut.
    Wir brauchen nicht mal ne Lüftungsanlage, auch hier werden viele Märchen erzählt. Klar muss man aber ab und zu Lüften.

    Ich hoffe ich kann hier ein paar die Sorge vor Fertighäusern nehmen, die ist heute aus meiner Sicht absolut nicht mehr begründet. Ein Bekannter hat mal zu mir gesagt er fragt sich heute eher warum die Menschen noch mit Ziegel bauen.
    Ich sehendes wie gesagt als reine Bauchentscheidung an ohne dem einen oder anderen seine Berechtigung abzusprechen. Faktisch jedoch, dass der Anteil an Fertighäusern stark wachsend ist.

  37. >>> Faktisch jedoch, dass der Anteil an Fertighäusern stark wachsend ist.<<<

    Das muss ja nun nicht unbedingt bedeuten, dass diese Bauart die Bessere ist. Kann ich sowieso nicht beurteilen, baue selber nicht fortwährend neue Häuser. Aber eins ist Fakt (nach Rücksprache mit einem Gutachter): Die recylcelten Baustoffe sind weit preiswerter als Mauerstein oder Gasbaustein. Hier geht es einfach nur um höheren Profit! Da sollte man sich nichts vor machen. Inzwischen sehe ich sogar Pressspanplatten-Häuser – scheint recht gut zu funktionieren. Sieht nur am Anfang "billig" aus. 😉

  38. @Hermanski: Das hab ich ja auch nicht gesagt, dass Holzständer besser ist. Kann man meinem Kommentar ja auch entnehmen, dass ich nicht beurteile was „besser“ ist. Ich möchte nur mit ein paar Vorurteilen gegen Holzständer aufräumen.
    Diese Feststellung war lediglich so gemeint, dass Holzständer heute kein Nachteil mehr sein muss, sonst würden nicht immer mehr Menschen damit bauen obwohl nach wie vor keinerlei Preisvorteil. Allerdings habe ich das Gefühl, dass hier einige von einer Art zu bauen so überzeugt sind, dass sie jegliche Objektivität verlieren und nicht mehr für andere Meinungen und Erfahrungen Zugänglich sind sondern mit teils falschen Behauptungen und Horrorgeschichten für Ihre Art zu bauen werben wollen. Und da gehört auch dazu, von recycleten Baustoffen zu reden. Weder das Holz, noch die Fenster oder die Dachsteine etc. sind recycelt. Vielleicht die Dämmung, da habe ich keine Ahnung ob Holzdämmplatten und Minerslwolle aus recycelten Materialien ist. Andererseits schadet etwas Nachhaltigkeit beim Hausbau ja auch nicht und stellt doch bzgl. Funktionalität keinen Nachteil dar. 😉 Das Zeug wird für die Dammung von Dächern bei Ziegelhäusern ja auch verwendet… 🙂
    Wie gesagt, jeder muss für sich entscheiden welche Bauart man möchte, es gibt kein Richtig oder Falsch so lange man mit dem Ergebniss zufrieden ist. Hört aber bitte auf Schauermärchen über gewisse Bauarten zu erzählen. Da könnte ich euch über alle Bauarten welche erzählen sowohl über Holzständer als auch über Stein. Im endeffekt steht und fällt eben viel mit der ausführenden Firma.
    Und somit allen Bauherren, egal ob Holz oder Stein, viel Erfolg und viel Freude mit eurem Heim. Lasst euch nicht von den Firmen auf der Nase herum tanzen und traut euch Dinge zu hinterfragen und auch mal auf den Putz zu hauen wenn was nicht richtig läuft. Die meisten Firmen haben durchaus einen Ruf zu verlieren, dass solltet ihr immer vor Augen haben.

