Mit der kalten Jahreszeit kommt der Wunsch nach Glühwein. Und der Griff nach Christkindleszuckerbombe mit Gewürzfertigmischung für 1,99 Euro.
Mal ehrlich, Freunde: Wie geht es Euch am nächsten Morgen, wenn Ihr eine oder zwei Weinflaschen für 1,99€ getrunken habt? Genau: Schlecht. Sehr schlecht.
Und warum soll das anders sein nach dem Genuss von Glühwein für 1,99€? Oder 2,99€? Oder 3,99€?
Zu einem richtig guten Glühwein gehört ein richtig guter Wein. Das Geheimnis liegt in der Mischung der Zutaten, insbesondere der Gewürze. Nicht in der Zuckermenge.
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Ein glücklicher Zufall:
- Eine Tüte Mandeln drohte das Mindesthaltbarkeitsdatum zu überschreiten.
- Es war Samstag Abend.
Beide Umstände ließen sich prima zu einem Knabber-Experiment verbinden: Geröstete Mandeln mit einer ausgefallenen Gewürzmischung.
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Wie intensiv Vanille riechen kann, weiß ich seit ein herrlich duftendes Vanilleschotenpaket von www.madavanilla.de mit Bourbonvanille-Zucker und Vanilleschoten hier eingetroffen ist. Den Tipp habe ich bei Chili und Ciabatta gefunden - vielen Dank dafür. Bei einem Preis von 4,- Euro für rund 13 Schoten!! musste ich natürlich direkt bestellen.
Allerdings bin ich bei dem Preisunterschied ziemlich ins Grübeln gekommen. Ist es wirklich der Zwischenhandel und das Glasröhrchen das die Schoten hier so teuer machen? Oder müsste ich eigentlich ein schlechtes Gewissen haben bei Madavanilla zu bestellen, da der günstige Preis zu Lasten der Arbeiter vor Ort geht?
Mit der Tonne ist die Keksdose gemeint. Und die ist nun beinahe voll: Die unten angegebene Teigmenge reicht nämlich für 130-150 Kipferl.
Animiert wurde ich durch einen Kurzurlaub in Wien: Dort landeten wir wie viele andere Touristen auch im weihnachtlichen Shop des Traditionscafes Demel. Und weil die Vanille-Kipferl aus Österreich kommen, sie in der Verpackung klasse aussahen und überall auf “Meisterliche Handarbeit” hingewiesen wurde, investierten wir 11 Euro und leisteten uns ca. 3 Dutzend des Kult-Gebäcks.
Das Ergebnis war gruselig: Es knirschte beim Biss in die Mandelhörnchen und
der Zucker bröselte einem aus den Dinger nur so entgegen. Die waren so süß, dass wir nach den ersten 4 Probekipferl den Rest angewidert weggeworfen haben.
Zeit, selber Vanille-Kipfel zu machen:

Denn kaum ein Wintergebäck ist so einfach wie dieses. Es mag Einbildung oder Euphorie sein: Mit dem Grundrezept von Nysa und einer intensiven Behandlung durch unsere neue Küchenmaschine wurde der Teil derartig locker und mürbe, sowas habe ich vorher noch nicht erlebt. Kauen unnötig - diese Kipferl lassen sich mit der Zunge zerdrücken. Wir haben übrigens statt Vanillezucker das Mark echter Vanilleschoten verwendet:
Zutaten für 130-150 Stück …lies die komplette Story »
Wenn man Rezepte ausprobiert, ist man, wenn es gut ausgeht, immer geneigt, das Beiwerk “Das beste XYZ-Rezept der Welt” zum Rezept zu schreiben. Ich gebe mir Mühe und schreibe das nicht zu diesem heißen Apfelwein - obwohl er das Prädikat meiner Meinung nach verdient hätte.
Richtige Apfelweinfans werden mir vermutlich “Panscherei” vorwerfen. Doch damit kann ich leben. Und nach zwei Bechern von diesem köstlichen Apfelglühwein kann ich vermutlich sogar darüber lächeln…
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Bei Jutta las ich neulich von einem gefährlichen Quitten-Virus, welches nicht nur bei ihr sondern auch hier und hier grassiert. Ich muss dem Monitor beim Lesen zu nah gekommen sein, denn neulich auf dem Markt haben wir beinahe reflexartig Quitten eingekauft. Und das, wo Quitten für mich Neuland sind: ich habe bis heute keine Quitte gegessen.

Als erste Aufgabe haben wir uns etwas einfaches für den Umgang mit Quitten vorgenommen: Ein leckeres Mus, gekocht in einem lieblichen Cidre. Hier ist das Rezept:
Zutaten für einen ordentlichen Mus-Vorrat
- 6 Quitten (1,8 kg), in unserem Fall “Birnenquitten”
- 500 ml Cidre (wir haben den lieblichen und wenig alkoholhaltigen “doux” gewählt)
- 40 g brauner Zucker
- 1 Zimtstange
- 1/2 Vanilleschote
Zubereitung
Die Birnnenquitten werden gewaschen und anschließlich gründlich abgerieben. Die Schale ist nicht nur für’s Gelieren (hoher Pektingehalt) wichtig, sie enthält auch Geschmacksstoffe, die das typische Aroma der Quitte ausmachen, deshalb wird die Quitte nicht geschält. Die Kerngehäuse und die Blütenansätze werden entfernt, anschließend wird sie in kleine Stücke geschnitten.

