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Koch-Banausen

Hobbyköche probieren Rezepte aus. Dies ist unser Kochblog…

Schwarzwälder Kirschtorte

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Schwarzwälder KirschtorteInzwischen gab es bei den Koch-Banausen eine Premiere: Unsere erste Sahnetorte.

Stefan liebt Schwarzwälder Kirschtorte. Es war daher nur eine Frage der Zeit, bis wir uns daran wagen würden. Laut Wikipedia ist die Schwarzwälder Kirschtorte die Lieblingstorte der Deutschen und entsprechend viele verschiedene Rezepte findet man. Die einen schwören auf die Variante mit Mürbeteig als Boden, andere wollen auf die Konfitüre nicht verzichten und auch der Biskuitteig wird sehr unterschiedlich hergestellt. Auf jedem Fall lohnt sich der Aufwand den Biskuitteig selbst anzufertigen. Auf einen Mürbeteigboden hingegen kann man, finden wir, durchaus verzichten.

Nachdem ich beinahe einem miserabel beschriebenen Rezept eines prominenten Konditors gefolgt wäre, haben wir uns kurzerhand für bewährte Blogger-Quellen entschieden: Die Zubereitung des Biskuittteig haben wir von Barbares Spielwiese übernommen. Das eigentliche Schwarzwälder-Kirschtorte-Rezept haben wir von der RezkonvSuite. Vielen Dank an Beide für das Rezept!

Eine Frage an die Tortenbäcker unter den Bloggern: Wie lange benötigt ein geübter Tortenbäcker für eine Schwarzwälder Kirsch?

Schwarzwälder Kirschtorte - ZubereitungUnsere Kirschtorte war wirklich lecker, aber auch ein wenig anstrengend  ;-).

Zutaten für die Biskuitböden einer Schwarzwälder Kirschtorte (Durchmesser Springform 26 cm):

  • 8 mittelgroße Eier
  • 170 g Zucker
  • 120 g Butter
  • 150 g Weizenmehl Typ 405
  • 40 g dunkles Kakaopulver
  • 35 g Speisestärke
  • 10 g Backpulver

Zutaten für die “Tränke” des Biskuitbodens

  • 100 ml Wasser
  • 50 g Zucker
  • 100 ml Schwarzwälder Kirschwasser

Zutaten für die Kirschfüllung

  • 650 g Sauerkirschen/Schattenmorellen aus dem Glas (Abtropfgewicht)
  • 300 ml des Kirschsaftes aus dem Glas
  • 80 ml Rotwein
  • ca. 30 g Speisestärke
  • 1 gehäufter Teelöffel Zucker
  • 70 ml Schwarzwälder Kirschwasser

Zutaten für die Sahnefüllung

  • 900 ml Sahne
  • 7 Blätter Gelatine
  • 50 g Zucker
  • 80 ml Schwarzwälder Kirschwasser

Zutaten für den Sahnerand

  • 200 ml Sahne
  • 1 Blatt Gelantine
  • 7 g Zucker
  • 10 ml Schwarzwälder Kirschwasser

Zutaten für die Verzierung

  • 200 ml Sahne (Sahnerosen)
  • 12 Kirschen (von den Schattenmorellen aus dem Glas weggenommen oder alternativ können auch Amarena- oder Cocktailkirschen verwendet werden)
  • 80-100 g Schokoraspeln (zartbitter)
  • ca. 40 g Schoko-Röllchen (zartbitter)

Zusätzlich wird noch ein verstellbarer Tortenring (min. 8 cm Höhe)  und eine Tortenplatte benötigt, die samt Torte in den Kühlschrank passt.

