Heute mal wieder ein Rezept aus der Rubrik: Was die Küche gerade hergibt. Einfach, schnell zubereitet und lecker. Und zum ersten mal gab es Orecchiette (italienisch: Öhrchen) - wobei eigentlich müssten sie ja aufgrund ihres Aussehens Hüttchen heißen…

Zuaten für 2 Personen:
- 4 Frühlingszwiebeln
- 2 Paprika
- 9 Tomaten
- 40 g Rosinen
- 80 g Pistazien
- 200 g passierte Tomaten
- 1 TL Senfkörner
- 250 g Orecchiette
- etwas Öl
- etwas Petersilie
- Salz und Pfeffer
Zubereitung:
Die Frühlingszwiebeln in Streifen schneiden. Die Paprika waschen und in kleine Stückchen schneiden. Die Tomaten überbrühen, Haut abziehen, Strunk entfernen und klein schneiden. Flüssigkeit auffangen. Petersilie fein hacken.

Pistazien klein hacken. Senfkörner fein mörsern.
Etwas Öl in der Pfanne erhitzen und die Zwiebeln und Paprika darin anbraten. Nach rund 10 Minuten die Rosinen dazu geben und weiteren 3-4 Minuten die geschnittenen Tomaten und die passierten Tomaten dazugeben und das ganze miteinander verköcheln lassen. Mit dem gemörserten Senfpulver würzen und ggf. mit Salz und Peffer abschmecken. Gegen Ende die Pistazien dazugeben.
Parallel die Orecchiette al dente kochen. Nudeln mit Sauce und etwas Petersilie servieren
Schnell sollte es gehen… und ging es auch. Und diesmal habe ich auch daran gedacht, das in unserer Vorratskammer noch diverse bunte Nudeln auf ihren Einsatz warten. Heute fand ich passten sie endlich mal dazu ;o).

Zutaten für 4 Personen:
- 250 g Farfalle (selbstverständlich gehen auch andere Sorten)
- 20 g Butter
- 200 ml Sahne
- 40 ml Portwein
- 1 Peperoni
- 1 Honigmelone (ergibt ca. 400 g Honigmelonenwürfel)
- Salz & Pfeffer
Die Peperoni entkernen und fein hacken. Die Melone aufschneiden, ebenfalls entkernen und in kleine Würfel schneiden.
In einer Pfanne die Butter schmelzen und die Peperonistückchen darin braten. Aber Achtung, die Butter darf nicht braun werden. Nach rund 5-10 Minuten mit dem Portwein ablöschen und köcheln lassen. Nach weiteren 10 Minuten die Sahne dazugeben und zusammen weiter köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss die Melonenwürfel dazugeben und noch rund 5 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.
Parallel die Nudeln al dente kochen.
Farfalle mit Honigmelonewürfelsauce übergießen - das war es schon.
Im neu entdeckten Indienblog: Blog Bollywood wurden wir direkt noch ein weiteres Mal inspiriert. Da ich Yufkateig schon lange mal ausprobieren wollte, haben wir kurzerhand den vorgeschlagenen Blätterteig ausgetaucht. Eigentlich schmeckt Yufkateig sogar feiner - denke damit haben wir nicht das letzte Mal gekocht….

