Samstag Abend: DVD im Player, die Tüte mit Nachos offen, daneben ein Glas mit fertigem Salsa aus dem Supermarkt. Dann der Blick auf die Zutatenliste - und der dringende Wunsch, diese Chemiebombe nicht weiter essen zu wollen.
In einem Forum fand ich das Rezept für ein selbstgemachtes fruchtig-pikantes Salsa. Eines, das außer etwas Olivenöl eigentlich nichts enthält, was zum Heimkino ein schlechtes Gewissen bereiten müsste. Ich habe eine Reihe Änderungen eingebaut und kann es wirklich empfehlen:

Zutaten für ein mittleres Kino:
- 300 ml Dosentomaten
- 1 EL Tomatenmark
- 1 Knoblauchzehe
- 2 TL Rosmarin
- 2 TL Thymian
- 1 TL Koriandersamen
- 1 Lorbeerblatt
- 1 TL Chili-Flocken
- 1 TL Rosabeeren
- 1 Frühlingszwiebel
- 1/2 Mango
- 3 Ananasringe (ungesüßt)
- 25 ml Ananassaft (ungesüßt)
- 100 ml Rotwein
- Olivenöl
Zubereitung
Die Frühlingszwiebel fein schneiden. Etwas vom grünen Teil beiseite stellen. Den Knoblauch fein hacken
Das Lorbeerblatt in kleine Stückchen schneiden. Zusammen mit dem Rosmarin, Thymian, Koriandersamen, Chiliflocken und den Rosa Beeren fein mörsern.
Die Mango in sehr kleine Stücke schneiden. Auch die Ananas wird in Stücke (nicht zu groß) geschnitten. Die Dosentomaten, falls noch in einem Stück, etwas zerkleinern.
In einem Topf etwas Olivenöl erhitzen. Die Frühlingszwiebeln und den Knoblauch hinein geben und kurz anschwitzen. Anschließend die Dosentomaten, das Tomatenmark und 50 ml Rotwein hinzu geben. Alles gut umrühren und dann die Gewürze aus dem Mörser hinzu geben.
Die Masse wird nun gekocht, bis sie eine dicke Konsistenz hat. Dann kann sie vom Feuer genommen werden.
In einem weiteren Topf etwas Olivenöl erhitzen. Die Mango hinein geben und kurz anbraten. Mit 50 ml Rotwein und 25 ml Ananassaft ablöschen. Auf mittlerer Hitze einkochen lassen. Dabei sollen die Mangostückchen einweichen, jedoch nicht komplett zerfallen. Zum Schluss (wenn die Flüssigkeit weitestgehend ausgekocht ist) die Ananasstückchen und die beiseite gestellten Frühlingszwiebeln noch kurz hinzu geben und alles zusammen kochen, bis die Masse eingedickt ist.
Die Fruchtmasse unter die Tomatenmasse rühren. Nach Geschmack salzen und pfeffern. Das ganze im Kühlschrank einige Stunden ziehen lassen.
Dieses Salsa eignet sich auch ganz vorzüglich für eine Pasta.
Nachdem ich das erste Mal Kresse selbst in der Erde gezogen habe musste ich feststellen: Kresse ist wirklich nicht gleich Kresse! Es mag vielleicht auch ein wenig Einbildung dabei sein, aber die selbstgezüchtete Kresse wird kräftiger, größer und schmeckt einfach klasse. Erstaunt war ich darüber, das die selbstgezüchtete Kresse nicht nur recht schnell gewachsen ist, sondern sogar nachwächst.

Jedem Kressefan kann ich den eigenen “Anbau” nur empfehlen. Es ist einfach und geht recht schnell. Nach dem ausstreuen der Samen dauert es rund 4-5 Tage und es beginnt zu sprießen. Nach weiteren 5-7 Tagen kann geerntet werden.
Am besten direkt mit einer großen Schale, für eine reiche Ernte, loslegen. Danach will man keine Kresseschale mehr mit Nährboden und hochgepuschter Kresse aus dem Supermarkt - versprochen ;o).
Pfefferminztee aus frischen Pfefferminzblättern habe ich in Tunesien vor vielen Jahren das erste Mal getrunken. Pfefferminztee aus getrockneten Blättern schmeckt dagegen im Vergleich etwas bitter und kräftiger - mir eigentlich zu stark. Nachdem unsere Pfefferminzpflanze in der Kräuterschnecke prächtig gedeiht, ist mir wieder der angenehme Geschmack aus Tunesien in den Sinn gekommen.