Da wir uns als Tortenneulinge etwas schwer mit dem Ablauf getan haben, hier ein paar Timing-Tipps zum Rezept:

  1. Den Biskuitboden als erstes backen, damit dieser genügend Zeit zum auskühlen hat (ca. 1-2 Stunden). Danach wird er mit der “Tränke” beträufelt und sollte nocheinmal 1-2 Stunden durchziehen können. Eventuell kann es daher sinnvoll sein, den Teig bereits am Tag zuvor zu backen.
  2. Die fertig geschichtet Torte sollte rund 4 Stunden, oder über Nacht, im Kühlschrank durchkühlen.
  3. Wir haben erst nach dem durchkühlen den Rand mit Sahne bestrichen. Daher haben wir die Sahne ein zweites Mal mit Gelatine und Zucker zubereitet. Falls man auch gleich den Rand bestreichen möchte einfach die Menge von “Sahnefüllung” und “Sahne für den Rand” zusammenführen.

Zubereitung des Biskuitbodens:

Die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank legen, sie sollte schön weich sein.

Als erstes den Boden einer 26er-Springform mit Backpapier auslegen. Als nächstes das Eigelb vom Eiweiß trennen.

Dann die weiche Butter schaumig schlagen (Anmerkung: So richtig schaumig wird bei uns Butter leider nie, aber trotzdem hat es geklappt). Dann nach und nach den Zucker unter Rühren hinzugeben, danach die Eigelbe einrühren. Als nächstes das Kakaopulver dazu geben. Vorsicht: Das staubt ziemlich, wenn der Mixer sich daran zu schaffen macht.

Jetzt das Eiweiß steif schlagen.
Schwarzwälder Kirschtorte - Eischnee

Das Mehl mit der Speisestärke und dem Backpulver vermischen und dann noch unter die Butter-Ei-Masse mixen.

Die Kakaomasse ist nun recht fest. Als nächstes den Eischnee vorsichtig unterheben. Die Masse wird dadurch geschmeidiger. Der Eischnee soll beim Unterrühren erhalten bleiben, nicht vollständig eingemischt werden. Das Ergebnis ist eine leicht wolkige Masse (siehe Bildleiste).

Die Masse in die Springform füllen und im 160° Grad vorgewärmten Backofen (Umluft)  rund 50-60 Minuten backen. Der Teig ist fertig, wenn man mit einem Holzstäbchen in den Teig sticht und nach dem herausziehen kein Teig mehr an dem Stäbchen hängt. In der Springform abkühlen lassen und ggf. mit einem Messer den Biskuit vom Rand lösen.

Nachdem der Tortenboden vollständig auskühlt ist, wird er geschnitten. Zunächst wird die Wölbung oben weggeschnitten. Der verbleibende Boden wird mir zwei horizontalen Schnitten in 3 möglichst gleiche Scheiben gesteilt.

Zubereitung der “Tränke”:

Das Wasser erhitzen, dann den Zucker dazugeben, so dass er sich darin auflöst. Die Tränke abkühlen lassen und dann erst das Kirschwasser dazugeben.

Mit jeweils 1/3 der “Tränke” jeden Tortenboden beträufeln. Rund 1 Stunde einziehen lassen.

Zubereitung der Kirschfüllung:

Die Flüssigkeit der Kirschen abgießen, aber auffangen. Die Kirschen gut abtropfen lassen.
Sofern die Kirschen der Füllung auch zur Deko genommen werden jetzt die entsprechende Menge (12 plus 2 in Reserve) wegnehmen und beiseite stellen.

In einem Topf den Rotwein mit der Kirschflüssigkeit aufkochen. Mit 4 EL der Flüssigkeit die Speisestärke anrühren und in die kochende Flüssigkeit geben. Jetzt unbedingt eine gute Minuten kochen lassen damit das ganze eindickt. Gegebenenfalls nochmal etwas Stärke dazugeben, falls es nicht fest genug wird. Sobald die Konsistenz passt (dickflüssig), vom Herd nehmen und das Kirschwasser und die Kirschen dazu geben.

Zubereitung der Sahnefüllung:

Die Gelatineblätter rund 5 Minuten in kalten Wasser einweichen. In einem kleinen Topf den Zucker und das Kirschwasser etwas erwärmen (nicht kochen!), so das der Zucker schmilzt. Die eingeweichten Gelatineblätter gut ausdrücken und in der Kirschwasser/Zuckermischung auflösen. Die Flüssigkeit von der Herdplatte nehmen und abkühlen lassen, aber nicht zu lange, da die Flüssigkeit sonst fest wird.

