Bürgermeister würfeln

Morgen ist in Osterburken Bürgermeisterwahl. Der derzeitige Bürgermeister hat eine neue Stelle gefunden. Da wir neu hier her gezogen sind und während der heißen Wahlkampfzeiten keine Zeit fanden, uns die Kandidaten (1&2) näher an zu schauen (wer hat schon Zeit, wenn er ein Haus baut?)und wir die Probleme der Gegend nur vom Hörensagen kennen: Keine leichte Wahl.

Eigentlich stehe ich immer auf dem Standpunkt: „Wer nicht wählt darf später auch nicht motzen„. Mit dieser Meinung stelle ich mir dieses mal selbst ein Bein: Die Kandidaten kenne ich nur aus Werbeprospekten, die Probleme nur gerüchteweise.

Die erste Wahl ist für mich hier wie würfeln. Trotzdem morgen wählen gehen…?

Umfrage: The Heat is on…

TemperaturumfrageChristians Kommentar zum Blogeintrag von gestern drängt dieses Thema förmlich auf: Eine kleine neugierige Umfrage zum Thema „optimale Innenraumtemperatur“.

Da gibt es auf der einen Seite die Empfehlungen von Technikern, Planern und Medizinern, auf der anderen Seite gibt es die Wohnraumtemperaturen die sich jeder selber einstellt. Und dann gibt es auch noch Jahreszeitabhängigkeiten.

Also gut, legen wir los. Aufgabenstellung:
Es ist Winter, Mitte Dezember. Nenn uns Deine Lieblingstemperatur in dem/den Raum/Räumen, in denen Du Dich tagsüber überwiegend aufhältst.

Binnich billich dranngekomm…

Außentemperatur und Innentemperatur...In vielen Lebensmitteldiscountern waren sie in den letzten Wochen zu entdecken: Klimastationen mit allen möglichen Funktionen zu unglaublich günstigen Preisen. Gestern konnte ich die Finger nicht still halten: Für 10 Euro ein Gerät mit Außenfühler, Datenübertragung per Funk. Das roch nach einem echten Schnäppchen!

Klasse Sache dachte ich. Minimal- und Maximalwerte werden für innen und außen abgespeichert. Die Außentemperatur ist so immer im Blick. Außerdem ist ’ne Funkuhr drin.

Die Ernüchterung kam dann nach der Inbetriebnahme: Anders als in der Bedienungsanleitung beschrieben habe ich den Aussenfühler nämlich nicht als erstes aussen platziert, sondern direkt neben das Gerät gelegt. Das Meßergebnis fand ich äußerst interessant (siehe Bild: Unten Aussenfühlertemperatur, darüber die Innentemperatur. Beide Fühler liegen nebeneinander).

Warum kaufst Du auch immer wieder so’n Billigzeug…

„Verkaufen bei 235 Volt!“

Auf's Geld achtenUnd gleich nochmal das Thema Strom: Vor einigen Tagen wurde ich auf das Geschäftsmodell der Firma Ampere aufmerksam. Die nennen sich „Energie-Broker“ und behaupten, derartig große Pools zu bilden, dass sie gegenüber den Stromversorgern verhandlungsstark auftreten können.

Nach anfänglichem Mißtrauen mußte ich feststellen, dass sich deren Honorar ausschließlich auf Erfolgsbasis berechnet (anteilig für gesparte Beträge). Leider nehmen die keine reinen Privathaushalte in ihren Pool auf.

Angesichts ständig steigender Strompreise, eines unduchsichtigen Tarifdschungels und eines verkrusteten Strommarktes (der diesen Namen IMHO nicht verdient) ist man ständig auf der Suche nach Alternativen. Hat jemand da draußen Erfahrung mit Strom-Brokern? Wer kennt Alternativen?

Erste Hochrechnungen

StromzählerNachdem die ersten vollen „Wohnmonate“ hier im Haus rum sind, haben wir mal eine allererste Überschlagsrechnung zum Thema Stromverbrauch gemacht. Schließlich will man schon vorher wissen, was einen bei der Festlegung der zukünftigen Stromabschlagszahlungen in den Ruin treibt.

Im neuen Haus haben wir neue Geräte, zusätzliche EDV, eine Lüftungsanlage, die Tag und Nacht durchläuft, eine Wärmepumpe, die zum Betrieb Strom benötigt…

Die gute Nachricht: Der Stromverbrauch liegt leicht über dem unserer alten Wohnung.
Wie bitte? Höherer Verbrauch = Gute Nachricht?

Genau. Mit dem Stromverbrauch sind nämlich auch schon unsere gesamt Heizungskosten abgedeckt. Und da wir nun schon eine ganze Weile vor uns hin heizen, ist das eine richtig gute Nachricht: Unter dem Strich entwickeln sich die Kosten wir geplant, es wird wohl keine böse Überraschung geben.

Von rechten und linken Händen

Erfolgreiche LeitungsüberprüfungDie Leitungsüberprüfung der ENBW war erfolgreich. Vor vier Tagen erhielten wir einen Brief, in dem zu lesen war, dass wir ab jetzt innerhalb von 3 Monaten mit dem Bau der Photovoltaikanlage beginnen sollen.

Die Anlage ist schon lange fertig installiert auf dem Dach. 16 Tage vorher war ein Mitarbeiter desselben Unternehmens (ENBW) bei uns und hat den Anschluß des Zählers für die Photovoltaik vorgenommen. Die Fertigstellungsanzeige liegt ebenfalls bereits vor.

