Der Widerstand formiert sich

Donnerstag, den 25. Mai 2006

Widerstand

Hemsbach ist ein kleiner Ortsteil. Als Zugezogene haben wir gute Chancen, irgendwann mal alle 158 Einwohner kennen gelernt zu haben. Einen großen Schritt in diese Richtung haben wir in den letzten Tagen getan: Durch die Beiträge (1|2) zur geplanten Transversale hier im Blog haben sich viele Hemsbacher per Kommentar und per Mail bei uns gemeldet. Das ist umso erstaunlicher, weil Hemsbach in einigen Bereichen kein, in anderen nur eingschränktes DSL zur Verfügung hat.

In der Zwischenzeit formiert sich in Hemsbach Widerstand gegen die geplante Trasse. Mehrere Ortschaftsräte und Einwohner sind auf den Ortsvorsteher zu gegangen und haben um einen Vor-Ort-Termin gebeten. Der Ortsvorsteher hat reagiert: Ein solcher Termin wird in Kürze zusammen mit den anderen Ortsteilen und der verantwortlichen Person des Straßenbauamtes koordiniert und von der Stadt Osterburken durchgeführt.

Außerdem hat unser Ortschaftsrat für die kommende Woche eine Sitzung anberaumt, in der er sich über das weitere Vorgehen abstimmen will.

Im Ortschaftsrat möchte ich jetzt auch nicht sitzen: In solchen Kriegszeiten trommelt die ganze Welt auf dieses Gremium ein, lehnt sich zurück und seufzt: „Jetzt macht mal!„. Ob die ab und zu auch mal ein Lob bekommen? Falls nein: Dies war eins. 😉

[Bildquelle: Heinz Seehagel]

Hausbau-Zeitreise

Mittwoch, den 10. Mai 2006

Ich blicke in diesem Blog gelegentlich mal über der Tellerrand und berichte über skurile Bauvorhaben.

Das alte GehöftEin wirklich aussergewöhliches und in seiner Art einzigartiges Projekt haben wir in Osterburken praktisch vor der Haustür: Das Adventon. Dabei handelt es sich um ein verlassenes Gehöft des Amorbacher Fürsten von Leiningen, auf dem Deutschlands erster Mittelalterpark errichtet wird.

Ritterspiele im AdventonBereits seit mehr als einem Jahr laufen die Vorbereitungen, zur 650-Jahr-Feier der Stadt Osterburken folgt nun die offizielle Grundsteinlegung.

Und deshalb gibt es heute auch mal einen Veranstaltungstipp für alle Häuslebauer: Wer für ein paar Stunden zu den Wurzeln des Hausbaus zurückkehren möchte und dabei ein vermutlich aussergewöhnliches Spektakel miterleben will, der sollte sich den 25.-28.05. im Kalender vormerken. Infos zu den Eventtagen gibt es hier. Am 25. werden wir uns den großen historischen „Besiedlungsumzug“ anschauen.

PS.: Mit unserem seltsamen Schlafzimmer hat das ganze nichts zu tun. Wahrscheinlich jedenfalls nicht. Hmmm… oder vielleicht doch?

PPS.: Vielleicht trifft man ja mehr oder weniger zufällig den einen oder anderen Hausbaublogger?

PPPS.: Was passiert, wenn ein mittelalterlicher Bauherr auf die Berufsgenossenschaften der Gegenwart trifft, kann man hier nachlesen.

Wie alles anfing…

Samstag, den 29. April 2006

Gestern Abend habe ich die Website aktualisiert, auf der wir seinerzeit mit Fotos dokumentiert haben, wie sich unser Baugebiet „Am Eber“ mit der Zeit verändert hat. Als hier noch alles eine grüne Wiese war, steckte die Idee dahinter: Vielleicht finden das potentielle Interessenten und treten mit uns in Kontakt. Hat aber (zumindest bis heute) niemand gefunden.

