Das Glühweinrezept von letzter Woche hinterließ Spuren. Mit “Spuren” meine ich weniger Schmerzen als vielmehr Sehnsucht. Sehnsucht nach mehr…

Dieses mal stand ein weißer Gewürzwein auf unserer “Winterausschankkarte” <hicks>. Einer, der mit einer ganz besonderen Kombination aus Gewürzen beeindruckt. Dabei sollte am Ende kein weißer Glühwein heraus kommen, sondern ein ganz anderes Geschmackserlebnis. Das ist uns gelungen. Und hier steht, wie es dazu kam…: …lies die komplette Story »
Das schöne an einem Kochblog sind unter anderem die Kommentare. Der Kommentar von Shirina zu unserem Chicken Biryani hat uns direkt das heutige Rezept beschert. Sie schrieb, das sie öfters “Butterhuhn” zubereitet. Da wir auch das noch nie gehört, geschweige den gegessen haben wurde natürlich sofort recherchiert…
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Es ist eine Sache, ein indisches Kochbuch aufzuschlagen und das Rezept eines Deutschen nachzukochen, der meint, was er aufgeschrieben hat, sei indisch.
Eine andere Sache ist es, wenn Gäste das Originalrezept einer Inderin mitbringen und man versucht, es gemeinsam nachzukochen. Besonders eindrucksvoll ist es, wenn die Gäste, die eine ganze Zeit lang in Indien gelebt haben, zum Schluss sagen: “Ja, genauso muss es schmecken. Das ist es!”
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Es sollte mal wieder ein schnelles Gericht werden und Hühnchen mit Orangensauce versprach eine schnelle Zubereitung. Mit einer Rezeptgrundlage für “Huhn a l’orange” legten wir los und es ging eigentlich auch alles super flott. Allerdings waren die Hähnchenteile für meinen Geschmack nicht cross genug und um ehrlich zu sein auch noch nicht völlig durchgegart. Daher haben wir aus dem Pfannengericht kurzerhand schnell noch ein Ofengericht gezaubert. Und ich würde es wieder tun, da das gemeinsame schmoren von Reis, Sauce und Hähnchen im Backofen dem Gericht noch einen ganz besonderen Kick gab. Leider haben wir die Kochbanausenvariante vor lauter Hunger nicht mehr im Bild festgehalten ;o).
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Ein Dessert mit pikanter Note - eigentlich hatte ich das schon länger auf der Agenda. Mit dem besonderen Pfeffer, der neulich ankam, lag das nun endlich in greifbarer Nähe. Und deshalb habe ich’s getan: Ein Dessert mit wenig Süße, angenehmer Säure und einem leichten Nachbrenner - durch Sansho.
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Den Titel verdankt das Gericht diesmal den Belugalinsen, die uns vor kurzem in der Frankfurter Kleinmarkthalle angelacht haben und unbedingt mitgenommen werden wollten. Mal wieder ohne die geringste Ahnung was man damit anstellen kann. Eigentlich sind wir auch gar keine Linsenesser - abgesehen von Linsen und Spätzle, wie es sich für eine Schwäbin gehört ;o). Aber die rabenschwarzen kugeligen Linsen sahen einfach zu verführerisch aus.
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Eine Suppe mit Orangensaft, Anis und Ingwer? Ungewöhnlich, aber ein echter Tipp. Und vor allem schnell zubereitet, zumindest wenn man schnell Gemüse schneiden kann ;o). Damit also perfekt für den meist eher stressigen Weihnachtsabend.
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Nachdem wir (in der Küche) zunehmend mutiger werden, reizte uns die Sauerkrautsuppe mit Mandarinen von Genial Lecker: Leicht modifiziert kam das Rezept auf unsere ToDo-Liste. So richtig geheuer war mir die Mischung ja nicht - aber das Ergebnis hat überzeugt und war einfach “Genial Lecker”…

