Beginn der Heizsaison
Samstag, den 7. Oktober 2006
… in Etappen. Da auch bei uns so langsam die Wohnraumtemperatur unter die Wohlfühlgrenze fällt, haben wir heute den Bypass unserer Lüftung aufgehoben. Seit heute wird die warme Abluft wieder im Kreuzwärmetauscher an der kalten Frischluft vorbei geführt. Gerade im Moment bedeutet das z.B.: Die 15 Grad warme Außenluft wird durch die Wärmerückgewinnung mit 19 Grad in die Räume eingeblasen.
Auf diese Weise wird es wohl noch eine Weile dauern, bis die Heizungen wieder an die Front müssen. Immer voraus gesetzt, wir bekommen nicht schon im Oktober den ersten Wintereinbruch…
Im Urlaub auf Kreta fiel uns auf, dass ausnahmslos jedes Haus auf der Insel eine Warmwassersolaranlage besitzt. Sicher, dort steht die Sonne senkrechter, ausserdem gibt es mehr Sonnenstunden. Trotzdem wird man nachdenklich. Ich wurde jedenfalls das Gefühl nicht los, das erheblich (!) geringere Anschaffungskosten dort den Ausschlag dafür geben, dass ausnahmslos jedes Haus auf Öl oder Gas für die Warmwasserbereitung verzichtet. Und da auf den Anlagen meist die Namen von prominenten europäischen Herstellern standen, kam mir spontan der Gedanke an einen “Re-Import”.
Hoppla: Da wird dem einen oder anderen Häuslebauer unter Umständen etwas aus dem Budget gestrichen, was schon fest eingeplant war: Seit längerem gibt es öffentliche Zuschüsse für Warmwassersolaranlagen. Auch wenn der Zuschuß bisher keineswegs sicher war, so wurde er meist als fester Posten in den Investitionsplan beim Hausbau mit eingerechnet. Das Bundesumweltministerium
In unserem ersten durchgehenden Sommer bemerken wir einen recht eindrucksvollen Effekt mit unseren Fußbodenheizungen:
Es geht um die Farbe und um die Verfärbungen des Aussenputzes. Als es schneite fiel mir beim Stapfen im hohen Neuschnee auf, dass der Putz keineswegs schneeweiß ist und dass im Bereich der Luftausblasung bereits deutliche Verfärbungen zu sehen sind. Unsere Wärmepumpe und die kontrollierte Wohnraumlüftung saugen und blasen ihre Luft durch zwei Lichtschächte.
In den vielen Gebieten Deutschlands hatten Hausbesitzer damit zu kämpfen: Eine lange Periode mit tiefen Temperaturen. Ein Winter, der bis weit in den März hinein eisig daher kommt. Wetter ist in vielen Hausbaug-Blogs ein Thema, heute möchte ich mich anschließen.
Verkauft werden diese Anlagen jedoch meist über das Argument der “Wirtschaftlichkeit für den Eigentümer”. Rechnet man nach, so zeigt sich, dass die Wärmepumpe tatsächlich meist nur geringfügig wirtschaftlicher ist als z.B. eine Brennerheizung. Der wirtschaftliche Kick stellt sich erst ein, wenn der Energieversorger einen sog. “Wärmpumpentarif” einräumt. Dieser liegt meistens erheblich (!) unter dem normalen Haushaltsstromtarif.
Gestern lese ich in in einer Zeitung die Headline: “In diesem Winter heiß geliebt”. Im Artikel wird beschrieben, dass die Pelletsproduzenten von der
Wärmepumpen und Lüftungsanlagen strahlen kaum noch Wärme ab. Dementsprechend kalt ist es bei uns im Heizungskeller. Die Temperatur beträgt bei 0 Grad Aussentemperatur ca. 10 Grad, wird es noch kälter geht es bis 7 Grad runter. Das umgebende Erdreich verhindert vermutlich, dass es noch kälter wird.
In den vergangenen 8 Wochen lag die Tageshöchsttemperatur nur selten über 4 Grad, im Schnitt war es tagsüber ca. 1-2 Grad kalt. Nachts hatten wir Temperaturen bis -10 Grad. Man könnte also von einer “winterlichen Heizperiode” sprechen. Für eine Wärmepumpe bedeutet das: Grenzfall, höchste Belastung. Als Wärmepumpenbetreiber möchte man da natürlich wissen, wie viel Strom sich so ein Gerät an den richtig kalten Tagen tatsächlich einverleibt.
Im Winter bringt eine Brauchwassersolaranlage keinen Nutzen. Dachte ich.
