Fertighaus: Vorteile & Nachteile & Märchen

Aufbau unseres Fertighauses

Nachdem wir jetzt schon einige Wochen in unserem neuen Fertighaus wohnen wird es Zeit, eine Liste mit Vor- und Nachteile eines Fertighauses in Holzständerbauweise zu führen – soweit wir das aus unserer subjektiven Sicht beurteilen können. Wir werden diese Liste nach und nach ergänzen, sie soll kontinuierlich wachsen. Sie hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und basiert auf Details, die wir selber erlebt oder aus erster Hand von anderen Bauherren erfahren haben…

Fangen wir also mit den ersten Punkten an…

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Vorteile

Kürzere Bauzeit
Die Bauzeit von Fertighäusern kann kürzer sein als die von gemauerten Häusern. Das aufgestellt Holzhaus und das fertig gemauerte Steinhaus haben dann allerdings wieder vergleichbare Ausbauarbeitszeiten. Vom ersten Spatenstich bis zum Einzug vergingen bei uns ca. 4 Monate.

Kaum Wetterausfälle
Abgesehen vom Tag der Aufstellung (an dem es keinen Starkregen oder Sturm geben sollte) gibt es kaum Arbeiten am Fertighaus, die durch Wetter beeinflusst werden. Ein wichtiges Detail für Bauzeit und Koordinierung der Mietkündigung.

Vieles aus einer Hand
In unserem Fall wurde das Fertighaus nahezu ausschließlich von Handwerkern ein und desselben Unternehmens fertig gestellt. Dadurch reduzieren sich die Ansprechpartner, die Koordinationsarbeit des Bauherren ebenfalls. Alle Fehler liegen bei einem Unternehmen, es gibt kein gegenseitiges Fehler zuschieben. Gerät man an ein schwarzes Schaf, kann das allerdings fatale Folgen haben.

Wände speichern kaum
An warmen Sommertagen wirken die Wände nachts nicht als Backsteinofen nach. Die Hitze des Tages setzt sich nicht im Mauerwerk fest, das Holzständerwände und deren Dämm-Material kaum Wärme speichern.

Preis
Es mag bei Fertighäusern durchaus einen Preisvorteil geben, wir haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass dieser nicht so groß ist, wie sich das mancher Bauherr in Späh vorstellt.

Kostensicherheit
Zumindest für unser Bauvorhaben können wir sagen: Im großen und ganzen blieb es bei dem Kosten, die bei Vertragsschluß vereinbart wurden. Wir denken, dass dies nicht selbstverständlich ist und in unserem Fall daran lag, dass nahezu alle Arbeiten von einem Unternehmen ausgeführt wurden. Interne Überraschungen werden so reduziert.

Trockene Wände
Die Holwände sind bereits zum Einzug trocken. Feuchtigkeitsprobleme sind weniger wahrscheinlich. Ein Trockenheizen und die damit verbundenen Kosten und Unannehmlichkeiten entfällt.

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Nachteile

Wände speichern kaum
Hoppla, stand dieser Punkt nicht schon oben bei den Vorteilen? Ja, genau. Im Winter wird der Vorteil jedoch zum Nachteil. Wird die Heizung abgedreht, steckt kaum Wärme in den Wänden, der “Backsteinofen” existiert nicht und kann deshalb auch nicht nachheizen. Der Wohnraum kühlt etwas schneller aus als beim gemauerten Haus.

Ausfallrisiko
Da bei Fertighäusern oft der Großteil der Gewerke von der Fertigbaufirma ausgeführt wird, geht mit deren Konkurs auch die komplette Gewährleistung flöten. Gleiches gilt für den Ausfall während der Bauzeit. Ein nicht zu unterschätzendes Risiko.

Schwingende Böden
Die wurden bei uns als Holzkonstruktion ausgeführt (üblich bei Holzfertighäusern). Diese Böden schwingen stärker als massive Böden. Die Schwingungen sind gelegentlich spürbar. Interessenten sollten so etwas in Musterhäusern vorher beachten und für sich entscheiden, ob sie das tollerieren können. Die Schalldämmung von Holzböden ist geringer als die von massiven Böden. Für Mehrfamilienhäuser kann dies von Interesse sein.

Wiederverkaufswert
Keine Angst, hier haben wir zum Glück (noch?) keine Erfahrungen. Die Finanzierungsbanken haben uns im Vorfeld jedoch wissen lassen, dass der Wert von Fertighäusern im Verkaufsfall geringer angesetzt wird als der von Massivhäusern.

Geringe Luftfeuchtigkeit
Holzwände geben keine Feuchtigkeit ab. Dementsprechend trocken kann die Luft im Innenraum (insbesondere im Winter) sein, wenn sie durch eine kontrollierte Wohnraumlüftung regelmäßig abgelüftet wird.

Wandbeläge renovieren (neu)
Fertighauswände sind durch und durch Trockenbauwände. Ihre äußerste Schicht zum Wohnraum hin ist in der Regel eine Gipskartonplatte. Soll hier später renoviert werden ist zu beachten, dass sich z.B. Tapete, die direkt auf einem Gipskarton liegt, praktisch nicht mehr ablösen läßt.

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Märchen

Kaum Individualisierungen
Im Vorfeld hieß es häufig, Fertighäuser seien kaum individuell planbar. Das mag für einige Anbieter stimmen. In unserem Fall gab es jedoch nicht einen einzigen Wunsch, der nicht geplant und kalkuliert wurde. Wir mußten keine Abstriche machen.

Barackenmuff
Gelegentlich wird man vor dem anhaltenden Muff in Holz-Fertighäusern gewarnt. Unser Haus ist nun fertig gestellt und einige Zeit bewohnt. Wir können einen solchen Muff absolut nicht feststellen.

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[to be continued...]

Info: “Aber was ist mit der Lebensdauer? Fertighäuser halten doch nicht so lange!” werden jetzt sicher viele sagen. Das ist durchaus möglich, es wird oft diskutiert (siehe auch das hier). Wir wollen hier über Erfahrungen berichten. Und zum Glück mußten wir das Ende der Haltbarkeit für unser Fertighaus noch nicht erleben… ;-)

75 Kommentare zu “Fertighaus: Vorteile & Nachteile & Märchen”

  1. Dirk

    Kaum Wetterausfälle:

    Oh, wie ich Euch um das Fertighaus beneide ….
    Seit einem Monat geht bei uns nichts mehr. Das haben wir zwar vorher, vor Baubeginn, in Kauf genommen, einkalkuliert. Aber trotzdem, wir sind frustriert, die Nerven kliegen blank.
    Gruß, Dirk

  2. Susanne

    Na ja, so ganz stimmt’s ja auch nicht. Wir haben z.B. extreme Probleme gehabt, den Quellmörtel unter die Holzständer zu kriegen oder auch jetzt die Rigipsplatten zu spachteln weil es einfach zu kalt ist… Aber das ist dieses Jahr auch extrem… :-(

    Ich finde halt toll, dass man ruckzuck im trockenen sitzt und den Innenausbau in aller Ruhe machen kann und außer dem Estrich nichts austrocknen muss.

  3. risingsun28

    also die Lebensdauer von Mehrscheiben-Isolierglas von 8-15 Jahren aus dem http://www.fertghaus.de -Link schockt mich etwas.

    Aber aus der Erfahrung meiner Eltern kann ich das leider insofern bestätigen, als das schon nach wenigen Jahren die ersten 3-fach-verglasten Scheiben trüb wurden und man Feuchtigkeitskondensat bei bestimmten Wetterkonstellationen sah. Nur wurde deren Haus 1986 gebaut wo diese Fensterbauweise noch nicht Standard war. Seitdem sind ja immerhin 20 Jahre vergangen…..

    Bleibt zu hoffen das die Aufstellung etwas betagt ist….. denn wir haben viele viele Fenster, von denen Mehrere nicht unbedingt das übliche Standardmaß haben.

  4. Alexander Merzenich

    Ein interessanter Blog und wirklich sachlich geschrieben.
    Was mich wundert sind die “dünnen Wände” auf dem Bild.
    Es gibt Fertighäuser in Holzrahmenbauweise mit der Garantie auch im extremsten Winter angenehm warm zu bleiben.

  5. Stefan

    @Alexander: Ich hatte das etwas mißverständlich ausgedrückt (und gerade eben geändert). Ich meinte nicht die Dämmung an sich, sondern den Backsteinofeneffekt. Holzwände und deren Dämmaterial speichern kaum Wärme und können diese bei fallenden Temperaturen auch nicht nach innen abgeben. Zugegeben: Ein schwacher Nachteil…

    In diesem WInter haben wir die Dämmeigenschaften unseres Hauses bereits intensiv testen dürfen: In den vergangenen 8 Wochen wurde es nachts regelmäßig bis minus 10 Grad kalt und die Wärme blieb im Haus. Zum Glück… ;-)

  6. Andy

    Hallo, sehr gute Seite. Mein Kommentar zu “Vieles aus einer Hand”:Wir bauen gerade mit Bien-Zenker. Sie haben dort Chaos ohne Ende, bis jetzt
    lief sehr viele Dinge bei der Planung schief. Wenn eine Firma macht meint man eben das sie gute Planung haben, ist leider nicht immer so.

