Schneiden kostet extra
Dienstag, den 5. August 2008Eigentlich schade, dass Handwerker immer wieder in dasselbe Muster fallen.
Wir haben uns von unseren Landschaftsgärtner im Vorfeld ein Angebot machen lassen und Wert darauf gelegt, dass wir im nachhinein mit dem Preis in diesem Rahmen bleiben, da unser Budget nicht mehr zulässt.
Nun geht die traurige Handwerkershow wieder mal von vorn los: Schon im Vorfeld stand unter unserem Angebot zwar Festpreis und eine Summe, jedoch nicht, ob der Preis Mehrwertsteuer enthält. Nach einem ersten Anruf mit dem Hinweis “Das muss ich nachschauen” folgte eine zweiter Anruf mit dem Hinweis, dass der Mehrwertsteuer inklusive ist. Soweit, so seltsam. Nun kommen vor Ort aber folgende seltsame Dinge hinzu:
- Es werden doppelt so viele Randsteine benötigt wie angeboten (klar, das Haus ist über Nacht doppelt so lang geworden). Das war selbstverständlich vorher nicht abzusehen.
- Das schneiden der Steine war im Angebot nicht berücksichtigt und wird grundsätzlich separat aufgeführt (klar, ist ja auch absolut unüblich, dass Pflastersteine geschnitten werden müssen - zumal bei einem wilden Verbund).
Unsere Karriere als Mieter haben wir im letzten Herbst beendet. Mit dem Einzug ins eigene Haus war die Zeit der Nebenkostenabrechnungen zuende.
Nachdem die ersten vollen “Wohnmonate” hier im Haus rum sind, haben wir mal eine allererste Überschlagsrechnung zum Thema Stromverbrauch gemacht. Schließlich will man schon vorher wissen, was einen bei der Festlegung der zukünftigen Stromabschlagszahlungen in den Ruin treibt.
Wer umzieht entrümpelt oft auch seine Wohnung. Die Riesenmaschine liefert uns wertvolle Anregungen, wie man das ohne Kosten sozialverträglich abwickelt.
Bei den Bodenarbeiten wurde für das gute Teil bereits ein Streifenfundament gelegt. „Streifenfundament“ war übrigens eines dieser Worte, unter denen wir uns im Vorfeld des Baus so gut wie gar nix vorstellen konnten und von dem wir was ganz furchtbar kompliziertes erwartet haben. Dass es letztlich nur zwei Betonstreifen statt eines „richtigen Fundamentes“ sind, hat uns dann doch ein wenig desillusioniert
Als wir unseren Vertrag ausgehandelt haben, legten wir großen Wert auf „all inclusive“. Wir haben wenig Zeit uns um die ganzen Details rund um den Hausbau zu kümmern. Deshalb haben wir den Posten „Baustromzähler“ mit in den Vertrag aufnehmen lassen und gingen davon aus, dass wir keine weiteren Kosten mit den Dingen rund um den Strom haben werden. 250 Euro haben wir unserer Hausbaufirma dafür auf den Tisch gelegt. 
