Schipp Schipp, Hurra!
Freitag, den 25. November 2005Ich liebe Schnee. Endlich hat uns der erste Schnee auch ein wenig eingepudert. Über Nacht sind ein paar Zentimeter weißen Pracht vom Himmel gefallen. Natürlich gibt’s später auch ein Foto, aber dazu muss es erst noch hell werden.
Nun stehe ich hier, bewundere die weiße Landschaft, und frage mich: Wie läuft das in einer Neubausiedlung wie unserer mit dem Schneeschaufeln?
So weit ich weiß sind in Deutschland die Winterpflichten geregelt, dass von Anwohnern zwischen 7 und 20 Uhr die Gehwege frei gehalten werden müssen. Bei uns gibt’s aber keinen Gehweg. Nur den öffentlichen Weg, der die (überwiegend gerade im Bau befindlichen) Häuser unserer Neubausiedlung mit der Landstraße verbindet.
Hmmm…
Ob ich da mal bei der Stadtverwaltung anrufe und frage, wie die Räumpflicht in unserem Fall ausfällt?
Bis dahin könnten wir ja dieses Warnschild aufstellen, damit es keine vorweihnachtliche Pannen gibt (gesehen in Südnorwegen).
Damit wir und unsere Gäste nicht fortwährend Lehm und Dreck ins Haus tragen, haben wir den Bereich vor dem Haus in den letzten Tagen noch mal provisorisch neu einschottern lassen. Durch einen Zufall kamen wir günstig an einen feinen Granitschotter. Wenn man über den läuft, bleiben die Schuhe erstaunlich sauber.
Das
Wir haben diesen Weg in den letzten Tagen intensiv weiter verfolgt und seit Montag ist klar. Wir machen das tatsächlich! Wir haben eine Tischlerei / Schreinerei gefunden, dem wir zutrauen, unsere Wohnung so zu möblieren, wie wir uns das vorstellen. Dabei werden die einzelnen Oberflächen dann (hoffentlich) optimal zusammen passen, die Räume werden optimal ausgenutzt. Kniestöcken z.B. werden wir den maximal möglichen Platz entlocken, und in einem speziellen Raum versuchen wir was verrücktes (später dazu mehr).
Das hat eine ganze Weile gedauert, aber mit dem Ergebnis sind wir rundherum zufrieden:
Seit 4 Tagen sind wir Stromerzeuger. Die Photovoltaik auf dem Dach ist planmäßig ans Netz gegangen und liefert trotz Schmuddelwetter bereits die ersten Kilowattstunden in das Netz unseres Stromversorgers.
Der 
Einige Rechner und eine ganze Reihe Geräte laufen bei uns nachts durch. Außerdem passiert es bei uns nicht selten, dass nachts mal eine Waschmaschine, eine Spülmaschine oder ein Trockner läuft.
Da haben wir nicht schlecht gestaunt: Vor ein paar Tagen fuhr ein Fahrzeug der Stadt neben unserem Haus vor und pflanzte in einer kleinen Verkehrsberuhigungsinsel bei unserem Grundstück einen Baum.
Beinahe wäre es so weit gewesen: Das Telefon hatten wir schon in der Hand, die Telefonnummer vom Sanitärservice unseres Hausbauunternehmens bereits raus gesucht. Aber dann sind wir in uns und in unsere Heizungsanlage gegangen.