Daher habe ich einfach mal ein paar Blätter gezupft, klein gehackt und in ein Tee-Ei gegeben. Anschließend habe ich es mit heißem Wasser überbrüht. Es schmeckte einfach klasse. Gerade für heiße Tage kann ich Pfefferminztee, mit frischen Blätter zubereitet, besonderst empfehlen.
Beim nächsten Mal werde ich wie in Tunesien die Blätter nicht klein schneiden sondern direkt in die Tasse geben und überbrühen. Geschmacklich vermutlich das selbe, aber es hat mehr Urlaubsfeeling ;o).
Gerichte mit Minze konnte ich mir früher nie vorstellen - umso erstaunlicher, das ich direkt mit dem ersten Minzgericht (Red Peppermint Balls) auf den Geschmack gekommen bin. Heute gab es daher direkt das nächste Gericht mit unserer Pfefferminze aus dem Garten.

Zutaten für 4 Personen:
- 800-900 g Hähnchenbrust
- 900 g Kartoffeln
- 2 Zucchini
- 250 Cocktailtomaten
- ca. 4-5 g frische Pfefferminzblätter
- 2 Lauchzwiebeln
- 2 große Knoblauchzehen
- 2 EL Sesam
- 20 g Pinienkerne
- Salz und Pfeffer
- Küchengarn, Zahnstocher oder Rouladenspieße
- Bräter für den Backofen
Zubereitung Roulade:
Die Hähnchenbrüste abwaschen, mit Küchentuch trocken tupfen, ggf. Sehnen & Fett entfernen. Quer halbieren um dünne Schnitzel zu bekommen. Die Scheiben zwischen Frischhaltefolie legen und mit einem Schnitzelklopfer leicht ausklopfen.
Pinienkerne und Sesamsamen ohne Fett leicht anrösten. Am besten hintereinander, da die Kerne unterschiedliche Zeiten benötigen. Die Pinienkerne nach dem rösten in einem Mixer pürieren, bzw. fein mahlen. Die Minzblätter waschen und sehr fein hacken.
Die flachgeklopften Hähnchenschnitzel auslegen, salzen, pfeffern und mit der klein gehackten Minze, Sesam und Pinienpürre bestreuen. Da die Minze ihren kräftigen Geschmack beibehält, nicht zuviel davon nehmen! Die belegten Schnitzel anschließend rollen und zusammenbinden oder stecken. Ich habe beim binden direkt eine Schlaufe vorgesehen, so konnten wir die Rouladen später leicht aus dem Topf heben.

Zubereitung Gemüse:
Die Zucchini waschen, der Länge nach halbieren und anschließend in ca. 1 cm breite Stücke schneiden. Kartoffeln schälen und in ca. 3 mm breite Scheiben schneiden. Die Cocktailtomaten waschen und halbieren. Die Lauchzwiebeln ebenfalls waschen und in ca. 2 cm lange Stücke schneiden. Die Knoblauchzehen fein hacken.
Zubereitung Roulade und Gemüse im Bräter:
In einen Bräter die Kartoffeln, die Zucchini, die Lauchzwiebel und den Knoblauch geben, mischen, pfeffern und salzen. Dann die Rouladen zwischen das Gemüse legen und in den auf 220° Grad vorgeheizten Backofen geben.
Wir hatten noch eine Tomate in Stücken direkt dazugelegt, würden darauf beim nächsten Mal aber verzichten, da die Zucchinis genügen Flüssigkeit abgeben.
Ca. 25 Minuten mit geschlossenem Deckel schmoren lassen. Dann kurz aus dem Ofen nehmen, die Rouladen kurz rausheben und das Gemüse vorsichtig wenden. Jetzt die Cocktailtomaten dazugeben und die Rouladen wieder dazwischen legen.
Das ganze bei geschlossenem Deckel nochmal gute 20-30 Minten schmoren lassen. Am besten nach 10 Minuten nochmal probieren wie gar die Kartoffeln sind. Sind die Kartoffeln gar ist auch das Gericht fertig.
Bei uns gab’ es noch etwas frische, selbstgezüchtete Kresse dazu. Passte prima, schmeckt aber auch ohne klasse.
In unserer Kräuterschnecke haben wir unter anderem Pfefferminze gepflanzt. Sie scheint sich dort wohl zu fühlen, da sie sich in nur kurzer Zeit extrem ausgebreitet hat. Daher haben wir heute entschieden Ihrem Wachstum entgegen zu wirken und uns auf die Suche nach Pfefferminz-Rezepten gemacht. Bei Genial-Lecker sind wir dabei auf die Hackklößen mit Pfefferminze gestoßen und haben es gleich ausprobiert. Da wir noch nie ein Pfefferminz-Gericht gegessen haben waren wir sehr gespannt. Stefans Reaktion war nach dem ersten Biss erst sehr verhalten, allerdings lag es wohl daran das wir etwas mehr Pfefferminze als im Rezept stand genommen hatten. Nach zwei, drei Bissen fand aber auch er Gefallen an dem neuen Geschmackserlebnis.
Ich war dagegen direkt begeistert. Einfach klasse. Ich hätte nicht gedacht, das der Pfefferminzgeschmack auch nach dem Kochen noch so stark zu schmecken ist.

