Oder mal ganz individuell?

Dass wir mit Möbelhäusern so manche frustvolle Stunde geschoben habe, habt Ihr hier sicher schon gelesen. Deshalb haben wir in Betracht gezogen, einen anderen Weg zu gehen:

TischlerhobelWir haben einen Innenarchitekten in der Verwandtschaft, der sich mit Ladeneinrichtungen beschäftigt. In den letzten zwei Tagen haben wir uns mit ihm hin gesetzt und nach Lösungen für unsere (derzeit noch) leeren Räume gesucht. Er hat uns das eine oder andere skizziert und macht uns nun Pläne. Mit diesen Plänen werden wir zu Tischlereibetrieben gehen, und uns Angebote machen lassen.

Rechnet man mal zusammen, was man für Möbelmarktlösungen zahlt und wie man mit Wandlängen und Dachschrägen oft improvisieren muss oder Kompromisse eingeht, dann ist eine Möblierung per Tischer vielleicht tatsächlich realisierbar. Zumal man die eigene Zeit für den Aufbau und das Herumrennen in den Märkten ja auch noch berücksichtigen muss.

Wir werden hier im Blog berichten, wie die Sache ausgeht, und ob eine Möblierung per Tischler ein unbezahlbares Hirngespinst bleibt, oder ob wir die Idee tatsächlich umgesetzt bekommen.

[Bildquelle: Malene Thyssen]

Statt Mahnung

Letzte MahnungGestern erhielten wir einen freundlichen Anruf mit dem vorsichtigen Hinwies: „Ja, da ist ja noch eine Rechnung offen…“

Oops, … – Recht hatte er. Normalerweise sind bei uns alle Extras und Zusatzleistungen als Anlagen in die Endabrechnung eingeflossen. Nur eine kleine Elektrorechnung wurde als Extrarechnung ausgestellt (warum auch immer). Und genau die landete bei uns im Abseits und wurde vergessen.

Wir haben uns fix entschuldigt und überwiesen.
Eigentlich eine nette Geste, mit einem Anruf auf den Fehler hinzuweisen und nicht gleich die Mahnungskeule zu schwingen. Wir waren positiv überrascht. Die scheinen tatsächlich an einem dauerhaft guten Verhältnis zu ihren Kunden interessiert zu sein.

Gewährleistung ist verbürgt

Siegel der UrkundeNachdem uns die Abschlussrechnung vorlag, haben wir beim Hausbauunternehmen angerufen und darauf hingewiesen, dass wir leider nicht zeitnah zahlen können, da die vereinbarte Gewährleistungsbürgschaft noch nicht bei uns angekommen ist.

Fairer weise muss man dazu sagen, dass die Bürgschaft erst dann ausgestellt werden kann, wenn alle Kosten und damit der Wert des Hauses bekannt sind. Also erst ganz zum Schluss.

Nach dem Anruf dauerte nur wenige Tage und die Gewährleistungsbürgschafturkunde ging bei uns ein. Damit ist jetzt sicher gestellt, dass wir eine Gewährleistung einfordern können, auch wenn unser Bauunternehmen morgen in die Insolvenz geht. Natürlich nur in vereinbarter Höhe, aber 5% von den Bausumme können im Zweifelsfall ein ganzes Stück weiter helfen.

Das tilgungsfreie Jahr

KFWWir haben, wie viele andere Häuslebauer auch, ein zinsgünstiges KfW-Darlehen über die Bank abgeschlossen.

Die KfW-Bankengruppe vereinbart für ihre Hausbau-Darlehen grundsätzlich ein tilgungsfreies Jahr. Das macht auch Sinn, denn das erste Jahr ist oft durch unvorhergesehene Ausgaben belastet. Jeder Euro, der in der Kasse bleibt, hilft in dieser Phase.

Trotzdem haben wir heute mit Erstaunen festgestellt, dass unser tilgungsfreies Jahr in kürze bereits vorbei sein wird. „Mit Erstaunen“ deshalb, weil es uns so vorkommt, als hätte alles erst vor kurzem begonnen. Das ist natürlich Unsinn: Beinahe ein Jahr ist es nun schon her, dass wir die Kreditverträge unter Dach und Fach gebracht haben. Wie die Zeit vergeht…

Wert pro Quadratmeter

Nachdem der Einzug abgewickelt ist benötigt unsere Hausratversicherung noch neue Angaben über die Versicherungswerte im Haus.

