„Bevor Sie reklamieren, dass wir hier rumstückeln: Wir machen die Kurve extragroß!“
Soso. Wir haben also schon das Image der Nörgler und Reklamierer weg. Dabei gibt’s doch bisher kaum was zu reklamieren. Und eigentlich waren wir in der Vergangenheit auch ganz friedlich.
Die Handwerker des Tiefbauunternehmens, welches bei uns die Abwasserrohre verlegt hat, kamen jedoch von sich aus auf uns zu, um uns zu erklären, warum ihre Leitungen in den Kurven aus derartig „Abwasser mit Kurvenlage“ weiterlesen

Kinder wollen Polizist werden. Oder Feuerwehrmann. Oder Baggerfahrer. Und Erwachsene lächeln in der Regel, wenn sie solche Berufswünsche hören.
Eigentlich haben wir es gut gemeint. Da unser Keller derzeit noch im Rohbau steht und in Richtung Himmel einige Öffnungen aufweist, wollten wir etwas gegen das eindringende Wasser tun. Ein Mann vom Fach brachte es auf den Punkt: „Wasser, das Sie jetzt abhalten müssen Sie später aus dem Keller nicht rausheizen“ 
Für uns Hausbaulaien war es ein besonderes Erlebnis, mal so einen Rüttler beim Verfestigen zu beobachten. Dabei gingen die Gedanken und guten Wünsche abwechselnd vom Keller zum Bedienungspersonal:
Bis vor ein paar Tagen hatten wir kein richtiges Gefühl dafür, ob der Baufortschritt bei uns gut und schnell verläuft, oder ob unsere Hausbaufirma eher „von der langsamen Truppe“ ist. In der Zwischenzeit sind wir jedoch sicher:
Am kommenden Dienstag ist es soweit: Das Fertighaus kommt und wird gestellt. Und so kurz vor dem Aufbau fällt uns siedend heiß ein: Da war doch was mit „Dachstuhl fertig“ und „
Damit der sickernde Schlamm nicht an der Kellerwand herunter läuft und auf Dauer die Drainage verschließt, wurde heute am Boden des Arbeitsraums ein Fließ verlegt. Diese Stoffmatten sollen wie ein Filter wirken und die Schwemmstoffe filtern. Außerdem haben wir uns dazu entschlossen, nicht einfach nur mit Erde zu verfüllen, sondern an der Kellerwand Schotter verdichten zu lassen.
Damals, am 1. Juli 1993 war die Welt noch in Ordnung. Deutschland bekam völlig neue Postleitzahlen: „Fünf ist Trümpf“ ließ Rolf damals verlauten. Rolf war das Maskottchen der Post und sollten den Menschen dem Umstieg erleichtern.
Eine Anlage „Elektro“ musste nach einer Änderung kontrolliert werden. Ein wirklich gelungenes Suchspiel unseres Hausbauers: „Such die Änderung und übersieh dabei unsere Fehler“. Geschlagene 90 Minuten haben wir uns in Papierbergen gewälzt und versucht, das Technikerdeutsch zu verstehen und auf Fehler zu kontrollieren. Es ging immerhin um weitere 1100 Euro, die sich angeblich in den beinahe 100 Einzelpositionen verstecken sollten. Dafür kann man schon mal genau hinschauen.
Warum ich darauf eingehe? Heute durfte ich mit ansehen, was es mit diesen Sicherungsmaßnahmen für 250 Euro auf sich hatte:
Bei den Bodenarbeiten wurde für das gute Teil bereits ein Streifenfundament gelegt. „Streifenfundament“ war übrigens eines dieser Worte, unter denen wir uns im Vorfeld des Baus so gut wie gar nix vorstellen konnten und von dem wir was ganz furchtbar kompliziertes erwartet haben. Dass es letztlich nur zwei Betonstreifen statt eines „richtigen Fundamentes“ sind, hat uns dann doch ein wenig desillusioniert