{"id":536,"date":"2008-01-14T06:07:56","date_gmt":"2008-01-14T05:07:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.firstbreeze.com\/TI-Privatordner\/Blogs\/Koch-Banausen\/2008\/puerco-pibil-nach-robert-rodriguez\/"},"modified":"2008-12-29T11:34:04","modified_gmt":"2008-12-29T10:34:04","slug":"puerco-pibil-nach-robert-rodriguez","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.firstbreeze.com\/TI-Privatordner\/Blogs\/Koch-Banausen\/2008\/puerco-pibil-nach-robert-rodriguez\/","title":{"rendered":"Puerco Pibil (nach Robert Rodriguez)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/www.firstbreeze.com\/TI-Privatordner\/Blogs\/Koch-Banausen\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/puerco-pibil.jpg\" alt=\"Puerco Pibil\" \/><\/p>\n<p>Robert Rodriguez ist nicht nur ein guter Regisseur, er ist auch Filmmusik-Komponist (Sin City, Spy Kids, SharkBoy And LavaGirl, &#8230;). Vielleicht war meine Passion f&#252;r Filmmusiken (Scores) der Grund daf&#252;r, warum mich der <a href=\"https:\/\/www.firstbreeze.com\/TI-Privatordner\/Blogs\/Koch-Banausen\/2007\/annatto\/#comment-2055\">Kommentar von zeta<\/a> sofort elektrisierte, als ich ihn las. Sie machte mich auf <a href=\"http:\/\/youtube.com\/watch?v=gO8EiScBEjA\" target=\"_blank\">dieses Video<\/a> von der DVD &#8222;<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/dp\/B0001FBCGA?tag=soni00-21&amp;camp=1410&amp;creative=6378&amp;linkCode=as1&amp;creativeASIN=B0001FBCGA&amp;adid=1M1HSEQ12M3X2NCBEGPG&amp;\" target=\"_blank\">Irgendwann in Mexico<\/a>&#8220; aufmerksam. Dort zeigt Rodriguez, wie er in seiner K&#252;che ein Rezept mit <a href=\"https:\/\/www.firstbreeze.com\/TI-Privatordner\/Blogs\/Koch-Banausen\/2007\/annatto\/\">Annatto-Samen<\/a> zubereitet. Angeblich ein echtes mexikanisches Kultrezept: Puerco Pibil.<\/p>\n<p>Ganz besonders der Ende des Videos macht die Sache interessant: Dort h&#228;lt das stundenlang gegarte Fleisch selbst einer beil&#228;ufigen Penetration mit einer Gabel nicht mehr Stand, so zart ist es. <!--more--><\/p>\n<p>Ich musste einfach wissen: Handelt es sich um eine Hollywood-Rezept-Inszenierung? Oder ist Puerco Pibil tats&#228;chlich ein Geschmackserlebnis ganz besonderer Art? Das ganze Abenteuer begann mit der Zutatenliste&#8230;<\/p>\n<p><strong>Zutaten<\/strong> f&#252;r 6 Portionen Puerco Pibil:<\/p>\n<ul>\n<li>2 kg Hinterkeule vom Schwein<\/li>\n<li>5 EL Annatto-Samen<\/li>\n<li>2 TL Kreuzk&#252;mmel<\/li>\n<li>1 EL schwarze Pfefferk&#246;rner<\/li>\n<li>8 Pimentbeeren<\/li>\n<li>2 TL Nelken<\/li>\n<li>2 Peperoni (scharf) oder Chili (Original: Habanero-Schoten)<\/li>\n<li>2 EL Salz<\/li>\n<li>8 Knoblauchzehen<\/li>\n<li>Frische Orangen f&#252;r 120 ml Orangensaft<\/li>\n<li>120 ml wei&#223;en Balsamicoessig<\/li>\n<li>5 Zitronen<\/li>\n<li>50 ml Tequila<\/li>\n<li>1 Ei<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Zubereitung<\/strong>:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gleich vorweg: Die Bananenbl&#228;tter haben wir weggelassen, weil sie hierzulande schwierig zu bekommen sind. Rodrigues sagt in seinem Video selbst, dass er nicht sicher sind, ob die eine Zweck verfolgen &#8211; oder ob sie einfach nur &#8222;cool&#8220; sind.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.firstbreeze.com\/TI-Privatordner\/Blogs\/Koch-Banausen\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/puerco-pibil-zubereitung.jpg\" alt=\"Puerco Pibil Zubereitung\" align=\"right\" \/>Zun&#228;chst werden die Gew&#252;rze fein gem&#246;rsert. Zum m&#246;rsern geeignet: Kreuzk&#252;mmel, Piment, Nelken und Pfeffer. Wer regelm&#228;&#223;ig das Fitnessstudio besucht kann auch den Annattosamen m&#246;rsern. Alle anderen sollten eine ausgediente Kaffeem&#252;hle nehmen. Wichtig: Sie sollte keine Kaffeereste mehr enthalten. Damit lassen sich die Annattosamen zu feinem Pulver verarbeiten &#8211; denn die Kerle sind wirklich widerspenstig.