Hat der Gasstreit Konsequenzen?
Samstag, den 7. Januar 2006
Vor ein paar Tagen las ich im BauNetz eine Meldung über einen Appell des baden-württembergischen Wirtschaftsministers, bei Hausbau und Modernisierung den fossilen Energien der Rücken zu kehren und das Heizen mit Solaranlagen, Wärmepumpen und Pelletsheizungen zu bewerkstelligen. Anlass war der russische Gasstreit.
Logo dachte ich, das hat sich ja auch schon weitestgehend durchgesetzt. Im Bekanntenkreis und in anderen Hausbaublogs lese ich immer wieder davon.
Nur 24 Stunden später wurde ich eines besseren belehrt. Wärmepumpen z.B. werden bundesweit nur zu 5% in Neubauten eingesetzt. Den Hinweis auf den Artikel dazu fand ich im Wärmepumpenblog.
Seit 4 Tagen sind wir Stromerzeuger. Die Photovoltaik auf dem Dach ist planmäßig ans Netz gegangen und liefert trotz Schmuddelwetter bereits die ersten Kilowattstunden in das Netz unseres Stromversorgers.
Die Bauphase ist gerade erst beendet – schon steht ein neues Gerüst am Haus. Dieses mal zwar nur an einer Seite, trotzdem fühlt man sich ein wenig geflashbackt (schönes neue Wort!).
Wir haben das Warmwasser-Solar bei uns auf dem Dach in eine Ecke platziert, damit wir zeitnah die restliche Dachfläche mit Photovoltaik-Elementen belegen können.
Die Sole, die in den Röhren der Solaranlage kreist und die gewonnene Wärme abführt, wird durch zwei Schläuche an den Seiten der Kollektorfläche heraus geführt und durch eine spezielle Schindel in das Dach und weiter bis unten in den Keller geleitet. Die Sole-Leitungen erkennt man im Haus an der durchgehenden Isolierung.
…habe ich mir dieses Spielzeug ausgesucht. Ein Männerspielzeug eben. Gestern wurde es geliefert.
Viele unserer Fertig-Wände haben bereits eine vorbereitete Verrohrung für die kontrollierte Be- und Entlüftung. Dabei wird die Raumluft an definierten Stellen eingeblasen und an anderen Stellen abgesaugt. Der Raum wird dadurch regelmäßig be- und entlüftet und mit Sauerstoff versorgt, die Energie in Form von Wärme an die Wasserkreisläufe abgegeben. Daraus entsteht warmen Brauchwasser und Warmwasser für die Fußbodenheizungen. Das Raumklima wird dauerhaft auf gleichbleibender Qualität gehalten, das „Stoßlüften“ fällt
Da bei uns viele Rechner laufen (einige Tag und Nacht) finde ich es traurig, dass die Abwärme von Netzteilen und Prozessoren einfach so durch das Fenster entlüftet wird. Oder im Sommer sogar mit zusätzlicher Klimaanlagenpower herunter gekühlt wird.
