Teasy’s Curry (V. 3.0) - oder auch: Curry selber machen…

Zugegeben: Diesem Curry-Pulver gingen einige Beleidigungen für den Gaumen voraus - mehrere Test’s und Kombinationen gingen schief. Letztlich fand ich die nachfolgende Version (Version 3.0)  dann aber ziemlich gelungen, pikant und schmackhaft.

Neu in Version 3 ist das Rösten der Bockshornkleesamen, die Vanille und die Prise Zimt. Die letzten beiden Zutaten waren Anregungen aus der Zusammenstellung, die Alfons Schuhbeck in seinem Curry verwendet.

Teasy's selbstgemachtes Currypulver

Zutaten für eine Pulvermenge, die für mehrere Gerichte ausreicht:

  • 3 TL Bockshornkleesamen
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 1 kleine Chilischote (getrocknet)
  • 2 TL weiße Pfefferkörner
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 3 Stück Nelken oder 7-10 Kardamomsamen
  • 1 TL Senfkörner
  • 1 TL Rosmarin
  • 1 handvoll getrocknete Curryblätter
  • 3 TL Kurkuma
  • 1 TL Paprikapulver (edelsüss)
  • 1 Prise Zimt

Zubereitung:

Curry selber machen:
Zunächst wird der Bockshornkleesamen gemörsert, denn der kann ziemlich widerstandsfähig sein. Um sein Aroma zu verstärken und ihn leichter mörsern zu können, wird der Bockshornkleesamen zuvor in einer Pfanne ohne Öl geröstet. Ist er fertig gemörsert, stellt man ihn zur Seite.

Anschließend werden die weiteren Zutaten im Mörser fein gerieben. Dabei mit den gröbsten Zutaten beginnen und nach und nach die feineren oder bereits gemahlenen Produkte hinzu geben. Beginnen sollte man mit den Curryblättern.

Aus der halben Vanilleschote wird das Vanillemark mit einem Löffel heraus gelöst. Es wird erst ganz zum Schluss zum Currypulver gegeben und gründlich untergemischt.

Das selbstgemachte Currypulver sollte in einem verschließbaren Gefäß gelagert werden, damit es sein Aroma nicht verliert.

Diese Curryvariante ist recht pikant. Wer es nicht ganz so scharf mag, kann die Chilischote weglassen oder die Senfkörner reduzieren.

Erstellt von Stefan am 05.09.2007 | (6) Kommentare - zum lesen hier klicken...
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Kerala Chicken Curry

Jeder Fernsehkoch, der etwas auf sich hält, hat indische Rezepte in seinem Repertoire. Dabei handelt es sich oft um Gerichte, die so lange rumgereicht und europäisiert wurden, bis ihnen den letzte Hauch Indien abhanden kam.

Dani, eine Freundin aus San Francisco, hat eine ganze Weile in Indien gelebt. Wir haben uns deshalb entschlossen, sie nach “richtig indischen” Rezepten zu fragen. Heute haben wir versucht, ihr “Kerala Chicken Curry” nach zu kochen. Auch wir haben das eine oder andere verändert (nicht alle Zutaten waren wie im Originalrezept beschrieben zu bekommen), insgesamt schmeckte das Gericht jedoch verdammt exotisch, alles andere als europäisch. Und sündhaft lecker.

Kerala Chicken Curry

Hier ist unser Rezept für Kerala Chicken Curry:

Zutaten für 4 Personen:

  • 800 g Hähnchenbrustfilet
  • 1/2 frische Kokosnuss
  • 250 g roter Naturreis (oder natürlich auch andere)
  • 3 große oder 6 kleine Zwiebeln
  • 2 EL frisch geriebenen Ingwer
  • 3 EL frische geriebener Fenchel
  • 3 milde oder mittelscharfe grüne Chilis (abhängig davon wie scharf man es mag)
  • 3 EL fein zerkleinerte getrocknet Curryblätter (gibt’s im vielen Asia-Shops)
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
  • Salz
  • 5 EL Sonnenblumenöl

Für die Gewürzmischung:

  • 1,5 TL Chilli-Pulver
  • 1 EL Koriander, gemahlen
  • 1 TL Nelken, gemahlen
  • 1 TL Kardamom, gemahlen
  • 1 TL Pfeffer, gemahlen
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 2 Zimtstangen

Zubereitung:

Kerala Chicken Curry Zubereitung

Die Hähnchenbrustfilets waschen, mit einem Küchentuch trocken tupfen und anschließend in Stücke schneiden. Das Fruchtfleisch aus der Kokosnuss trennen und grob reiben. Die Zutaten für die Gewürzmischung zusammenrühren. Die Zwiebeln grob hacken. Den frischen Ingwer und den Fenchel fein reiben. Die Chilis waschen und entkernen, anschließend fein hacken. Die Curryblätter fein mahlen oder zerkleinern.

Die frischen Kokosraspeln im Öl anbraten bis sie braune Farbe bekommen. Dann die Gewürzmischung dazugeben und zusammen noch kurz weiter braten. Die Kokos-Gewürzmischung aus der Pfanne nehmen (Ölreste bleiben in der Pfanne) und beiseite stellen.

Im verbliebenen Öl die Chilies, den Ingwer, die getrockneten Curryblätter und die Zwiebeln anbraten. Die Zimtstangen hinzu geben. Alles zusammen einige Minuten garen.

KokosnussJetzt die Hähnchenstückchen dazugeben und untermischen. Das Fleisch und das Gemüse einige Minuten zusammen garen. Anschließend die Kokosmilch hinzu gießen und alles zusammen köcheln lassen bis die Hähnchenstücke gegart sind. Ganz zum Schluss noch mit Salz abschmecken und die Zimtstangen wieder entfernen.

Parallel dazu den Reis kochen. Zusammen anrichten und das Kerala Chicken Curry genießen.

PS.: Danke Dani, für das tolle Rezept und die Übersetzungshilfe.

Erstellt von Stefan am 10.02.2007 | (3) Kommentare - zum lesen hier klicken...
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