Vor Baubeginn

Heute, zweieinhalb Jahre später, kommt mir das Betrachten der älteren (unteren) Bilder ein wenig vor, als wenn man in alten Fotoalben schwelgt.

Weil die Seite der Vorläufer dieses Blogs war, hier der Link, für alle, die mal einen Blick drauf werfen möchten.

Etwas Archäologie

Freitag, den 21. April 2006

Auf der Suche nach dem Stein des WeisenGestern auf einer benachbarten Baustelle: Zwei Steinesucher suchen nach Steinen in einem Erdhügel. Für die Suchenden eine praktische Sache, denn aus den großen Steinen im Boden hier in unserer Gegend kann man prima Naturmauern bauen. Für den Bauherren auch praktisch, denn das Zeug muß er schon mal nicht mehr abtransportieren lassen.

Doch dann: Die Steinesucher beschäftigen sich auch mit kleineren Steinen, klopfen mit kleinen Hämmerchen daran herum. Sie nehmen nur kleine Steinstücke mit, die großen lassen sie liegen.

Hintergrund: Unseren neue Heimat, Osterburken, ist bekannt für seine archäologischen Besonderheiten. Hier wurden wichtige Funde gemacht, die Gegend ist „geschichtsschwanger„.

Was passiert eigentlich, wenn in der Baugrube eines Bauherren Steine einer alten römischen Maueranlage oder antike Tonscherben gefunden werden?

PS.: Ich kam mir beim Knipsen saudoof vor. Aber das Thema hat mich beschäftigt und ich dachte, das Bild würde es passend illustrieren…

Umgangssprachlich: „Ãœbertrieben loben“

Dienstag, den 28. März 2006

Osterburken… nennt man auch: Lobhudeln.

Damit es nicht darauf hinaus läuft mache ich es kurz. Ich möchte hier nämlich eigentlich nur mal ein Dankeschön für das Bürgerbüro in Osterburken absetzten. Ich habe „Das Amt“ schon in einigen Städten und Gemeinden kennen lernen müssen. In keiner Verwaltung ging es bisher jedoch so freundlich und offen zu wie auf dem „Bürgerbüro“ hier in Osterburken.

Da macht das Steuern zahlen gleich nochmal so viel Spaß.
Weiter so! 🙂

Bürgermeister würfeln

Samstag, den 17. Dezember 2005

Morgen ist in Osterburken Bürgermeisterwahl. Der derzeitige Bürgermeister hat eine neue Stelle gefunden. Da wir neu hier her gezogen sind und während der heißen Wahlkampfzeiten keine Zeit fanden, uns die Kandidaten (1&2) näher an zu schauen (wer hat schon Zeit, wenn er ein Haus baut?)und wir die Probleme der Gegend nur vom Hörensagen kennen: Keine leichte Wahl.

Eigentlich stehe ich immer auf dem Standpunkt: „Wer nicht wählt darf später auch nicht motzen„. Mit dieser Meinung stelle ich mir dieses mal selbst ein Bein: Die Kandidaten kenne ich nur aus Werbeprospekten, die Probleme nur gerüchteweise.

Die erste Wahl ist für mich hier wie würfeln. Trotzdem morgen wählen gehen…?




Dieser Blog gibt unsere persönliche Meinung wieder. Wir schreiben Einschätzungen, Meinungen und Erfahrungen rund um die Themen Hausbau, Fertighaus, Hauskauf, Massivhaus, Eigenheim, Holzhaus, usw. Wir schreiben unabhängig von der Bauindustrie und werden von der beteiligten Hausbaufirma nicht unterstützt. Kein Handwerker und/oder Lieferant beeinflusst uns willentlich und in die eine oder andere Richtung. Aus diesem Grund bleiben viele Handwerker und Firmen bei uns auch "namenlos".

Wenn Sie Fragen rund um das Thema Hausbau haben, schreiben Sie Ihre Fragen oder Anregungen am besten einfach als Kommentar unter ein passendes Thema.

Momentan schwingen hier gerade andere Häuslebauer mit Ihnen zusammen den virtuellen Hammer.

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