  7. Hausbau Erfahrungen » Blog Archive » Endlich: Renovierung - Ein Fertighaus entsteht: Bauen / Umziehen / Einrichten / Wohnen...

    [...] Es wird also Zeit für ein weiteren “Contra” in der Fertighaus-Pro-und-Contra-Liste: Trockenbauwände lassen sich schwieriger umgestalten… [...]

  8. Scheich

    Wie sieht es aus bei Hochwasser, sagen wir von ca. 2 Wochen?

  9. Stefan

    @Scheich: Wenn man das Haus auf (Holz-)Stelzen stellt: Hervorragend. Stellt man es auf gemauerte Stützen: Kommt drauf an. ;-)

    Aber im Ernst: Stellt man Holz und Stein einfach so ins Wasser, dann kann man das eine Übel mit dem anderen Übel vergleichen.

    Wir könnten jetzt auch noch weitere Extremsituationen diskutieren. Z.B.: Wie ist der Dämmwert nach einem Atomunfall, welche Bauart hinterläßt weniger Sondermüll nach einem Wohnhausbrand, wie reagiert das Haus bei Temperaturen unter Minus 50 Grad, wie hoch sind die Überlebenschancen bei Schußwechseln mit großen Kalibern, …

    Bitte nicht falsch verstehen: Ich finde den Hinweis sehr interessant. Und insbesondere nach den Hochwassern der letzten Wochen müssen einige Häuslebauer ernsthaft darüber nachdenken. Wenn ich einem Gebiet baue, in dem ich mit Hochwasser rechnen muß, dann habe ich sicher andere Entscheidungskriterien, als wenn ich auf “normalem Areal” baue.

  10. Stefan

    Mooorgen,

    also ich habe mir in den letzten Wochen so ca 20 Fertighäuser angesehen und ein Bemusterungszentrum. Ich hatte Termine über Termine und mir Häuser zeichnen lassen, allerdings muss ich sagen das ich mir auch nur ein einziges Massivhaus angesehen habe und wir uns höchstwahrsch. dafür entscheiden werden, obwohl wir bis zu dem einen Termin fest von Fertighaus überzeugt waren.
    kriterien dafür waren hauptsächlich:
    1;die extreme Hitze in einem Fertighaus ohne Klimaanlage denn es hatte in diesem sehr schönen Haus um 12:30 Mittags eine Temperatur von ca 30 grad (aussen ca 22,5) was mich sehr geschockt hat und mich zusätzlich mit der Antwort auf meine Frage: Warum ist es hier so heiss??? Anwort *na ja die lampen sind seit heute früh an und strahlen so warm* *genau* ein zweites mal getroffen hat. Die ersten Fertighäuser hatten Klimaanlagen (ist mir aufgefallen, da mir da die Augen das tränen anfingen, …) und nach gründlichem nachdenken was die Berater einem da so erzählt haben: *Hier in dem Haus ist natürlich eine Klima, sonst kann man im Sommer bei 40Grad ja nicht arbeiten* ist mir, bin ja nicht blöd, der Gedanke gekommen, *Jaaa wiie aber wohnen oder was ????? und dementsprechend habe ich eines ohne Klima besucht, was oben erwähnt wurde.
    2;Der Preisunterschied. Das gleiche Massivhaus kostet mich ca 20000 euro weniger (Grund dafür ist auch das sogenannte, was mir aber absolut gut gefallen hat, *Bemusterungszentrum* nicht im Preis mitbezahlt werden muss.) und zusätzlich ist aber noch fussbodenheizung im erdgeschoss + Bad + Solaranlage (Warmwasser) im Massivhaus dabei .
    3;Die Probleme die auftreten wenn die Dampfbremse beschädigt wird
    4; Zusätzliche installationen schlecht realisiert werden können, ebenso wie nachträgliche anbauten, wie zb. Wintergarten.
    5 Evtl. nicht haltende Regalschränke.
    Natürlich gibt es auch jede menge nachteile beim Massivbau, aber die Erfahrungen die die Bauarbeiter hiermit haben sind wohl bei weitem grösser als bei fertighäusern.
    Ich wollte mich hier jetzt aber nicht gegen Fertighäuser auslassen, war ja vor 3 wochen selbst noch Felsenfest davon überzeugt und seitdem telefoniere ich und bin std. lang im internet um mich zu vergewissern was richtig ist, und genau von daher komme ich leider immer mehr auf den punkt
    Mein Haus wird wohl doch Massiv.

  11. Stefan

    @Stefan: Ich möchte nur auf einen Punkt eingehen, weil wir damit in unserem Fertighaus bereits Erfahrung haben: Die Wärmesituation.

    In Räumen, in denen keine Rechner oder andere “Heizungen” laufen, bleibt die Temperatur bei uns einfach und ergreifend “nahezu konstant”. Wenn wir morgens mit 21 Grad den Tag beginnen und dafür sorgen, dass die Sonne nicht direkt durch die Fenster brennt, dann haben wir abends 22, max. 23 Grad. Und das bei sengender Sonne und 30 Grad Aussentemperatur.

    Jetzt kommt aber der Punkt, der uns wichtig war und der sich auch so in der Praxis zeigt: In unserer Holzständerkonstruktion gibt es keine aufgeheizten Steine, die die Nacht hindurch als Backofen nachheizen ;-)

    Die Wärmesituation hängt entscheiden von der Fenstersituation ab. Und Musterhäuser sind da oft “Showrooms mit riesigen Fensterflächen”. Vielleicht lag’s daran?

    Bei allen Vor- und Nachteilen (und es gibt von beiden einige): Die Wärmesituation haben wir in einer Nicht-Stein-Konstruktion als entscheidenden und eindeutigen Pluspunkt kennen gelernt.

  12. Ralf Kempmann

    Hallo,

    das es in einem Fertighaus wärmer wird als in einem Massivhaus stelle ich auch in Frage. Die Fenstersituation ist da eher der auschlaggebene Punkt. Bei großen Fensterflächen (die wir auch haben) heizt sich das Haus, bzw der Raum natürlich auf. Das passiert bei einem Fertighaus ebenso wie bei einem Massivhaus. Die meisten Massivhäuser sind aber mit Rolläden ausgerüstet, Fertighäuser nicht unbedingt. Das kommt ein wenig auf die Einstellung an. Ein Rolladenkasten ist schwierig zu dämmen und nur mit elektrischem Anrieb luftdicht zu realisieren. Wir haben aus diesem Grund auch auf Rolladen verzichtet, was im Nachhinein ein Fehler war, zumindest bei diesem Wetter. Unser Vorteil ist aber, das wir das Haus nachts wirklich kühl bekommen, während ein Massivhaus sich selbst weiterheizt!

    Gruß
    Ralf

    P.s.: Eine Dampfsperre läßt sich übrigens ganz ohne Folie herstellen…!

  13. Klaus Müller

    Bei unserem gut gedämmten (massiven) Haus ist es auch so, dass einzelne Räume fast ausschließlich durch Computer und Beleuchtung beheizt werden. Ist im ersten Moment ungewohnt, aber super. Fertighäuser waren ja schon immer gut gedämmt. Allmählich setzt sich aber auch bei Massivhäusern die Erkenntnis durch, dass Wärmedämmung Sinn macht, bis hin zum Passivhaus. Umso wichtiger und sinnvoller wird eine kontrollierte Lüftungsanlage, welche die teure Wärme im Haus lässt. Auch geht der Trend zur “dreischaligen” Wand, d.h. Wärmedämmung außen und innen, damit nicht die Mauer, sondern nur die Raumluft geheizt werden muss.

  14. Thomas

    Hallo,

    Tja das ist echt eine Intressante Seite, die mich aber leider nicht schlauer macht!! Mir steht das ganze noch bevor, ich überlege gerade ob Fertighaus oder Massiv. Und wenn Fertighaus von welchem Unternehmen? Wir bauen an einem Südhang das heist den Ganzen Tag Sonne!! Tja und was ist jetzt besser? Im Sommer ein warmes auch in der Nacht, aber dafür im Winter weniger heizen weil die Steine die Sonnenwärme abgeben. Oder etwas Kühler in der Nacht im Sommer aber dafür im Winter mehr Heizkosten. Irgendwie hebt sich alles wieder auf. Welcher Fertighausbauer ist den zu empfehlen? Die kurze Bauzeit ist ein großes Plus!! Ich melde mich wieder bei Baubeginn!

