Mus von Quitten und Cidre

Bei Jutta las ich neulich von einem gefährlichen Quitten-Virus, welches nicht nur bei ihr sondern auch hier und hier grassiert. Ich muss dem Monitor beim Lesen zu nah gekommen sein, denn neulich auf dem Markt haben wir beinahe reflexartig Quitten eingekauft. Und das, wo Quitten für mich Neuland sind: ich habe bis heute keine Quitte gegessen.

Mus von Quitten und Cidre

Als erste Aufgabe haben wir uns etwas einfaches für den Umgang mit Quitten vorgenommen: Ein leckeres Mus, gekocht in einem lieblichen Cidre. Hier ist das Rezept:

Zutaten für einen ordentlichen Mus-Vorrat

  • 6 Quitten (1,8 kg), in unserem Fall “Birnenquitten”
  • 500 ml Cidre (wir haben den lieblichen und wenig alkoholhaltigen “doux” gewählt)
  • 40 g brauner Zucker
  • 1 Zimtstange
  • 1/2 Vanilleschote

Zubereitung

Die Birnnenquitten werden gewaschen und anschließlich gründlich abgerieben. Die Schale ist nicht nur für’s Gelieren (hoher Pektingehalt) wichtig, sie enthält auch Geschmacksstoffe, die das typische Aroma der Quitte ausmachen, deshalb wird die Quitte nicht geschält. Die Kerngehäuse und die Blütenansätze werden entfernt, anschließend wird sie in kleine Stücke geschnitten.

Mus von Quitten und Cidre Zubereitung

Die Quittenstücke werden zusammen mit dem Cidre und der Zimtstange in einem Topf zum kochen gebracht. Nach und nach wird der Zucker hinzu gegeben. Bei geschlossenem Deckel kochen die Quitten ca. 30 Minuten weiter, bis sie weich sind.

Die halbe Vanilleschote längsseits aufschlitzen und mit einem Löffelstilende das Vanillemark herauskratzen und in den Topf geben. Das ganze noch 5 Minuten weiter köcheln lassen.

Den Topf vom Feuer nehmen und die Zimtstange entfernen. Mit einem Pürierstab werden die weichgekochten Quittenstücke zu einem Mus verarbeitet. Besonders gut schmeckt der Mus, wenn er noch etwas “Biss” hat. Deshalb sollte nicht zu lange püriert werden.

Wir haben den Quitten-Cidre-Mus mit Joghurt genossen (und fotografiert).

Erstellt von Stefan am 10.12.2007 | Schreib einen Kommentar...
In den Kategorien Dessert | Rezepte abgelegt.

Gewürzboardexpansion

Seit wir uns vor einiger Zeit einen Mörser zugelegt haben, ist das zermörsern von Kräutern und Gewürzen hier zum Kult geworden. Gibt es was schöneres, als die Nase in Steinmörser mit den frisch gemahlenen Samenkörnern zu halten? Hmmmmmmh!

Vor einiger Zeit haben wir damit angefangen, kleine IKEA-Gläschen auf unserer Inselesse aufzureihen. Inzwischen stehen dort über 30 von diesen Gewürzgläsern, 10 weitere stehen auf einer Ablage, weil oben kein Platz mehr ist.

Auf der “Lust auf Genuss” habe ich einen kleinen Gewürzversender entdeckt. Dass er klein ist, weiß ich erst, seit ich bei ihm bestellt habe: Ich hatte die Bestellnummer “112″. Umso mehr Spaß hat die Bestellung gemacht, denn es kamen wieder einige Gewürze hinzu, die in der Sammlung noch fehlten.

Gewürzboardexpansion

Heute morgen brachte der Postbote ein (bereits von außen) herrlich duftendes Päckchen. Darin: Tütenweise Gewürzboardplatznot.

Die Neuen auf dem Regal im Einzelnen: …lies die komplette Story »

Erstellt von Stefan am 08.12.2007 | (3) Kommentare - zum lesen hier klicken...
In den Kategorien Gewürze | Sonstiges abgelegt.

