Vor ein paar Tagen waren die Tischler bei uns im Haus dabei, die Treppe und die Türen einzubauen. An ihrem letzten Tag hielten sie uns plötzlich ein paar Zettel unter die Nase mit der Bitte, wir sollen dort doch mal bitte die Türen und die Treppe abnehmen. „Das ist so üblich„. Türen gehören nicht zum festen Hausbau und seien deshalb Möbel, die gesondert abgenommen werden müssen.
In den vergangenen Monaten habe ich gelernt in Hab-Acht-Stellung zu gehen, wenn mir ein Handwerker mit dem Klassiker „Das ist so üblich“ kommt. So habe ich die Zimmerleute denn auch ohne Unterschrift ziehen lassen. Abgenommen wird das Haus zum Schluss. Und zwar mit all seinen Details. Für Zwischenabnahmen sind wir nicht zu haben.

War natürlich bei uns genauso – ich war auch ein wenig irritiert, habe deswegen mit dem Zusatz „vorbehaltlich der endgültigen Bauabnahme“ unterschrieben. Denke, damit haben wir den gleichen Zweck verfolgt…..
Die Treppe ist nach meiner Einschätzung ein Teil, der im Hauspreis enthalten ist. Die Bauabnahme erfolgt daher zunächst zwischen Handwerker und Bauleitung. Die Mitarbeiter der Handwerker müssen sich meist ihrem Chef gegenüber legitimieren, so zu sagen eine Art „Udo“ Kontrolle. Eigentlich ja auch ganz sinnvoll. Die Rechtsfolgen einer Teilabnahme können erheblich sein, müssen sie aber nicht zwingend sein. Eine leichtfertige Unterschrift „na ja, wenn das so üblich ist“ erscheint mir verantwortungslos.