Bröselgespräch

Heute morgen war ein Mitarbeiter der Firma bei uns, die die Fliesen im Haus gelegt hat. Unser Hausbauunternehmen hatte dieses Gewerk fremd vergeben, daher war uns im Vorfeld ein wenig mulmig zumute.

So begann der Besuch als mit gemischten Gefühlen, als der Mitarbeiter zu erklären begann, dass die Fugen natürlich nicht allem standhalten können und dass die Festigkeit immer auch ein wenig differieren kann.

Fuge zerbröseltAls er dann jedoch ein Teppichmesser zuckte und damit über eine Fuge fuhr, wurde er sehr schnell ruhig (siehe Bild). Oder um Herrn Hoffmann zu zitieren: „Er hat das dann auch gleich eingeseh’n…

Was uns sehr gefreut hat: Der Termin für die Nachbesserung ist bereits kurzfristig vereinbart. Am Freitag wird das fehlerhafte Fugenmaterial rausgekratzt und neu verfugt.

7 Kommentare zu “Bröselgespräch”

  1. holger

    was für eine feine arbeit… *fg*
    um wieviel m² fliesen handelt es sich denn?

  2. Stefan

    @Holger: Es geht um knapp die halbe Bodenfläche des Arbeitszimmers im DG. Das dürften so 20-25 m² sein. Gut dass ich’s nicht machen muß.
    Nachste Woche kommen die Einbaumöbel, wollen wir hoffen, dass die Sache tatsächlich diesen Freitag über die Bühne geht…

  3. Hausbau Erfahrungen » Blog Archive » Strafarbeit - Ein Fertighaus entsteht: Bauen / Umziehen / Einrichten / Wohnen...

    […] Es gibt Arbeiten, die ich meinen ärgsten Feinden nicht zumuten möchte. Dazu gehört z.B. das Entfernen von Fugen, die zu weich geraten sind. […]

  4. Fliesenfachbetrieb Conradi

    Tja dafür wars aber wieder mal billig.

    Warum gibt man für ein Auto mal eben so 30.000 € aus, aber beim Bad oder Wohnzimmer wird geknausert.Da der Fliesenleger viel zu teuer ist.
    Alles vom Feinsten aber das Verlegen darf nix mehr kosten.So kommen halt die Billigheimer zum Zug und nicht ein Fachbetrieb.Das Ergebnis ist immer das gleiche: Man kann sich nicht einen Mercedes SLK 600 bestellen und dann nur den Preis für einen Lada bezahlen wollen.
    Wer fachlich korrekte Arbeit haben möchte kriegt das nicht zum Dumpingpreis.Nur von unseren Nachbarn aus Polen oder Tschechien.Aber da sind die Lebenshaltungskosten ja auch nicht so hoch wie hier…

    UND EIN BAD HÄLT IN DER REGEL 20- 25 Jahre WENN ES FACHLICH KORREKT AUSGEFÃœHRT WURDE.2 MAL SO LANGE WIE MANCHES AUTO…

  5. Stefan

    Lieber Fliesenfachbetrieb Conradi, ich möchte Ihnen ja nicht die Illusion nehmen, aber die Ausführung hat ein „Tradions-Fachunternehmen“ hier aus Baden-Württemberg übernommen, alle Mitarbeiter sprachen fließend deutsch, Slogans wie „Natürlich vom Profi“ und „Fiesenlegermeister“ stand stolz überall auf den Autos.

    Ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten, aber man könnte unken, dass ein polnischer Nicht-Innungsbetrieb wohl auch nicht mehr Unfug getrieben hätte. Und zwischenzeitlich sind mir Flüche über die Lippen gekommen, die hatten etwas mit Tschechen zu tun. Es ging dabei aber eher weniger um schlechte Qualität aus Tschechien. Eher darum, dass ich mich geärgert habe, den Auftrag nicht selber an günstige Tschechen vergeben zu haben. Dann hätte ich vermutlich weniger Ärger gehabt und zusätzlich noch den SLK600, das Ihnen so am Herzen liegt.

    Ich bin trotzdem froh, dass ich’s regional vergeben habe. Denn den SLK600 finde ich häßlich.

  6. Fliesenfachbetrieb Conradi

    kann ich nachvollziehen.Es gibt natürlich auch Betriebe die Ihr Handwerk gelernt haben, und trotzdem kann mal was schiefgehen.Ich hab mich nur letztens über einen Kunden geärgert dem ich das gleiche erzählt habe.Der wollte von mir ein Komplettes bad mit ca 20 m2 Wand und 8 m2 boden für 750 Euro inkl. Material und MwSt gemacht haben.
    Da ging mir doch etwas die Hutschnur hoch wie Sie sich sicher vorstellen können…

  7. Fliesenfachbetrieb Conradi

    zu Ihren Fugen kann ich nur sagen: Entweder war es Billigmaterial was die verarbeitet haben, oder sie haben den Fugenmörtel so dünn wie Wasser angerührt, sodass der WZW (waserzementwert) nicht mehr stimmt.



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