Rezepte aus anderen Ländern haben einfach einen besonderen Reiz. In Finnland waren wir zwar noch nicht, aber das Rezept “Frischkäsesuppe” das wir bei Finnland on Line gefunden haben ist klasse und macht Lust auf noch mehr finnische Küche. Der feine Geschmack der Suppe ist etwas besonderes und es sollte auf keines der frischen Kräuter verzichtet werden.

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Das schöne an einem Kochblog sind unter anderem die Kommentare. Der Kommentar von Shirina zu unserem Chicken Biryani hat uns direkt das heutige Rezept beschert. Sie schrieb, das sie öfters “Butterhuhn” zubereitet. Da wir auch das noch nie gehört, geschweige den gegessen haben wurde natürlich sofort recherchiert…
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Es ist eine Sache, ein indisches Kochbuch aufzuschlagen und das Rezept eines Deutschen nachzukochen, der meint, was er aufgeschrieben hat, sei indisch.
Eine andere Sache ist es, wenn Gäste das Originalrezept einer Inderin mitbringen und man versucht, es gemeinsam nachzukochen. Besonders eindrucksvoll ist es, wenn die Gäste, die eine ganze Zeit lang in Indien gelebt haben, zum Schluss sagen: “Ja, genauso muss es schmecken. Das ist es!”
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Seit langem wollte ich mal wieder Lamm machen und das Rezept von Johann Lafer “Mit Zwiebelschaum überbackene Lammkotelett mit mediteranem Gemüse und Rosmarinkartoffeln” hörte sich irgendwie gut an. Da kein Bild dabei war, hatte ich keine Ahnung wie der Zwiebelschaum aussehen wird. Und zumindest bei uns würde ich nicht von Schaum reden - aber wie auch immer man es nennt: Es war super lecker.
Die Lammsauce, die es im Orginalrezept gab, war dagegen eher enttäuschend. Aber vielleicht auch nur, weil wir keinen selbstgemachten Lammfond zur Verfügung hatten und die Grundlage ein Fertigfond war. Da wir genügend Zwiebel-Sahne -Sauce hatten konnten wir aber prima auf die Lammsauce verzichten.
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Mit dem Curry bin ich auf den Geschmack gekommen: Gewürzmischungen selber machen schmeckt viel besser als Gewürzpulver fertig kaufen. Deshalb war es Zeit für eine eigenes Garam Masala.

Meine Version 1.0 verzichtet bewusst auf Scharfmacher (wie z.B. Chili) und setzt auch keinen Fenchel ein. Dafür werden einige Gewürze vor dem mahlen in der Pfannen angeröstet. Zur Geschmacksverstärkung und um das Mörsern zu erleichtern.
Garam Masala ist geschmacksintensiv: Beim Würzen sollte man deshalb sorgfältig vorgehen und das gemahlene Pulver nur halbeteelöffelweise zugeben - unter regelmäßigem Abschmecken.
Zutaten für einen kleinen Vorrat (passt in kleine Gewürzgläschen):
- 15 g Kreuzkümmel
- 12 g Koriandersamen
- 10 g Kardamomsamen
- 10 g schwarzer Pfeffer
- 7 g Nelken
- 2 Lorbeerblätter
- 2 g Muskatnuss (etwa eine halbe Nuss)
- 1 Zimtstange
Zubereitung
Einige Gewürze lassen sich schwer mörsern, andere verstärken ihre Aromen durch Röstung. Diese Gewürze geben wir zunächst in einen Pfanne und rösten sie ohne Zugaben. Es sind:
- Die Zimtstange (in Teile gebrochen)
- Die Nelken
- Die Lorbeerblätter