Scharfe Sauerkrautsuppe mit Mandarinen

Nachdem wir (in der Küche) zunehmend mutiger werden, reizte uns die Sauerkrautsuppe mit Mandarinen von Genial Lecker: Leicht modifiziert kam das Rezept auf unsere ToDo-Liste. So richtig geheuer war mir die Mischung ja nicht - aber das Ergebnis hat überzeugt und war einfach “Genial Lecker”…
Scharfe Sauerkrautsuppe mit Madarinen

Zutaten für 4 Personen:

  • 2 große rote Zwiebeln (sieht schöner aus wie weiße)
  • 2 EL Butter
  • 500 g Sauerkraut (Zubereitungszeit gilt für vorgekochtes Kraut aus der Dose)
  • 2 kleine Dosen Mandarinen
  • 250 ml Cidre
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 2 TL frischen Ingwer
  • 300 g saure Sahne
  • 2 EL Pfefferkörner
  • 2 EL Chiliflocken
  • Salz
  • Petersilie (2 Handvoll)

Zubereitung:

Die Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Ingwer schälen und ganz fein schneiden. Pfefferkörner und Chiliflocken zusammen fein mörsern. Mandarinen abgießen. Petersilie fein hacken.

Die Butter in einem Topf schmelzen und die Zwiebelwürfel darin andünsten. Das Sauerkraut ggf. zerkleinern und mit den bereits etwas gedünsteten Zwiebeln zusammen weiterdünsten. Den feingehackten Ingwer dazugeben und mit Cidre und Gemüsebrühe ablöschen. Die Mandarinen dazugeben, alles verrühren und ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze leicht köcheln lassen. Jetzt mit Salz und der Pfeffer-Chilimischung abschmecken, die Hälfte der Petersilie dazugeben und noch etwas miteinander köcheln lassen. Zum Schluss wird die Saure Sahne untergerührt und ggf. noch etwas nachgewürzt.

In Suppentellern servieren und mit der restlichen Petersilie garnieren.

Übrigens: Den Tipp von Genial Lecker, keine frischen Mandarinen zu nehmen, sollte man unbedingt berücksichtigen. In der angegebenen Kochzeit verkochen die Dosenmandarinen perfekt.

Erstellt von Biene am 07.12.2007 | (2) Kommentare - zum lesen hier klicken...
In den Kategorien Rezepte | Suppen | vegetarisch abgelegt.

Spätzlesbrett mit Schaber

Damit ich in Zukunft wieder vernünftig Spätzle schaben kann und nicht mehr wie beim letzten Mal improvisieren muss, habe ich die Tage in einem der immer seltener werdenden Haushaltswarengeschäfte nach den richtigen Utensilien geschaut und bin doch tatsächlich fündig geworden.

Spätzlesbrett mit Schaber

Mit exakt so einem Brett und so einem Spätzlesschaber hat meine Oma die Spätzle geschabt. Allerdings gehöre ich damit heutzutage zu den Exoten: Die meisten nehmen heute vermutlich Spätzlespressen ala www.spaetzlewunder.de. Da ich mit Brett und Schaber meine allerersten Spätzle, damals noch unter der Anleitung meiner Oma, geschabt habe, möchte ich diese antiquierte Art, schwäbische Nudeln herzustellen, eigentlich beibehalten. Mal schauen wie lange… ;O).

Falls es außer mir noch jemand probieren will und kein Brett mit Schaber findet - hier habe ich die Spätzles-Garnitur online gefunden…

Erstellt von Biene am 05.12.2007 | (2) Kommentare - zum lesen hier klicken...
In den Kategorien Rezepte | Sonstiges abgelegt.

Bratapfel (1. Versuch)

Ok, es kann nicht immer alles klappen. Zwar habe ich noch nie Bratapfel gegessen, aber irgendwie bin ich sicher das unser 1. Versuch in die Kategorie nicht wirklich gelungen gehört. Die Äpfel haben völlig ihre Form verloren und die Haut ist viel zu stark aufgeplatzt. Denke ich hätte doch dabei bleiben und nicht erst nach 30 Minuten wieder in den Ofen schauen sollen. Aber irgendwie hätte ich nicht gedacht, das die Äpfel so schnell gar werden. Denke ich werde es bald nochmal probieren. Vielleicht hat ein Leser hier ja noch den ein oder anderen Tipp für Bratapfel-Newbies?