Für die Füllung (4-6 Personen)
- 4-5 mittelgroße festkochende Kartoffeln
- 4 Schalotten
- 2 Knoblauchzehen
- 15 g frischen Ingwer
- 200 g tiefgefrorene Erbsen
- 1 EL Sonnenblumenöl
- 1 Peperoni
- 1/2 TL Garam Masala
- 1 TL Salz
- 1 TL Koriandersamen
- 2 Rollen Yufkateig
- 1 Becher Joghurt
- 2-3 kleine Minzblätter (unsere war sehr intensiv)
Zubereitung:
Die Kartoffeln mit Schale garen, anschließend schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Schalotten schälen und klein schneiden. Ingwer schälen und sehr fein hacken. Die Knoblauchzehen und Peperoni ebenfalls sehr fein hacken.
In einer Pfanne Sonnenblumenöl erhitzen und die Kreuzkümmelsamen darin kurz anrösten. Die Peperoni und die Zwiebeln dazugeben und glasig dünsten. Dann den Ingwer dazugeben und anschließend die Kartoffeln und Erbsen. Salz und gemörserte Koriandersamen dazugeben. Auf kleinster Stufe ca. 10 Minuten zugedeckt dünsten lassen. Dann das Garam Masala dazugeben und nochmals rund 5 Minuten auf kleinster Stufe braten lassen bis die Masse ein breiige Konsistenz hat. Dann den Pfanneninhalt von der Flamme nehmen und etwas abkühlen lassen.
Den Backofen auf 200° Grad (Umluft) vorheizen.
Den Yufkateig ausrollen. Zwei Lagen nehmen und Quadrate zuschneiden. Etwa einen Eßlöffel der Masse pro Quadrat nehmen, in die Mitte geben und den Teig verschließen und auf ein Backblech mit Backpapier stellen.
Im Backofen das Blech rund 20 Minuten backen. Parallel die Minzblätter sehr klein schneiden und in den Joghurt einrühren. Yufkataschen mit Minzsoße servieren.
Es gibt einfach Rezepte, die muss man kochen - das türkische Rezept mit dem Namen “Der Imam fiel in Ohnmacht” im Originial “Imam bayildi” gehört dazu. Angeblich soll ein Imam (Vorbeter) ob des köstlichen Geschmacks in Ohnmacht gefallen sein, als er es zu ersten Mal probierte. Also bei uns ist keiner in Ohnmacht gefallen - obwohl es köstlich aussah. Aber der Anteil Aubergine zu Füllung war für unseren Geschmack nicht perfekt. Es war zuviel Aubergine und zu wenig Füllung… daher hier direkt unsere modifizierte “Ohnmachts”-Variante.

Zutaten für 4 Personen:
- 4 kleine Aubergine
- 6 mittelgroße Zwiebeln
- 5 große Tomaten
- 1 Bund Petersilie
- 4 Peperoni
- 5 Knoblauchzehen
- Olivenöl
- Salz, Pfeffer, Zucker
- 250 g Reis
Zubereitung:
Aubergine waschen. Das Grün rund um den Stielansatz entfernen. Mit einem scharfen Messer oder einem
Kartoffelschäler etwa 1 cm breite Streifen im Abstand von 1-2 cm abschälen, so das man anschließend eine gestreifte Aubergine vor sich hat. Die Aubergine in kaltes Salzwasser legen damit sie nicht braun wird.
Die Tomaten in einen Topf mit kochendem Wasser legen bis die Haut aufplatzt. Rausnehmen, häuten und den Stielansatz entfernen. Die Tomaten würfeln und die Flüssigkeit dabei auffangen.
Die Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden. Knoblauchzehen schälen und in Stifte schneiden. Petersilie fein hacken. Peperoni längs halbieren, entkernen und Stiel entfernen.
Jetzt die Aubergine aus dem Wasser nehmen, einen Keil in die Frucht schneiden und vorsichtig großzügig aushöhlen. Wir haben eindeutig zu viel Aubergine-Fleisch stehen lassen und hatten deshalb nicht genug Platz für die Füllung.
In einer Pfanne etwa 3 EL Olivenöl erhitzen und die Aubergine von allen Seiten hellbraun anbraten. Rausnehmen und in eine Auflaufform oder einen Schmortopf mit der Öffnung nach oben legen.
In der selben Pfanne nochmal etwa 2 EL Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Dann die Tomatenwürfel samt Saft dazugeben und dreiviertel der klein gehackten Petersilie. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzig abschmecken.
Die Sauce jetzt in die Aubergine füllen und mit den Knoblauchstiften spicken. Oben auf die Peperoni legen. 1/4 Liter Wasser in den Topf geben und mit Alufolie abdecken.
Im vorgeheizten Backofen bei 200°C ca. 35 Minuten garen. Anschließend die Alufolie entfernen und nochmal rund 10 Minuten weitergaren.
Parallel Reis garen.
Gefüllte Aubergine mit Reis und Petersilie garniert servieren.
Laut Wikipedia kann bei Imam bayildi in die Sauce auch noch Tymian, Muskatnuss und/oder Zimt gemischt werden. Denke das braucht es eigentlich nicht, aber genügend Füllung sollte es sein.
Und gleich noch ein Gericht, das durch die Schweiz inspiriert ist - vermutlich aber gar nicht schweizerisch ist ;o). Aber egal - die Suppe die wir in der City von Bern gegessen haben war so lecker, das wir sie einfach nachkochen mussten. Perfekt dazu gepasst haben übrigens unsere Blätterteigkeile mit Bärlauch und Parmesan.