Nach dem Rösten “hechselt” man die drei Gewürze in einer Küchenmaschinen. Danach mörsert man die Masse im Mörser möglichst fein. Sollte sich die Zimtstange nicht komplett mörsern lassen, müssen die groben Stücke heraus gesiebt werden.
Anschließend werden die restlichen Zutagten hinzu gegeben und fein gemörsert. Die Muskatnuss schneidet man vorher mit einem Messer in kleine Stücke oder Scheiben.
Das fertige Gewürzpulver sollte luftdicht verwahrt werden.
Etwas zu kochen, dass man bisher weder gegessen noch jemals zuvor gesehen hat, ist immer wieder spannend. Diesmal bin ich über Chayote im Asialaden gestolpert. Allerdings hatte ich mir doch ein etwas stärkeres Geschmackserlebnis davon versprochen. Die Chayote schmeckt sehr zurückhaltend oder wie ich hinterher bei Wikipedia gelesen habe wird sie aufgrund ihres neutralen Geschmackes gerne als Beilage gereicht . Naja, jetzt kennen wir zumindest eine neue Frucht ;o).

Zutaten für 4 Personen
- 3 Chayote
- 3 TL Koriander
- Salz und Pfeffer
- Saft einer Zitrone
- Mehl
- 1 Ei
- Kokosraspel
- neutrales Pflanzenöl
- Reis (hier schwarzer Klebereis)
- 200 g Cocktailtomaten
- 4 Frühlingszwiebeln
Zubereitung
Die Chayote waschen und eventuell vorhandene Stachel entfernen. Dann in ca. 1 cm dickes Scheiben schneiden. In einer Schüssel den Koriander, den Zitronensaf, Salz und Pfeffer vermischen und die Chayote Scheiben darin etwas eine halbe Stunde marinieren. Während dessen die Lauchzwiebeln waschen und in Ringe schneiden. Die Tomaten lediglich waschen.
Für die Panade drei Teller vorbereiten. Einen mit Mehl, einen mit zerschlagenen Ei und einen mit Kokosraspeln. Nach dem marinieren die Scheiben zuerst mit beiden Seiten in das Ei legen, dann in das Mehl und anschließend in die Kokosraspeln. In einer Pfanne neutrales Pflanzenöl erhitzen und darin die Chayote Scheiben knuprig backen.
Parallel in etwas Öl die Lauchzwiebeln andünsten mit Salz und Pfeffer würzen und kurz vor dem servieren die Tomaten dazu geben und darin erwärmen.
Ausgebackene Chayote-Scheiben mit dem Lauch-Tomaten-Gemüse und dem Reis servieren.
Samstag Abend: DVD im Player, die Tüte mit Nachos offen, daneben ein Glas mit fertigem Salsa aus dem Supermarkt. Dann der Blick auf die Zutatenliste - und der dringende Wunsch, diese Chemiebombe nicht weiter essen zu wollen.
In einem Forum fand ich das Rezept für ein selbstgemachtes fruchtig-pikantes Salsa. Eines, das außer etwas Olivenöl eigentlich nichts enthält, was zum Heimkino ein schlechtes Gewissen bereiten müsste. Ich habe eine Reihe Änderungen eingebaut und kann es wirklich empfehlen:
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Jans Küchenleben ist immer mal wieder für ein Nachkochrezept gut. Dieses mal hat uns sein Garnelen Curry aus Tansania animiert, es mal selber auszuprobieren.
Wir haben einige Zutaten in den Mengen geändert, das Grundrezept ist gleich geblieben. Aus dem Stand schaffte es dieses Rezept in unsere All-Time-Top10-Liste mit dem Prädikat “extrem lecker”:
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Sweet Bounty Potatoes kommt dabei heraus, wenn man mich in den Asia-Shop schickt, um für Kerala Chicken Curry die Zutaten zu besorgen. Im Asia-Shop konnte ich nicht widerstehen und musste diesmal einfach auch noch Süßkartoffeln & Anissterne mitnehmen. Die Süßkartoffeln hatten es mir mit Ihrem “lustigen” Aussehen angetan und ich war neugierig wie sie wohl schmecken würden. Zu Hause stellte sich dann allerdings die große Frage: “Und was machen wir nun damit…?”
Da wir von gestern auch noch eine halbe Kokosnuss übrig hatten, holte ich schnell noch Mango und Trauben und wir zauberten einfach darauf los. Sollten wir öfters tun, denn das Ergebnis war ein ganz besonderes Geschmackserlebnis:

