Das Glühweinrezept von letzter Woche hinterließ Spuren. Mit “Spuren” meine ich weniger Schmerzen als vielmehr Sehnsucht. Sehnsucht nach mehr…

Dieses mal stand ein weißer Gewürzwein auf unserer “Winterausschankkarte” <hicks>. Einer, der mit einer ganz besonderen Kombination aus Gewürzen beeindruckt. Dabei sollte am Ende kein weißer Glühwein heraus kommen, sondern ein ganz anderes Geschmackserlebnis. Das ist uns gelungen. Und hier steht, wie es dazu kam…: …lies die komplette Story »
Mit der kalten Jahreszeit kommt der Wunsch nach Glühwein. Und der Griff nach Christkindleszuckerbombe mit Gewürzfertigmischung für 1,99 Euro.
Mal ehrlich, Freunde: Wie geht es Euch am nächsten Morgen, wenn Ihr eine oder zwei Weinflaschen für 1,99€ getrunken habt? Genau: Schlecht. Sehr schlecht.
Und warum soll das anders sein nach dem Genuss von Glühwein für 1,99€? Oder 2,99€? Oder 3,99€?
Zu einem richtig guten Glühwein gehört ein richtig guter Wein. Das Geheimnis liegt in der Mischung der Zutaten, insbesondere der Gewürze. Nicht in der Zuckermenge.
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Für uns war es das erste Mal: Das Reh lag schon seit ein paar Tagen in der Tiefkühltruhe und es musste ein Rezept her. Einen echten Klassiker fanden wir bei “Fool for Food”. Wir haben ihn geringfügig verändert und sind uns sicher, dass wir genau den richtigen Einstieg in eine erfolgreiche Reh-Karriere gewählt haben.
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Robert Rodriguez ist nicht nur ein guter Regisseur, er ist auch Filmmusik-Komponist (Sin City, Spy Kids, SharkBoy And LavaGirl, …). Vielleicht war meine Passion für Filmmusiken (Scores) der Grund dafür, warum mich der Kommentar von zeta sofort elektrisierte, als ich ihn las. Sie machte mich auf dieses Video von der DVD “Irgendwann in Mexico” aufmerksam. Dort zeigt Rodriguez, wie er in seiner Küche ein Rezept mit Annatto-Samen zubereitet. Angeblich ein echtes mexikanisches Kultrezept: Puerco Pibil.
Ganz besonders der Ende des Videos macht die Sache interessant: Dort hält das stundenlang gegarte Fleisch selbst einer beiläufigen …lies die komplette Story »
Wenn man Rezepte ausprobiert, ist man, wenn es gut ausgeht, immer geneigt, das Beiwerk “Das beste XYZ-Rezept der Welt” zum Rezept zu schreiben. Ich gebe mir Mühe und schreibe das nicht zu diesem heißen Apfelwein - obwohl er das Prädikat meiner Meinung nach verdient hätte.
Richtige Apfelweinfans werden mir vermutlich “Panscherei” vorwerfen. Doch damit kann ich leben. Und nach zwei Bechern von diesem köstlichen Apfelglühwein kann ich vermutlich sogar darüber lächeln…
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Eigentlich sollte es eine ganz klassische französische Zwiebelsuppe werden: Aber Banausen wie wir müssen wohl doch immer wieder neues antesten. Diesmal mussten wir einfach ausprobieren wie ein Zwiebelsuppe mit frisch gemörserten Nelken und Fenchelsamen schmeckt. Ok, vermutlich nicht für jedermanns Geschmack, aber ich glaube ab sofort ist die Variante unser Zwiebelsuppen-Favorit. Nelke und Fenchel verleihen der Suppe einfach noch einen besonderen Geschmackskick. Falls es jemand auch ausprobieren will: Bitte nicht gleich die ganze gemörserte Nelken/Fenchel-Mischung dazugeben, sondern lieber nach und nach ;o)