Zutaten für 4 Personen:
- 3 Bund Frühlingszwiebeln
- 200 g Sahne
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Bund Schnittlauch
- 80 Butter
- 30 g Mehl
- 30 g Parmesan
- Salz und Pfeffer
Zubereitung:
Zuerst 2 Bund Frühlingszwiebeln waschen und in Streifen schneiden. Den dritten Bund Frühlingszwiebeln in sehr feine Streifen schneiden und beiseite stellen. Schnittlauch ebenfalls klein schneiden und den Parmesan reiben. Knoblauch schälen und fein hacken.
In einem Topf 1,8 Liter Wasser mit Salz erhitzen und die in Streifen geschnittenen Frühlingszwiebeln darin rund 10 Minuten auskochen. Anschließend die Zwiebeln abgießen und das Wasser unbedingt in einem Behälter auffangen.

Jetzt die Butter zum schmelzen bringen und darin den Knoblauch dünsten. Dann das Mehl dazugeben und kräftig rühren damit es nicht klumpt. Sobald es goldgelb ist mit dem Frühlingszwiebelwasser ablöschen (rund 1,5 Liter sollen es noch sein) und mit einem Schneebesen sofort weiter kräftig umrühren. Die Sahne dazugeben. Jetzt nur noch auf ganz kleiner Flamme stehen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und den Schnittlauch zusammen mit dem Parmesan darunter rühren. Alles noch etwas ziehen lassen. Während dessen die feingeschnittenen Frühlingszwiebeln aufteilen und in die Suppenschüsseln geben. Kurz vor dem Servieren mit Suppe aufgießen, damit die Frühlingszwiebeln noch richtig knackig sind und zwiebelig schmecken.
Da ist man nur zwei Tage in der Schweiz und schon bestimmen die Schweizer unseren Speiseplan <g>. Rösti essen wir sonst eigentlich nur ab und an als Beilage im Restaurant - in der Schweiz wird daraus eine richtige Hauptmahlzeit gezaubert. Schweizer Rösti scheinen sich auch in der Form von unseren, hier meist flachgedrückten Rösti, zu unterscheiden. Klar, das wir unbedingt ausprobieren mussten, ob es uns zu Hause auch gelingt. Rezepte gibt es ja sowohl mit rohen als auch gekochten Kartoffeln - wir haben uns für rohe Kartoffeln entschieden und werden es auch beibehalten. Nur schnell muss man beim raspeln sein - die Kartoffeln werden leider verdammt schnell braun.

Zutaten für 3 Personen als Hauptgericht:
- 800 Kartoffeln
- 2 Karotten
- 80 g Appenzeller
- 5 Schalotten
- 1-2 EL Butterschmalz
- Salz und Pfeffer
- Schnittlauch für die Garnitur
Zubereitung:
Karotten schälen und grob raspeln. Den Käse fein reiben. Die Schalotten würfeln. Schnittlauch in kleine Stücke schneiden. Jetzt die Kartoffeln schälen und kurzzeitig in eine Schüssel mit kaltem Wasser legen, damit die Kartoffel vor dem Raspeln nicht schon braun anlaufen. Sobald alles vorbereitet ist, die Kartoffeln aus dem Wasser nehmen und gut abtrocknen. Dann sofort grob raspeln.
Parallel in einer großen beschichten Pfanne 1 Eßlöffel Butterschmalz schmelzen lassen und die Schalotten darin glasig dünsten. Geraspelte Kartoffeln und Karotten dazugeben und vermischen, evtl. noch etwas Butterschmalz dazugeben.
Das unkompliziert an dieser Zubereitung - das Rösti darf ruhig zerfallen. Also einfach immer wieder mischen, damit es nicht anbrennt. Mit Salz und Pfeffer würzen und nach rund 10 Minuten den Käse über die Karotten-Kartoffelmischung geben und gut untermischen. Jetzt die Masse immer wieder wenden und platt drücken. In der Schweiz wurde das Rösti als “Rolle” serviert. Wir haben daher zum Schluß portioniert und dann einfach die Stücke “gefaltet” in dem wir einen Teil umgeklappt haben. Zusammen mit einem Salat ist es eine tolle vegetarische Hauptmahlzeit :o).
Wirkt eine Überdosis Bärlauch eigentlich tödlich? Oder zumindest halluzinativ?
Um das heraus zu finden haben wir innerhalb kürzester Zeit ein weiteres Gericht mit Bärlauch aufgelegt. Dieses mal handelte es sich um einen Snack: Bärlauch mit Parmesan auf Blätterteig.

