Bund der Energieverbraucher begeistert…
Mittwoch, den 15. Februar 2006
Gestern morgen dachte ich noch: “Wie lange werden die wohl für die Prüfung des Einspeisevertrages benötigen?” Gestern Abend fand ich dann in der Post einen Brief vom Bund der Energieverbraucher mit einem Deckblatt, auf dem nicht viel mehr stand als eine “Bitte um Kenntnisnahme”. Was dahinter folgte, begeisterte mich jedoch extrem:
Auf 6 Seiten wurde mein Einspeisevertrag (Photovoltaik) von einer Rechtsanwältin in allen Details beleuchtet, kommentiert und eingeschätzt. Das erstaunliche: Die Erklärungen sind nicht in Rechtsanwaltdeutsch geschrieben, sondern durchaus auch für Normalsterbliche verständlich. Durch meinen Einspeisevertrag entstehen für mich im Großen und Ganzen keine erheblichen Nachteile, in zwei Punkten wurde mir jedoch empfohlen, mir Details noch schriftlich bestätigen zu lassen – was ich auch schnellstmöglich machen werde. Viele Details im Vertrag verstehe ich erst jetzt, nach der Kommentierung, richtig.
Zitat von Seite 6:”Der Vertrag ist keine Katastrophe und unter den geschilderten Umständen [...] akzeptabel“.
Eigentlich hatte ich erwartet, ein mehr oder weniger vorgefertigtes Standartschreiben zu bekommen. Mein Unterlagen machen jedoch den Eindruck, als hätte sich hier tatsächlich eine Rechtsanwältin hingesetzt und mein Vertragswerk kontrolliert.
An dieser Stelle muß ich nochmal dazu sagen: Dieser Service des Bund der Energieverbraucher ist für Mitglieder KOSTENLOS. Deshalb hier und heute eine dickes Lob und eine Werbung für diesen Verein. Bisher halten sie wirklich was sie versprechen und überraschen durch die Qualität ihrer Leistung!
…der bei uns auf dem Dach produziert wird? Zugegeben, es ist nicht viel, aber 8 Wochen nach Inbetriebnahme wundert man sich dann irgendwann doch, wenn sich der Energierversorger überhaupt nicht meldet.
Die
Seit 4 Tagen sind wir Stromerzeuger. Die Photovoltaik auf dem Dach ist planmäßig ans Netz gegangen und liefert trotz Schmuddelwetter bereits die ersten Kilowattstunden in das Netz unseres Stromversorgers.
Momentan gehen wir auf unseren Stromversorger von der entgegengesetzten Seite zu: Wir wollen keinen Strom kaufen, wir wollen ihm unseren Strom andrehen. Er ist sogar verpflichtet, unseren Strom abzunehmen. Und auf den Preis hat er keinen Einfluss.
Die Bauphase ist gerade erst beendet – schon steht ein neues Gerüst am Haus. Dieses mal zwar nur an einer Seite, trotzdem fühlt man sich ein wenig geflashbackt (schönes neue Wort!).
Wer so kurz vor Jahresende noch eine Kreditzusage für eine Finanzierung über eine KFW-Förderung haben möchte (bis zum Jahresende gibt’s eine höhere Einspeisevergütung), der muss damit rechnen, das dieses Vorhaben scheitert. Denn so eine Finanzierungsanfrage geht erst an die Hausbank und von dort aus an die KFW. Hat die KFW sie bearbeitet, geht sie zurück an die Hausbank und dann erst als Zusage zu uns.
Gestern war Vorbesprechung für die Photovoltaik-Anlage. Der Mitarbeiter der Bedachungsfirma, die bei uns die Photovoltaik ausführen wird, hatte ein schmerzerfülltes Gesicht, nachdem er den Sicherungskasten öffnete.
Wir haben das Warmwasser-Solar bei uns auf dem Dach in eine Ecke platziert, damit wir zeitnah die restliche Dachfläche mit Photovoltaik-Elementen belegen können.
