Strom weg: Was tun?

Stromversorger stellt den Strom abHeute morgen klingelte es an der Tür. Ein Mitarbeiter unseres Stromversorgers hielt uns einen Zettel unter die Nase, auf dem angekündigt wird, dass „die Stromversorgung am kommenden Montag für kurze Zeit unterbrochen wird„.

Kurze Zeit“ meint in diesem Zusammenhang anderthalb Stunden.

Da wir auf dem Handzettel darauf hin gewiesen werden, dass wir alle elektrischen Geräte steckermäßig vom Netz trennen sollen, werden wir das auf jeden Fall auch tun. Wer weiß, was die während der Abschaltung durch das Netz jagen.

Plötzlich wird einem bewusst, wie hilflos man eigentlich ohne Strom ist:

Kein Problem, dann arbeite ich halt mit dem Laptop weiter.
… oh, wir haben dann ja gar keinen Internetzugang. Und das Netzwerk ist auch offline.

Kein Problem, dann frühstücken wir eben mal wieder so richtig ausgiebig und gemütlich.
… oh, wir haben ja keinen Ofen, kein kochendes Wasser, keinen Toaster – und den Kühlschrank sollen wir auch geschlossen halten.

Kein Problem, dann haben wir endlich etwas Zeit, um Möbel und Acessoires anzubringen.
… oh, wir haben ja keine Bohrmaschine, keinen Akkuschrauber, kein elektrischen Werkzeug zur Verfügung.

Kein Problem, dann kümmern wir uns endlich mal um die schäumenden Böden.
… oh, vorher sollten wir das Haus durchstaubsaugen. Es funktioniert aber kein Staubsauger.

Ich glaube, ich werde mal wieder einen Brief schreiben. So einen richtigen analogen Brief. Ohne USB-Schnittstelle, mit richtiger offline geklebter Briefmarke und stromlos verschlossenem Briefumschlag. Eingeworfen in einen Briefkasten ohne Netzwerkanschluß. Und ich schicke den Brief an… ähm, … an… – die Adresse habe ich leider auf dem Rechner. Und der ist aus. Wegen des Stromausfalls.

3 Antworten auf „Strom weg: Was tun?“

  1. Kaffee auf Vorrat kochen, auf den Balkon sitzen und die Aussicht geniessen!
    Oder ins Schwimmbad fahren.
    Oder die Autobatterie abklemmen und als Notstromaggregat verwenden ;o)

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