Zutaten für 4 Personen:
- 400 g Rinderhack
- 2 x 4 gr. Schalotten
- 2 x 2 Knoblauchzehen
- 1 Handvoll Pfefferminzblätter (nicht mehr!)
- 1 Ei
- ca. 3 EL Semmelbrösel
- 800 g Tomaten
- 1 EL Tomatenmark
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL Zimt
- Salz und Pfeffer
- 250 g Reis
Vorbereitung Hackbällchen:
Zwei der Zwiebeln, die Knoblauchzehe und die gewaschene Minze fein hacken. In einer Schüssel das Ei, die Semmelbrösel, die Zwiebel, den Knoblauch, die Minze und das Hackfleisch miteinander gut verkneten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Anschließend kleine Bällchen daraus formen.
Vorbereitung Tomatensauce:

Die Tomaten waschen, den Strunk entfernen, vierteln oder würfeln und in ein hohes Gefäß zusammen mit dem Tomatenmark geben. Die beiden verbliebenen Zwiebeln grob würfeln, Knoblauch klein hacken und ebenfalls in das hohe Gefäß geben. Mit einem Pürierstab zerkleinern und fein pürieren. Den Zimt dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Zubereitung Bällchen mit Sauce:
In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Bällchen von allen Seiten, vorsichtig damit sie nicht zerfallen, anbraten. Sobald sie angebraten sind die Tomatensauce langsam dazugeben (Achtung kann spritzen). Etwas 10-20 Minuten die Hackfleischbällchen in der Sauce köcheln lassen. Wenn die Sauce etwas eingedickt ist zusammen mit Reis servieren.
Während des köcheln der Soße machte sich übrigens ein kräftiger Zimtgeruch breit und wir hatten schon Sorge, dass die Soße nur nach Zimt schmecken könnten. Zum Glück war dem nicht so, der Geruch war zwar stark, aber geschmacklich war es wirklich nur ein Hauch. Tolle Kombination.
Um unsere aus Frankreich importierten Tomaten - dort gab es auch gelbe und orangefarbene Cocktailtomaten - möglichst natürlich verkosten zu können, haben wir uns für eine kalte Sauce entschieden. Für heiße Tage genau das richtig.

Zutaten für 2 Personen
- 500 g Cocktailtomaten
- 1 Knoblauchzehe
- 60 g Pinienkerne
- 40 g Parmesan
- 1 gute handvoll frischer Basilikumblätter
- 1 gute handvoll frische Zitronenmelisse
- 1-2 ELOlivenöl
- Salz & Pfeffer
- 250 g Pasta

Zubereitung:
Cocktailtomaten waschen und halbieren. Knoblauchzehe sehr fein haken. Pinienkerne ohne Fett rösten. Frischen Parmesan reiben. Basilikum- und Zitronenmeliseblätter klein haken.
Cocktailtomaten in eine Schüssel geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Die zerkleinerte Knoblauchzehe, die Pinienkerne, den Parmesan und die Basilikum- und Zitronenmelisseblätter dazugeben, mit Olivenöl beträufeln und gut vermischen.
Die parallel al dente gekochten Nudeln abgießen und heiß in die Schüssel geben, umrühren und sofort servieren.
Stefan wollte unbedingt auch wissen wie das ganze erwärmt schmeckt und hat eine kleine Portion ganz kurz nur in der Mikrowelle erwärmt. Zugegeben, schmeckt auch. Schade, dass wir hier nur die roten, kleinen Tomaten bekommen, damit wird es beim nächsten Mal nicht mehr ganz so bunt aussehen - schmecken wird es trotzdem ;o).
…woooow, warum gibt es das nicht bei uns. Die beiden Bilder sind in einem französischen Supermarkt entstanden (leider hatten wir nur die Handykamera dabei) .

