Maibowle (Waldmeisterbowle)

Gehen wir das Thema mal technisch/medizinisch an: Die meisten Lebewesen entwickeln nach ihrem Ableben Gerüche, wenn der Zersetzungsprozess einsetzt.

Bevor jetzt alle angeekelt weglaufen: Ja, es geht tatsächlich um Waldmeister. Der riecht im lebendigen Zustand nämlich im besten Fall nach Wiese. Abgelebt jedoch, beginnt die Pflanze zu welken und erhöht den Cumaringehalt erheblich. Eben jenes Cumarin ist dafür verantwortlich, dass Waldmeister nach seinem Exitus riecht, wie er riechen muss: Grün. Obwohl er Speisen und Getränke nicht grün zu machen vermag (dazu ist nur Dr. Oetker imstande).

Während sich im Dezember alle Welt über die höhe Cumarinbelastung in Weihnachtsplätzchen aufregt, greift im Mai eine ganze Nation zu prickelnden Getränken mit freiwilliger Cumarinaromatisierung: Waldmeisterbowle. Und genau das haben wir auch getan, denn es ist ja schließlich Mai und der Waldmeister wächst und blüht im Wald…

Zutaten: …lies die komplette Story »

Erstellt von Stefan am 12.05.2008 | (8) Kommentare - zum lesen hier klicken...
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Feuerzangenbowle

Heinz Rühmann hat sie im gleichnamigen Film 1944 berühmt gemacht und alle Jahre wieder passt sie prima in die kalte Jahreszeit und perfekt zu Silvester. Aber Vorsicht: Sie schmeckt verführerisch und durch den karamellisierten Zucker unterschätzt man schnell den Alkoholgehalt!

Feuerzangenbowle

Da ich kein Rezept mehr zur Hand hatte, haben wir uns kurzerhand vom Rezepteblock inspirieren lassen.

Zutaten für eine anschließend sehr lustige Runde ;-) :

  • 2 Liter trockenen Rotwein
  • 0,75 ml frisch gepresster Orangensaft mit etwas Fruchtfleisch
  • 1 Sternanis
  • 6 Nelken
  • 3 TL Zimt
  • 1 Zuckerhut (250 g)
  • 1 Flasche Rum (mindestens 54%)

Zubereitung:

Orangen auspressen. Sternanis und die Nelken fein mörsern. Wein und Orangensaft in den Feuerzangentopf geben und auf dem Herd erwärmen. Wichtig - nur erwärmen, nicht kochen, da sonst der Alkohol verfliegt. Die gemörserten Gewürze und den Zimt dazu geben.

Feuerzangenbowle

Jetzt den Topf auf das dafür vorgesehene Stövchen stellen und von unten etwas Wärme geben damit die Bowle ihre Temperatur behält.

Wichtig für den Standort: Fester Untergrund, genügend Abstand nach oben und zu allem Brennbaren!

Den Zuckerhut auf die “Zange” legen und mit Rum tränken. Wichtig ist, das der Rum mindestens 54% hat, da er sonst nicht brennt. Jetzt den Zuckerhut anzünden. Nach und nach den Rum mit einer Schöpfkelle über den Zuckerhut gießen, so das der Zucker leicht karamellisiert nach unten in die Bowle tropft.
Bitte in keinem Fall den Rum direkt aus der Flasche über den Zuckerhut gießen, da die Flamme in die Flasche überspringen kann. Sobald der Zuckerhut vollständig geschmolzen ist umrühren und genießen.

Die Rum-Menge kann hier jeder selbst steuern. Zu beachten ist jedoch, dass Rum und Zucker wirklich brennen und karamellisieren sollten. Falsch wäre es, wenn der Zucker einfach durchnässt und dadurch nach unten in die Bowle sackt.

Für mich ist es jedes Mal wieder ein tolles Erlebnis den Flammen zuzusehen und anschließend die Bowle zu genießen.

Erstellt von Biene am 01.01.2008 | (3) Kommentare - zum lesen hier klicken...
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Heißer Apfelwein (Apfelglühwein)

Wenn man Rezepte ausprobiert, ist man, wenn es gut ausgeht, immer geneigt, das Beiwerk “Das beste XYZ-Rezept der Welt” zum Rezept zu schreiben. Ich gebe mir Mühe und schreibe das nicht zu diesem Apfelwein - obwohl er das Prädikat meiner Meinung nach verdient hätte.

Richtige Apfelweinfans werden mir vermutlich “Panscherei” vorwerfen. Doch damit kann ich leben. Und nach zwei Bechern von diesem köstlichen heißen Apfelwein kann ich vermutlich sogar darüber lächeln…

Heißer Apfelwein (Apfelglühwein)

Wie es dazu kam:

Zutaten für ein 4-5 Liter Winterhappening:

  • 4 Liter Apfelwein (nur guter Wein ergibt guten Glühwein)
  • 2 reife (möglichst süße) Birnen
  • 4 Mandarinen
  • 2 Zitronen
  • 7 cl brauner Rum
  • 80 g brauner Zucker
  • 1/2 Vanilleschote
  • 3 TL Zimtblüten (oder 4 TL Zimtpulver)
  • 1 TL Nelken
  • 2 Pimentbeeren
  • 1/2 TL Anissamen

Zubereitung:

Aus den Birnen wird zunächst ein Birnenmus gemacht. Das gibt dem Apfelwein eine schöne Trübung und eine zusätzliche Geschmacksnote. Die Birnen werden gewaschen und ungeschält in Stücke geschnitten. Anschließend werden die Birnenstücke mit 200 ml Wasser weich gekocht

Die halbe Vanilleschote der Länge nach …lies die komplette Story »

Erstellt von Stefan am 19.12.2007 | (2) Kommentare - zum lesen hier klicken...
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Glühwein (ohne fertige Gewürzmischung!)

