Sisyphusarbeit
Samstag, den 30. Juli 2005
Nachdem übereifrige Maler die Risse in unseren Naturholzbalken bereits zugespachtelt hatten, dauerte es nur wenige Tage bis sich um die Spachtelmasse herum neue Spalte bildeten. Holz arbeitet nun mal (in diesem Beitrag gibt’s sehr interessante Kommentare zu diesem Thema).
Wir haben deshalb darauf bestanden, dass die in unseren Augen sinnlose Spachtelaktion rückgängig gemacht wird.
Muss eine ziemliche Sisyphusarbeit gewesen sein, das Spachtelzeug aus den (zum Teil feinen) Spalten heraus zu fummeln. Aber auch solche “Strafarbeiten” werden derzeit bei uns im Haus sehr sorgfältig ausgeführt: Die Balken sind wieder im Originalzustand, sämtliche Spachtelmasse wurde sauber entfernt.
Ein weiterer Eintrag in der Kategorie “Das machen wir immer so”: Die Risse in den Ecken unseres Hauses waren eingeplant.
Über Sinn oder Unsinn eines Blowerdoor-Tests kann man streiten. Bei einem Haus mit kontrollierter Be- und Entlüftung oder bei einem Passivhaus braucht man jedoch nicht darüber streiten: Hier kommt es auf geringe Luftwechselraten an und ein Blowerdoor gehört auf jeden Fall mit ins Repertoire.
Mit 3 dicken Musterbüchern waren unsere Maler angerückt. Und mit einem Regelwerk für Aufpreise und Zusatzabrechnungen. Vieles aus den Büchern konnten wir uns zum vertraglich vereinbarten Preis aussuchen. Bei recht dünnen Tapeten jedoch wurden wir darauf hingewiesen, dass vor dem Tapezieren noch ein Extra-Arbeitsgang (weiteres Spachteln) notwendig sei und dieser Aufpreis kosten würde. Leider waren die meisten wirklich schönen Tapeten nach dem Weltbild des Malers “dünn”.
