Zum Thema Einbruchschutz

Ungeeigneter EinbruchschutzGeorg Jaspert hat leidvolle Erfahrung mit dem Thema „Einbruch“ gemacht. Vor einiger Zeit hat er in Düsseldorf in einem Neubaugebiet gebaut. Nur wenige Wochen nach Baufertigstellung wurde er Opfer einer organisierten Einbrecherbande.

Als ich Georg bat, für unser Hausbaublog mal ein paar Sätze zum Thema „Einbruch-Schutz“ zu schreiben, dachte ich im Traum nicht daran, dass so etwas umfangreiches und geniales dabei heraus kommt. Eigentlich ist es ein Leitfaden zum Thema Einbruchschutz geworden.

Wir freuen uns auf Eure Kommentare. Und damit dieser wertvolle Beitrag nicht als „normaler Blogeintrag“ nach unten scrollt, habe ich einen festen Link rechts in der Navigation unter „Specials“ gesetzt.

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Zum Thema Einbruchschutz
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Text von Georg Jaspert.

Zum Thema Einbruchschutz möchte ich gerne Informationen und Gedanken aus eigener Erfahrung weitergeben. Neben Daten und Fakten habe ich auch meine eigene Meinung eingebracht.

Zur Situation
Überall in Deutschland wird eingebrochen, keine Wohnbereiche sind hiervon ausgenommen. Statistisch ist jeder einzelne etwa alle 60 Jahre betroffen. Statistisch heißt hier dass es Menschen mit mehr als einer Einbrucherfahrung gibt und andere die ihr ganzes Leben davon verschont geblieben sind.

Nach meiner Erfahrung ist die Häufigkeit der Einbrüche pro Einwohner weitgehend stabil. Das bedeutet dass in Ballungszentren die absolute Zahl der Einbrüche höher ist als im ländlichen Bereich. Heruntergebrochen auf die Einbrüche pro Einwohner ergeben sich hier unbedeutende Unterschiede.

Wer glaubt gut versichert zu sein und einen Einbruch aus materieller Sicht nicht scheut sei gewarnt. Die psychische Belastung eines Einbruches ist nicht zu unterschätzen. Das Gefühl, dass jemand ungefragt in die eigene Privatsphäre eingedrungen ist, trägt häufig viel schwerer als der Verlust des entwendeten Eigentums. Sehr häufig habe ich von dem Einbrecher-Ritual gehört, im Wohnraum deutliche Spuren zu hinterlassen, wenn sich der Einbruch nicht gelohnt hat und im Gegenzug den Wohnraum zu schonen, wenn es ein lohnender Bruch war.

Einbrecher ist nicht gleich Einbrecher.
Es gibt Jugendliche die im Rahmen einer Mutprobe ein gekipptes Fenster nutzen um eine Trophäe aus dem Haus zu ergattern. Es gibt Einbrecher im angetrunkenen Übermut und andere Einbrecher die nicht mein Interesse wecken… und es gibt die organisierte Kriminalität die systematisch über das Land herfällt und gezielt zuschlägt nachdem sie sich im Vorfeld ein Bild von den Verhaltensweisen der Anwohner und der zu erwartenden Beute gemacht haben. Wer das nicht glaubt achte bitte ab Oktober/November in der Lokalpresse auf mittelalterlich anmutende Raubzüge in den Stadtteilen. Vor diesen Einbrechern ist niemand sicher und es gibt kaum einen wirksamen Schutz gegen sie. Diese „Profis“ nutzen ihr Know-How jedoch sehr gezielt, so dass es nur dort zur Anwendung kommt, wo es sich offensichtlich lohnt. Ich spreche von Einbrechertrupps mit bis zu 10 Mann die ausnahmslos jede Sicherung außer Kraft setzen und jedes Hindernis überwinden können, wenn sie genug Zeit haben.

Überlassen wir diese Problem den Millionären und wenden wir uns nun wieder den durchschnittlichen Haus- und Wohnungsnutzern zu.