Vor einiger Zeit haben wir einen weißen Glühwein ausprobiert. Seitdem produzieren wir beinahe jedes Wochenende Nachschub. Allerdings ROTEN. Klassischen, sozusagen. Mit Erschrecken musste ich gerade feststellen, dass wir bis heute hier gar kein Rezept für den Klassiker online haben.

Glühwein (ohne fertige Gewürzmischung!)

Eigentlich gibt es genug Rezepte für klassischen Glühwein im Internet. Was mich stört ist, dass dort meistens fertige Glühwein-Gewürzmischungen verwendet werden. Das ist in meinen Augen unnötig, denn in einen richtig guten Glühwein gehören nur wenig Gewürze und die sind ruck zuck herrlich frisch duftend gemörsert. Und so geht’s:

Zutaten für ca. 4 Liter Glühwein

  • 5x 0,7 l Wein (nur guter Wein ergibt guten Glühwein)
  • Saft von 5 Orangen
  • 15 cl brauner Rum
  • 3 Päckchen Vanillinzucker (alternativ: 10g mehr Zucker und das Mark einer halben Vanilleschote)
  • 5 TL Zimtpulver
  • 10 Nelken
  • 2 Sternanis
  • 2 Pimentbeeren
  • 50 g brauner Zucker

Zubereitung

Ein sehr großer Topf wird benötigt. Der Wein wird in den Topf gefüllt und behutsam erhitzt. Wichtig: Wenn der Wein aus versehen kocht, ist der Glühwein “hin”. Weinflaschen mit Schraubverschluss sind besondern praktisch, denn darin lässt sich der fertige Glühwein später prima abfüllen. Leider sind Schraubverschlussweine eher selten gute Weine.

Die Orangen auspressen. Etwas Fruchtfleisch darf dabei in den Saft gelangen. Die Nelken, die Pimentbeeren und die getrocknete Sternanisblüte in einem Mörser gründlich mahlen. Den gemahlenen Zimt hinzu gehen und mit den übrigen Gewürzen mischen.

Den Rum und den frisch gepressten Orangensaft in den Topf geben. Anschließend das fertig gemörserte Glühweingewürz hinzu geben. Danach den Vanillinzucker untermischen. Den übrigen Zucker hinzu geben (die Menge ist eher gering bemessen. Wer es zuckrig süß mag, sollte die Menge nach Geschmack erhöhen!). Gründlich umrühren und auf geringer Flamme ca. 30 Minuten auf Temperatur halten.

Danach von der Flamme nehmen und über Nacht durchziehen lassen. Am nächsten Morgen in die leeren, ausgewaschenen Weinflaschen füllen.

Erstellt von Stefan am 02.12.2007 | Schreib einen Kommentar...
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Weißer Glühwein

Glühwein selber ansetzen schmeckt meist besser als die fertigen Zuckerbomben aus dem Supermarkt erhitzen. Das gilt ganz besonders für “weißen Glühwein”, den es zudem in Deutschland nur sehr selten im Supermarkt gibt.

Weißer Glühwein

Grundlage für den “Weißen” ist Weißwein statt dem sonst üblichen Rotwein. Das Rezept ist für einen komfortablen Vorrat ausgelegt. Die Süße ist zurückhaltend. Wer den Glühweingetränke gerne supersüß trinkt, sollte die Zuckermenge im Rezept verdoppeln.

Zutaten:

  • 3 Liter Weißwein
  • 5 cl Rum
  • 5 Orangen
  • 3 Stück Sternanis
  • 15 Nelken
  • 4 TL Zimtpulver
  • 3 Pimentbeeren
  • 100g brauner Zucker
  • 1 Päckchen Vanillinzucker

Zubereitung:

Die Orangen halbieren und pressen.

Den Weißwein in einen großen Topf gießen. Den Rum und den Orangensaft hinzu geben. Die Flüssigkeit vorsichtig erwärmen. Wichtig ist, dass der Glühwein nicht kocht.

Während der Aufwärmphase die Gewürze (Zimt, Sternanis, Nelken und Piment) hinzu geben. Zuletzt den Zucker und den Vanillinzucker einrühren. Wer mehr Süße mag, sollte jetzt Zucker hinzudosieren.

Der erwärmte Glühwein sollte mindestens eine Stunde durchziehen, bevor er getrunken wird.

Erstellt von Stefan am 05.11.2007 | (2) Kommentare - zum lesen hier klicken...
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