Der Profi-Bläser
Donnerstag, den 30. Juni 2005
Bisher haben wir Handwerker und Lieferanten bewusst nicht mit Namen genannt, weil bei fast jedem auch mal etwas daneben gegangen ist und wir hier frei darüber berichten wollten. Um die Gegenseite nicht zu verstimmen und so den Spielraum für Verhandlungen offen zu halten, sprechen wir bis heute z.B. immer noch von “der Hausbaufirma”.
Jetzt gibt’s die erste Ausnahme: Unser Blower-Door-Dienstleister. Wir sind an mehrere Anbieter heran getreten und letztlich bei Jörg Ruf Bautrocknung hängen geblieben.
Mit großer Geduld hat man uns dort im Vorfeld bereits alle Fragen beantwortet. Sogar ein kurzfristiger Termin (Montags angefragt, Mittwochs wurde bereits geblowerdoored!) war machbar. Den Preis von 299 Euro incl. Anfahrt (zzgl. Mwst) fanden wir äußerst fair und vor Ort stellte sich heraus, dass wir einen Partner ausgesucht hatten, der sich unglaublich viel Mühe gab, alles bis ins Kleinste zu erklären. Wo findet man so was heute noch in der Baubranche?
Als besonderen Bonus müssen noch zwei Punkte Erwähnung finden:
- Der Blower-Door-Test fand bei knapp 40 Grad bei fest verschlossenen Fenstern statt: Unser Estrich wurde gerade angeheizt.
- Kaum ein anderer Handwerker kommt doch heutzutage noch auf eine Baustelle, wenn zeitgleich die Deutsche Fußballnationalmanschaft um Platz 3 im Confed-Cup spielt, oder?
Also: Falls jemand von Euch Mitlesern noch einen guten Partner für einen externen Blower-Door-Test sucht: Jörg Ruf Bautrocknung können wir mit gutem Gewissen empfehlen.
Einige der “offensichtlichen Baumängel” finden wir Baulaien sogar selber. In diesem Fall hat eine der Scheiben Auflösungserscheinungen. Ich bin jetzt schon gespannt, ob in so einem Fall nur das Glas oder das gesamte Fensterelement gewechselt wird.
Über Sinn oder Unsinn eines Blowerdoor-Tests kann man streiten. Bei einem Haus mit kontrollierter Be- und Entlüftung oder bei einem Passivhaus braucht man jedoch nicht darüber streiten: Hier kommt es auf geringe Luftwechselraten an und ein Blowerdoor gehört auf jeden Fall mit ins Repertoire.
Diese Woche sind auf unserer Baustelle kaum Handwerker anzutreffen, nächste Woche beginnt der Endspurt in Sachen Innenausbau. Wir waren heute nur deshalb auf der Baustelle, weil heute unser Blowerdoor-Test stattfand (mehr dazu morgen).
Spreeblick hat ein dramatisches Beispiel für den 
Mit 3 dicken Musterbüchern waren unsere Maler angerückt. Und mit einem Regelwerk für Aufpreise und Zusatzabrechnungen. Vieles aus den Büchern konnten wir uns zum vertraglich vereinbarten Preis aussuchen. Bei recht dünnen Tapeten jedoch wurden wir darauf hingewiesen, dass vor dem Tapezieren noch ein Extra-Arbeitsgang (weiteres Spachteln) notwendig sei und dieser Aufpreis kosten würde. Leider waren die meisten wirklich schönen Tapeten nach dem Weltbild des Malers “dünn”.
Er bekommt von uns derzeit die absolut beste Schulnote bei uns auf dem Bau.
Für eine professionelle Klimaanlage hat am Ende das Geld nicht mehr gereicht. Die Klimatisierung des Dachgeschosses hätte eine ganz schöne Menge Euros verschluckt. Wir hoffen eigentlich, dass wir mit Hilfe unserer kontrollierten Be- und Entlüftung weitestgehend ohne Extra-Klimaanlage auskommen
An ganz besonders heißen Sommertagen helfen wir uns uns unserer derzeitigen Wohnung mit einem mobilen Klimagerät. Ihr wisst schon: Eines von diesen Teilen, die billig aber laut sind und unglaublich viel Strom fressen. Weiterer Nachteil dieser Geräte: Die warme Luft muss über einen Schlauch nach außen transportiert werden.