    Gruß
    Thomas

  15. Stefan

    @Thomas: “Im Winter weniger heizen” kann ich als “Fertighausbewohner” nicht bestätigen. Wenn unser Haus warm ist, dann bleibt es warm, wenn wir das wollen. Da heizen oder kühlen keine Steine nach. Denn die Wärme der Steine muss ja auch erst mal hinein und Kälte aus Steinen strahlt ebenso ab.
    Mein (subjektiver) Eindruck ist, dass unser Holzständerhaus mit seinem recht simplen Dämmungsprizip genial geschirmt ist, während Massivhäuser für den Winter recht hohen Dämmaufwand treiben müssen und im Sommer im Dauer-Ofen sitzen. Unsere Heizkosten in den ersten beiden Wintern lagen unter allem, was wir erwartet hatten. Wir heizen hier eigentlich nur, weil die Fußbodenheizung sonst “einrostet”, für das warme Gefühl auf dem Fliesenboden. Aber ich kenne eben nur eine Seite der Medaille…

  16. Markus

    Hallo, wir überlegen gerade, ob wir uns ein Fertighaus kaufen sollen. Wir würden gern wissen, ob jemand weiss, wie es sich mit dem Wiederverkaufswert von Fertighäusern verhält. Ist der vergleichbar mit einem Massivhaus, besser (vielleicht aufgrund der hohen Energieeffizienz) oder doch schlechter?

  17. Jack

    Hallo !
    Es würden uns Erfahrungen (sowohl positive wie auch negative) mit namhaften Fertighausanbietern interessieren.
    Verläuft in der Bausphase alles so unproblematisch und freundlich wie im “Erstgespräch”.
    Da wir beabsichtigen ein Zweifamilienhaus mit horizontaller trennung (Familie 1 im Eg – Familie 2 im OG) zu bauen würde uns auch der Schallschutz besonders interessieren (sowohl Decken wie auch Wände).

  18. Jan

    Wir schauen uns jetzt auch mal ein “Holzhaus” an. Bin wirklich gespannt. Es ist ja am Ende ja auch Geschamcksentscheidung.

  19. Andreas

    hallo !!!

    wir sind gerade auf der suche nach einem fertighaushersteller und habe in nächster zeit auch einige beratungstermine. nun wollte ich mal fragen, welche hersteller zu empfehlen sind und welche erfahrungen ihr mit ihnen gemacht habt.

  20. Christian

    @ Andreas

    Es gibt viele Anbieter. Zuerst solltest Du/Ihr wissen, ob es ein Holz- (Ständerwerk) oder Stein-haus werden soll. Vor- und Nachteile sind hier ja beschrieben. (ich baue gerade ein Ausbauhaus mit B.O.S. (Bien-Zenker AG und OBI)) Einen Eindruck über die Anbieter kann man sich ganz gut in Musterhausaustellungen (gibt es in ganz Deutschland) verschaffen.

    Wir haben uns überlegt, was für ein Haus (Form/Aufbau) wir suchen und welche Leistungen (Ausbauhaus – wir spachteln Fugen, verlegen Oberböden, installieren die Sanitärobjekte, verlegen Fliesen und bauen Innenfensterbänke und Innentüren ein) man selber erbringen kann/will. Dann haben wir uns ein Fertighaus gesucht an dem man möglichst wenig (Außenwände und Treppe!) verändern muss (wir haben die Fenster verschoben und eine Innenwand verlängert).

    Über Erfahrungen möchte ich vorerst noch nicht schreiben (wir sind ja noch nicht fertig).

    Aber es gibt viele Foren zum Thema.

    P.S. ein wichtiges Stichwort für die Online-Suche bezüglich Bien-Zenker und B.O.S. ist “unwiederruflicher Überweisungsauftrag”.

    mfg
    Christian

  21. Christian

    @ Thomas

    Egal ob bei Stein- oder Holz-haus. Wenn im Süden große Fensterflächen sind (wie auch bei unserem Haus) muss man sich um Beschattung kümmern, da die Sonne im Sommer sonst das Haus aufheizt.

    Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten hierzu. Weit verbreitet (persönlich finde ich es aber nicht so toll) sind Rollläden. Aber auch Innenjalousien (günstig!) Außenjalousien (bzw. Außenraffstores) sind eine (aus meiner Sicht optisch sehr ansprechende) Alternative. Auch feststehende Blenden, Markisen und Co. eignen sich.

    Wir sind zur Zeit auf der Suche nach einem vertretbar günstigen Angebot für Außenraffstores (das Angebot von Bien-Zenker für unsere Südfassade liegt knapp unter 10.000 €).

    mfg
    Christian

  22. stefan

    ..ich habe von 1989 bis 2003 in einem damals neu gebauten Fertighaus gewohnt…2007 bin ich dann in ein gemauertes aus Gasbetonsteinen gebautes Masivhaus gezogen. Mein Fazit….Schallschutz im Huas ist im Masivhaus wesentlich besser…das Wärme und Kältespeicherverhalten des Masivhauses ist ein sehr grosser Vorteil…viel besser als im Fertighaus…im Winter habe ich Warm und im Sommer eine angenehme Kühle…beim Fertighaus hatte ich doch gerade im obern Stockwerk Hitzestauungen…ich hatte eine sehr gute Masivhausfirma und einen milden Winter als das Haus gebaut wurde…dieses wird natürlich beim Fertighaus zum grossen Pluspunkt…mein Schlussfazit….ah noch was ich brau ca 1100 ccm gas für 140 qm Wohnfläche inkl. Warmwasser bei 2 Personen…kein Solar und auch kein Holzofen…ist doch super!! Masivbau ist für mich der Favorit…wenn Holzhaus dann richtig mit Holzbohlen…eine Bekannte von mir lebt in einem solchen…das ist ein Traum

  23. Christian

    @ stefan

    Natürlich “speichert” ein Massivhaus besser als ein Holz-Ständer-Werk! Da gibt es nichts, was speichert (und erst einmal auf Temperatur gebracht werden muss). Ausnahmen (wie Ton-Ziegel, etc). mal außen vor gelassen.

    Der Schallschutz ist in einem Massivhaus besser, sehe ich auch so (test kommt dann nach dem Bezug) aber ohne Nachbarn im Haus sehe ich da keine Probleme.

    Hitzestauungen? Das hört sich nach Fenstern ohne richtige Beschattung an (Thema hier schon behandelt)? Wurde hier glaube ich bereits ausgiebig behandelt, daher kein Kommentar…

    Was bleibt – gute Häuser müssen gut gedämmt sein UND die Frage ob Holz oder Stein ist und bleibt … Überzeugungssache

    In diesem Sinne jedem das seine und mir das MEINE

  24. Andreas Schamel

    Unsere Erfahrung ist noch im Werden und betrifft nicht die BOS Serie von Bien-Zenker sondern ein Ambiente Haus – vielleicht hilft unsere Erfahrung aber dennoch anderen weiter: http://www.schamel.name/DasHaus

  25. Christian

    @ Andreas

    Na, die Web-Seite liest sich ja nicht gerade toll. Wir wohnen inzwischen im Haus (leider noch ohne Beschattungsanlage – Thema Handwerker…).
    Auch wir können nicht wirklich vom Unternehmen schwärmen, aber dafür vom Haus. Der von uns beauftragte Gutachter hat sich gelohnt. Sonst hätten wir definitiv nicht so genau geprüft und vielleicht Mängel übersehen (einen können wir erst im Winter überprüfen – Thermographie).

    Ich fürchte jedoch, dass viele Fertighausanbieter nicht die beste Kundenbetreuung haben.

    Rückfragen gerne per e-mail

    Christian

  26. Hermanski

    In einem “Holzhaus” bekommt man noch nicht einmal einen LCD-Flachbildschirm an die Wand montiert, da die Schrauben nicht halten. Für mich ist das nur eine bessere “Hundehütte”. Nur noch massiv…

  27. Susanne

    @Hermanski: oh je, da bilde ich mir wahrscheinlich die schwer beladenen Küchenhängeschränke an meinen Holzständerwänden nur ein… man sollte halt die richtigen Schrauben und Dübel verwenden… :-)

    Grüße aus einer herrlichen Hundehütte – nie mehr massiv!

  28. Hermanski

    @Susanne

    Eine kleine Korrektur: Natürlich sind die Küchenwände entsprechend vorbereitet, deswegen werden die Küchen auch oftmals gleich “mitverkauft”. ;-) Wer aber gezielt Befestigungspunkte an einer beliebigen Wand sucht, braucht einen “Balkenfinder” und viel Glück. Das ist nun einmal systembedingt und lässt sich nicht einfach wegdiskutieren. Ich bezweifle, dass sehr viele wissen, wie ihre Wände aussehen! Ein Besuch von draußen mit der Axt ist problemlos möglich. Okay, es gibt ja auch noch die Tür… :-)

  29. Jürgen

    @Hermanski:
    In unserem Holzständerhaus müssen wir keine Balken suchen, um auch schwere Sachen aufzuhängen. Wir können dies überall tun, weil die Wände mit 10mm starken Holzwerkstoffplatten überall beplankt sind (da ist dann noch die Gipskartonplatte obendrauf).
    Das klappt prima!

