Heimleuchten (reloaded)
Donnerstag, den 26. April 2007Unsere bisherige Lampe an der Haustür brachte es auf den Punkt. Nämlich auf einen Punkt unter der Lampe - und von dort aus in eine dreckige Linie Richtung Boden: Konstruktionsbedingt lief Wasser und Siff bei jedem Regen auf einen Punkt zentriert nach unten und hinterließ eine “Bremsspur”.
Da uns auch die Ausleuchtung nicht gefiel, haben wir einen zweiten Versuch gestartet. Seit zwei Tagen hängt eine neue Leuchte neben unserem Eingang. Dieses mal eine Variante, die per Spot senkrecht nach unten leuchtet. Dabei wird weniger die Fassade als mehr der Bodenbereich rund um die Eingangstür beleuchtet. Uns gefällt sie spontan sehr gut und wir überlegen, ob wir so eine Lampenart auch für weitere Aussenlampenstellen verwenden.
Entdeckt haben wir sie im Internet (Cube, Martin Müller). Unser lokaler Elektriker hat sie uns erstaunlicher Weise günstiger angeboten und durfte sie deshalb auch gleich anbringen.
Des einen Freud, des anderen Leid: Wie in großen Teilen Deutschlands hat es auch bei uns seit Wochen nicht mehr geregnet. Hier dörrt alles aus und lechzt nach Wasser.
Ein paar Tage ist es schon her. Trotzdem mache ich mir nach wie vor Gedanken über die Wassermassen, die durch Schneeschmelze und Dauerregen zustande kamen. Der Abfluß an der Oberfläche hat bei uns eine durchaus beachtliche Menge vom aufgeschüttetem Erdreich und von unbefestigten Geländekanten weg geschwemmt.
In die Angelegenheit mit unserem Garagendach kommt Bewegung: Ein Servicemitarbeiter hat einige Planken entfernt, um Fotos von den Kunststoffstützen zu machen, die verhindern sollen, dass die Holzbalkenkonstruktion nach einem starken Regen im Wasser steht.
Allen Unkenrufen zum Trotz ist das Anhängsel bei uns vorne vor dem Haus kein Eingangsvordach, sondern ein Balkon. Seit wir den Balkon haben, wird uns aber schmerzlich bewusst, dass ein Vordach notwendig ist. Denn bei Regen bilden sich am Balkon große Tropfen, die dann wie Geschosse auf den daruter stehenden Besucher vor der Haustür zurasen.
… dann will sie Dir vermutlich sagen: “Stell mich fertig!”
Unsere Garage wurde mit einem Holzbalkengestell versehen. Auf diese Balken kamen Planken mit jeweils einigen Millimetern Abstand zueinander.
Von der größten Weltreligion bin ich schwer enttäuscht. Nun haben wir endlich einen neuen Papst, und er ist sogar Deutscher. Und trotzdem nimmt die große Wetterzentrale da oben keinerlei Rücksicht auf die Bauvorhaben hier unten.
Eigentlich haben wir es gut gemeint. Da unser Keller derzeit noch im Rohbau steht und in Richtung Himmel einige Öffnungen aufweist, wollten wir etwas gegen das eindringende Wasser tun. Ein Mann vom Fach brachte es auf den Punkt: „Wasser, das Sie jetzt abhalten müssen Sie später aus dem Keller nicht rausheizen“
Damit der sickernde Schlamm nicht an der Kellerwand herunter läuft und auf Dauer die Drainage verschließt, wurde heute am Boden des Arbeitsraums ein Fließ verlegt. Diese Stoffmatten sollen wie ein Filter wirken und die Schwemmstoffe filtern. Außerdem haben wir uns dazu entschlossen, nicht einfach nur mit Erde zu verfüllen, sondern an der Kellerwand Schotter verdichten zu lassen.
Der erste Regen hat unseren Keller erwischt. Und das gleich richtig: Die Kellerbauer haben in der Decke Styropor-Aussparungen zurück gelassen, durch welche später mal die Versorgungsleitungen in den Keller laufen sollen. Mit Regen hat von denen scheinbar niemand gerechnet: Durch das Styropor ist der Regen sturzbachähnlich in den Keller gelaufen. 
