Das Glühweinrezept von letzter Woche hinterließ Spuren. Mit “Spuren” meine ich weniger Schmerzen als vielmehr Sehnsucht. Sehnsucht nach mehr…

Dieses mal stand ein weißer Gewürzwein auf unserer “Winterausschankkarte” <hicks>. Einer, der mit einer ganz besonderen Kombination aus Gewürzen beeindruckt. Dabei sollte am Ende kein weißer Glühwein heraus kommen, sondern ein ganz anderes Geschmackserlebnis. Das ist uns gelungen. Und hier steht, wie es dazu kam…: …lies die komplette Story »
Mit der kalten Jahreszeit kommt der Wunsch nach Glühwein. Und der Griff nach Christkindleszuckerbombe mit Gewürzfertigmischung für 1,99 Euro.
Mal ehrlich, Freunde: Wie geht es Euch am nächsten Morgen, wenn Ihr eine oder zwei Weinflaschen für 1,99€ getrunken habt? Genau: Schlecht. Sehr schlecht.
Und warum soll das anders sein nach dem Genuss von Glühwein für 1,99€? Oder 2,99€? Oder 3,99€?
Zu einem richtig guten Glühwein gehört ein richtig guter Wein. Das Geheimnis liegt in der Mischung der Zutaten, insbesondere der Gewürze. Nicht in der Zuckermenge.
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Es ist ziemlich genau ein Jahr her, da bekamen wir Post vom Anwalt einer Rezeptseite. Nennen wir sie mal “Mariannes Kochbuch” (Name v. d. Red. geändert). Zusammen mit einer saftigen Honorar- und Anwaltsrechnung wurden wir darauf hingewiesen, dass wir nicht zusammen mit dem Bild der Kochbuchseite zu deren Rezept für einen Christstollen verlinken dürfen. Das ganze geschah seinerzeit auf einem Hausbau-Blog (einem Blog, der demnach thematisch nicht konkurriert).
“Eigentlich müssten wir mal kochbloggen und denen zeigen, dass wir ihre Rezepte nicht brauchen und nur als Goodwill verlinkt haben” sagten wir damals im Spaß. Dass wir kurze Zeit darauf tatsächlich mit dem Kochbloggen begonnen haben, hatte nichts mit der Abmahnung zu tun.
Dass wir vor ein paar Tagen allerdings einen Christstollen gebacken haben - nun ja, wir können uns nicht ganz davon freisagen, dass “Mariannes Kochbuch” dazu den Anstoß gab.

Hier ist unser Christstollen-Rezept. Ideengeber (und deshalb gerne verlinkt) war “Fool for Food“.
Zutaten:
- 500 g Weizenmehl
- 170 g Butter
- 150 ml Milch
- 140 g Zucker
- 15 g Vanillezucker
- 40 g Hefe
- 1 Ei
- 1 Eigelb
- 200 g Mandelstifte
- 50 g Orangeat
- 50 g Zitronat
- 100 g Rosinen
- Brauner Rum
- 1 gehäuften TL Zimtpulver
- 7 Nelken
- 1 Pimentbeere
- 1/2 TL Anissamen
- Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung …lies die komplette Story »
Vor einiger Zeit haben wir einen weißen Glühwein ausprobiert. Seitdem produzieren wir beinahe jedes Wochenende Nachschub. Allerdings ROTEN. Klassischen, sozusagen. Mit Erschrecken musste ich gerade feststellen, dass wir bis heute hier gar kein Rezept für den Klassiker online haben.

Eigentlich gibt es genug Rezepte für klassischen Glühwein im Internet. Was mich stört ist, dass dort meistens fertige Glühwein-Gewürzmischungen verwendet werden. Das ist in meinen Augen unnötig, denn in einen richtig guten Glühwein gehören nur wenig Gewürze und die sind ruck zuck herrlich frisch duftend gemörsert. Und so geht’s:
Zutaten für ca. 4 Liter Glühwein
- 5x 0,7 l Wein (nur guter Wein ergibt guten Glühwein)
- Saft von 5 Orangen
- 15 cl brauner Rum
- 3 Päckchen Vanillinzucker (alternativ: 10g mehr Zucker und das Mark einer halben Vanilleschote)
- 5 TL Zimtpulver
- 10 Nelken
- 2 Sternanis
- 2 Pimentbeeren
- 50 g brauner Zucker
Zubereitung
Ein sehr großer Topf wird benötigt. Der Wein wird in den Topf gefüllt und behutsam erhitzt. Wichtig: Wenn der Wein aus versehen kocht, ist der Glühwein “hin”. Weinflaschen mit Schraubverschluss sind besondern praktisch, denn darin lässt sich der fertige Glühwein später prima abfüllen. Leider sind Schraubverschlussweine eher selten gute Weine.
Die Orangen auspressen. Etwas Fruchtfleisch darf dabei in den Saft gelangen. Die Nelken, die Pimentbeeren und die getrocknete Sternanisblüte in einem Mörser gründlich mahlen. Den gemahlenen Zimt hinzu gehen und mit den übrigen Gewürzen mischen.
Den Rum und den frisch gepressten Orangensaft in den Topf geben. Anschließend das fertig gemörserte Glühweingewürz hinzu geben. Danach den Vanillinzucker untermischen. Den übrigen Zucker hinzu geben (die Menge ist eher gering bemessen. Wer es zuckrig süß mag, sollte die Menge nach Geschmack erhöhen!). Gründlich umrühren und auf geringer Flamme ca. 30 Minuten auf Temperatur halten.
Danach von der Flamme nehmen und über Nacht durchziehen lassen. Am nächsten Morgen in die leeren, ausgewaschenen Weinflaschen füllen.