  30. Stefan

    @Hermanski: Bisher haben wir hier alles hervorragend aufgehängt bekommen. Es bedurfte keines Schlagbohrers und es ist auch noch nichts von der Wand gekommen.
    “Besuch von draußen mit der Axt”: Hoppla, in so einer Gegend würde ich Stahlbeton empfehlen – und am besten eine doppelte Schale gegen Bombenangriffe. Einbrecher in unseren Gefilden wählen Methoden, die möglichst leise und/oder unauffällig sind. Bisher ist mir die Methode mit der Axt als Einbruchvariante noch nicht zu Ohren gekommen. Woher hast Du die Info?

  31. Hermanski

    Zitat: Wir können dies überall tun, weil die Wände mit 10mm starken Holzwerkstoffplatten überall beplankt sind (da ist dann noch die Gipskartonplatte obendrauf). Zitat Ende

    Wer eine 10mm starke Holzplatte als ein stabiles Bauteil ansieht, ist durch nichts mehr zu überzeugen…

    @Stefan:

    Selbstverständlich war der “Axtangriff” nur ein Hinweis auf die Stabilität von Fertigbauwänden.

    Fazit: Man findet immer das gut, was man gerade hat – ist menschlich. Oftmals ziehen die Personen von einer Mietwohnung in die “Papphütte” und haben gar keine Vergleiche persönlicher Art. Das ist schade und kann keine Diskussionsgrundlage bilden.

  32. christian

    > Hermanski
    >
    > am 16. August 2008 um 11:24 am Uhr.
    > In einem “Holzhaus” bekommt man noch nicht einmal einen LCD-
    > Flachbildschirm an die Wand montiert, da die Schrauben nicht halten.
    > Für mich ist das nur eine bessere “Hundehütte”. Nur noch massiv…

    Ich weiß zwar nicht, was ein LCD-TV so wiegt, aber die Metall-GipsKartondübel in einer 18 mm Wand tragen pro Stück 50 kg.
    Ich denke, mehr als 4 Dübel sollten da nicht nötig sein (wer natürlich glaubt, alles einfach mit Schrauben an die Wand zu heften….
    viel Spass im Massivhaus!

    Thema Küche:
    ich weiß ja nicht, wo diese “Weisheiten” her kommen, aber unsere Küchenschränke hängen auch NUR an den GipsKartonWänden mit entsprechenden Dübeln. Montage durch einen regionalen Küchenbauer (MEDA Küchen) für uns Preis Leistung voll in Ordnung.

    P.S. schon einmal versucht, ein 10 mm Holzfaserplatte (bei ca. 60 cm Ständerwerkabstand) zu beschädigen?
    Falls der Versuch mit dem Fuß durchgeführt wird, viel Spass beim Arzt!

    mfg
    Chistian

  33. christian

    @ Hermanski

    > Fazit: Man findet immer das gut, was man gerade hat – ist menschlich.
    > Oftmals ziehen die Personen von einer Mietwohnung in die “Papphütte”
    > und haben gar keine Vergleiche persönlicher Art. Das ist schade und
    > kann keine Diskussionsgrundlage bilden.

    Hallo Herr Hermanski,

    ich zähle mich zu diesen Menschen, die aus einer Mietwohnung in eine “Papphütte” gezogen sind. Auch ich habe keinen Vergleich, da ich vorher nicht in einem Fertighaus gewohnt habe.
    Ich denke aber, das mehrere Jahre Marktbeobachtung, intensive Auseinandersetzung mit den verschiedenen Techniken (Bauweise, Heizung, Kosen) mich zumindest insoweit von Ihnen unterscheidet, dass ich mich mit Themen, die für mich wichtig sind (bei Ihnen ja scheinbar die Aufhängung eines LCD-Fensehers) im VOR-Feld beschäftigt habe.

    Können Sie das auch von sich behaupten?

    Was die Diskussion angeht, Bewohner von Holzhäusern und Bewohner von Steinhäusern können sehr wohl diskutieren, wenn es sachlich und höflich zugeht.

    mfg
    Christian

  34. Hermanski

    Wahrscheinlich haben wir einfach nur Pech gehabt? Ich beziehe mich auf Erfahrungen mit einem Bien Zenker Haus Marke ” Juwel-Gründau”, Baujahr 1998. Dort gab es die besagten Probleme, welche zum Verkauf des Hauses führten. Dort waren Fachkräfte bei der Montage am Werk, welche die erwähnten Probleme hatten. Sie empfahlen (wiederholt), doch lieber ein Massivhaus zu kaufen, was ich im nachhinein ( Jahre später) auch nicht bereut habe. Alles nur Pech? Ich glaube es nicht. Im übrigen sei noch erwähnt, dass ein Schwenkarm die Befestigung auf Zug belastet, andere auf Scheren – aber lassen wir die Physik außen vor.

    Vom Wiederverkaufswert möchte ich erst gar nicht anfangen…

  35. Jürgen

    Lieber Hermanski,

    ich will mich noch kurz korregieren: die Holzwerkstoffplatte ist nicht 10mm, sondern 13mm stark. Klingt jetzt nach einer Kleinigkeit, bedeutet aber (wie Du ja sicher weißt!) eine fast dreifache Stabilität. Die Physik lasse ich als Diplomphysiker nur sehr ungerne außen vor; allerdings empfehle ich Dir eine alte Volksweise: “probieren geht über studieren!”

    Unser Küchenbauer war übrigens ziemlich glücklich über unsere Holzständerküche, da er da nämlich ohne weitere Rücksichtname die Schränke überall aufhängen konnte. Bei Massivhäusern scheint es da manchmal Probleme zu geben….

    Grüßle,
    Jürgen

  36. christian

    @ Hermanski

    leider steht in Ihrem Beitrag nicht, welche Fachkräfte (Bien-Zenker, Fernsehmonteure, ???) die Befestigungsprobleme hatten.

    Sollten es die Monteure des Fernsehers gewesen sein hätten diese sich vielleicht ein wenig informieren sollen?!

    Was Ihr Pech (leider schreiben Sie nicht worin Ihr Pech, Ihre Probleme bestanden) angeht, so kann ich nur sagen, dass Bekannte ein 15 Jahre altes Holz-Ständerwerk-Fertighaus gekauft haben und bisher keine Schwierigkeiten mit der Befestigung haben. Preislich ist ein Unterschied zu einem Stein-Haus übrigens auch nicht spürbar gewesen. Im Gegenteil, die gute Isolierung (im Vergleich zum damaligen Standard) war eher ein Plus dieses Hauses. Wenn Sie Verluste beim Verkauf erlitten haben, kann das natürlich auch am Zeitpunkt (sehr geringe Haltedauer) gelegen haben.

    Und eines möchte ich auch nicht unerwähnt lassen: Wenn Sie sich in einem Holz-Ständerwerk so unwohl fühlen, warum haben Sie sich dann im Vorfeld nicht über die Vor- und Nachteile informiert?

    Wenn Sie detailierte Stellungnahmen wünschen, werden Sie diese hier (wenn Sie die Informationen bereitstellen) sicher gerne erhalten. Sollten Sie dieses Forum nutzen, sich Ihren persönlichen Frust von der Seele zu schreiben, werden Sie glaube ich Schiffbruch dabei erleiden.

    mfg
    Christian

  37. Tobi1980

    Hallo zusammen,

    wir sind auch gerade auf der suche nach guten Fertighausherstellern.
    Zum Thema aufheizen im Sommer:
    Ich habe mir vor kuzen schon einmal ein Angebot machen lassen und bei diesen Hersteller sind an allen Fenstern Rollläden mit dabei. Das glaube ich schon einmal nicht schlecht ist. Und bei den heutigen Energiepreisen ist es meiner Meinung schon wichtig ein Haus zu kaufen, dass gut isoliert ist.

    Zum Thema tragfähigkeit der Wände:
    Es gibt bestimmt auch schwarze Schafe bei den Herstellern. Deshab sollte man sich zu diesen Thema bei den jeweiligen Herstellen ganau Informieren wie die Wände gebaut sind und wie es mit der Tragfähigkeit aussieht. Ich habe noch keinen Vertrag abgeschlossen, kann mir aber vorstellen das man dieses Thema mit einbringen kann um auf der sicheren Seite zu sein.

    Bis jetzt habe ich leider noch keinen Anbieter von Massivhäusern gefunden der mit dem Preis von Fertighäusern mitgehen kann. Für Info wäre ich dankbar.

    Da ich noch am Anfang der Angebotsuche stehe, wäre ich froh noch einige Tipps zu bekommen auf was ich bei Fertighausanbietern achten sollte.

    mfg Tobias

  38. christian

    @ Tobias

    Zuerst, viel Erfolg bei der Suche.

    Das Thema Rolläden ist zwiespältig. Die Wirkung als zusätzliche Isolierung tritt bei modernen Fenstern eigentlich nur auf, wenn a) der Abstand zum Fenster mindestens 10 cm beträgt und b) die Rolläden gedämmt sind. Bei in die Fassade eingebauten Rolläden trifft meist keiner der Punkte zu. Dafür ist die Wärmebrücke an dieser Stelle sicher (geringere Dämmung, Durchbruch durch die Isolierung für die Rollade). Besser sind hier eindeutig Vorbaurolläden (gibt es in rund und eckig in fast jeder Farbe (natürlich mit Aufpreis verbunden).