Jetzt direkt die Sahne steif schlagen. 2 Esslöffel der Sahne in die Kirschwasser/Zucker/Gelatinmischung geben und verrühren. Die Mischung wird nun nach und nach unter die Sahne gehoben.

Zubereitung der Schwarzwälder Kirschtorte:

Auf die Tortenplatte den ersten mit Kirschwasser getränkten Biskuitboden legen. Den Tortenring eng darum legen.  Mit einem Abstand vom Rand von rund 2 cm einen Teil der Kirschfüllung auf dem Boden verteilen. Nur soviel, das eine Kirschlage auf dem Biskuitboden liegt. Jetzt 1/3 der Sahnefüllung gleichmäßig auf dem Boden verteilen. Die Kirschen sollen bedeckt sein und die Sahne soll bis zum Rand reichen. Glatt streichen und den nächsten getränkten Tortenboden auflegen. Etwas andrücken (aber wirklich nur leicht).

In die Mitte dieses Bodens etwas von der Kirschfüllung geben, hier aber weniger wie auf der unteren Lage. Wieder mit 1/3 der Sahnefüllung gleichmäßig bis zum Rand bestreichen, den letzten Biskuitboden auflegen und leicht andrücken. Jetzt das letzte Drittel Sahnefüllung gleichmäßig oben aufgeben und flatt verstreichen.

Bei uns kam der Rohling der Schwarzwälder Kirschtorte über Nacht in den Kühlschrank. So hatte er viel Zeit um durch zu ziehen.

Am nächsten Tag: Die Vollendung

Die Zutaten für den Sahnerand wie am Tag zuvor (Zubereitung der Sahnefüllung) zubereiten. Den Tortenring vorsichtig von der Torte entfernen und z.B. mit einem Teigschaber die Sahne vorsichtig auf den Rand auftragen.

Für das Anbringen der Schokostreusel am Rand funktionieren wir unseren Spätzlesschaber kurzerhand um, da die Technik des “werfens” bei uns nicht sonderlich erfolgreich war. Mit dem Schaber liesen sich die Streusel prima an den Rand der Schwarzwälder Kirschtorte drücken. Tipp: Die Torte auf einen kleinen Podest stellen. So lassen sich herunterfallende Streusel einfach wieder einsammeln.

Für die Sahnerosetten erneut Sahne schlagen, diesmal “ohne alles”.
Anmerkung: Für die Sahnerosetten haben wir erneut nochmal Sahne ohne alles geschlagen, da wir den Eindruck hatten, dass die Sahne der Sahnefüllung sich nicht richtig spritzen lies. Mit der richtigen Spritzdüse wäre es vermutlich aber auch mit der Sahnefüllung gegangen. Haltbarer ist sicher die Sahnefüllung aufgrund der Gelatine.

Passend zur Anzahl der Kirschen (12 Stück) jetzt die Rosetten mit einem Spritzbeutel gleichmäßig an den Rand setzen. Tipp: Zunächst vier Rosetten als Kreuz setzen, danach in die Zwischenräume jeweils zwei weitere Rosetten. So geht die gleichmäßige Verteilung einfach.
Die Kirschen, sofern es Schattenmorellen, bzw. die Sauerkirchen aus dem Glas sind, gut abtupfen und jeweils eine Kirsche auf eine Rosette setzten. Leicht andrücken.

In die Mitte der Torte können weitere Schokoflocken verteilt werden. In unseren Fall haben wir Schoko-Röllchen verwendet.

Schwarzwälder Kirschtorte - anschneiden

Jetzt einfach noch Freunde einladen, Kaffee kochen, zurück lehnen und die Schwarzwälder Kirschtorte genießen :-)


Schwarzwälder Kirschtorte

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7 Kommentare »

  1. KochSchlampe

    Ich bin nicht ganz sicher, wie lange ich für eine Schwarzwälder brauche… aber eigentlich geht die immer sehr schnell, weil sich viele Arbeitsschritte so nebenbei erledigen lassen und ich das Ganze dadurch entzerre, dass ich es auf 2 Tage verteile.
    Allerdings gehe ich nach einem einfacheren Rezept vor und lagere langweilige Arbeitsschritte wie Schokolade raspeln an geneigte Mitesser aus.