Die Quittenstücke werden zusammen mit dem Cidre und der Zimtstange in einem Topf zum kochen gebracht. Nach und nach wird der Zucker hinzu gegeben. Bei geschlossenem Deckel kochen die Quitten ca. 30 Minuten weiter, bis sie weich sind.
Die halbe Vanilleschote längsseits aufschlitzen und mit einem Löffelstilende das Vanillemark herauskratzen und in den Topf geben. Das ganze noch 5 Minuten weiter köcheln lassen.
Den Topf vom Feuer nehmen und die Zimtstange entfernen. Mit einem Pürierstab werden die weichgekochten Quittenstücke zu einem Mus verarbeitet. Besonders gut schmeckt der Mus, wenn er noch etwas “Biss” hat. Deshalb sollte nicht zu lange püriert werden.
Wir haben den Quitten-Cidre-Mus mit Joghurt genossen (und fotografiert).
Vor einiger Zeit haben wir einen weißen Glühwein ausprobiert. Seitdem produzieren wir beinahe jedes Wochenende Nachschub. Allerdings ROTEN. Klassischen, sozusagen. Mit Erschrecken musste ich gerade feststellen, dass wir bis heute hier gar kein Rezept für den Klassiker online haben.

Eigentlich gibt es genug Rezepte für klassischen Glühwein im Internet. Was mich stört ist, dass dort meistens fertige Glühwein-Gewürzmischungen verwendet werden. Das ist in meinen Augen unnötig, denn in einen richtig guten Glühwein gehören nur wenig Gewürze und die sind ruck zuck herrlich frisch duftend gemörsert. Und so geht’s:
Zutaten für ca. 4 Liter Glühwein
- 5x 0,7 l Wein (nur guter Wein ergibt guten Glühwein)
- Saft von 5 Orangen
- 15 cl brauner Rum
- 3 Päckchen Vanillinzucker (alternativ: 10g mehr Zucker und das Mark einer halben Vanilleschote)
- 5 TL Zimtpulver
- 10 Nelken
- 2 Sternanis
- 2 Pimentbeeren
- 50 g brauner Zucker
Zubereitung
Ein sehr großer Topf wird benötigt. Der Wein wird in den Topf gefüllt und behutsam erhitzt. Wichtig: Wenn der Wein aus versehen kocht, ist der Glühwein “hin”. Weinflaschen mit Schraubverschluss sind besondern praktisch, denn darin lässt sich der fertige Glühwein später prima abfüllen. Leider sind Schraubverschlussweine eher selten gute Weine.
Die Orangen auspressen. Etwas Fruchtfleisch darf dabei in den Saft gelangen. Die Nelken, die Pimentbeeren und die getrocknete Sternanisblüte in einem Mörser gründlich mahlen. Den gemahlenen Zimt hinzu gehen und mit den übrigen Gewürzen mischen.
Den Rum und den frisch gepressten Orangensaft in den Topf geben. Anschließend das fertig gemörserte Glühweingewürz hinzu geben. Danach den Vanillinzucker untermischen. Den übrigen Zucker hinzu geben (die Menge ist eher gering bemessen. Wer es zuckrig süß mag, sollte die Menge nach Geschmack erhöhen!). Gründlich umrühren und auf geringer Flamme ca. 30 Minuten auf Temperatur halten.
Danach von der Flamme nehmen und über Nacht durchziehen lassen. Am nächsten Morgen in die leeren, ausgewaschenen Weinflaschen füllen.

Zutaten für 4 Personen
- 3 Eier
- 60 g Zucker
- 1 Vanilleschote
- 1 Zitrone (ungespritzt)
- 25 ml Wasser
- 200 g Sahne
- 2 EL Rumrosinen
- 100 g Vollmilch-Schokolade
- 3 EL Pflanzenöl, geschmacksneutral
- 2 EL Mandelblättchen
- Einige Eiswürfel (fürs Eiswasser)
Zubereitung
Die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten. Anschließend zur Seite stellen.
Die Vanilleschote vorsichtig längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Zwei Messerspitzen Zitronenschale fein abreiben. Bei zwei Eiern Eigelb und Eiweiß trennen. Die Eigelbe zusammen mit 20 Gramm Zucker, Vanille und dem Zitronenabrieb hell schaumig schlagen. Dabei ein weiteres (komplettes) Ei hinzu geben.
Den restlichen Zucker mit dem Wasser in einem kleinen Topf 1-2 Minute kochen lassen. Der Zucker darf nicht karamelisieren. Diese Flüssigkeit anschließend in die Eiermasse rühren und auf einem Wasserbad zu einem feinporigen, dicken Schaum aufschlagen. Der Schaum darf im Wasserbad nicht wärmer als 80 Grad werden. Der fertige Schaum wird anschließend in einem Eiswasserbad wieder abgekühlt.
Die Sahne cremig schlagen. Sie darf sich noch ganz leicht bewegen, wenn man den Behälter dreht.. Die Sahne zusammen mit den Rumrosinen unter die kalte Eiermasse ziehen.
Eine Auflaufform mit Backpapier belegen. Die Masse einfüllen und verteilen. Die perfekte Dicke der Masse am Boden ist etwa ein Zentimeter. Das ganze im Tiefkühlfach etwa 2 Stunden frieren lassen.
Kurz vor dem Servieren:
Die Vollmilchschokolade zerkleinern und auf einem Wasserbad schmelzen. Dann das Öl hineinrühren.
Das fertig gefrorene Eis aus dem Tiefkühler nehmen und die Oberfläche mit einem Pinsel dünn mit der Schokolade bestreichen. Nochmal (nur 1-2 Minuten) nachfrieren lassen.
Das Eis wird von Hand in kleine Stücke gerissen (die “Eisschollen”) und auf einem Teller angerichtet. Die gerösteten Mandelscheiben über das Eis streuen.