    Bezüglich der Tragfähigkeit der Wände gibt es – von Ausnahmen abgesehen – keine echten Probleme. Lösungen (Gipskarton in 18mm Stärke, 12 mm Gipskarton plus Holzfaserplatte, etc.) gibt es viel.

    Genereller Tipp zum Thema Fertighaus: nach Möglichkeit ein Typenhaus nehmen und wenig ändern. Die Kosten für eine individuelle Planung (wird gerne angeboten) sind keinen deut günstiger als beim Architekten vor Ort.

    Wichtig (aus meiner Sicht): Die Energieklasse (bei uns NUR kfw-60) schriftlich im Vertrag fixieren.

    Gute Anbieter zeigen gerne den Aufbau der Außenwände und die Qualität der Fenster (Isolierung Wärmedurchgangskoeffizient). Wer hier schon schwammig wird???
    Auch wichtig: ALLES schriftlich fixieren. Selbst wenn der Verkäufer sagt: wo sie die Wärmepumpe aufstellen ist egal, das kosten immer das gleiche (diese Aussage hat uns zwei Wochen Diskussion und eine schriftliche Erklärung der Verkäufers gekostet).

    Mein persönlicher Tipp: Schon vor dem Kauf einen eigenen Gutacher/Bauleiter mitnehmen. Kostet zwar gutes Geld, lohnt sich aber. Wir hatten den Gutachter nur für die Abnahme, hat sich aber gelohnt. Dafür mussten wir stets den Handwerkern persönlich auf die Finger schauen. So manche Kleinigkeit (“das wird heute so gemacht”) hat sich auf Nachfrage beim Bauleiter als Fehler herausgestellt und wurde korrigiert.

    Noch etwas Schönes zum Ende:
    Die Bauphase ist mächtig anstrengend, aber das Ergebnis entschädigt!

    mfg
    Christian

  39. Annette

    nach eifrigem Lesen der ganzen Postings möchte ich auch mal was dazu sagen.
    Ich bin ganz sicher keine Fachfrau was das Thema Fertighaus und das ganze Drumherum betrifft aber habe meine eigenen, positiven Erfahrungen damit gemacht und denke gerade selbst über einen Hausbau in Fertigbauweise nach.
    Ich habe in den neunziger Jahren selbst zwei Jahre in einem Fertighaus einer namhaften Firma gewohnt. Ich kann nur sagen, es war klasse und sehr angenehm. Das einzigste negative, an das ich mich noch erinnern kann ist, dass bei starkem Luftzug die Wände geknarkst haben aber das war’s auch schon.
    Die Isolierung war top und Sommer wie Winter war ein angenehmes Raumklima vorhanden. Trotz großer Fenster hatten wir an allen Rollos die per Kurbel herabgelassen bzw. hinaufgezogen wurden. So mußte ich nie das Gewicht des Rollos halten, was beim Gurt der Fall gewesen wäre. So ein Rollo über eine komplette Fensterfront an der Terrasse wiegt schon ein bißchen ;-)
    Die Schalldämmung, ja die ist nicht so gut aber auch nicht so schlecht finde ich.
    Mit dem Aufhängen von Schränken oder anderen schwerem Mobiliar habe ich selbst keine Erfahrung gemacht aber ich kann nur sagen, die Küchenschränke waren bei mir auch ziemlich voll und kamen mir keineswegs entgegen.
    In den vorangegangenen Postings lese ich immer wieder einen sehr guten Tip: Die Montage eben jener schweren Gegenstände direkt in den Innenausbau mit einplanen, dann ist dieses Problem auch schon gelöst.

    Alles in allem kann ich nur wiederholen: das Wohnen in einem Fertighaus war für mich sehr angenehm und ich werde mich über einen Bau noch intensiv informieren.

    Liebe Grüße, Annette

  40. Hermanski

    >Tip: Die Montage eben jener schweren Gegenstände direkt in den Innenausbau mit einplanen, dann ist dieses Problem auch schon gelöst.<

    Ich bitte um Entschuldigung, dass ich noch nicht bei der Planung wusste, dass es mal 58kg-Flachbildschirm-Fernseher gibt. Ich werde in Zukunft meine Glaskugel benutzen…

  41. Klein

    Hallo, wir stehen jetzt zum zweiten Mal vor der Entscheidung wie wir bauen. Beruflichbedingt ist ein Ortswechsel nötig. Damals haben wir uns für ein Stein auf Stein Haus entschieden. Ein Putzhaus aus Gasbeton. Wir hatten viel Glück, da wir in einem heißen Sommer gebaut haben und der Bau relativ schnell trocken war.
    Jetzt sind wir gezwungen über den Winter zu bauen. Da stellt sich die berechtigte Frage des Fertighauses. Aber persönlich haben mir Holzhäuser zu viele Nachteile. In der Oberpfalz, Rötz, bin ich zufällig auf einen Fertighaushersteller gestossen der mit Ziegelelementen arbeitet. Im TV gab es über diesen Hersteller schon einige Berichte. Also habe ich mir einen Termin zur Besichtigung der Fertigung vereinbart und mir die Vorteile und Nachteile, soweit ein Hersteller von Nachteilen sprechen will, erklären lassen. Die Wände werden verputzt und maschinell getrocknet 6-7Tage im Ofen) zum Aufbau geliefert. Der Aufbau zum geschlossenen Haus dauert in der Regel auch nur 5 Arbeitstage. Eine Besonderheit ist mir dort ins Auge gefallen, die Heizdecke aus Ziegel. Es wird also keine Betondecke verwendet sondern Ziegel und in dieser sind unter dem Putz die Heizschleifen der Flächenheizung untergebracht. Eine Alternative zur trägen Fußbodenheizung. Hat jemand von Euch evtl. mit denen oder mit vergleichbarer Bauweise gebaut?
    Viele Grüße Michael

  42. risingsun28

    Servus,

    kann mir auch diesmal einen kurzen Comment nicht verkneifen, Fertighaus ist wie man im letzten Post sieht eben nicht nur gleichzusetzen mit Holzleichtbauweise, sondern bedeutet lediglich das Arbeiten mit Fertigteilen zur schnelleren Endmontage. Insourcing sozusagen ;-)

    Von daher stimmt eigentlich die Überschrift nicht so ganz….

    @Klein/Michael
    Eine Ziegeldecke an sich ist ja eine ganz nette Sache, nur der Sinn einer Deckenheizung erschließt sich mir nicht so ganz, denn Wärme steigt nunmal nach oben, sodaß bei einer Deckenheizung das Wärmegefüge umgedreht ist. Aber jedem das Seine, wäre ja immerhin Krampfaderschonend……

    Auch wir haben eine “Flächenheizung”, allerdings als Wandheizung im Lehmputz und die ist mMn ähnlich träge wie eine Fußbodenheizung, warum soll das in Ziegel an der Decke verlegt anders sein ?

    Harry, der in einem “Nichtfertighaus” wohnt, das trotzdem in Holzständerbauweise mit Holzbalkendecken errichtet ist.

  43. Christian

    @ Klein

    Eine Flächenheizung in Ziegeln gibt es z.B. bei Bien-Zenker (Holzständerwerk). Hier wird die Luft erwärmt – steigt auf der Raumseite im Ziegel hoch und auf der Außenseite wieder herunter. Da Luft (und somit sehr wenig Masse) erwärmt wird, ist diese Form der Flächenheizung wesentlich reaktionsschneller als eine Fußbodenheizung.

    Ob eine solche Flächenheizung auch in der Decke Sinn macht, kann ich aber nicht sagen. In der Wand macht das durchaus Sinn.

    mfg
    Christan

  44. Klein

    @risingsun28

    Schonmal etwas von Strahlungswärme gehört? Ich habe mich selbst davon im Musterhaus überzeugt.

    Grüße Klein

  45. risingsun28

    @Klein

    Dumm nur wenn z.B. die Füße unterm Massivholztisch kalt bleiben, weil die Strahlungswärme dort nicht hinkommt. Und warme Luft steigt nunmal nach oben, d.h. im Bereich der Decke ist es kuschlig warm und in Sitzhöhe ist es nur lauwarm, Strahlungswärme hin oder her.

    Wer kennt nicht den Effekt am Lagerfeuer, vorne zu warm und hinten zu kalt….

  46. Hermanski

    @risingsun28:

    Schon mal etwas von Konvektion gehört? Wärme eines Lagerfeuers im Freien (hoffe ich doch ;-) ist nicht mit der Wärme-Konvektion in einem geschlossenen Raum vergleichbar. Google doch bitte mal einfach nach, dann weißt du auch, warum es auch unter dem Tisch warm wird.

  47. Heizölkosten niedrig halten

    [...] über Vor- und Nachteile von Fertighäusern. Wände speichern kaum Wärme… [...]