Wer ist betroffen:
Betroffen ist wie schon erwähnt ausnahmslos jeder. Man stelle sich einfach mal vor es ist November/Dezember, also eine Zeit in der es recht früh dunkel wird, eine Zeit in der bereits gegen 17 Uhr die Lichter in den Häusern angehen. Wer bis 17:30 Uhr weder Licht einschaltet noch Rollläden schließt ist offensichtlich nicht Zuhause, oder schläft tief und fest genug.

Wie gehen sie vor:
Es ist aber auch verführerisch leicht. Benötigt wird ein Vorposten mit einer Handy-Freisprecheinrichtung und ein Einbrecher mit einem Handelsüblichen Schraubendreher der im Jackenärmel versteckt werden kann und schon kann eine scheinbar harmlose und neugierige Wanderung ums Haus starten. Hinten angekommen wird der Schraubendreher unter der Türe oder unterm Fenster angesetzt und kräftig gehebelt. Ungeübte benötigen bei einem Handelsüblichen Fenster/Türe bis zu 3 Minuten, erfahrene brauchen etwa 10 Sekunden um ein Fenster/Türe zu öffnen. Der Einbrecher trägt natürlich auch eine Handy – Freisprecheinrichtung und wird von dem Vorposten über alle Geschehnisse vorm Haus informiert und gewarnt. Dieser Vorposten kann bei heimkehrenden Hausbewohnern diesen auch noch durch dumme Fragen vom Eindringen in sein Eigenheim abhalten. Die Situation ist derart schlüssig und einfach, dass man nicht viel Mut benötigt um hier kriminell zu werden.
Eines haben Einbrecher alle gemeinsam. Es muss schnell gehen und es darf nicht viel Lärm machen, der Nachbarn warnen könnte.

Wer kann beraten:
In NRW tut es die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle, die mit hoher Fachkompetenz und ausgezeichneten Tipps in unterschiedlichen Lebenslagen kostenfrei berät. Vor dem Haus- und Wohnungsbau in den Beratungsstellen mit Anschauungsmaterial, und nach dem Bau durch Hausbesuche und Beurteilungen der „Ist-Situation“ vor Ort, in NRW kostenfrei.

Wie können Sie sich schützen:

1.: Durch Ihr Verhalten:

Zunächst die Sofortmaßnahmen, die jeder mit wenig Geld und Aufwand umsetzen kann. Wer Zeitschaltuhren einsetzt zwingt den Beobachter auf jeden Fall schon mal länger zu beobachten. Wenn der Nachbar unvorsichtiger ist, wird der Beobachter vielleicht schon ausreichend vom eigenen Haus abgelenkt. Ein dunkles Haus erscheint eindeutig risikolos, ein beleuchtetes Haus lässt mehrere Möglichkeiten der Interpretation.

Eine außen stehende Leiter, die in der Bauphase vermutlich öfter gebraucht wird und daher am Haus angelehnt bleibt, dient dem Einbrecher auch für Häuser in der Nachbarschaft um gekippte Fenster oder ungesicherte Fenster leichter zu erreichen. Bitte sorgen Sie dafür, dass in Ihrer Nachbarschaft keine Leitern herumstehen, oder sichern Sie diese z.B. mit einem Fahrradschloss.

2.: Durch bauliche Maßnahmen:

Der Einbruch eines Profis in ca. 10 Sekunden bezieht sich auf ein Standartfenster/Türe, wie sie in der Regel verbaut werden. In der Regel heißt hier, dass ca. 90% alle Fenster und Türen in Deutschland über keinen Einbruchschutz verfügen. Dies gilt nicht für die Hauseingangstüren. Diese sind in der Regel ausreichend sicher.

