Traummaße
Mittwoch, den 18. Januar 2006
Wenn man Möbel anfertigen lässt, kommt es ganz besonders darauf an, dass exakt passt. Nichts wäre schlimmer, als wenn sich die vorgefertigten Teile bei der Montage zu groß oder zu klein sind.
Nachdem wir die Auftragsbestätigungen unterschrieben und eine erste Anzahlung geleistet haben, sind wir deshalb mehrere Stunden lang mit Maßbändern durch das Haus gezogen und haben das Aufmaß Stück für Stück überprüft.
Und siehe da: Es fanden sich tatsächlich noch kleinere Fehler, die später zum Verhängnis geworden wären. Die Pläne sind bereits geändert und jetzt warten wir eigentlich nur noch auch ein Holzmuster und einen definitiven Montagetermin.
Unser Einrichtungsverhalten hat sich auffällig geändert, seit wir uns für individuell angefertigte Möbel an einigen Stellen entschieden haben: Wir bringen nur noch sehr selten Zeit im Möbelmarkt zu (sehr untypisch für Häuslebauer). Die Marschroute ist jetzt: Erst mal auf die neuen Möbel warten.
Wir haben diesen Weg in den letzten Tagen intensiv weiter verfolgt und seit Montag ist klar. Wir machen das tatsächlich! Wir haben eine Tischlerei / Schreinerei gefunden, dem wir zutrauen, unsere Wohnung so zu möblieren, wie wir uns das vorstellen. Dabei werden die einzelnen Oberflächen dann (hoffentlich) optimal zusammen passen, die Räume werden optimal ausgenutzt. Kniestöcken z.B. werden wir den maximal möglichen Platz entlocken, und in einem speziellen Raum versuchen wir was verrücktes (später dazu mehr).
Wir haben einen Innenarchitekten in der Verwandtschaft, der sich mit Ladeneinrichtungen beschäftigt. In den letzten zwei Tagen haben wir uns mit ihm hin gesetzt und nach Lösungen für unsere (derzeit noch) leeren Räume gesucht. Er hat uns das eine oder andere skizziert und macht uns nun Pläne. Mit diesen Plänen werden wir zu Tischlereibetrieben gehen, und uns Angebote machen lassen.
Und gleich nochmal das Thema “Möbel”. Dieses mal etwas philosophisches: Warum haben eigentlich so viele Schreibtische und sogar Computertische Tastaturauszüge?
“Heute ist wie Weihnachten. Und nachher ist Bescherung!” sagte meine bessere Hälfte gestern morgen. Denn gestern morgen kam die Küche.
Unser Arbeitszimmer ist ein Vertreter dieser Gattung. Selbst nach dem Aufstellen der Schreibtische und einiger Möbel hallt es noch lustig vor sich hin. Lange freie Wandflächen die bis in das Dachspitz hoch laufen bieten dem Schall genug Flächen für Reflexionen.
“Gönnen Sie sich einen Umzug mit dem Chef persönlich” schrieb “Kieslich Umzüge” in seiner Werbung. Damit war klar: Es ist ein kleines Umzugsunternehmen. Und der Chef war tatsächlich mit dabei und hatte alle Fäden in der Hand. Seine Truppe (er und 4 Mitarbeiter) ist bei uns am Donnerstag morgen gegen kurz vor 9 Uhr angerückt und hatten unsere 200 Kartons und einige Möbel bereits gegen 16.30 Uhr ins neue Haus getragen.
Wer sich regelmäßig über die Wartezeiten im Wartezimmer seines Arztes ärgert, dem empfehle ich, einfach mal bei Ikea die Warenausgabe zu besuchen.
In einem Möbelmarkt hier ganz in der Nähe steht bereits seit Jahren ein ganz besonderes Designerstück: Ein superschiefer Kleiderschrank. Eigentlich steht er nur deshalb immer noch dort (und nicht bei uns), weil auf dem Preisschild eine Zahl steht, die mit “4″ beginnt und der dann noch drei weitere Ziffern folgen.
Vor einigen Wochen
Beim 