  48. Markuse

    Liebe Leute,

    Aufgabe der Außenwände ist es doch nicht, Wärme zu speichern bzw. abzugeben, sondern im Sommer denn Wohnraum vor der Außenwärme zu schützen, und im Winter den Wohnraum vor der Kälte zu schützen. Bzw. in anderer Richtung, im Winter den Wohnraum davor zu schützen, zu schnell an Wärme zu verlieren. Das kann eine Wand mit niedrigem Wärmedurchgangskoeffizienten immer besser als eine mit höherem Wert. Und die niedrigeren Wärmedurchgänge lassen sich nun mal durch Holzständerbauweise realisieren…
    Soweit mein Senf dazu. Unser nächstes Haus wird (wieder) ein Fertighaus, eben wegen des angenehmen und ausgeglichenen Raumklimas.

  49. HardTrancer

    An alle, die günstige Fertighäuser suchen:

    Massa hat gerade ein Angebot: 69.999 Haus und 9.999 für den Keller.
    WAHRSCHEINLICH wird unserer so ein Haus. Denn so wie ich es lese nehmen sich beide Bauarten nichts weg.

    Danke an alle, die diesen Thread so aufblühen liesen. Das erleichtert einem die Wahl.

  50. Markuse

    Keller, für 10.000 Euro? Soviel kostet bei mir allein die Bodenplatte! Aufpassen, was wirklich im Preis enthalten ist!

  51. HardTrancer

    Bodenplatte, Keller, Rohbau mit Fenster, Türen, Rolladen, Decke und Treppe für 80.000.- Bei kommen noch Sonderwünsche wie zusätzliche Dämmung und 2 Vollgeschosse. Der Kniestock wird erhöht, sodass im OG keine Dachschräge mehr ist. Das sind so ca. 5.000-6.000 Aufpreis.

    Innen machen sie für diesen Preis aber nichts. Mindestens eine rechte Hand sollte also vorhanden sein. 2 Linke sind schon gefährlich :)

  52. Franz

    Hallo HardTrancer ,

    wir interessieren uns ebenfalls für ein Massa-Haus. Sind aber erstaunt über deine Preisangaben. Um welches Haus handelt es sich denn ? Denke mal es muss eines aus der Classic-Serie sein, aber welches ? Hat man euch den Aufpreis für die Erhöhung des Kniestocks bestätigt ? Und sind es dann echte 2 Vollgeschosse ?
    Mich interessiert dies brennend, da wir nur maximal 1,30m Kniestock und das zu einem horrenden Preis angeboten bekommen haben.

  53. Thomas

    Da schreibt jemand ab und möchte dran verdienen:
    www. fertighaus-spezial.de/ nachteile_fertighaus.html

    Schöne Grüße

  54. Stefan

    @Thomas: Danke für den Hinweis. Das ist wirklich link und eine schwache Leistung noch dazu. Nicht in der Lage, eigene Ideen zu produzieren. Dazu die Texte noch leicht modifiziert, damit die Anwälte sich die Zähne daran ausbeißen.

    Ich habe Deinen Link mit Leerzeichen versehen, damit der nicht noch kostenlose Zugriffe von uns bekommt.

  55. Denis

    Servus!!

    Wir beabsichtigen ein Fertighaus der in den 70ger Jahren gebaut worden ist zu kaufen, der Innenausbau scheint solide zu sein, und die Heizung worde im Fruhjahr 2008 komplett neu gemacht. Ich werde mich freuen wenn jemand von euch eventuell ein paar Tips hat, mit der Bauweise aus diesen Ära. Das Haus ist sehr gepflegt, von einen älteren Ehepaar bewohnt gewesen.
    Bedanke mich für jeden sinnvollen Beitrag!!

  56. Svenis

    Hallo Hard Trancer,

    sind auch gerade am überlegen ein Eigenheim zu schaffen und hänge auch gerade an Massa Haus fest. Classic 1T mit Keller haben wir momentan in Aussicht. Wollte wissen ob bei euch schon weitere Erfahrungen vorhanden sind. Übrigens, für 2009 ist die Edition 2009 angekündigt, welche noch bessere Isoliert sein soll.

    Gruß

  57. wolfgang

    auch ich bin gerade auf der suche nach einem geeigneten fertighaus. mein problem ist das grundstück. das verfügbare grundstück ist etwas unförmig und nicht gerade groß. kann mir jemand fertighaushersteller nennen, die sich auf problemgrundstücke, kleine grundflächen und gute raumkonzepte spezialisiert haben? ich denke da an so etwas wie das weberhaus option – das finde ich schon mal ganz nett, aber nicht ganz optimal. kann jemand weiterhelfen?

    danke gleichmal, wolfgang

  58. Christian H.

    Hallo,

    und zwar sind wir auch an der Überlegung in nächster Zeit ein Haus zu bauen. Die Frage war auch bzw ist immernoch Fertig- oder Massivhaus. Nach einigen Hausbesuchen in einer Fertighauswelt muss ich aber doch sagen, dass das Klima in einem Holzständerhaus wahnsinnig angenehm ist, was ich nicht von dem Massivhaus sagn kann wo ich derzeit in Miete wohne. Über Massa-Haus habe ich eher negative Erfahrungen gehört aber möchte dies natürlich nicht verschreien. Ich bin eigentlich bei der Fa. Elemantarbau hängen geblieben, welche zwar nicht die günstigste ist aber einen namhaften Namen hat und doch nunmehr als 80 Jahr besteht, was auch heutzutage doch auch scon was zu sagen hat. Da die Fertighauswelt direkt neben der Autobahn liegt (ca. 40Meter) und wir im Ferighaus von Elementarbau bei geschlossen Fenster standen und die Autobahn fast nicht hörbar war, denk ich das die Schalldämmung doch sehr gut gegeben ist. Wie sind denn hier die Erfahrungen anderer welche schon ein Fertighaus haben? Was mich noch sehr interessieren würde, wie die Dämmung von Stockwerk zu Stockwerk ist? Dies konnte oder wollte ich im Fertighaus nicht vor allen testen. :-) Auch von den schwingenden Böden habe ich nicht wirklich viel mitbekommen und wollte nach Erfahrungswerten fragen und wäre dankbar über diese?! Hat denn jemand schon die Erfahrung mit der Fa. Elementarbau gemacht? Mein erster bzw schon zweiter Eindruck war sehr positiv! Dann hätte ich auch nochmals die Frage des Wiederverkaufswerts eines jetzig neu gebauten Fertighauses, welches nicht mehr mit einem zu vergleichen ist, welches für 10 Jahren gebaut wurde, weil sich einfach in den letzen jahren in der Entwicklung der Werkstoffe und der Wärmeeffizienz sehr viel getan hat und ich würde sagen 90 % der Dämmmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Aber wie verhält sich der jetzige Wiederverkaufswert? Klar ist, dass ein Fertighaus nicht mehr sehr viel günstiger als ein Massivhaus kommt, wenn überhaupt, aber was ist doch mehr zu empfehlen??? Die Hitze-Kälte Frage wurde ja nun schon lange diskutiert und ich muss sagen, in dem jetzigen Massivhaus ists im Sommer unerträglich warm, vorallem Nachts und im Winter wirds kalt und muss einfach sehr viel geheizt werden, dass die Wärme erhalten bleibt, was man sehr stark am Ölverbrauch spürt. (und das jetzige Massivhaus ist mit Styropor Wärme isoliert und 8 Jahr alt)

    Was mich auch sehr interessiert, wie verhält sich ein solches Fertighaus bei starkem Wind? Knarzt alles oder ist es wie beim Massivhaus, man hört eben nur die Windgeräusche und evtl die Rollokosten poltern :-) ??!

    Danke

    LG
    Chris

  59. Andreas vom Haus-Bau Blog

    Hallo,

    vielen Dank für die tolle Auflistung. Wir sind selbst grad am überlegen, stehen aber noch ganz am Anfang. Dein Artikel hilft aber ein bissl mehr, das Puzzle zu vervollständigen. Wird bei uns aber noch ein langer Weg…

  60. Mario C.

    Hallo, wir haben nach langer Suche (etwa 10 Jahre mit Unterbrechungen) nach einem 1 Fam-Haus mehr zufällig unser heutiges Haus (Fertigbauweise Bj. 1980) gefunden. Zufall, weil wir gar nicht nach der Bauart Ausschau gehalten haben, als nach der Lage und da haben wir ein traumhaftes Hausgrundstück in einer sehr guten Lage gefunden. Der Preis war mehr oder weniger der Grund und Boden. Aber auch das war nicht etwa ausschlaggebend. Es ging nicht um den relativ günstigenPreis an sich, sondern um dieses einfach sehr schöne, wunderbar gelegene Grundstück mit einem augenscheinlich in der Grundsubstanz doch recht guten Haus, an dem man wohl noch einiges tun musste, was aber wohl zu bewältigen wäre. Tatsächlich war der Gesamtpreis etwas oberhalb dessen, was wir uns als Rahmen gesetzt hatten, aber das Grundstück ist einfach traumhaft und da wir den Kauf noch vollständig aus Eigenkapital finanzieren konnten, haben wir es genommen.