Als ausreichend sicher gilt die Fertigung von Fenstern und Türen nach DIN V ENV 1627ff WK2, kurz WK2. WK steht für die Widerstandsklasse. Während Einbrecher für das Eindringen in Standard-Türen und -Fenster ca. 10 Sekunden benötigen sie ca. 15 Minuten für einen Einbruch in WK2 gesicherte Häuser und deutlich länger wenn sie ungeübt sind. Ja, sie können einen erheblichen Schaden an den Türen anrichten, aber rein kommen sie nicht so leicht. Ausreichend erscheint es wenn die leicht zugänglichen Fenster nach WK2 gesichert sind, auch die die über Balkon, Garage, Pergola o.ä. zu erreichen sind. Das frühzeitige „drum kümmern“ kann Geld sparen, da das Nachrüsten vorhandener Fenster nach WK2 sehr arbeitsintensiv ist und etwa 10 mal soviel Kosten verursacht wie die direkte Berücksichtigung bei der Erstbestellung.

Ich möchte kurz noch auf den Unterschied zwischen Holz- und Kunststofffenster eingehen. Kunststofffenster können ohne WK2 nahezu geräuschlos geöffnet werden, während Holzfenster beim Einbrechen mit Schraubendreher viel Krach machen.

Sollte es einen Zugang über Kellerfenster geben, wird dieser von Einbrechern gerne genutzt weil diese i.d.R. besonders leicht zu öffnen sind. Eine gute Möglichkeit bieten hier eine Art Gefängnisgitter. Man bohre einfach rechts und links vor die Fenster von außen in die Wände je ein tiefes und großes Loch. So groß dass eine handeslübliche Wasserleitung in das Loch passt. Eine Loch tiefer als das andere (z.B. rechtes Loch ca. 15 cm, linkes Loch ca. 5 cm.) dann kann die Eisenstange erst in das tiefere Loch gesteckt werden und in das kürzere zurückgezogen werden. Vorher sollten die Löcher mit Zement oder Schwerlastkleber gefüllt werden, damit die Standen anschießend fest verklebt sind und nicht entnommen werden können. Die Stangen können vorher mit Zement gefüllt werden um die Stabilität zu erhöhen, oder sie nehmen gleich VA Stahl. Der ist zwar teurer sieht aber auch schöner aus und ist schwerer zu bearbeiten, eine gewünschte Wirkung. Der Abstand der Stangen sollte so gewählt werden, dass auch der Kopf und Körper eines Kleinkindes nicht hindurch passt.

Sollten Ihr Haus über einen zusätzlichen Eingang vom Garten in den Keller verfügen, so werden dort häufig stabil anmutende Feuerschutztüren (Stahltüren) verbaut. Diese stellen für Feuer einen angemessenen Schutz dar, aber nahezu keinen für Einbrecher. Schraubendreher genügt meistens.

3.: Durch bauliche Einbruchmeldeanlagen:

Der Volksmund spricht von Alarmanlagen. Letztlich melden diese aber lediglich einen Einbruch. Eine Meldung die bei Autos kaum jemanden interessiert. Es Anlagen die mit Funksignalen in Verbindung stehen und welche die über eine Kabelverbindung kommunizieren. Letztere ist ohne Zweifel sicherer. Insbesondere kostengünstige Funk-Anlagen senden im öffentlichen Funkkanal (alles andere ist genehmigungspflichtig), so wie auch Ihr elektrisches Garagentor oder das Ihres Nachbarn. Die Quelle für Fehlmeldungen und einen Fehlalarm ist nahezu unendlich. Wenn Sie kostengünstige Einbruchmeldeanlagen mit einer automatischen Alarmmeldung bei der örtlichen Polizei koppeln, könnte es ein teurer Spaß werden. Anlagen die über Kabel kommunizieren sind da deutlich sicherer. Letztlich können aber auch diese Einbruchmeldeanlagen einen Einbruch nur melden und nicht verhindern. Mich würde es nicht glücklich machen nach einem Einbruch von meiner Einbruchmeldeanlage die Bestätigung zu erhalten das eingebrochen wurde. Darüber hinaus habe ich bereits gehört, dass professionelle Einbrecher kostengünstige Einbruchmeldeanlagen sehr effektiv außer Kraft setzten können. Für eine hochwertige Einbruchmeldeanlage, galvanisch gekoppelt mit Meldung an die Polizei empfehle ich die Beratung durch die Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen.