Um den medizinischen Teil vorweg zu nehmen: Es stellten sich keine Halluzinationen ein. Die Metamorphose des Blätterteigs war real und äußerst schmackhaft. Im Detail kam es folgendermaßen dazu:
Zutaten:
- 4 Blätterteigplatten (Tiefkühlware)
- 1 Bund Bärlauch
- 50 g Parmesan
- 1 Eigelb
- 1 TL Milch
- Pfeffer & Salz aus der Mühle
Zubereitung:
Der Bärlauch wird gewaschen, sorgfältig getrocknet und fein geschnitten. Der Parmesan wird gerieben und unter den Bärlauch gemischt. Diese Mischung wird gepfeffert und gesalzen.
Die Blätterteigplatten werden aus der Tiefkühltruhe geholt. Der Ofen wird auf 200° vorgeheizt.
Blätterteig lässt sich im halbgefrorenen Zustand hervorragend schneiden. Deshalb wird er unmittelbar nach dem Auspacken in stumpf zulaufende Keile geschnitten. Die Keile sollten nicht zu schmal sein, sonst fallen die aufgehenden Teigstücke im Ofen um.
Das Eigelb wird mit der Milch verquirlt und mit einem Pinsel vollflächig auf die Teigkeile aufgebracht.

Die Bärlauch-Parmesan-Mischung wird großzügig über die Keile gestreut.
Das ganze kommt ca. 10 Minuten bei 200° Umluft in den Ofen.

Eigentlich wollte ich ja Bärlauch im Wald sammeln - doch irgendwie war da keiner. Naja, Bärlauch auf dem Markt zu kaufen ist aufgrund der fehlenden Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen und Herbstzeitlosen zwar nicht so spannend, aber lecker alle mal ;o).
Da die Bärlauch-Sauce einen sehr feinen Geschmack hat, passen sehr dünne Spagetti, sogenannte Capellini (übersetzt heißt es wohl soviel wie dünnes Haar) prima dazu.
Zutaten für zwei hungrige Personen:
- 1-2 EL Olivenöl
- 1 große Zwiebel
- 150 g Bärlauch
- 100 ml Weisswein
- 200 ml Sahne
- 100 ml Milch
- etwas geriebene Muskatnuss
- Salz und Pfeffer
Zubereitung: Bärlauch waschen, trockenschütteln und die Stiehle der Bärlauchblätter abschneiden. Dann die Blätter in Streifen schneiden. Zwiebel fein würfeln. In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Mit dem Weisswein ablöschen und gut einköcheln lassen. Dann die Sahne und die Milch dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und zusammen nochmals köcheln lassen. Parallel die Capellini in Salzwasser al dente kochen. Sobald die Sauce sämig wird den Bärlauch dazugeben und gut unterrühen. 3-4 Minuten später die Nudeln dazugeben, gut verrühren und noch etwas miteinander ziehen lassen. Das war es schon. Ein schnelles aber sehr leckeres Gericht.
Spätzle zu schaben ist ja nun leider etwas aufwendiger und für mich leider meist der Grund warum ich die geliebten Selbstgeschabten doch nur selten mache. Durch andere Blogs angeregt, habe ich mir vor kurzem einen Spätzleshobel für Knöpfle gekauft. Angeblich soll es damit ja schneller gehen.

Und erstaunlich: Das eigentliche schaben, bzw. hier ja hobeln, geht wirklich schneller. Das putzen hinterher ist allerdings nicht wirklich weniger Arbeit. Beim nächsten Mal werde ich daher eine größere Portion “hobeln” und dann einfrieren.
Geschmacklich sind die Knöpfle erstaunlich gut geworden und eine echte Alternative. Denke ab sofort wird es Knöpfle öfters hier geben.
Für den Teig habe ich meinen bisherigen Zutaten nur etwas mehr Wasser hinzugefügt - wobei ich diesmal auch Spätzlesmehl genommen habe und das vielleicht etwas mehr Flüssigkeit benötigt…
Zutaten für 4 Personen:
Prämiere hatten die Knöpfle übrigens beim “Reh-Ragout in Gewürzwein mit Birnen”und haben optimal dazu gepasst.
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