  39. Andi, ich stimme überwiegend zu, bei einer Behauptung möchte ich aber (noch einmal) eigene Erfahrung einbringen.

    Was nützt die beste Befestigung an/auf/durch Gipskartonplatten, wenn dahinter eben an der ausgesuchten Stelle KEIN Holz ist, sondern nur Dämmung? Das ist bei Innenwänden gang und gebe. Man benötigt zur Befestigung sehr schwerer Gegenständen immer noch die „Wünschelrute“ der Hausbauer: Den Balkenfinder. Ansonsten ist heutzutage mehr recycelt, als der Laie glaubt zu wissen – und das ist gut so!
    Übrigens, dass „Pressspanhaus“ haben wir kurz vor Fertigstellung besichtigt. Wir waren sogar begeistert von der Stabilität und Dämmfähigkeit dieses Werkstoffes. Vergesst „einfaches“ Holz und schont den Wald *Scherz*

  40. Sicher, beide Bauweisen haben Vorteile.
    Beim Fertighaus lassen sich natürlich Rohre, Kabel etc. in den Wänden viel leichter verlegen, ohne Schlitze klopfen zu müssen.
    Das ist (für mich) aber auch schon der einzig große Vorteil.
    Sicher kann man in einem doppelt beplankten Haus, und das ist ja heutzutage Standard, auch schwerere Sachen an die Wand hängen, gerade Ytong kann ja hier auch problematisch sein.
    Jedoch ansonsten sehe ich nahezu keine Vorteile. Dass es deutlich schneller geht ist auch ein Irrglaube. An 1-2 Tagen steht nur die Hülle, dann dauert es noch Wochen bis man alle Wände gedämmt, beplankt und luftdicht abgeschlossen hat. Zum Vergleich, unser Rohbau hat auch „nur“ 4-5 Wochen incl. Keller gedauert.
    Der restliche Innenausbau ist bis auf die Rohr- und Kabelverlegung vergleichbar, Trockenzeiten usw. sowieso.
    Nachteile sind für mich vor allem die Wertbeständigkeit, Fertighäuser werden vor allem bei Anschlussfinanzierungen niedriger bewertet, die Verletzlichkeit der Dampfsperre und vor allem der Schallschutz.
    Da der Preis auch sehr ähnlich ist, überwiegen für mich die Vorteile beim Massivbau…

  41. @guido: und schon wieder Halbwissen das verbreitet wird.
    Unsere Wände wurden komplett mit Dämmung und Rigips angeliefert. Nur da wo die Monteure für Elektrik oder Sanitär nochmal ran müssen werden die Platten erst später komplett fest verbunden.
    Witterungsbeständigkeit?? Warum sollte ein Steinhaus Witterungsbeständiger sein? Da ist außen genau der selbe Putz drauf, das Dach ist ganz genauso ausgeführt…
    Verletzlichkeit der Dampfsperre ist heute auch nicht mehr das riesen Thema so lange ich nicht gleich ein Faustgroßes Loch da rein mache ohne es wieder zu schließen. Klar, im Bad muss man aufpassen. Da verzeiht einem das Steinhaus aber auch nix wenn die Feuchtigkeit in die Wand rein kann. Es gibt viele Vorurteile gegen Holzhäuser, mehr als Vorurteile sind das meist aber auch nicht. Selbst Bauunternehmen die Klassisch bauen sagen heute (natürlich nicht in aller Öffentlichkeit, wer macht das schon) dass es nichts mehr gegen moderne Holzständerhäuser zu sagen gibt….

  42. @ hermanski: uns wurde gesagt, dass eben kein Balken notwendig ist um auch schwere Gegenstände zu befestigen. Sollte uns mal was von der Wand fallen oder mir das Gegenteil auffallen gebe ich gerne Bescheid und dir recht… 😉 So ehrlich bin ich dann schon. Unsere Küche wird auf alle Fälle nicht in den Balken verschraubt