Weitere Links zum Thema:
– „Einbruch“ bei Wikipedia

Bild: Malula.

22 Kommentare zu “Zum Thema Einbruchschutz”

  1. Generationenhaus

    Die Ausführungen sind wirklich interessant, aber ich bin mittlerweile fest überzeugt, dass derjenige der reinwill auch immer einen Weg findet. Trotzdem haben wir uns am Balkon für Fenster der Klasse WK 2 (Einbruchschutz durch Rundumverzapfung und Sicherheitsglas entschieden), denn wir hatten im letzten Jahr gleich zwei Erlebnisse dieser Art an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Wenn man aber der Statistik glauben darf, dann reicht das jedoch für unser ganzes Leben aus und es dürfte nichts dergleichen mehr passieren…..

  2. Sabine

    WK2 haben wir ja auch im ganzen UG und EG. Es wird die Profis nicht abhalten, aber den Gelegenheitsdieb hält es vielleicht ja ab. Wir werden sehen. Haben die bei Euch eigentlich gleich die verschließbaren Griffe die zu WK2 dazugehören angebracht? Bei uns hieß es, die kämen immer zu Schluß… Waren die Einbrecher bei Euch den erfolgreich oder konnte es vereitelt werden? Hoffe für Euch das die Statistik recht behält… :O)

  3. Schorsch

    WK2 und WK2 nach o.g. DIN sind nicht immer gleich. Nur die Schließbleche, die nach DIN gefertigt und verarbeitet wurden bieten ein „ausreichendes“ Maß an Schutz. Es gibt nur wenige Schließbleche, die die strengen Anfroderungen erfüllen, dagegen viele die es nicht tun und noch mehr die falsch verbaut wurden. Den Unterschied merkt der Einbrecher, wenn er nämlich im Idealfall ca. 1000 kg Kraft pro Schließblech aufbringen muß bei mehr als 10 vorhandenen pro Fenster. Aber letztlich hat das Generationenhaus zweifelsfrei die Wahrheit gesprochen. Man kann es nur schwerer machen, aber nicht unmöglich.

  4. das kleine gelbe haus » Nachtrag Nr. 12 - WK2-Fenster

    […] Schon im Juli letzten Jahres hat man sich bei Hausbau-Erfahrungen mit dem Thema Einbruchschutz beschäftigt. Für unsere EG-Fenster haben wir daraufhin auch Fenster der Sicherheitsklasse WK2 geordert. Mit 100 Euro fiel der Mehrpreis human aus. […]

  5. Hendrik42

    @Sabine, bei uns wurden erst normale Griffe angebracht, die abschliessbaren Griffe kamen später (Endmontage, wo auch die Fenster „gerade“ eingestellt wurden)

    Zum Text selbst: bei uns haben sie in unserem alten Haus eingebrochen und wir haben folgendes Fazit:
    – wer denkt, er hat nix, hat keine Ahnung was „nix“ für einen Einbrecher noch Wert ist. Bei uns wurden auch Gameboys mit einem Wiederverkaufswert von vielleicht 20 EUR geklaut.
    – Einbrecher sind doof. Teures Spezialequipment wurde nicht als solches erkannt und liegengelassen. Eine Reihe Gefäße, die offen waren, wurden aufgebrochen, weil die Einbrecher den Mechanismus nicht kapiert hatten.
    – Weil Einbrecher doof sind, werden sie auch versuchen, in ein WK2 gesichertes Haus einzubrechen, weil sie garnicht in der Lage sind, WK2 zu erkennen. Allerdings werden sie schneller aufgeben müssen.
    – Weil Einbrecher doof sind, müssen Abschrechungsmaßnahmen als solche klar erkennbar sein. Wenn es nicht wie eine Alarmanlage aussieht, dann wird es nicht als solche erkannt und wirkt nicht abschrechend! Rote, blinkende Lampen sind ein Muss! Es muss alles aussehen wie bei James Bond, das ist das zu erwartende Bildungsniveau.
    – Einbrechern ist brennendes Licht egal! Bei uns war damals eine Anwesendheits-Simulation via Zeitschaltuhr am Laufen. Einbrecher klingeln heute vor dem Einbruch! Echt! Warum auch nicht? Dann wird halt nach dem Weg gefragt oder so. Oder man fragt nach Jon Doe…
    – Einbrecher haben keinen Bock auf Bewegungsmelder (da fühlt man sich ertappt) und keinen Bock auf Lärm. Deswegen bleiben bei uns die Rolläden unten, wenn wir nicht da sind.