Zutaten für rund 6 Portionen Zwiebelsuppe:
- 1 Kilo Zwiebeln (Tipp: Große Zwiebeln sind schneller geschnitten)
- 1 EL Mehl
- 150 g Käse (z.B. Gouda)
- 1/4 Liter Weißwein
- 4 Liter Hühner- oder Fleischbrühe
- 50 g + 10 g Butter
- 10 ganze Nelken
- 2 TL Fenchelsamen
- Salz & Pfeffer
- Halbes Weißbrot (Baguette)
Zubereitung:
Zuerst die Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Käse reiben. Baguette in Scheiben aufschneiden und dann würfeln. Fenchelsamen und Nelken in einem Mörser sehr fein mörsern.
In einem großen Topf die 50 g Butter zum schmelzen bringen. Die Zwiebeln dazugeben und so lange darin andünsten bis sie leicht gebräunt sind. Dann mit dem Mehl bestreuen, umrühren und auch leicht anbräunen lassen. Mit Weißwein ablöschen und etwas köcheln lassen. Dann die Brühe dazugeben und einen ersten Teil der Nelken-Fenchelmischung. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und ggf. noch mehr von der gemörserten Mischung dazugeben. Alles etwas 15-20 Minuten verköcheln lassen und dann nochmal abschmecken.
Parallel die Weißbrotwürfel, bzw. Croutons mit der restlichen Butter rundherum goldbraun in einer Pfanne anrösten. Backofen auf 150 Grad vorheizen. Bei der klassischen französischen Zwiebelsuppe wird ja eine Brotscheibe anstelle von Croutons genommen. Allerdings finden wir, dass sich die Suppe mit Croutons leichter essen lässt, daher die Abwandlung.
Jetzt die Zwiebelsuppe in feuerfeste Suppenschalen geben. Darauf die Croutons und dann den Käse streuen. Anschließend in den Backofen geben und sobald der Käse geschmolzen ist mit dem Warnhinweis “ist heiß” servieren ;o).
Für die klassische Zwiebelsuppe läßt man übrigens einfach nur Nelken und Fenchel weg.
Vor einiger Zeit haben wir einen weißen Glühwein ausprobiert. Seitdem produzieren wir beinahe jedes Wochenende Nachschub. Allerdings ROTEN. Klassischen, sozusagen. Mit Erschrecken musste ich gerade feststellen, dass wir bis heute hier gar kein Rezept für den Klassiker online haben.

Eigentlich gibt es genug Rezepte für klassischen Glühwein im Internet. Was mich stört ist, dass dort meistens fertige Glühwein-Gewürzmischungen verwendet werden. Das ist in meinen Augen unnötig, denn in einen richtig guten Glühwein gehören nur wenig Gewürze und die sind ruck zuck herrlich frisch duftend gemörsert. Und so geht’s:
Zutaten für ca. 4 Liter Glühwein
- 5x 0,7 l Wein (nur guter Wein ergibt guten Glühwein)
- Saft von 5 Orangen
- 15 cl brauner Rum
- 3 Päckchen Vanillinzucker (alternativ: 10g mehr Zucker und das Mark einer halben Vanilleschote)
- 5 TL Zimtpulver
- 10 Nelken
- 2 Sternanis
- 2 Pimentbeeren
- 50 g brauner Zucker
Zubereitung
Ein sehr großer Topf wird benötigt. Der Wein wird in den Topf gefüllt und behutsam erhitzt. Wichtig: Wenn der Wein aus versehen kocht, ist der Glühwein “hin”. Weinflaschen mit Schraubverschluss sind besondern praktisch, denn darin lässt sich der fertige Glühwein später prima abfüllen. Leider sind Schraubverschlussweine eher selten gute Weine.
Die Orangen auspressen. Etwas Fruchtfleisch darf dabei in den Saft gelangen. Die Nelken, die Pimentbeeren und die getrocknete Sternanisblüte in einem Mörser gründlich mahlen. Den gemahlenen Zimt hinzu gehen und mit den übrigen Gewürzen mischen.
Den Rum und den frisch gepressten Orangensaft in den Topf geben. Anschließend das fertig gemörserte Glühweingewürz hinzu geben. Danach den Vanillinzucker untermischen. Den übrigen Zucker hinzu geben (die Menge ist eher gering bemessen. Wer es zuckrig süß mag, sollte die Menge nach Geschmack erhöhen!). Gründlich umrühren und auf geringer Flamme ca. 30 Minuten auf Temperatur halten.
Danach von der Flamme nehmen und über Nacht durchziehen lassen. Am nächsten Morgen in die leeren, ausgewaschenen Weinflaschen füllen.
Mit dem Curry bin ich auf den Geschmack gekommen: Gewürzmischungen selber machen schmeckt viel besser als Gewürzpulver fertig kaufen. Deshalb war es Zeit für eine eigenes Garam Masala.

