Es ist eine Sache, ein indisches Kochbuch aufzuschlagen und das Rezept eines Deutschen nachzukochen, der meint, was er aufgeschrieben hat, sei indisch.
Eine andere Sache ist es, wenn Gäste das Originalrezept einer Inderin mitbringen und man versucht, es gemeinsam nachzukochen. Besonders eindrucksvoll ist es, wenn die Gäste, die eine ganze Zeit lang in Indien gelebt haben, zum Schluss sagen: “Ja, genauso muss es schmecken. Das ist es!”
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Da schnappt mein Kochbanause im Radio einfach so beiläufig eine Bemerkung zu Hähnchen in Erdnuss-Sauce auf und was stand auf der Wunschliste fürs Wochenende - eben selbiges. Wenn es dann auch noch so lecker schmeckt, warum nicht - erspart das grübeln und Rezeptestöbern ;-).
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Bei stöbern nach neuen Rezeptideen sind wir bei einem Blog über Indien hängen geblieben. Das Rezept Malai Murg Tikka hört sich nicht nur exotisch an sondern “lass sich auch lecker”… Wir konnten es natürlich nicht lassen und haben es ein wenig modifiziert und um schmackhafte Frühlingszwiebeln ergänzt - damit ist es vermutlich nicht mehr sehr indischen - aber lecker ;o).
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Es sollte mal wieder ein schnelles Gericht werden und Hühnchen mit Orangensauce versprach eine schnelle Zubereitung. Mit einer Rezeptgrundlage für “Huhn a l’orange” legten wir los und es ging eigentlich auch alles super flott. Allerdings waren die Hähnchenteile für meinen Geschmack nicht cross genug und um ehrlich zu sein auch noch nicht völlig durchgegart. Daher haben wir aus dem Pfannengericht kurzerhand schnell noch ein Ofengericht gezaubert. Und ich würde es wieder tun, da das gemeinsame schmoren von Reis, Sauce und Hähnchen im Backofen dem Gericht noch einen ganz besonderen Kick gab. Leider haben wir die Kochbanausenvariante vor lauter Hunger nicht mehr im Bild festgehalten ;o).
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Suppen gab es hier in letzter Zeit eher selten. Eigentlich schade, den die scharfe Kokos-Hühnersuppe schmeckte einfach klasse. Nur schade, dass wir nicht gleich die doppelte Menge zum eingefrieren gekocht haben.

Zutaten für 6 Personen
- 1 große Stange Lauch
- 3 Zwiebeln
- 2 Möhren
- 1 Stück Ingwer (15 g)
- 3 getrocknete Chilischoten
- 1 küchenfertiges Hähnchen (1200 g)
- 3 Knoblauchzehen
- 2 EL Butterschmalz
- 3 EL Curry - oder besser Teasy’s Curry
- 2 EL Mehl
- 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
- 500 g Brokkoli
- 3 EL Kokosraspeln
- 1 TL weißer Pfefferkörnern
- 1 TL Oregano
- Salz
Zubereitung
Möhren schälen und in große Stücke schneiden. Lauch putzen und den helleren Teil ebenfalls in große Stücke schneiden. 1 Zwiebel und 1 Knoblauchzehe grob hacken. 2 Chilischoten mörsern. Hähnchen waschen und in einen großen Topf geben. Mit Wasser aufgießen bis es bedeckt ist. Zwiebel, Knoblauch, gemörserte Chilischote, Möhren- und Lauchstücke dazugeben, etwas salzen und rund 1 Stunde köcheln lassen.