Zutaten für 4 Personen:
- 2 große rote Zwiebeln (sieht schöner aus wie weiße)
- 2 EL Butter
- 500 g Sauerkraut (Zubereitungszeit gilt für vorgekochtes Kraut aus der Dose)
- 2 kleine Dosen Mandarinen
- 250 ml Cidre
- 400 ml Gemüsebrühe
- 2 TL frischen Ingwer
- 300 g saure Sahne
- 2 EL Pfefferkörner
- 2 EL Chiliflocken
- Salz
- Petersilie (2 Handvoll)
Zubereitung:
Die Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Ingwer schälen und ganz fein schneiden. Pfefferkörner und Chiliflocken zusammen fein mörsern. Mandarinen abgießen. Petersilie fein hacken.
Die Butter in einem Topf schmelzen und die Zwiebelwürfel darin andünsten. Das Sauerkraut ggf. zerkleinern und mit den bereits etwas gedünsteten Zwiebeln zusammen weiterdünsten. Den feingehackten Ingwer dazugeben und mit Cidre und Gemüsebrühe ablöschen. Die Mandarinen dazugeben, alles verrühren und ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze leicht köcheln lassen. Jetzt mit Salz und der Pfeffer-Chilimischung abschmecken, die Hälfte der Petersilie dazugeben und noch etwas miteinander köcheln lassen. Zum Schluss wird die Saure Sahne untergerührt und ggf. noch etwas nachgewürzt.
In Suppentellern servieren und mit der restlichen Petersilie garnieren.
Übrigens: Den Tipp von Genial Lecker, keine frischen Mandarinen zu nehmen, sollte man unbedingt berücksichtigen. In der angegebenen Kochzeit verkochen die Dosenmandarinen perfekt.
Suppen gab es hier in letzter Zeit eher selten. Eigentlich schade, den die scharfe Kokos-Hühnersuppe schmeckte einfach klasse. Nur schade, dass wir nicht gleich die doppelte Menge zum eingefrieren gekocht haben.

Zutaten für 6 Personen
- 1 große Stange Lauch
- 3 Zwiebeln
- 2 Möhren
- 1 Stück Ingwer (15 g)
- 3 getrocknete Chilischoten
- 1 küchenfertiges Hähnchen (1200 g)
- 3 Knoblauchzehen
- 2 EL Butterschmalz
- 3 EL Curry - oder besser Teasy’s Curry
- 2 EL Mehl
- 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
- 500 g Brokkoli
- 3 EL Kokosraspeln
- 1 TL weißer Pfefferkörnern
- 1 TL Oregano
- Salz
Zubereitung
Möhren schälen und in große Stücke schneiden. Lauch putzen und den helleren Teil ebenfalls in große Stücke schneiden. 1 Zwiebel und 1 Knoblauchzehe grob hacken. 2 Chilischoten mörsern. Hähnchen waschen und in einen großen Topf geben. Mit Wasser aufgießen bis es bedeckt ist. Zwiebel, Knoblauch, gemörserte Chilischote, Möhren- und Lauchstücke dazugeben, etwas salzen und rund 1 Stunde köcheln lassen.

Während dessen die restlichen 2 Zwiebeln und die Knoblauchzehe fein hacken. 1 TL weiße Pfefferkörner mit 1 getrockneten Chilischote und Oregano mörsern. Brokkoli waschen und kleine Rösschen rausbrechen. Den Ingwer schälen und sehr fein haken.
Kokosraspeln in einer kleine Pfanne ohne Fett leicht braun anrösten und beiseite stellen.
Nachdem das Hühnchen eine Stunde lang geköchelt hat, Hühnchen aus dem Topf nehmen und etwas abkühlen lassen, anschließend das Hähnchenfleisch vom Knochen lösen und in kleine Stückchen schneiden. Die entstandene Hühnerbrühe durch ein Sieb geben und von der jetzt klaren Brühe mindestens 1,5 Liter beiseite stellen. (Sollte es mehr ergeben haben, nicht weggießen sondern gleich für die nächste Suppe aufheben oder einfrieren.)
Jetzt die Zwiebeln und den Knoblauch mit dem Butterschmalz andünsten. Ingwer und Curry darüber streuen und anschließend das Mehl. Mit rund einem halben Liter der Hühnerbrühe ablöschen und gut verrühren. Kokosmilch dazugeben und die verbliebene Brühe (1 Liter) dazugeben. Etwas einköcheln lassen. Dann die Gewürzmischung aus Pfeffer, Chili und Oregano dazugeben, verrühren, nochmal etwas einköcheln lassen und ggf. mit Salz abschmecken. Jetzt die kleinen Brokkoliröschen dazugeben und so lange köcheln bis diese bißfest gegart sind. Kurz vor Ende der Kochzeit, die kleinen Hühncherfleisch Stücke dazugeben und so wieder kurz erwärmen.
In einen Suppenteller geben und mit den Kokosraspeln bestreuen und genießen.
Am Anfang stand Hunger, Reste von dunklem Klebereis, Hähnchenfilets und ein Kühlschrank voller Pflaumen, deren Überlebenschancen von Tag zu Tag geringer wurden.
Das Ergebnis waren zwei sehr dunkle Zutaten neben dem Huhn, die dem Gericht diesen merkwürdigen Namen gaben. Sachlicher wäre “Hähnchenfilet mit Ingwer-Pflaumen auf Klebereis” gewesen. Aber das war uns zu lang und zu langweilig für diese außergewöhnliche Kombination:

Zutaten für 4 Personen
- 4 Putenbrustfilets
- 500g kernlose Pflaumen
- 100g Weintrauben
- 2 Zwiebeln
- 4 Pepperoni
- 2 Knoblauchzehen
- 10g frischer Ingwer (ca. 1/2 Wurzelstück)
- 3 EL Zucker
- 100 ml Rotwein
- 300g dunkler Klebereis
Zubereitung
Die Pflaumen halbieren und entkernen. Die Trauben ebenfalls halbieren. Die Zwiebeln, die Pepperonischoten und den Knoblauch fein schneiden. Den Ingwer sehr fein hacken.
In einer Pfanne den Zucker karamelisieren und anschließend mit dem Rotwein ablöschen. Dann die Zwiebeln, die Peperoni, den Knoblauch und den Ingwer hinzu geben und das ganze 5 Minuten dünsten.

Die Pflaumenhäften hinzu fügen und die Pfanne einige Minuten abdecken. Auf mittlerer Hitze weiter garen.
Parallel die Hähnchenfilets in einer anderen Pfanne braten und den Reis in kochendes Wasser geben.
Die Pflaumen sind fertig, wenn sie sehr weich geworden sind und die Haut kurz davor ist, sich abzulösen. Die Pflaumenpfanne dann vom Feuer nehmen und die Traubenhälften noch unterheben. Sie werden nicht gekocht, nur in der Masse erwärmt.
Die Pflaumen und den Reis mit den Filets servieren.

Zutaten für 4 Personen
- 250 g Linsen
- 2 EL Pflanzenöl
- 1 TL Kreuzkümmel
- 1 Knolle Ingwer ca. 3 cm
- 3 Knoblauchzehen
- 3 Chilischoten
- 1 große Zwiebel
- 4 EL Tomatenmark
- 1 TL Kurkuma
- 1 TL Piment
- Salz
- 3 Äpfel
- 2 EL Butter
- 1 EL brauner Zucker
Zubereitung

Die Äpfel waschen und mit Schale in Apfelspalten schneiden.
Wasser in einem Topf zu kochen bringen. Die Linsen in das kochende Wasser geben und bei mittlerer Hitze ca. 30 Minuten weich kochen.
Parallel die Zwiebeln in Streifen schneiden. In einer Pfanne das Öl erhitzen und die Zwiebeln zusammen mit dem Kreuzkümmel darin knusprig anbraten.
Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Den Ingwer schälen und ebenfalls sehr fein hacken. Die Chilis entkernen und klein schneiden (1 Chili wegstellen, da sie für das anbraten der Äpfel benötigt wird). Knoblauch, Ingwer und Chili mit 1 EL Kurkuma in die Pfanne mit den Zwiebeln geben und gut verrühren.
Die weichgekochten Linsen kräftig salzen und unter die die Zwiebel-Gewürzmischung geben, zusammen mit den restlichen 3 EL Tomatenmark. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Apfelspalten in Butter zusammen mit der verbleibenden gehackten Chilischote kräftig anbraten und nicht zu weich werden lassen. Den braunen Zucker dazugeben und karamellisieren. Sobald die Apfelspalten karamellisiert, werden sie unter die Linsenmischung geben und servieren.
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