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Peperoni (oder Chilis) waschen und klein hacken. Jeder entscheidet hier selbst, wie scharf das Gericht sp&#228;ter werden soll: Mit Kerngeh&#228;use bedeutet meist, dass es sch&#228;rfer zur Sache geht. Grunds&#228;tzlich gilt: Puerco Pibil soll scharf sein, man soll nach dem Genuss jedoch noch aufrecht gehen k&#246;nnen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Orangen und die Zitronen gr&#252;ndlich auspressen. Den Knoblauch in feine St&#252;cke hacken.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Den Saft von Orangen und Zitronen zusammen mit dem Essig, dem Tequila, dem Knoblauch, den Pepperoni, dem Salz und den gem&#246;rserten Gew&#252;rzen (inkl. Annatto) in einen Mixer geben und gr&#252;ndlich durchmixen. Premiere f&#252;r den Mixeraufsatz unserer neuen <a href=\"https:\/\/www.firstbreeze.com\/TI-Privatordner\/Blogs\/Koch-Banausen\/2007\/die-neue-kuechenmaschine\/\">Kenwood-K&#252;chenmaschine<\/a> :-)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Das Fleisch zerschneiden. Die W&#252;rfel sollen etwa 5&#215;5 cm gro&#223; sein. Die W&#252;rfel in eine Sch&#252;ssel geben und die Marinade dar&#252;ber gie&#223;en. Das ganze dicht abdecken und 2 Stunden ziehen lassen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Eine Bratreine wird mit Alufolie ausgelegt. &#220;berlappende Bl&#228;tter werden durch eine Faltung fest miteinander verbunden, damit sp&#228;ter alles dicht ist. Die Fleischw&#252;rfel werden auf die Folie gelegt, danach die Sauce &#252;ber das Fleisch gegeben. Dann wird die Folie &#252;ber dem Fleisch fest verschlossen. Wer unsicher ist, ob alles dicht ist, legt lieber eine Extraschicht um das pikante Gut im Inneren. Denn das ganze soll lange garen und nicht aufgrund von &#8222;Lecks&#8220; austrocknen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Um ganz sicher zu verhindern, dass die Konstruktion undicht wird, werden die R&#228;nder mit verquirltem Ei eingerieben. Das stockt im Ofen und verschlie&#223;t die Alufolie damit weitestgehend dampfdicht.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Bratreine wird in einem mit Umluft auf 160\u00b0 vorgeheizten Ofen geschoben. Dort bleibt sie volle 4 Stunden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Nach dieser Zeit wird die Folie oben aufgeschnitten und die dampfenden Fleischst&#252;cke entnommen. Dazu wird etwas Reis und vielleicht ein paar Bohnen gereicht.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Das Puerco Pibil war bei uns tats&#228;chlich so weich und zart wie im Video. Der Geschmack &#252;berraschte: Die S&#228;ure (Zitrone) und ungewohnte Fruchtigkeit (Annatto) &#252;berw&#228;ltigen den Gaumen. Ich jedenfalls habe so ein intensiv schmeckendes eingelegtes Fleisch bisher noch nicht gegessen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Vorsicht mit der Sauce aus der Alu-H&#252;lle: Vor der Entnahme sollte man das Fleisch noch einmal kurz darin wenden, man sollte sie jedoch nur sehr vorsichtig l&#246;ffelweise auf den Teller geben, denn sie ist &#228;u&#223;erst konzentriert und intensiv.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Buen provecho!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Robert Rodriguez ist nicht nur ein guter Regisseur, er ist auch Filmmusik-Komponist (Sin City, Spy Kids, SharkBoy And LavaGirl, &#8230;). Vielleicht war meine Passion f&#252;r Filmmusiken (Scores) der Grund daf&#252;r, warum mich der Kommentar von zeta sofort elektrisierte, als ich ihn las. Sie machte mich auf dieses Video von der DVD &#8222;Irgendwann in Mexico&#8220; aufmerksam. 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