Während dessen die restlichen 2 Zwiebeln und die Knoblauchzehe fein hacken. 1 TL weiße Pfefferkörner mit 1 getrockneten Chilischote und Oregano mörsern. Brokkoli waschen und kleine Rösschen rausbrechen. Den Ingwer schälen und sehr fein haken.
Kokosraspeln in einer kleine Pfanne ohne Fett leicht braun anrösten und beiseite stellen.
Nachdem das Hühnchen eine Stunde lang geköchelt hat, Hühnchen aus dem Topf nehmen und etwas abkühlen lassen, anschließend das Hähnchenfleisch vom Knochen lösen und in kleine Stückchen schneiden. Die entstandene Hühnerbrühe durch ein Sieb geben und von der jetzt klaren Brühe mindestens 1,5 Liter beiseite stellen. (Sollte es mehr ergeben haben, nicht weggießen sondern gleich für die nächste Suppe aufheben oder einfrieren.)
Jetzt die Zwiebeln und den Knoblauch mit dem Butterschmalz andünsten. Ingwer und Curry darüber streuen und anschließend das Mehl. Mit rund einem halben Liter der Hühnerbrühe ablöschen und gut verrühren. Kokosmilch dazugeben und die verbliebene Brühe (1 Liter) dazugeben. Etwas einköcheln lassen. Dann die Gewürzmischung aus Pfeffer, Chili und Oregano dazugeben, verrühren, nochmal etwas einköcheln lassen und ggf. mit Salz abschmecken. Jetzt die kleinen Brokkoliröschen dazugeben und so lange köcheln bis diese bißfest gegart sind. Kurz vor Ende der Kochzeit, die kleinen Hühncherfleisch Stücke dazugeben und so wieder kurz erwärmen.
In einen Suppenteller geben und mit den Kokosraspeln bestreuen und genießen.
Von einer Freundin habe ich neulich ein Rezept für “Pollo al Limone” bekommen. Allerdings gehören zum Originalrezept “Eingelegte Zitronen”. Das Rezept dafür habe ich von ihr auch bekommen, aber irgendwie fehlte mir dazu die Muse und Geduld, da die Zitronen drei Wochen durchziehen sollten. Vermutlich hat mein abgewandeltes Rezept dadurch ganz anders geschmeckt - aber für Liebhaber des zitronigen Geschmackes war es auch ohne die eingelegten Zitronen lecker :o).

Zutaten für 3 Personen:
- 6 Hähnchenschenkel
- 1 große Gemüsezwiebel
- 6 Tomaten
- 3 Möhren
- 6 Kartoffeln
- 2 Knoblauchzehen
- 2 Zitronen
- 2 Limonen
- 2 Zitronengrashalme
- 10 grüne Oliven (natur)
- 1 TL Kurkuma
- 1 TL frischer Ingwer
- 150 ml Weisswein
- 200 ml Wasser
- 1 TL brauner Zucker
- Salz und Pfeffer
Zutaten für die Gewürzmischung:
- 1,5 TL Zimt
- 1 TL Muskatnuss
- 1 TL Koriander
- 1 TL Ingwer
- 1 TL Kreuzkümmel
- 1/2 TL Salz
- 1 TL Pfeffer
Zubereitung:
Die beiden Zitronen auspressen, Kukuma dazugeben und verrühren. Mit der Mischung die Hähnchenschenkel einreiben und rund 3-4 Stunden ziehen lassen.
Für die Gewürzmischung die Gewürze einfach zusammenmischen.
Die Kartoffeln schälen und würfeln. Die Tomaten und Möhren ebenfalls würfeln. Oliven in Scheiben schneiden. Knoblauchzehen schälen. Limonen auspressen und den Saft mit der Gewürzmischung verrühren.
Die Gemüsezwiebel in Scheiben schneiden und in einem großen Topf, bzw. Bräter mit etwas Wasser dünsten bis das Wasser fast verdampft ist. Dann den Zucker darüber streuen und die Zwiebeln leicht anbräunen und anschließend rausnehmen. Im selben Topf die Hähnchenschenkel ohne Fett anbraten, ohne das die Haut Farbe annimmt. Den Ingwer, den Weisswein, das Wasser, den Limonensaft mit den Gewürzen dazugeben und rund 15 Minuten schmoren lassen. Dann die Kartoffeln, die Möhren, die Knoblauchzehen, die angebratenen Zwiebeln, die Oliven und die Tomaten dazugeben und alles zusammen weiter schmoren lassen bis die Kartoffeln und Möhren gar sind.
Ich habe vermutlich den Fehler gemacht den Bräter in den Backofen zu stellen. Es hat seeehr lange gedauert bis die Kartoffeln und die Möhren gar waren. Aber bekanntlich ist die Vorfreude die schönste Freude ;o).
Inspiriert durch den Kochblog Kitchen Stories gab es in Anlehnung an das dort vorgestellte Zitronenbrathuhn seit längerem bei uns mal wieder Hähnchen aus dem Backofen.