Ok, zugegeben die Tomatenvielfalt war auch dort eine Aktion, aber auch als Aktion habe ich es bisher hier nirgens gesehen. Für Tomatenfans wie uns hatte es wirklich was von einem Paradies - zumal wir die ein oder andere Tomate noch nie zuvor gesehen hatten. Leider halten sich Tomaten nicht sehr lange, so das wir nur ein paar mitnehmen konnten.

Nachtrag: Inzwischen gab’ es auch in einem unserer Supermärkte Schalen mit gelben und orangefarbenen kleinen Tomaten. Natürlich habe ich auch direkt zugeschlagen :o).
In Frankreich liebe ich es Baguettes einfach ohne alles zu essen, da sie dort so lecker sind. In Deutschland habe ich eigentlich noch kein vergleichbares Baguette gefunden. Daher habe ich heute einfach ein Rezept ausprobiert. Simpel, schnell gemacht und verdammt nah an den französischen Baguettes.

Zutaten für 2-3 mittelgroße Baguettestangen:
- 500 g Dinkelmehl
- 300 ml kaltes Wasser
- 1/2 Hefewürfel (20 g)
- 2 TL Salz
- 1 Prise Zucker
Zubereitung (10-12 Stunden vorher):
Alle Zutaten in eine Schüssel geben und rund 5 Minuten kräftig kneten. Die Schüssel sollte gut doppelt so groß sein wie die Teigmenge und verschließbar. Nach dem kneten die Schüssel bemehlen, Teig rein, Deckel drauf und für 10-12 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Backen:
Den Backofen auf 240°C Ober- und Unterhitze aufheizen. Erst wenn der Backofen die Hitze erreicht hat den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Der Teig sollte jetzt rund doppelt so hoch sein. Den Teig auf ein bemehltes Brett stürzen und in keinem Fall mehr kneten. Mit einem Messer in drei Teile teilen. In Form ziehen und etwas verdrehen, da dann die Oberfläche besonderst schön aufreißt. Direkt auf ein Backblech mit Backpapier legen und direkt in den vorgeheizten Ofen geben (2 Schiene von unten). Etwas 15 Minuten bei 240°C backen, dann den Backofen auf 220°C runterschalten und nochmal ca. 15 Minten je nach gewünschter Bräunung weiterbacken.
Baguettes rausnehmen, abkühlen lassen und genießen. Bei uns hatte das Baguette Prämiere zu einem leckeren Gurke-Birnen-Salat.
Wer bei Jan stöbert, findet immer etwas interessantes. So ging es auch uns: Ein Salat mit Birne und Gurke, das klang im ersten Moment überraschend. Wir haben ihn nachgebaut und er hat uns geschmacklich umgehauen. Das Originalrezept gibt es hier, nachfolgend unsere leicht abgewandelte Variante (wir haben die Zutatenmengen etwas anders abgeschmeckt):

Zutaten für 2 Personen (mit Nachschlag)
- 3 Gurken (kleine; Vespergurken oder auch Landgurken genannt)
- 2 mittelgroße Birnen (nicht zu reif)
- 200g Feta-Käse
- 1 Zitrone
- 2 Rosmarinzweige
- 4 EL Olivenöl
- 1 EL weißer Balsamicoessig
- Salz und Pfeffer
Zubereitung
Die Zitrone auspressen. Die Gurken, die Birnen und die Rosmarinzweige waschen. Die Birnen schälen und das Kerngehäuse entfernen, anschließend in kleine Stücke schneiden. Damit sie nicht braun werden, werden die Birnenstücke mit etwas Zitronensaft benetzt.
Die Gurken halbieren und in Halbscheiben schneiden. Den Fetakäse in sehr kleine Stückchen zerbröseln. Die Blätter von den Rosmarinzweigen zupfen und sehr fein hacken.
Gurke, Birne und Feta-Käse gut vermischen, dabei gleichmäßig den gehackten Rosmarin darunter mischen.

Das Olivenöl und den Essig mit 2 EL Zitronensaft vermischen. Kräftig pfeffern und salzen.
Vorsicht beim abschließenden Untermengen der Vinaigrette: Nur teelöffelweise unter das Gurken-Birne-Gemisch mengen und die Menge nach und nach erhöhen, bis die Säure leicht aus dem Salat heraus zu schmecken ist.
Wir haben zum Salat ein selbstgebackenes Baguette gereicht.
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