    Vor Abschluss des Vertrages sind wir die Immobilie mit einem Architekten genau durchgegangen, der zu dem Ergebnis kam, dass das eine doch durchschnittlich werthaltige Immobilie sei und sich die Modernisierung und Instandsetzung auf jeden Fall lohne. Man müsse zwar einiges machen, weil der Voreigentümer nicht mehr wirklich etwas investiert hatte, aber es sei ansonsten grundsolide. Dann wurde uns von Bekannten (Handwerker) geraten, doch mal einen Abriss und Neubau zu erwägen, nicht etwa weil das Haus technisch irgendwie verbraucht sei, sondern nur weil in ein Fertighaus eine mehrfach sechsstellige Summe zu investieren, keinen nachhaltigen Wert für die Zukunft schaffe, insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass das ein einmaliges Grundstück sei und damit ein sehr hoher Wiederverkaufswert geschaffen werden könne. Das machte gedanklich zunächst Sinn, dachten wir. Wir haben dann geplant und überlegt, noch weitere Makler wegen der Werteinschätzung gefragt und auch Baubetreuer und schließlich auch Freunde, die Häuser in Fertigbauweise hatten. Wir kamen dann zu dem Ergebnis, dass Modernierung und Instandsetzung doch der richtigere Weg wäre (Grund siehe gleich unten).

    Nun, vermutlich hatten die Bekannten recht. Wir haben wegen der sehr hohen Baukosten eines Neubaus und des Abrisses (ca. 600 tsd.) im Verhältnis zu der Modernisierung und Instandsetzung (rd. 300 tsd.) eben die Mod. und Inst. gewählt. Auch der Wiederverkaufswert war für uns nicht so von primärer Bedeutung, weil wir ja hier bleiben wollten und es nicht wieder verkaufen würden, so dachten wir jedenfalls. Es traten dann sehr bald nach Bezug massenhaft Mängel auf, insbesondere Trockenbau, Maler und Fußboden. Inzwischen etwa 6 Monate nach Bezug nähert sich das Haus mehr und mehr einem ruinösen Zustand. Der neu verlegte Parkettfußboden (zum Teil war auch instand gesetzter Bestand vorhanden, der in Ordnung ist) kommt fast überall hoch, die Wände weisen in allen erdenklichen Konstruktionen Risse und Fugen sowie aufgeplatzte Stellen auf etc. usw. usf. Um es kurz zu machen, es gibt praktisch keinen Raum mehr im Haus, der nicht durch Risse und Fugen an den Wänden oder in den Wänden durch und durch verunziert ist. Wir haben an der Statik fast nichts verändern lassen, das ganze ist unter Planung und Bauleitung eines Architekten abgelaufen, es war ein Statiker eingeschaltet und auch alles baufaufsichtamtlich genehmigt worden, aber nun ist es praktisch eine Ruine. Die Risse und Fugen treten auch da auf, wo sie in dem vorherigen Zustand bei dem Alteigentümer nie waren, so dass wir uns fragen, wie das wohl kommen kann.

    Ergebnis : Wir sind heute so entmutigt, dass wir überlegen, die Ruine einfach zu verkaufen an jemanden, der sie abreisst, um auf dem schönen Grundstück etwas neues zu bauen und dann wieder in eine Mietwohnung zu ziehen. Angstvoll warten wir auf den täglichen Schaden, den wir neu entdecken. Wir haben daran alles in allem mit den Außenanlagen etc. rund 400 tsd. verloren. Von den Einbauten könnte man vielleicht etwas retten und wieder verwenden bei einem Neubau, aber den Neubau selbst werden wir wohl in diesem Leben nicht mehr finanzieren können. Das Haus belastet unser Leben inzwischen schon so nachhaltig, dass auch unsere Beziehung davon sehr beeinträchtigt wird. Sicher sind da auch schlampige Handwerker und ein schlampiger Architekt am Werke gewesen, das sieht man an einzelnen Gewerken und die kann man auch zur Rechenschaft ziehen. Aber dass die Gesamtheit des Baus inzwischen sich so entwickelt, wie sie es tut, ist einfach nicht mehr nachvollziehbar und ich denke, wir wollen das auch bald nicht mehr nachvollziehen, weil unsere Lebensqualität darunter schon gegen Null tendiert.

  61. Hermanski

    Hallo Mario,

    ein Fertigbauhaus aus dem Jahre 1980 ist tatsächlich ein hohes Risiko, da seid ihr schlecht beraten worden, oder die Leutchen wollten nur verdienen! Auch wenn hier gleich vehement widersprochen wird (besonders von der hier deutlich vorhandenen Fertighauslobby), so ist die Lebensdauer einer “Papphütte” bei mangelnder Pflege nun mal der Todesstoß für auf diese Art konzipierte Häuser. Sind die Hölzer und Gipsplatten einmal feucht, ist nicht mehr viel zu reparieren. Aber bevor ihr euch in ein neues finanzielles Abenteuer stürzt, holt erst mal ein neues Gutachten ein, eventuell ist noch etwas zu “reparieren”. Ein richtiges “Steinhaus” kann bei mangelnder Pflege genau so viel Ärger bereiten. Bestimmt haben noch andere Mitglieder hilfreiche Ideen. Ist schlimm, wenn man soviel Geld in den Sand setzt. Man sollte aber immer daran denken, dass man nicht im Garten wohnt, sondern im Haus. Ich weiß, hinterher ist man immer schlauer… :-(

  62. Markus

    Hallo,
    sehr informative Postings!
    Ich würde gern noch einmal auf die Lebensdauer-Frage zurückkommen. Habe gelesen, ein modernes Fertighaus habe eine Lebensdauer “wie ein Massivhaus”. Ist das tatsächlich so? Und welche Lebensdauer hat denn ein nach heutigen Standards errichtetes Massivhaus? Man könnte natürlich sagen “über 100 Jahren alles egal, erlebste eh nich mehr” – aber ich fände es schon schön, wenn meine Kinder noch was für die Bude bekämen bzw. selbst noch drin leben könnten. Kurz und gut: Haben also auch Massivhäuser ein “Verfallsdatum”?

  63. Hermanski

    Hallo,

    man kann ganz allgemein sagen, dass ein Haus je nach Pflege uralt werden kann. Das “Verfallsdatum” bezieht sich immer auf ein nicht gepflegtes Haus und ist auch nur ein Durchschnittswert. Ich selbst halte von den “Schätzungen” der so genannten Experten sehr wenig, da die Realität eine andere Sprache spricht (schaue gerade nach draußen und sehe ein 150 Jahre altes Haus – ein Schmuckstück! Die Unterschiede zwischen Pappe und Stein dürften heutzutage marginal sein…

  64. Wundine

    Hallo,
    wir überlegen ein Haus BJ. 1980 in Holzständerbauweise zu kaufen. Allerdings schocken mich teilweise die Kommentare hier. Wir hätten halt gerne eine gute Sicherheit, ob das Haus was taugt. Es steht super da, aber als Laie bewertet man das ja anders…??? Wir würden eh einen SV der IHK einschalten, aber der kann ja auch nicht in die Wände schauen. D.h. sind das nur Gipskartonplatten, bei denen schon der kleinste Versuch ein Bild aufzuhängen scheitert? Sollen wirs gleich bleiben lassen? Alternativ ist für uns ein Neubau, allerdings ist das Grundstück, auf dem das Fertighaus steht, traumhaft. Jedoch wäre schon einiges zu renovieren und der Kaufpreis soll schon 250 tsd sein. Zuviel auf den ersten Blick? Ich weiß, das kann man nur bei einer Vor-Ort-Besichtigung sagen. Wollte einfach nur mal ein paar Meinungen hören. Wär lieb.
    Grüße

  65. Wundine

    Nachtrag: Danke im Voraus! ;-)

  66. Klaus M.

    Hallo Wundine,
    auch bei Fertighäusern gibt es so´ne und solche. Es wäre interessant zu wissen, welcher Hersteller das Haus seinerzeit erstellt hat und die Baubeschreibung von damals zu studieren. Ein No-Name Hersteller aus XY-Land oder ein deutscher Markenhersteller, den es immer noch gibt? Das wäre zumindest ein Indiz. Wichtig ist der Wandaufbau: Wieviel Wärmedämmung? Mit oder ohne Holzwerkstoffplatte unter dem Rigips? Und ob die Dampfsperre noch intakt ist, könnte man mit einem BlowerDoor-Test für ca. 500 Euro testen. Wenn die Kiste ein Leck hat, ist mit Sicherheit auch die Dämmung nicht mehr OK. Dann Finger weg! Im Winter mal ein Foto mit der Wärmebildkamera machen lassen. Ein Fertighaus mit seinem komplexen Wandaufbau ist nun mal sehr viel anfälliger für Baumängel als ein Massivhaus. Schon ein Nagel durch die Dampfsperre kann auf Dauer zu Problemen führen. Also GRÜNDLICH prüfen! Viele Grüße!