Bratapfel (1. Versuch)

Zutaten (für 6 kleine Bratäpfel)

  • 6 Äpfel (hier waren es Boskop)
  • 60 g Mandelblätter
  • 60 g Korinthen
  • 60 g Marzipanrohmasse
  • 1 EL Rum
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Butter
  • 15 g Zucker

Zubereitung

Mandelblätter in einer Pfanne mit Butter goldbraun rösten. In eine Schüssel den Zitronensaft, den Rum, die Korinthen, die Marzipanrohmasse und den Zucker geben. Dazu dann die gerösteten Mandelblätter und alles gut miteinander verrühren. Die Masse habe ich dann eine Stunde durchziehen lassen.

Bratapfel (1. Versuch) (Zubereitung)

Backofen auf 160° Grad vorheizen. Jetzt bei den Äpfeln den oberen Teil abschneiden und das Kerngehäuse mit einem Apfelstecher entfernen. Das so entstandene Loch mit der Masse füllen. Die Äpfel in einen feuerfeste Form stellen und im Backofen garen.

Eigentlich simpel, aber trotzdem irgendwie nicht gelungen.

Erstellt von Biene am 03.12.2007 | (2) Kommentare - zum lesen hier klicken...
In den Kategorien Dessert | Vegetarisch | vegetarisch abgelegt.

Glühwein (ohne fertige Gewürzmischung!)

Vor einiger Zeit haben wir einen weißen Glühwein ausprobiert. Seitdem produzieren wir beinahe jedes Wochenende Nachschub. Allerdings ROTEN. Klassischen, sozusagen. Mit Erschrecken musste ich gerade feststellen, dass wir bis heute hier gar kein Rezept für den Klassiker online haben.

Glühwein (ohne fertige Gewürzmischung!)

Eigentlich gibt es genug Rezepte für klassischen Glühwein im Internet. Was mich stört ist, dass dort meistens fertige Glühwein-Gewürzmischungen verwendet werden. Das ist in meinen Augen unnötig, denn in einen richtig guten Glühwein gehören nur wenig Gewürze und die sind ruck zuck herrlich frisch duftend gemörsert. Und so geht’s:

Zutaten für ca. 4 Liter Glühwein

  • 5x 0,7 l Wein (nur guter Wein ergibt guten Glühwein)
  • Saft von 5 Orangen
  • 15 cl brauner Rum
  • 3 Päckchen Vanillinzucker (alternativ: 10g mehr Zucker und das Mark einer halben Vanilleschote)
  • 5 TL Zimtpulver
  • 10 Nelken
  • 2 Sternanis
  • 2 Pimentbeeren
  • 50 g brauner Zucker

Zubereitung

Ein sehr großer Topf wird benötigt. Der Wein wird in den Topf gefüllt und behutsam erhitzt. Wichtig: Wenn der Wein aus versehen kocht, ist der Glühwein “hin”. Weinflaschen mit Schraubverschluss sind besondern praktisch, denn darin lässt sich der fertige Glühwein später prima abfüllen. Leider sind Schraubverschlussweine eher selten gute Weine.

Die Orangen auspressen. Etwas Fruchtfleisch darf dabei in den Saft gelangen. Die Nelken, die Pimentbeeren und die getrocknete Sternanisblüte in einem Mörser gründlich mahlen. Den gemahlenen Zimt hinzu gehen und mit den übrigen Gewürzen mischen.

Den Rum und den frisch gepressten Orangensaft in den Topf geben. Anschließend das fertig gemörserte Glühweingewürz hinzu geben. Danach den Vanillinzucker untermischen. Den übrigen Zucker hinzu geben (die Menge ist eher gering bemessen. Wer es zuckrig süß mag, sollte die Menge nach Geschmack erhöhen!). Gründlich umrühren und auf geringer Flamme ca. 30 Minuten auf Temperatur halten.

Danach von der Flamme nehmen und über Nacht durchziehen lassen. Am nächsten Morgen in die leeren, ausgewaschenen Weinflaschen füllen.

Erstellt von Stefan am 02.12.2007 | Schreib einen Kommentar...
In den Kategorien Getränke | Rezepte abgelegt.

  Neuere Beiträge »