Eigentlich waren wir nach einem Messebesuch in Leipzig auf der Suche nach einem typisch Leipziger Rezept und es sollte nicht Leipziger Allerlei sein ;o). Naja, Sherry-Hähnchen hat zugegeben erst mal nichts mit Leipzig zu tun, aber in der Leiziger Ausgabe des PRINZ stolperten wir über das heutige Rezept was uns ziemlich anlachte.
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Vor einem halben Jahr haben wir hier ein Rezept veröffentlicht, das im Titel das Wörtchen “fast” hatte (fast wie in Frankreich). Seitdem haben wir nicht locker gelassen: Ziel war es, ein Baguette mit einer knispeligen Kruste und einer fluffigen Krume hin zu bringen. Extrem hilfreich waren die Baguette-Rezepte bei Fool for Food (dieses Rezept war beim Nachbacken am nächsten dran).
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Eigentlich sollte es eine ganz klassische französische Zwiebelsuppe werden: Aber Banausen wie wir müssen wohl doch immer wieder neues antesten. Diesmal mussten wir einfach ausprobieren wie ein Zwiebelsuppe mit frisch gemörserten Nelken und Fenchelsamen schmeckt. Ok, vermutlich nicht für jedermanns Geschmack, aber ich glaube ab sofort ist die Variante unser Zwiebelsuppen-Favorit. Nelke und Fenchel verleihen der Suppe einfach noch einen besonderen Geschmackskick. Falls es jemand auch ausprobieren will: Bitte nicht gleich die ganze gemörserte Nelken/Fenchel-Mischung dazugeben, sondern lieber nach und nach ;o)

Zutaten für rund 6 Portionen Zwiebelsuppe:
- 1 Kilo Zwiebeln (Tipp: Große Zwiebeln sind schneller geschnitten)
- 1 EL Mehl
- 150 g Käse (z.B. Gouda)
- 1/4 Liter Weißwein
- 4 Liter Hühner- oder Fleischbrühe
- 50 g + 10 g Butter
- 10 ganze Nelken
- 2 TL Fenchelsamen
- Salz & Pfeffer
- Halbes Weißbrot (Baguette)
Zubereitung:
Zuerst die Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Käse reiben. Baguette in Scheiben aufschneiden und dann würfeln. Fenchelsamen und Nelken in einem Mörser sehr fein mörsern.
In einem großen Topf die 50 g Butter zum schmelzen bringen. Die Zwiebeln dazugeben und so lange darin andünsten bis sie leicht gebräunt sind. Dann mit dem Mehl bestreuen, umrühren und auch leicht anbräunen lassen. Mit Weißwein ablöschen und etwas köcheln lassen. Dann die Brühe dazugeben und einen ersten Teil der Nelken-Fenchelmischung. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und ggf. noch mehr von der gemörserten Mischung dazugeben. Alles etwas 15-20 Minuten verköcheln lassen und dann nochmal abschmecken.
Parallel die Weißbrotwürfel, bzw. Croutons mit der restlichen Butter rundherum goldbraun in einer Pfanne anrösten. Backofen auf 150 Grad vorheizen. Bei der klassischen französischen Zwiebelsuppe wird ja eine Brotscheibe anstelle von Croutons genommen. Allerdings finden wir, dass sich die Suppe mit Croutons leichter essen lässt, daher die Abwandlung.
Jetzt die Zwiebelsuppe in feuerfeste Suppenschalen geben. Darauf die Croutons und dann den Käse streuen. Anschließend in den Backofen geben und sobald der Käse geschmolzen ist mit dem Warnhinweis “ist heiß” servieren ;o).
Für die klassische Zwiebelsuppe läßt man übrigens einfach nur Nelken und Fenchel weg.
In Frankreich liebe ich es Baguettes einfach ohne alles zu essen, da sie dort so lecker sind. In Deutschland habe ich eigentlich noch kein vergleichbares Baguette gefunden. Daher habe ich heute einfach ein Rezept ausprobiert. Simpel, schnell gemacht und verdammt nah an den französischen Baguettes.

Zutaten für 2-3 mittelgroße Baguettestangen:
- 500 g Dinkelmehl
- 300 ml kaltes Wasser
- 1/2 Hefewürfel (20 g)
- 2 TL Salz
- 1 Prise Zucker
Zubereitung (10-12 Stunden vorher):
Alle Zutaten in eine Schüssel geben und rund 5 Minuten kräftig kneten. Die Schüssel sollte gut doppelt so groß sein wie die Teigmenge und verschließbar. Nach dem kneten die Schüssel bemehlen, Teig rein, Deckel drauf und für 10-12 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Backen:
Den Backofen auf 240°C Ober- und Unterhitze aufheizen. Erst wenn der Backofen die Hitze erreicht hat den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Der Teig sollte jetzt rund doppelt so hoch sein. Den Teig auf ein bemehltes Brett stürzen und in keinem Fall mehr kneten. Mit einem Messer in drei Teile teilen. In Form ziehen und etwas verdrehen, da dann die Oberfläche besonderst schön aufreißt. Direkt auf ein Backblech mit Backpapier legen und direkt in den vorgeheizten Ofen geben (2 Schiene von unten). Etwas 15 Minuten bei 240°C backen, dann den Backofen auf 220°C runterschalten und nochmal ca. 15 Minten je nach gewünschter Bräunung weiterbacken.
Baguettes rausnehmen, abkühlen lassen und genießen. Bei uns hatte das Baguette Prämiere zu einem leckeren Gurke-Birnen-Salat.