Mieter unter Dach und Fach
Freitag, den 6. April 2007
Seit ein paar Tagen hat hier ein heftiger Flugbetrieb eingesetzt. Die Ursache: Mehrere Meisen (vermutlich Blaumeisen) haben sich entschlossen, ihre Nester nicht in Wald und Flur, sondern bei uns zur Untermiete zu bauen.
Als Mietwohnung haben sie sich dafür keine offenen Balken ausgesucht, sondern den Bereich zwischen Dachschindeln und Unterspannbahnen. Und dies nicht nur bei uns, sondern auch bei unseren Nachbarn.
Ich hätte vorher nicht für möglich gehalten, dass Meisen in der Lage sind, durch die wirklich schmalen Überlappungs-Spalte zwischen den Dachschindeln hindurch unter die Schindeln zu gelangen und dort auch noch ein Nest zu bauen.
Die Geräuschkulisse auf dem Dachboden deutet darauf hin, dass der Nachwuchs bereits im Nest sitzt.
Da die Meisen niemanden stören, haben wir uns dazu entschlossen, nichts dagegen zu unternehmen, bis uns jemand vom Gegenteil überzeugt. Schließlich haben die Meisen auch nichts gegen uns unternommen, als wir unser Nest in ihrem Lebensraum gebaut haben…
Den Winter haben wir voraussichtlich noch vor uns (sofern er dieses Jahr nicht ganz ausfallen sollte).
Wenn man den Wetterdiensten glauben darf, steht unseren Dachschindeln und den Photovoltaikelementen die bisher heftigsten Bewährungsprobe bevor.
In den letzten paar Wochen ist das weiß gestrichene Holz auf der Wetterseite unseres Hauses heftig eingeschmutzt. Was im Herbst noch weiß aussah, ist nach den Regenstürmen der letzten Wochen ganz schön verwittert.
Am Wochenende haben wir uns in der Gegend von Paris herum getrieben. Als neugebackener Hausbesitzer kommt man nicht umhin, hier und da mal auf die Bauweise neuer Häuser zu schauen. Dabei fiel uns auf, dass neue Häuser in Nordfrankreich scheinbar durch die Bank mit Dächern ohne jeglichen Überstand gebaut werden.
Letztere ist nämlich eine bedrohte Tierart, die in einigen Bereichen Deutschlands ausgestorben ist. Viele Menschen wissen gar nicht, dass
… wird sich das Geschöpf gedacht haben, als es auf der Rückseite unseres Hauses unter der Dachfläche damit begann, Erweiterungsarbeiten vor zu nehmen.
Eigentlich habe ich mit mehr Widerstand durch den regionalen Stromversorger gerechnet. Genau das Gegenteil war jedoch der Fall: Ich wurde schnell, serviceorientiert und freundlich behandelt. Wie ein Kunde, obwohl ich Lieferant bin.
Hoppla, da schmilzt ja isoliert Schnee auf dem Dach weg!
Wer keine Wärmebildkamera zur Verfügung hat, der wartet einfach auf den ersten
Seit 4 Tagen sind wir Stromerzeuger. Die Photovoltaik auf dem Dach ist planmäßig ans Netz gegangen und liefert trotz Schmuddelwetter bereits die ersten Kilowattstunden in das Netz unseres Stromversorgers.