Wir hatten bisher einen so genannten „Unterversicherungsverzicht“ vereinbart. Dies ist letztlich ein Freibrief für den Versicherten: Er weist keine einzelnen Werte in der Wohnung nach und im Schadensfall gilt er nicht als unterversichert – bekommt also keine Abzüge beim Ersatz der Kosten.
Unterversicherungsverzicht

Heute haben wir uns mal die Schreiben des Versicherers zu diesem Detail genauer angeschaut „Wert pro Quadratmeter“ weiterlesen

Windschief

Schiefer SchrankIn einem Möbelmarkt hier ganz in der Nähe steht bereits seit Jahren ein ganz besonderes Designerstück: Ein superschiefer Kleiderschrank. Eigentlich steht er nur deshalb immer noch dort (und nicht bei uns), weil auf dem Preisschild eine Zahl steht, die mit „4“ beginnt und der dann noch drei weitere Ziffern folgen.

Mal sehen, wann endlich eine Stelle auf dem Preisschild verschwindet…

Bauabnahme: Die Mamutsitzung

SchlüsselübergabeNun haben wir sie hinter uns: Die Bauabnahme. Als ich gestern ins Auto stieg hatte ich noch vollmundig getönt: „Das geht ganz fix bei uns, bei den paar Punkten, die wir auf der Liste haben„.

Ging es aber nicht. Über 6 Stunden hat die Bauabnahme bei uns gedauert.

Wieso derartig lange?
Das lag zum einen daran, dass unser Bauleiter jeder noch so kleinen Mangel akribisch aufgeschrieben hat. Für jeden einzelnen Punkt hat er sich sehr viel Zeit genommen.

Zum anderen lag das an einigen strittigen Punkten, bei denen der Bauleiter darum kämpfte, dass sie nicht im Abnahmeprotokoll landen. Genauso haben wir darum gekämpft, dass sie hinein kommen. Unglaublich, wie viel Zeit solche Diskussionen fressen…

Und letztlich führte eine langwierige Schlussdiskussion um die finanziellen Aspekte zu dieser langen Abnahmedauer.

Die gute Nachricht zuerst „Bauabnahme: Die Mamutsitzung“ weiterlesen

Tarifdschungel

StromversorgungUnser Stromversorger, die ENBW, hat uns nicht nur ans Netz angeschlossen, er hat uns auch in einem launigen Augenblick erwischt um eine Unterschrift für einen Stromversorgungsvertrag von uns zu bekommen. Zum Glück mit einer kurzen Laufzeit/Kündigungsfrist.

Erst jetzt, einige Wochen später und einige Blogeinträge zum Thema Strom später wird uns klar, in welchem Tarifdschungel sich Stromabnehmer und STromanbieter bewegen.

Interessant für uns ist derzeit die Frage: Rechnet sich ein „Zweitarifzähler“? Dabei handelt es sich um einen Zähler, der den Verbrauch in zwei unterschiedlichen Zeitzonen aufzeichnen kann. Der so genannte „Nachtstrom“ kann so festgehalten werden. Er ist deutlich günstiger.

Nachtstromabrechnung bieten scheinbar nur die regionalen Versorger an. Da diese Versorger aber „Tarifdschungel“ weiterlesen

Wer hat Angst vor’m Schwarzen Mann?

SchornsteinfegerDen Brief vom Schornsteinfeger mit dem freundlichen Serviceangebot, unsere Feuerstelle bzw. Heizungsanlage vor Inbetriebnahme mal gründlich zu inspizieren, haben wir zerknüllt und weggeworfen. Wir haben den Rußknaben angerufen, ihm mitgeteilt, dass wir eine Wärmepumpe haben und deshalb wohl niemals Bekanntschaft schließen werden.

Das hat er dann auch gleich eingesehen…

Dieser Brief liegt schon einige Wochen zurück. Im Knobihaus-Blog habe ich jetzt aber lesen dürfen, was uns damit erspart wurde. In der Zwischenzeit gibt es ja regelrechte Anti-Schonsteinfeger-Aktionsgruppen.