  67. Pickniker

    Hallo,

    wir wohnen jetzt seit 3 Monaten in einem Fertighaus mit Holzständerbauweise. Und ich wollte mich auch mal zu ein paar Punkten äußern.

    Baueit:
    Ein Fertighaus hat hier meiner Meinung nach nur dann wirkliche Vorteile, wenn man alles machen lässt und nicht selbst hand anlegt. Unser Haus stand wirklich innnerhalb eines Tages, so dass das Wetter keine Rolle mehr gespielt hat. Aber dann haben wir einen Großteil des Innenausbaus selbst gemacht so dass der Zeitvorteil eines Fertighauses schnell dahin war. War aber für uns kein großes Problem da wir mietfrei gewohnt hatten.

    Klima:
    Hiermit haben wir zur Zeit etwas zu kämpfen. Wir wohnen zwar erst seit 3 Monaten im Haus haben aber genau mit diesem Punkt ein Problem. Zur Zeit ist es aussen recht warm und wir haben das Problem, dass sich das Haus tagsüber aufheizt (Egal ob man die Rolläden runter macht oder nicht) und dann nachts hält es die tagsüber angestaute Wärme (Habe gerade eine Nacht bei 26 Grad im Schlafzimmer hinter mir). Das geht jetzt sogar schon soweit, dass ich schon auf der Suche nach einer technischen Kühlungsmöglickeit für das Haus bin. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass wir uns noch nicht an das Klima eines Holzständerhauses gewöhnt haben.

    Vielleicht habt ihr ja Ideen was wir machen könnten.

    Grüße,
    Pickniker

    P.S.: Sehr interessante Seite.

  68. Mario C.

    Hallo, in unserem Haus ist trotz der Hitze das Klima gut. Vielleicht liegt es daran, dass es voll verklinkert ist. Im Dachgeschoss (1. OG.) wird es allerdings auch an heissen Tagen recht deutlich wärmer. In der Regel kann man dann durch Öffnen der Fenster, Balkontüren etc. das aber regulieren. Vorsorglich haben wir aber, weil wir dieses mögliche Problem beim Umbau kommen sehen haben, das Dachgeschoss auch klimatisiert, so dass wir an besonders heißen Tagen auch die Klimananlge anschalten können.

    Grüße

  69. Hermanski

    Eventuell sollte man prinzipiell mal darüber nachdenken, das Hitzeproblem mit Solarpaneelen in den Griff zu bekommen. Sie halten die Strahlungswärme der Sonne von den Dachziegeln zurück (bis zu 100 Grad Celsius!) und man hat gleich etwas Energie für die sehr kostenintensive Klimaanlage übrig (Scherz), von der ich allerdings abrate, da der Energieverbrauch extrem hoch ist, schlimmer als eine Elektroheizung im Winter. Ob Holz oder Stein, die Wärme im Dachgeschoss kommt überwiegend von den Dachziegeln, trotz guter Dämmung. Dieses wurde messtechnisch schon vor Jahrzehnten erfasst. Also einmal investieren, anschließend kühle Räume genießen, egal ob Pappe oder Stein…;-)

  70. risingsun

    oder eben gleich eine vernünftige Lüftungsanlage mit Wärmetauscher und Erdvorwärmung (im Sommer dann Kühlung) und Umkehr des Kompressors als Kllimaanlage im Sommer.

  71. Andre

    Hallo,
    ist ja eine interessante Diskussion die sich hier in 4 Jahren entwickelt hat. Wir stehen nun auch vor der Entscheidung, ein “Papphaus” zu nehmen. Es ist ein gebrauchtes aus 1977 in sehr schöner Lage. Vor- und Nachteile hat wohl jede Bauart, unter einem Dach wird es immer heißer als in darunter liegenden Geschossen. Wir wohnen derzeit in einem Massivreihenhaus bei recht erträglichen Innentemperaturen (draußen gestern 37°), unter dem Dach sind es doch 32°C, sollte also weder in einem Massiv- noch Fertighaus der bevorzugte Aufenthaltsbereich sein.

    Nun zum aktuellen Problem:
    Das Haus wird in Aichwald (BW) als freistehender Bungalow zum “erschwinglichen Preis” beworben. Der Makler, eine örtliche Volksank, hält sich schadfrei, in dem sie sich bei den Angaben zum Haus auschließlich auf die gemachten Angaben des Verkäufers (älteres Paar) bezieht. U.a. sollten die Unterspannbahnen des Satteldaches neu gemacht werden. Ein von uns hinzugezogener Dachfachmann kam schon bei einer Außenbesichtung zum Schluß, das Dach müßte wohl komplett neu eingedeckt und Isoliert werden. Klar, das die alten Leute nicht für den Nachbesitzer investieren wollen.

    Nur wurde das im Exposé nahezu unter den Tisch fallen gelassen. Die Leute ziehen erst 03/11 aus, aber der Bankbetreuer pressiert, das kommende Woche schon die Entscheidung zum Kauf feststehen muß und spielt die möglichen Interessenten gegeneinander aus, man könnte deshalb auch keine Zugeständnisse machen. Mir erscheint es eher, als wolle er verhindern, das man sich rechtzeitig vorab über mögliche Risiken und Folgekosten schlau machen kann.

    Neben dem Dach, wo ich rein technisch eher weniger Probleme sehe, kommt noch, das Asbestzementplatten verbaut wurden. Auch kein Problem, solange man sie nicht “anfäßt”, sprich Aussensanierung fällig wird. Das kann meinen Netzrecherchen nach auch nicht billig werden, denn Abbau und Entsorgung dürfen nur zertifizierte Firmen mit vorheriger behördlicher Genehmigung machen.

    Wenn der Verkäufer also da keine deutlichen Zugständnisse im Hinblick auf Folgekosten macht, werde ich wohl mein Kaufgebot zurückziehen. Denn “erschwinglich” ist das kleine Haus dann auch nicht mehr.

    Ich habe mich mit Bautechnik und dem ganzen Gedöns noch nie ernsthaft beschäftigt, aber wenn es konkret wird, kommt dann doch schnell eine Menge an Lernbedarf auf einen zu. Daher auch mein Dank an alle, die hier Ihre Erfahrungen weiter gegeben haben.

    Sollten wir ablehnen, überlegen wir alternativ auch einen Neubau auf einem Baugrundstück, ein eingeschossiges Bungalow sollte es aber sein, da sind Fertighäuser oft im Vorteil, da es hier schon erprobte Modelle gibt, aber die Wahl macht die Qual. Welcher Hersteller ist gut, welcher Bauausführende ist gut? Da bekommt man wohl auch noch ein paar graue Haare mehr, bis das Haus endlich fertig ist.

    Viele Grüße
    Andre

  72. Hermanski

    Hallo Andre,

    meine Meinung:

    ASBEST=Finger weg!

    Die Folgekosten können tatsächlich ungeahnte Dimensionen annehmen!

    Gruß

  73. Markus

    Hallo zusammen,

    wir wohnen jetzt seit einem Jahr in einem “KfW 40″-Haus von Lux.
    Verarbeitung, Qualität des Materials und Handwerkerleistungen waren alle einwandfrei. Vom ersten Spatenstich der Baugrube bis zum Einzug waren lediglich 12 Wochen notwendig. Der zwei Monate vor Baubeginn ausgegebene Terminplan von Lux ist auf den Tag genau eingehalten worden.
    Bei uns im Haus wird es momentan im Obergeschoss recht warm, das liegt allerdings auch an der Gestaltung des Hauses mit offenem Durchbruch in der EG-Decke (Galerie), plus großem Treppenhaus, plus großen, teilweise unbeschatteten Fenstern.
    Kein Knarzen der Wände bei Sturm, keine Befestigungsprobleme für schwere Schränke, wir sind insgesamt sehr zufrieden.
    Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser: mit Luft-Luft-Wärmepumpe und Solar-Warmwasserbereitung: 3500 kWh Strom im ersten Jahr. Davor hatten wir in einem gemauerten Haus, Baujahr 1985 gewohnt, und 30000 kWh Gas benötigt, bei vergleichbarer Wohnfläche.

  74. Hermanski

    3500 zu 30.000??
    Na klasse, da hat man ja in 400 Jahren das Geld wieder raus (kleiner Scherz). Real: Nur sinnvoll, wenn man sowieso eine Hütte bauen will, also von Anfang an…

  75. Dinebine

    Guten Morgen,

    Ich habe mir gerade die Seite einmal komplett durch gelesen, sehr anstrengend:-) So viel Infos und so.. Sind auch gerade dabei evtl. ein Fertighaus zu bauen. Kennt einer Vor- oder Nachteile von “Freiheit statt Miete”? Die Firma die das anbietet nennt sich “Allkauf”. Haben das von einer Ausstellung bei Hannover an der A352 nähe Flughafen.

    Über schnelle Infos wäre ich sehr dankbar:-) Aber die Seite hat mir an sich schon weitergeholfen, da man hier dran sehen kann, dass sich die ganzen Gerüchte über die “Papphütten” nicht bestätigen:-)

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