  43. @Andi
    Ich kenn natürlich nicht jeden Fertighausanbieter und kann deshalb natürlich nicht sagen, in welchem Ausbauzustand das Haus bei wem geliefert wird. Ich selbst habe nur zusammen mit einem Bekannten für ihn ein Fertighaus und selbst massiv gebaut, insofern habe ich zumindest für diese beiden Fälle, bei mittleres Preissegment, also weder Massa Haus noch Town&Country, Vergleichsmöglichkeiten.
    In meinem Beitrag habe ich ja auch nur die für mich gravierendsten Unterschiede aufgelistet.
    Und da war es eben so, dass die Außenhülle zwar sofort dicht war, innen jedoch nur ein Holzgerippe stand und er/wir wochenlang nur Fermazell und Rigips an Wände und Decken geschraubt hatten (trotz vorhandenem „Profiwerkzeug wie z.B. Schnellbauschrauber, nicht auszudenken, wenn einer mit Akkuschrauber anfängt).
    Das Verlegen der Kabel und Wasserleitungen ging logischerweise, wie gesagt, deutlich schneller, da hier das lästige Schlitze klopfen wegfällt.
    Das ist aber für mich der einzig große Vorteil, allein das beplanken, verspachteln und anschließend glatt schleifen hing mir irgendwann derart zum Hals raus, dass ich mir das nie wieder antun würde.
    Waren in Deinem Haus tatsächlich auch die Innenwände schon fix und fertig???
    Ein weiterer Nachteil, die Fertighausanbieter haben oft ein Programm, das sie nur sehr sehr ungern abändern. Wenn man nur ein Fenster ändern will kostete das schon ein halbes Vermögen, ganz zu schweigen, wenn man Wände oder gar die Treppe verrücken will.
    Hat man sich dann einmal festgelegt, ist später auch absolut keine Änderung mehr möglich. Bei unserem Massivbau haben wir während der Bauphase noch kostenlos aus normalen bodentiefe Fenster gemacht und aus einem Fenster eine Balkontür usw.
    Dass Feuchtigkeit für die Bausubstanz nie gut ist, da geb ich Dir natürlich Recht. Jedoch bei einem Massivhaus kann man die Wand trocknen, wenn man es bei Holz nicht gleich merkt und das Wasser irgendwohin läuft und es dort modert, hat man erheblich mehr Probleme.
    Unser Wasserinstallateur hatte z.B. in der Dusche so einen Baustopfen nicht richtig drauf geschraubt und so lief das Wasser die (verputzte) Wand entlang vom DG bis in den Keller, eine ganze Nacht lang.
    Stell Dir das mal in einem Fertighaus vor, da reißt Du evtl. ganze Wände raus und tauschst die Dämmung. Bei uns war nach paar Tagen alles wieder trocken und auch heute, etwa 2 Jahre später, sieht man davon 0,nichts mehr.
    Die Gesamtbauzeit war übrigens ähnlich (was bei uns gemauert wurde, wurde bei ihm beplankt) und preislich lagen wir auch sehr ähnlich (ausstattungsbereinigt).
    Und nochmal, der Schallschutz ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, da kann eine Holzbalkendecke eben nicht mit ca. 20cm Beton + Aufbau mithalten. Selbst die Waschmaschine hört man bei uns nicht, wenn sonst Radio/TV aus sind oder wenn ich im Haus die Musik auf Konzertlautstärke aufdrehe hört man bei geschlossenen Fenstern draußen fast nichts, und wir wohnen in einem ruhigen Wohngebiet, wo nur Anwohner durchfahren.
    Mir ist übrigens durchausbekannt, dass es sogar Fertighausanbieter gibt, die damit werben dass sie das Haus an einem Tag aufbauen und abends kann man schon die Pizza in den Ofen schieben. Da ist neben den Wänden auch schon die Elektrik, Wasser und sogar die Bäder vorinstalliert und es werden nur noch Steckverbindungen zusammengefügt (keine Ahnung wie sowas geht, live habe ich es auch noch nie gesehen).
    Jedoch kosten diese Häuser dann auch minimum 50% mehr als ein vergleichbares „Endprodukt“ und dafür brauchen die bei der Fertigung im Werk entsprechend länger. An der Gesamtzeit vom Bauantrag bis Einzug spart man also auch nicht in dem Ausmaß, was übrigens auch für ein normales Fertighaus gilt, vor allem wenn man Änderungswünsche hat. Auch das muss erst im Werk vorgefertigt werden, während beim Massivbau in der Zeit schon gemauert werden kann.
    Nochmal, es kann ja jeder machen was er will, aber außer dem geringeren Installationsaufwand sehe ich keinen Vorteil beim Fertighaus. Die meisten schreiben ja auch nur, es hat keine Nachteile, jedoch wirkliche Vorteile werden kaum genannt.

    BTW Andy, wenn Dein Haus soweit vorgefertigt war, darf ich fragen wieviel der „Rohbau“ bei welcher Größe gekostet hat?

