Holiday

Unsere Handwerker sind nun erstmal zwei Wochen in den Urlaub gegangen. Das war so abgemacht. Nach dem Urlaub soll es mit den restlichen Arbeiten weiter gehen. Es fehlt noch eine Treppe, und der Pflasterrand des rechten Parkstreifens, das Anheben des Kanaldeckels, das Rütteln/Verdichten der Steine. Außerdem muss der Aushub noch abgefahren werden.

Ich fragte aktiv, wie es denn mit einer weiteren Zahlung aussehe (ich fand, dass sich das so gehört). Hätte ich bloß nicht gefragt, denn statt eines kleinen (oder großen) Fingers wurde gleich nach der ganzen Hand gegriffen und die komplette Restzahlung verlangt. Nach den seltsamen Preisdiskussionen zuvor ist der Vertrauensvorschuss jedoch weitestgehend „Holiday“ weiterlesen

Welches Angebot ist „günstig“?

RechnungIm „Bauen aber richtig“ Weblog fand ich einen interessanten Artikel zum Thema: Wie prüfe ich Angebote?

Am Beispiel eines Aushubunternehmens wird dort sehr anschaulich erklärt, das der günstigste Dienstleister oft nicht der ist, der auch das günstigste Angebot abgegeben hat. Im Beispiel erklärt ist die Problematik „Aushub von felsigem Boden“, die ich an anderer Stelle bereits in der Kategorie „böse Überraschungen“ lesen durfte.

Wenn man mal die Qualität der Arbeit, die man als Laie in der Regel erst nach Fertigstellung der Arbeit erkennt, außen vor läßt, muß man sich (eben als Laie) jedoch etwas geknickt fragen: Welche Chance hat ein Nichtfachmann überhaupt, Angebote zu prüfen? Vermutlich wohl nur den Gang zu weiteren unabhängigen Fachleuten und Gutachtern – in der Hoffnung dass deren Rechnung letztlich nicht noch eine üblere Überraschung darstellt.

[Bildquelle: Apfelholz]

Als alles noch ein großer Haufen war

Bagger in Aktion

Wären Hasenbu.de und Generationenhaus nicht gewesen, ich hätte es wohl komplett verschlafen: Ein Jahr ist es her, dass die Bagger anrückten und mit dem Aufhub begannen. Das war der Startschuß für die Operation Hausbau. Gebloggt habe ich damals noch nicht, deshalb gibt es hier auch leider keine historischen Aufzeichnungen.

Unglaublich, wenn man sich überlegt, dass wir nun schon seit über einem halben Jahr in den eigenen 4 Wänden wohnen, vieles bereits zur Routine geworden ist und die erste größere Renovierung auch schon hinter uns liegt.

Wer anderen eine Grube gräbt…

Unser Tiefbauunternehmen hat in der Zwischenzeit die Abschlussrechnung geschickt.

Im Vorfeld unseres Hausbauvorhabens sind wir von vielen Seiten gewarnt worden: „Tiefbauunternehmen stellen die größte Gefahr für Eure Baufinanzierung dar!„. Abrechnung nach Belieben, Absprachen die nicht eingehalten werden, obskure Positionen auf der Rechnung, Abschlagszahlungen ohne Leistung, … und… und… und…

Es kam alles ganz anders: Unser Unternehmen war nicht nur in der Ausführung zuverlässig, sondern auch bei der Rechnungslegung. Nach der Abschlagszahlung ließ man sich sehr lange Zeit mit der Endabrechnung, alle mündlichen Zusatzvereinbarungen waren dort aber korrekt berücksichtigt. Der Mehraufwand hielt sich in überschaubaren Grenzen und wurde bereits während der Ausführung mit uns besprochen. Auf diese Wiese mussten wir den „Horror-Puffer“, den wir sicherheitshalber in unserer Finanzierung für die Erdarbeiten berücksichtigt hatten, bei weitem nicht ausschöpfen.

Erdaushub und Geländegestaltung

Machen Sie sich nicht verrück. Das wird schon!“ beruhigte uns der Chef (Herr Schweikert) immer wieder, nachdem er merkte, dass wir mit einigem Misstrauen an die ganze Sache ran gingen und für alles immer wieder Kostenvoranschläge haben wollten. Und er behielt recht.

Schade, dass die Firma Schweikert Tiefbau- u. Baggerbetrieb GmbH aus 74214 Schöntal keine Internetseite hat. Ich hätte sie wirklich gerne als Empfehlung verlinkt. Vielleicht tut’s ja auch eine Telefonnummer: 07943-589.

Go Bagger, Go!

BaggerKinder wollen Polizist werden. Oder Feuerwehrmann. Oder Baggerfahrer. Und Erwachsene lächeln in der Regel, wenn sie solche Berufswünsche hören.

Seit gestern lächel ich nicht mehr. Ich habe zugeschaut, als der Bagger bei uns im Schlamm echte Baustellen-Stunts hingelegt hat. Bündig an den Kanten der Baugrube entlang, mit hohem Tempo durch das Gelände. Und das bei nassem, lehmigem Boden. Unglaublich.

Gleichzeitig bewies „unser“ Baggerfahrer echtes Feingefühl und bediente sein klobiges Arbeitsgerät mit einer Präzision, die ich wirklich bewundere.

Im nächsten Leben werde ich Baggerfahrer.