Das ist dann wohl die berühmte rechte Hand, die von der linken nichts wissen will.

Die Hausbau-Blogosphäre wächst weiter

Auch wenn mein Blogroll stöhnt und ächzt: Ich habe tolle neue Blogs entdeckt, die mit dem Thema „Hausbau“ zu tun haben. Und da ich sie regelmäßig ansteuern will, sind sie in der Liste gelandet:

Wärmepumpen-Weblog: Hendrik schreibt über die Erfahrungen mit seiner Heiztechnik. Sehr interessant: Die ersten Kostenhochrechnungen.

A_Abenteuer Hausbau: Dirk träumt von einem Haus in einer Sphäre. Muß er aber eigentlich gar nicht, denn seins steht seit ein paar Tagen und sieht klasse aus.

Haubau in Stettfurt: Stettfurt liegt in der Schweiz und bekommt gerade einen neuen Keller. Mit dem Probeparkett ist man auf dem richtigen Weg.

Unser Reihenhaus: Das Erdgeschoß wird momentan gemauert. Dirk und Jan veröffentlichen den Grundriss und der kleine Tim renoviert den Hamster Kaninchenkäfig.

Freistehend – wo andere Reihenhäuser bauen

Kompaktes FertighausIn der Süddeutschen entdeckte ich das Konzept eines sehr kompakten Fertighauses: 66 Quadratmeter hat das WeberHaus mit dem Namen „Option“. Ob man darin wohnen mag, ist Ansichtssache. Bestechend ist jedoch die geringe Grundfläche, die es benötigt. Damit ist auch auf dem kleinsten Grundstück ein freistehendes Haus möglich.

Hier geht’s zum Artikel in der Süddeutschen.

Bildquelle: WeberHaus.

Schweinereien

TelefongesprächDer Name des neu angelegten Weges, der die Zufahrt zu unserer kleinen Neubausiedlung darstellt, heißt „Am Eber“.

Für einen Einheimischen vielleicht logisch, denn das Waldstück hinter unserem Haus nennt sich „Eber“. Für Ortsfremde meistens ein seltsamer Name. Wer benennt seine Straße nach einem Schwein?

Dementsprechend oft wird nachgefragt, wenn man am Telefon den Straßennamen nennt.

Neulich allerdings reagierte die Gegenseite am Telefon überraschend:

… und Sie wohnen in welcher Straße?

Am Eber.

Wie das Tier?

Ja, genau. Das ist aber nicht selbstverständlich, dass jemand gleich auf das Tier tippt. Meistens werde ich gefragt, wie man das schreibt. Viele Menschen wissen scheinbar nicht, was ein Eber ist.

Allgemeinwissen eben. Sollte eigentlich jeder wissen, dass es sich dabei um einen Hasen handelt!

Der Winter bringt es an den Tag

Eis bleibt auf dem Dachfenster gefrorenWer keine Wärmebildkamera zur Verfügung hat, der wartet einfach auf den ersten Schnee. Wenn der sich nämlich als gleichmäßige Fläche auf das Dach gelegt hat, dann läßt sich an den Schmelzpunkten sehr gut erkennen, wann und wo mehr oder weniger Wärme durch das Dach entweicht. Schwachpunkte in der Wärmeisolierung werden gnadenlos aufgedeckt.

Bei uns war es bis zuletzt eine gleichmäßige Fläche. Oder mit anderen Worten. Das Dach scheint gut und gleichmäßig isoliert zu sein. Auch an Ecken, Kanten und Fensterrahmen gab es keine Ausreißer.

Für mich besonders beeindruckend:
Schnee und Eis auf der Glasfläche des Dachflächenfensters blieben tagelang gefroren, obwohl innen über 20 Grad Temperatur herrschten.

Schraube locker

Schrauben locker im SicherungskastenAls die ENBW und der Elektriker bei uns im Keller den Sicherungskasten bearbeiteten, um die Fotovoltaik anzuschließen, fielen unangenehme Sachen auf:
Einzelne Module im Sicherungskasten waren nicht fest verschraubt, einzelne Kabel kamen dem Elektriker bei Zug „ohne Gegenwehr entgegen“.

Das klingt nach einem Mitarbeiter, der bei der Installation geschlafen hat. Wir finden, das ist ein durchaus ernst zu nehmendes Thema.

Zwar hat der Photovoltaik-Elektriker überall man schnell drüber geschaut, ob vielleicht noch weitere Anschlüsse locker sitzen, die Verantwortung will er natürlich nicht übernehmen.

Wir haben unser Hausbauunternehmen deshalb angeschrieben und die Beobachtung mitgeteilt. Bisher sind die mit Problemen sehr verantwortungsvoll umgegangen, deshalb sind wir sicher, dass bald jemand danach schaut.

Grüße vom Bauherrenschutzbund

Hilfreiches Tool: BauherrenschutzbundLetzte Woche klingelte das Telefon. Es meldete sich unser Bauherrenberater. Er wollte wissen, wie die Mängel-Beseitigungsphase bei uns zu Ende gegangen ist. Nach der Bauabnahme hatten wir vergessen, im Bescheid zu geben.

Wir fanden das ein nette Geste, die auch zeigt, dass er seine Aufgabe wirklich ernst nimmt. Ihm war wichtig zu wissen, wie wir unser Hausbauunternehmen einschätzen. Denn er und der Bauherren-Schutzbund möchten diese Erfahrungen weiter geben, wenn ein andere Interessent anfragt.

In der Rückbetrachtung ist für uns klar: „Grüße vom Bauherrenschutzbund“ weiterlesen