Korrekt bis auf den letzten Cent
Mittwoch, den 12. April 2006
Es ist mein Geld, dass sie da ausgeben. Denn die Menschen, die solche Rechnungen (Gutschriften) schreiben, habe ich von meinen Steuern bezahlt. Und Du von Deinen ebenfalls.
Ein Brief mit dem Hinweis “Die Gutschrift übersteigt den Aufwand der Erstattung und wird daher einbehalten.” oder “… wandert in die Kaffeekasse.” oder “… davon fliegen wir nach Malle!” wäre das sinnvolle Mittel der Wahl gewesen. Stattdessen entwickelt sich für eine 10-Cent-Gutschrift folgende Kostenlavine:
- Aufwand, um den Beleg zu erstellen, zu versenden und zu verwalten: 15 Minuten (~3 Euro)
- Porto: 0,90 Euro
- Briefumschlag: 0,05 Euro
- Der Bescheid bestand aus 9 (!) bedruckten Seiten: 0,50 Euro
Bis hierher kann man ja noch mit dem Kopf schütteln, es jedoch als “Informationspflicht” verstehen. Rechnen wir mal grob zusammen: Bis zu diesem Zeitpunkt hat unser Guthabenbescheid Kosten in Höhe von 4,45 Euro verursacht, vermutlich war das nicht vermeidbar. Jetzt geht’s aber weiter: (mehr…)
Vor 10-15 Jahren war es mal total in, blaue Gläser, blaues Geschirr und alles mögliche andere in Blau zu haben. Wir haben bei diesem Trend damals natürlich auch mitgemacht.
Während wir bisher für die Entsorgung des Altpapiers zahlen mußten, ist sie da, wo wir jetzt wohnen, im Preis der „Mischmülltonne“ inklusive. Unabhängig von der entsorgten Menge. Gerade nach einem Umzug und den unzähligen Raubzügen durch die Möbelmäkte kommt eine große Menge Altpapier zusammen. Zwar haben Ikea & Co. Ihre Möbelverpackungen regelmäßig zurück bekommen, trotzdem reichte es für ein ordentliche Stafette am Straßenrand.
Alle zwei Wochen stellen wir brav unsere “Gelben Säcke” vor die Tür. Eigentlich ein klasse System: Man zahlt die Müllgebühr nur für den Restmüllbehälter. Es ist also im eigenen Interesse, den Müll zu trennen, um mit einem möglichst kleinen Restmüllbehälter Gebühren zu sparen.
Wer aus der Miete in die eigenen 4 Wände zieht, der muss mit zusätzlichen Kosten rechnen. Heute erhielten wir den Abfallgebührenbescheid für unser neues Haus.
Müll hat in diesem Blog ja bereits mehrfach
Die Herrschaften auf der lokalen Mülldeponie waren gestern bereits der Meinung, dass es sich bei unseren Müllmengen unmöglich um privaten Müll handeln könne und dass daher eine kostenfreie Anlieferung nicht möglich sei. 7,50 Euro will man dort nun pro Sack gemischtem Müll haben.
… und wenn wir gerade beim Thema Müll sind:
Opfer dieser Wegwerforgie wurde auch ein riesiger Haufen alter Disketten. Keiner unserer Arbeitsplatzrechner besitzt noch ein Diskettenlaufwerk, und so musste ein älterer Laptop herhalten, um einige der alten Disketten nochmal zu sichten.
Wer umzieht entrümpelt oft auch seine Wohnung. Die Riesenmaschine liefert uns wertvolle Anregungen, wie man das ohne Kosten sozialverträglich abwickelt.
Wer wohnt macht Müll. Wir natürlich auch. Aber wer baut, der denkt oft nicht an den Müll. Wir haben auch viel zu spät dran gedacht. Dank eines fitten Bauunternehmers haben wir den wertvollen Tipp jedoch noch rechtzeitig bekommen 