Meine Version 1.0 verzichtet bewusst auf Scharfmacher (wie z.B. Chili) und setzt auch keinen Fenchel ein. Dafür werden einige Gewürze vor dem mahlen in der Pfannen angeröstet. Zur Geschmacksverstärkung und um das Mörsern zu erleichtern.
Garam Masala ist geschmacksintensiv: Beim Würzen sollte man deshalb sorgfältig vorgehen und das gemahlene Pulver nur halbeteelöffelweise zugeben - unter regelmäßigem Abschmecken.
Zutaten für einen kleinen Vorrat (passt in kleine Gewürzgläschen):
- 15 g Kreuzkümmel
- 12 g Koriandersamen
- 10 g Kardamomsamen
- 10 g schwarzer Pfeffer
- 7 g Nelken
- 2 Lorbeerblätter
- 2 g Muskatnuss (etwa eine halbe Nuss)
- 1 Zimtstange
Zubereitung
Einige Gewürze lassen sich schwer mörsern, andere verstärken ihre Aromen durch Röstung. Diese Gewürze geben wir zunächst in einen Pfanne und rösten sie ohne Zugaben. Es sind:
- Die Zimtstange (in Teile gebrochen)
- Die Nelken
- Die Lorbeerblätter

Nach dem Rösten “hechselt” man die drei Gewürze in einer Küchenmaschinen. Danach mörsert man die Masse im Mörser möglichst fein. Sollte sich die Zimtstange nicht komplett mörsern lassen, müssen die groben Stücke heraus gesiebt werden.
Anschließend werden die restlichen Zutagten hinzu gegeben und fein gemörsert. Die Muskatnuss schneidet man vorher mit einem Messer in kleine Stücke oder Scheiben.
Das fertige Gewürzpulver sollte luftdicht verwahrt werden.
Jeder Fernsehkoch, der etwas auf sich hält, hat indische Rezepte in seinem Repertoire. Dabei handelt es sich oft um Gerichte, die so lange rumgereicht und europäisiert wurden, bis ihnen den letzte Hauch Indien abhanden kam.
Dani, eine Freundin aus San Francisco, hat eine ganze Weile in Indien gelebt. Wir haben uns deshalb entschlossen, sie nach “richtig indischen” Rezepten zu fragen. Heute haben wir versucht, ihr “Kerala Chicken Curry” nach zu kochen. Auch wir haben das eine oder andere verändert (nicht alle Zutaten waren wie im Originalrezept beschrieben zu bekommen), insgesamt schmeckte das Gericht jedoch verdammt exotisch, alles andere als europäisch. Und sündhaft lecker.

Hier ist unser Rezept für Kerala Chicken Curry:
Zutaten für 4 Personen:
- 800 g Hähnchenbrustfilet
- 1/2 frische Kokosnuss
- 250 g roter Naturreis (oder natürlich auch andere)
- 3 große oder 6 kleine Zwiebeln
- 2 EL frisch geriebenen Ingwer
- 3 EL frische geriebener Fenchel
- 3 milde oder mittelscharfe grüne Chilis (abhängig davon wie scharf man es mag)
- 3 EL fein zerkleinerte getrocknet Curryblätter (gibt’s im vielen Asia-Shops)
- 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
- Salz
- 5 EL Sonnenblumenöl
Für die Gewürzmischung:
- 1,5 TL Chilli-Pulver
- 1 EL Koriander, gemahlen
- 1 TL Nelken, gemahlen
- 1 TL Kardamom, gemahlen
- 1 TL Pfeffer, gemahlen
- 1/2 TL Kurkuma
- 2 Zimtstangen
Zubereitung:

Die Hähnchenbrustfilets waschen, mit einem Küchentuch trocken tupfen und anschließend in Stücke schneiden. Das Fruchtfleisch aus der Kokosnuss trennen und grob reiben. Die Zutaten für die Gewürzmischung zusammenrühren. Die Zwiebeln grob hacken. Den frischen Ingwer und den Fenchel fein reiben. Die Chilis waschen und entkernen, anschließend fein hacken. Die Curryblätter fein mahlen oder zerkleinern.
Die frischen Kokosraspeln im Öl anbraten bis sie braune Farbe bekommen. Dann die Gewürzmischung dazugeben und zusammen noch kurz weiter braten. Die Kokos-Gewürzmischung aus der Pfanne nehmen (Ölreste bleiben in der Pfanne) und beiseite stellen.
Im verbliebenen Öl die Chilies, den Ingwer, die getrockneten Curryblätter und die Zwiebeln anbraten. Die Zimtstangen hinzu geben. Alles zusammen einige Minuten garen.
Jetzt die Hähnchenstückchen dazugeben und untermischen. Das Fleisch und das Gemüse einige Minuten zusammen garen. Anschließend die Kokosmilch hinzu gießen und alles zusammen köcheln lassen bis die Hähnchenstücke gegart sind. Ganz zum Schluss noch mit Salz abschmecken und die Zimtstangen wieder entfernen.
Parallel dazu den Reis kochen. Zusammen anrichten und das Kerala Chicken Curry genießen.
PS.: Danke Dani, für das tolle Rezept und die Übersetzungshilfe.