Zutaten für 4 Personen (im Menü)
- Süßkartoffeln
- 1/2 frische Kokosnuss
- 1 Mango
- 350 g Weintrauben (kernlos)
- 150 g frische Ananas oder zumindest ungezuckerte
- 300 - 400 ml Kokosmilch
- 2 TL Koriander
- 1/2 TL Piment
- 2 TL Chiliflocken
- 1 Sternanis
- 2 Zimtstangen
- Prise Salz & Pfeffer
- 2 EL Sonnnenblumenöl
- 1 EL Butterschmalz
Zubereitung

Zuerst die Süßkartoffeln garen und abkühlen lassen. Nicht zu weich kochen, denn die Kartoffeln werden noch weiter verarbeitet. Sobald sie abgekühlt sind schälen und in kleine Würfel schneiden. Dann die Kokosnuss grob raspeln, die Mango und die Ananas in kleine Würfel schneiden und die Trauben halbieren.
In einer Pfanne 2 EL Öl erhitzen und die Kokosraspeln anbraten, bis sie beginnen Farbe zu entwickeln. Dann die Mango dazu geben und mit etwas Kokosmilch (falls Kokoswasser von der frischen Kokosnuss übrig ist, kann auch das verwendet werden) verrühren. Das ganze einige Minuten garen lassen. Anschließend Ananas, Trauben, Sternanis, die beiden Zimtstangen, Koriander, Piment und Chilliflocken unterrühren und unter mehrmaliger Zugabe von Kokosmilch zusammen einkochen lassen. Falls nötig mit etwas Salz abschmecken.
Parallel dazu die Süßkartoffeln in einer Pfanne mit 1 EL Butterschmalz schön knusprig anbraten. Mit etwas Pfeffer würzen.
Zum Schluss den Anisstern und die Zimtstangen entfernen und die Kartoffeln mit der Obstsauce servieren.
Süßkartoffeln halten übrigens was der Name verspricht: Sie haben einen süßlichen Geschmack. Im ersten Moment mag das etwas ungewöhlich sein, bei uns waren sie jedoch sicher nicht zum letzten Mal auf dem Tisch. Die Obstsauce schmeckt süßcremig, mit einer ganz leicht scharfen Note. Vermutlich passt sie auch prima zu Fisch. Das testen wir dann nächstes Mal…
Jeder Fernsehkoch, der etwas auf sich hält, hat indische Rezepte in seinem Repertoire. Dabei handelt es sich oft um Gerichte, die so lange rumgereicht und europäisiert wurden, bis ihnen den letzte Hauch Indien abhanden kam.
Dani, eine Freundin aus San Francisco, hat eine ganze Weile in Indien gelebt. Wir haben uns deshalb entschlossen, sie nach “richtig indischen” Rezepten zu fragen. Heute haben wir versucht, ihr “Kerala Chicken Curry” nach zu kochen. Auch wir haben das eine oder andere verändert (nicht alle Zutaten waren wie im Originalrezept beschrieben zu bekommen), insgesamt schmeckte das Gericht jedoch verdammt exotisch, alles andere als europäisch. Und sündhaft lecker.

Hier ist unser Rezept für Kerala Chicken Curry:
Zutaten für 4 Personen:
- 800 g Hähnchenbrustfilet
- 1/2 frische Kokosnuss
- 250 g roter Naturreis (oder natürlich auch andere)
- 3 große oder 6 kleine Zwiebeln
- 2 EL frisch geriebenen Ingwer
- 3 EL frische geriebener Fenchel
- 3 milde oder mittelscharfe grüne Chilis (abhängig davon wie scharf man es mag)
- 3 EL fein zerkleinerte getrocknet Curryblätter (gibt’s im vielen Asia-Shops)
- 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
- Salz
- 5 EL Sonnenblumenöl
Für die Gewürzmischung:
- 1,5 TL Chilli-Pulver
- 1 EL Koriander, gemahlen
- 1 TL Nelken, gemahlen
- 1 TL Kardamom, gemahlen
- 1 TL Pfeffer, gemahlen
- 1/2 TL Kurkuma
- 2 Zimtstangen
Zubereitung:

Die Hähnchenbrustfilets waschen, mit einem Küchentuch trocken tupfen und anschließend in Stücke schneiden. Das Fruchtfleisch aus der Kokosnuss trennen und grob reiben. Die Zutaten für die Gewürzmischung zusammenrühren. Die Zwiebeln grob hacken. Den frischen Ingwer und den Fenchel fein reiben. Die Chilis waschen und entkernen, anschließend fein hacken. Die Curryblätter fein mahlen oder zerkleinern.
Die frischen Kokosraspeln im Öl anbraten bis sie braune Farbe bekommen. Dann die Gewürzmischung dazugeben und zusammen noch kurz weiter braten. Die Kokos-Gewürzmischung aus der Pfanne nehmen (Ölreste bleiben in der Pfanne) und beiseite stellen.
Im verbliebenen Öl die Chilies, den Ingwer, die getrockneten Curryblätter und die Zwiebeln anbraten. Die Zimtstangen hinzu geben. Alles zusammen einige Minuten garen.
Jetzt die Hähnchenstückchen dazugeben und untermischen. Das Fleisch und das Gemüse einige Minuten zusammen garen. Anschließend die Kokosmilch hinzu gießen und alles zusammen köcheln lassen bis die Hähnchenstücke gegart sind. Ganz zum Schluss noch mit Salz abschmecken und die Zimtstangen wieder entfernen.
Parallel dazu den Reis kochen. Zusammen anrichten und das Kerala Chicken Curry genießen.
PS.: Danke Dani, für das tolle Rezept und die Übersetzungshilfe.
Seit wir umgezogen sind vermisse ich nur zwei Dinge - den kleinen griechischen Laden von Jiannis (in Ditzingen-Heimerdingen) und das Chicken Korma, das wir uns ab und zu nach Hause kommen ließen. Deshalb war es heute so weit: Ich wollte wissen, ob wir ein richtig gutes Chicken Korma auch selber hin bekommen. Und ich muss sagen, ab heute fehlt mir nur noch der kleine griechische Laden ;o) …

Zutaten für 4 Personen
- 4 Hühnerbrustfilet (je nach Hunger 100-125 g)
- 250 g Reis
- 2 EL Pflanzenöl
- 1 große Zwiebel
- 3 Knoblauchzehen
- 1 TL Nelke
- 1 TL Kardamom
- 1 gehäufter EL frisch Ingwer
- 1 TL Koriander
- 1/4 TL Piment
- 1/2 TL Kreuzkümmel
- 1 TL Kurkuma
- 1 TL frische Chili
- 1 EL Tomatenmark
- 50 g ungesalzene Cashewkerne
- 70 g fein gemahlene Madeln
- 250 ml Wasser
- 200 ml Sahne
- Salz
- etwas Pfeffer
Zubereitung
Die Hähnchenbrustfilets in kleine mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebeln, die Knoblauchzehen und die Chili klein hacken. Den Ingwer sehr fein hacken. Alternativ kann er auch gerieben werden. Die Cashewkerne grob hacken.
Das Öl in eine Pfanne geben und erhitzen. Zuerst die Zwiebel, dann die Nelken und den Kardamon dazugeben und zusammen dünsten bis die Zwiebeln glasig sind. Dann das Hühnerfleisch, den Knoblauch und den Ingwer hinzu geben. Etwa 4-5 Minuten anbraten und dabei immer wieder umrühren. Jetzt die restlichen Gewürze dazugeben und gut vermischen.
Sobald die Hühnchenstücke gar sind, das Tomatenmark und die gemahlenen Mandeln dazugeben. Das Wasser zugießen und gut umrühren, anschließend die Sahne und die Cashewkerne dazugeben. Alles zusammen aufkochen lassen und bei mittlerer Flamme rund 15-20 Minuten köcheln lassen. Die Konsistenz soll zum Schluss cremig sein.
Prima passt dazu Reis. Bei uns gab es heute einfachen Kochbeutelreis. In dieser Kombination ist dieses Korma ein recht flott zubereitetes Essen - mit “super-lecker-Faktor”.