  44. Ok, wo fang ich an? 😉
    Verspachteln müssen wir natürlich auch, ganz klar. Und dass das ne sch… Arbeit ist das möchte ich gar nicht bestreiten. 🙂 Alternativ kann man ja auch verputzen lassen wie im Steinhaus. Ist halt auch ne Kostenfrage.
    Die Dämmung musste nur an den Stellen wo die Segmente zusammen gesetzt wurden noch integriert werden, sonst war alles drinnen. Da es beim Aufstellen leider ein wenig geregnet hat wurde an einer Stelle am Dach auch noch Dämmung ausgetauscht, da sie etwas nass geworden war. Fenster/Türen/Rollos/Jalousie waren auch schon ab Werk mit drinnen.
    Unser Haus ist komplett frei geplant, exakt nach unseren Wünschen, keine Katalogware. Aber klar gibt es auch Anbieter welche ihre Vorlagen haben und jede Abweichung ordentlich ins Geld geht.
    Aber deshalb habe ich ja gesagt, es steht und fällt viel mit der ausführenden Firma.
    Unser Haus mit ca. 145qm Wohnfläche + Keller kostet uns ca. 280.000€ (ohne Grundstück), ca. 50.000 davon macht der Keller. Glasflächenanteil kann man wohl mit hoch annehmen. Heitzung (Luft-/Wasser-Wärmepumpe) ist im Preis mit drinnen. Malerarbeiten und Bodenbeläge (Spachteln, Streichen, Fliesen etc. inkl. Material) ist komplett Eigenleistung und nicht in dem Preis miteingerechnet. Ein grobes Angebot für das Haus als Steinhaus hätte uns ziemlich genau das selbe gekostet.
    Übrigens ist der Boden im DG mit ca. 15cm Estrich auf dem Holz ausgeführt, was wiederrum gut für die Schalldämmung ist. Der Estrich ist von den Wänden „entkoppelt“ oder wie auch immer man das nennt…
    Ich gebe dir aber recht, ein Holzhaus hat hier gegenüber dem Steinhaus wohl tatsächlich eine etwas schlechtere Schalldämmung. Wir empfinden das aber als völlig ausreichend. Dafür hat ein Holzhaus bei gleicher Wandstätke aber wieder eine bessere Wärmeisolierung…

    Was soll ich sagen, jedem das seine. 🙂

  45. Sowas nennt man RandDÄMMstreifen 😉
    Dass Fenster, Rollläden etc. schon drin sind, ist glaube ich normal. Nur die Innenwände waren bei meinem Bekannten gar nicht vorhanden, nur einzelne Holzbalken und damit war das Wochenlange Arbeit, hier erstmal Räume herzustellen.
    Dafür liegst Du natürlich auch ca. 50000.-€ über unserem Preis bei gerademal etwa 10m² mehr WF und für unseres hatten wir den Plan quasi selbst gemacht, also auch komplett frei. Der Glasanteil spielt wohl keine so große Rolle (wobei der bei uns auch eher hoch ist), angeblich wäre der Preis für Mauer, Dämmung und Putz etwa der Gleiche wie für ein Fenster. Zusätzlich haben wir noch eine KWL und bei den Fliesen hatten wir uns auch nicht lumpen lassen, bis zu 120.- €/m² (online-Preis!)
    Ich will hier ja auch kein modernes Holzhaus verteufeln, wir hatten auch bei Haas angefragt, weil uns da ein Haus sehr gut gefallen hatte.
    Ich sehe wie gesagt nur keine entscheidenden Vorteile, jedoch ein paar (für mich) wichtige Nachteile und Gefahren (bei Nässe bzw. anschließender Trocknung).
    Und wirkliche Vorteile kann auch kaum einer nennen, es geht meist darum, dass es keine oder kaum Nachteile hat. Evtl. will man sein Haus ja aber auchmal vererben oder verkaufen und da würde ich dann wohl doch eher ein 50 Jahre altes Steinhaus kaufen…

  46. Achso, Dein „Vorteil“ der schmalen Wände kann auch zum Nachteil ausgelegt werden. Was stört es mich, ob die Außenwand 20, 30 oder 40cm dick ist?
    Also mir ist das ziemlich egal. Nur je schmäler die Wand (womit die Hersteller ja auch oft werben und es einem schön rechnen mit Wohnraumgewinn), desto blöder sehen einigermaßen breite Fensterbänke aus, auf die man auch etwas stellen kann. Und die Innenwände mit KS sind auch nur 11,5 bis 17,5 cm breit, also nicht soooo viel dicker.

  47. Der eine sieht in irgendwas einen Vo- oder Nachteil, der andere eben nicht. Muss jeder für sich entscheiden. Nur eben neutral bewerten und nicht versuchen etwas krankhaft schlecht zu reden.

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