    #1 Kommentar vom 01. September 2009 um 09:51

  2. Jessy

    Wunderschön sieht sie aus, eure Schwarzwälder Kirschtorte! Ich musste gerade grinsen, weil ich vor knapp 2 Wochen ebenfalls meine “Premiere” gefeiert habe :-)

    Ich habe mich für die Variante MIT Mürbeteigboden entschieden und mir persönlich gefällt dieser zusätzliche “Cruncheffekt” sehr gut.
    Zeitlich gesehen habe ich wohl ca. 3 Stunden gebraucht, habe die Arbeitsschritte aber auf 2 1/2 Tage verteilt:

    Abend 1: Schokobiskuit backen, er lässt sich besser teilen wenn er eine Nacht “stehen” konnte

    Tag 1: Mürbeteig backen, Kirschfüllung herstellen, Boden 2x durchschneiden, Mürbeteig mit Marmelade bepinseln, Biskuithälfte auf Mürbeteig setzen, Kirschkompott einfüllen, 2ter Boden drauf und ab in den Kühlschrank, gute Nacht :-)

    Tag 2: Sahnefüllung herstellen (da es Mitte August und total heiß war habe ich 3 Blätter Gelatine zur Sahne gegeben, 1 Blatt pro 200ml), Torte komplett zusammen setzen, einstreichen und dekorieren. Ich habe allerdings fertige Schokoraspeln gekauft. Diese habe ich, da mir die Wurftechnik zu unsauber ist, bzw. ich einfach damit keinen Erfolg habe, mittels einer halbierten Zitrone an den Rand gebracht. Einfach die Raspeln in ein Schälchen geben und mit der Zitrone aufnehmen, dann an den Rand der Torte drücken. Funktioniert gut und geht angeblich auch mit einer halbierten Kartoffel.

    So und jetzt ist mein Kommentar fast so lang wie euer Eintrag. Sorry *lach* – Aber ich bin, wie immner, sehr beeindruckt von euer Fotodokumentation. Ganz toll!

    lG,

    ~Jessy

    #2 Kommentar vom 01. September 2009 um 18:26

  3. Jessy

    Ganz übersehen: Ihr habt ja auch Gelatine verwendet, wer lesen kann ist klar im Vorteil *schäm*

    #3 Kommentar vom 01. September 2009 um 18:28

  4. Buntköchin

    Die ist ja richtig toll geworden. Schaut nach ziemlich viel Arbeit aus. Aber als Gast könnte ich mich auf jeden Fall dazu aufraffen euch beim Essen behilflich zu sein. ;-)

    #4 Kommentar vom 04. September 2009 um 22:12

  5. zorra

    Den Biskuit unbedingt am Tag zuvor backen, dann schneiden und mit Kirsch beträufeln dann nochmals 1 Tag ruhen lassen. So ist der Biskuit richtig durchgezogen, und erst dann mit Sahne und Kirschen fertig stellen. So mach ich’s.

    #5 Kommentar vom 11. September 2009 um 11:41

  6. Nathalie

    Super tolles Rezept!!!
    Echt super klasse geschmacklich , habe allerdings etwas weniger Alkohol rein als empfohlen.
    Super erklärt auch für solche die länger brauchen.. grins..

    #6 Kommentar vom 06. April 2010 um 20:07

  7. uli

    Kompliment,
    seit langer Zeit suche ich ein Rezept für die Schwarzwälder das dem meiner Mutter ähnlich ist. Hier habe ich es gefunden.
    Dieser Kuchen kam bis jetzt überall sehr gut an.
    Vielen Dank
    uli

    #7 Kommentar vom 14. Mai 2010 um 09:04

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Autor:
Sabine am 1. September 2009 um 06:53
Info:
Schwarzwälder Kirschtorte ist Beitrag Nr. 4085
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