Zutaten für 2 Personen:
- 1 frisches Hähnchen
- 200 g Cocktailtomaten
- 500 g Kartoffeln
- 1 Knoblauchknolle
- 4 frische Salbeiblätter
- 2 Zweige Rosmarin
- 5 cl Olivenöl
- 1 TL weiße Pfefferkörner
- 2 TL Bärlauch
- 1/2 TL Kardamomsamen
- 2 TL Rosa Beeren
- 1 getocknete Chilischote
Zubereitung ein paar Stunden vorher:
Pfefferkörner, Bärlauch, Kardamomsamen, Rosa Beeren und die Chilischote in einem Mörser zerreiben. Mit dem Olivenöl mischen und das Hähnchen ringsum damit einreiben und die Marinade ein paar Stunden einziehen lassen.
Zubereitung Hähnchen und Kartoffeln:Â
Salbei klein hacken. Rosmarinzweige lediglich waschen und trocknen. Die Kartoffeln viertel und von der Knoblauchknolle alle Zehen schälen.
Mit dem Salbei das Hähnchen innen einreiben und die Rosmarinzweig ins Hähncheninnere legen. Hähnchen in einen Bräter legen und in dem auf 190° Grad vorgeheizten Backofen (Umluft) geben.
Parallel Wasser zum kochen bringen, die Knoblauchzehen hineingeben und die Kartoffeln ca. 10-15 Minuten vorkochen. Sie dürfen nicht zu weich werden. Wasser abgießen. Nach ca. 30-35 Minuten Bratzeit das Hähnchen aus dem Bräter nehmen. Evtl. vorher schonmal mit dem ausgetretenen Fett übergießen. Die Kartoffeln und die Knoblauchzehen in den Bräter geben und im Fett schwenken. Das Hähnchen wieder dazugeben und noch mal ca. 10 Minuten gemeinsam garen. Zum Schluß noch die Cocktailtomaten in den Bräter gebe und weiter 5-10 Minten garen. Das Essen ist fertig sobald die Kartoffeln gar, die Tomaten warm und das Hähnchen knusprig braun gebraten ist.
Das Rotweinhühnchen haben wir ohne den sonst üblichen Speck zubereitet. Die oft verwendete Brühe oder den Geflügelfond haben wir durch Wasser ersetzt. Dafür haben wir das Geflügel einen Tag lang in Rotwein eingelegt. Wir haben den (wenigen) Zutaten die Arbeit überlassen, Geschmack rund um das Gericht zu erzeugen. Und ich muss sagen: Es hat hervorragend geklappt. Ich will nie wieder Brühe oder Speck in diesem Gericht. Es schmeckt ohne viel besser.

Zutaten für 4 Personen
- 1 Hähnchen (frisch oder gefroren), ca. 1000 gr
- 25 Frühlingszwiebeln (frisch)
- 25 Champignons (frisch)
- 50 ml Weinbrand (Congnac)
- 500 ml Rotwein (trocken)
- 400 ml Wasser
- 2 Zimtstangen
- Sonnenblumenöl
- Als Beilage: Speisekartoffeln, fest kochend
Für die “Bouquet Garni”
- 1 Lauchstange
- 4 Lorbeerblätter
- Thymian (frisch)
- Petersilie (frisch)
Zubereitung
Am Tag davor:
Das Hähnchen in Teile auslösen und tranchieren. Die kompletten Teile (mit Knochen) in eine Schüssel geben und mit Rotwein übergießen (Tipp: Auch wenn der Rotwein nicht getrunken wird, sollte man ihn auf Kork testen). Die beiden Zimtstangen dazu geben. Das ganze über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
Zubereitungstag:
Die Frühlingszwiebeln schälen. Die Champignons putzen (nicht waschen). Die Karotten in Scheiben schneiden. Zwei 10 cm lange Lauchstücke einschneiden und mit den Zutaten für das “Bouquet Garni” spicken. Anschließend mit Kochfaden fest verschnüren. Den Ofen auf 180 Grad heizen.
In einem Bräter das Sonnenblumenöl (Boden bedeckt) erhitzen. Die eingelegten Hähnchenteile und die Butter hinzu geben. Im schäumenden Fett die Geflügelteile wenige Minuten scharf anbraten.
Die Frühlingszwiebeln, Champignons, Karotten und das Mehl hinzu geben, alles gut verrühren und zusammen 5 Minuten dünsten.

