Hahn am Korb vorbei
Mittwoch, den 2. November 2005Viele Fehler aus der Planungsphase stellen sich erst im Laufe der Zeit heraus. Einige auch erst, wenn man aus der Verklären “Alles-so-schön-neu-hier”-Phase heraus ist.
Nachdem unser Waschbecken im Bad gerade hängt und die richtige Silikonfuge hat, bemerken wir nach und nach, dass man uns eigentlich einen unpassenden Wasserhahn dazu verkauft hat. OK, formulieren wir das etwas fairer: Wir haben den Hahn aus vier Vorschlägen ausgewählt und niemand hat uns davon abgehalten.
Da man bei der Bemusterung die Hähne in aller Regeln nicht in Funktion (mit Wasser) sieht sondern bestenfalls ein wenig trocken daran herum spielt, fällt uns erst jetzt nach und nach auf, dass der Hahn eigentlich viel zu kurz für die Waschbeckengröße/-tiefe ist. Zum Hände waschen muss man recht weit in den flach auslaufenden Randbereich des Waschbeckens und läuft dabei in der Regel “auf Grund”.
Irgendwann, wenn der Hahn uns ausreichend geärgert hat, werden wir ihn wohl ersetzen.
…denn einige unserer Fugen bettelten nach dem flexiblen Zeug.
Ein (PR-)
Wieder so ein Detail, bei dem wir nicht lange suchen mussten sondern bei der Bemusterung spontan zugegriffen haben: Die Türklinken.
Es ist unglaublich, wie lange man über die Höhe einer Handtuchhalterstange philosophieren kann. Über die Bordüre? Aber dann ist die Bordüre ja weg. Darunter? Was ist mit langen Badetüchern? Wie hoch setzen dass denn andere Leute? Wie bitte? In Augenhöhe? So hoch? Soll sie mittig an die Wand? Oder etwas weiter nach links? Oder nach rechts?…
Der Fliesenleger hat seine Arbeit aufgenommen und zunächst mit den Wandfliesen im Bad begonnen. Mit dem Boden wartet er noch ein oder zwei Tage, da die Estrich-Heizphase gerade erst abgeschlossen wurde.
Bevor ich zum Thema komme muss ich vorweg schicken, dass wir Markenmuffel sind. Große Namen können uns in der Regel nicht wirklich beeindrucken.
Seltsamerweise hat das bemustern der Türbeschläge bei uns nur wenige Augenblick gedauert. Wir sind an den ausgestellten Türklinken vorbei gelaufen und waren uns ziemlich schnell einig, dass es “die da” werden sollen.
Mit 3 dicken Musterbüchern waren unsere Maler angerückt. Und mit einem Regelwerk für Aufpreise und Zusatzabrechnungen. Vieles aus den Büchern konnten wir uns zum vertraglich vereinbarten Preis aussuchen. Bei recht dünnen Tapeten jedoch wurden wir darauf hingewiesen, dass vor dem Tapezieren noch ein Extra-Arbeitsgang (weiteres Spachteln) notwendig sei und dieser Aufpreis kosten würde. Leider waren die meisten wirklich schönen Tapeten nach dem Weltbild des Malers “dünn”.