Den Cognac und den Wein zugießen und stark erhitzen. Den ausdünstenden Alkohol flambieren. Anschließend das Wasser hinzu gießen und die “Bouquet Garni” einlegen. Danach salzen und pfeffern. Den Bräter nun in den Ofen stellen.
Das ganze bleibt ca. 60 Minuten im Rohr. Alle 15-20 Minuten sollte mit dem Sud aus dem Bräter übergossen werden. Besonders zum Schluss ggf. häufiger einen Blick drauf werden.
Parallel die Kartoffeln gar kochen. Den Bräter aus dem Ofen nehmen und die Geflügelteile zusammen mit dem Gemüse und den Kartoffeln servieren. Der Saft aus dem Bräter kann (bei Bedarf) zu einer Soße abgebunden werden.
Jeder Fernsehkoch, der etwas auf sich hält, hat indische Rezepte in seinem Repertoire. Dabei handelt es sich oft um Gerichte, die so lange rumgereicht und europäisiert wurden, bis ihnen den letzte Hauch Indien abhanden kam.
Dani, eine Freundin aus San Francisco, hat eine ganze Weile in Indien gelebt. Wir haben uns deshalb entschlossen, sie nach “richtig indischen” Rezepten zu fragen. Heute haben wir versucht, ihr “Kerala Chicken Curry” nach zu kochen. Auch wir haben das eine oder andere verändert (nicht alle Zutaten waren wie im Originalrezept beschrieben zu bekommen), insgesamt schmeckte das Gericht jedoch verdammt exotisch, alles andere als europäisch. Und sündhaft lecker.

Hier ist unser Rezept für Kerala Chicken Curry:
Zutaten für 4 Personen:
- 800 g Hähnchenbrustfilet
- 1/2 frische Kokosnuss
- 250 g roter Naturreis (oder natürlich auch andere)
- 3 große oder 6 kleine Zwiebeln
- 2 EL frisch geriebenen Ingwer
- 3 EL frische geriebener Fenchel
- 3 milde oder mittelscharfe grüne Chilis (abhängig davon wie scharf man es mag)
- 3 EL fein zerkleinerte getrocknet Curryblätter (gibt’s im vielen Asia-Shops)
- 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
- Salz
- 5 EL Sonnenblumenöl
Für die Gewürzmischung:
- 1,5 TL Chilli-Pulver
- 1 EL Koriander, gemahlen
- 1 TL Nelken, gemahlen
- 1 TL Kardamom, gemahlen
- 1 TL Pfeffer, gemahlen
- 1/2 TL Kurkuma
- 2 Zimtstangen
Zubereitung:

Die Hähnchenbrustfilets waschen, mit einem Küchentuch trocken tupfen und anschließend in Stücke schneiden. Das Fruchtfleisch aus der Kokosnuss trennen und grob reiben. Die Zutaten für die Gewürzmischung zusammenrühren. Die Zwiebeln grob hacken. Den frischen Ingwer und den Fenchel fein reiben. Die Chilis waschen und entkernen, anschließend fein hacken. Die Curryblätter fein mahlen oder zerkleinern.
Die frischen Kokosraspeln im Öl anbraten bis sie braune Farbe bekommen. Dann die Gewürzmischung dazugeben und zusammen noch kurz weiter braten. Die Kokos-Gewürzmischung aus der Pfanne nehmen (Ölreste bleiben in der Pfanne) und beiseite stellen.
Im verbliebenen Öl die Chilies, den Ingwer, die getrockneten Curryblätter und die Zwiebeln anbraten. Die Zimtstangen hinzu geben. Alles zusammen einige Minuten garen.
Jetzt die Hähnchenstückchen dazugeben und untermischen. Das Fleisch und das Gemüse einige Minuten zusammen garen. Anschließend die Kokosmilch hinzu gießen und alles zusammen köcheln lassen bis die Hähnchenstücke gegart sind. Ganz zum Schluss noch mit Salz abschmecken und die Zimtstangen wieder entfernen.
Parallel dazu den Reis kochen. Zusammen anrichten und das Kerala Chicken Curry genießen.
PS.: Danke Dani, für das tolle Rezept und die Übersetzungshilfe.

Zutaten - Kokos-Hähnchen für 4 Personen:
- 4 x Hähnchenbrustfilet
- 2 Eier
- etwas Mehl
- ca. 70 g Kokosraspel
- Öl
- Salz, Pfeffer
- 20 g Butter
- 2 Scheiben Ananas
- 2 Pfirsiche
- 100 g Weintrauben - kernlos ist einfacher
- 1 Banane
- 60 g Butter
- 1 EL Mehr
- 2 TL Curry
- 300 ml Brühe
- 200 ml Weisswein
- 100 g Crème fraîche
- Salz, Pfeffer
- 250 g Reis (z.B. Natur & Wildreis gemischt)
Zubereitung: …lies die komplette Story »