    Im neuen Haus haben wir auch WK2-Fenster (Holz) und ich kann nur sagen, dass es mit dem Einstellen keine Probleme gab. Auch nach fast einem Jahr im Haus keine Probleme (nix verzogen oder so).

    Ein zweiflügeliges Fenster hat bei uns pro Flügel sechs Pilzkopfzapfen und einen abschliessbaren Griff/Olive.

    Gruß, Hendrik

  6. Tina

    Hallo!

    Die Seite habe ich gerade mit großem Interesse verfolgt.
    Denn mein Mann und ich stehen gerade vor der Entscheidung ob wir Sicherheitsglas nehmen sollten oder nicht.

    – Welche Vor- / Nachteile bietet Sicherheitsglas?

    – Hat Sicherheitsglas wirklich eine schlechtere Wärmedämmung? (Dahingehend hat man uns nämlich beraten und von Sicherheitsglas abgeraten)

    Über Antworten würden wir uns freuen.

    Vielen Dank und Gruß,

    Tina.

  7. Hendrik42

    „Sicherheitsglas“ also sagen wir mal WK2 Fenster mit A3 (oder wars A2) Verglasung und WK2 Griffen und Rahmen kann eine schlechtere Wärmedämmung haben, also der U-Wert ist vielleicht um 0,1 schlechter. Das macht den Kohl nicht fett.

    Wir haben für die Fenster (Glas UND Rahmen) immernoch einen U-Wert von 1,3 erreicht. Wir konnten trotzdem noch ein KfW60 Haus bauen.

    Wenn Ihr nur ein normales Haus (nicht KfW60 oder KfW40) baut, dann braucht das eh so viel Energie, dass 0,1 echt nix ausmachen.

    Siehe auch:
    http://hendrik42.twoday.net/stories/980165/
    zum Thema Dämmung und
    http://bauexpertenforum.de/showthread.php?s=767df40053b15e1fad7d74ff13a3f1d2&t=10688
    zum Thema Sicherheitsglas und Dämmwert.

    Gruß, Hendrik

  8. Schorsch

    Hallo Tina,
    Deine Frage ist nicht pauschal zu beantworten. Hast Du schon Kontakt mit der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle vor Ort aufgenommen? Die können Dir recht gut sagen wie häufig in Eurer Stadt Scheiben eingeschlagen wurden und hoch die Verbreitung von Sicherheitsglas in Eurer Region ist. Aus diesen Informationen kannst ggf. neue Schlüsse ziehen.

  9. Stefan

    Hallo,

    ist denn für die Haustüre auch WK2 notwendig / sinnvoll?
    Oder reicht dies, wenn die Fenster / Balkontüren WK2 sind?
    Der Mehrpreis für unsere Haustüre wäre statt 1800€ mit WK2 2450€…

    S.K.

  10. Hendrik42

    Hi Stefan,

    unsere Tür ist auch WK2. Holztür mit Stahleinlage. Ein „normaler“ Riegel und dann noch zwei so massive Haken, die sich beim Zuschliessen rausschieben. Macht nen Eindruck wie ein Panzer :-)

    Eine „normale“ Tür ist nicht sehr sicher gegen Aushebeln. Und bei einem Preisunterschied von 650 EUR würde ich das machen. Fällt doch bei den Gesamtkosten für das Haus garnicht auf. Und Deine Frau schläft auch ruhiger, wenn Du mal weg musst.

    Gruß, Hendrik

  11. Schorsch

    Haustüren sind häufig schon als Standart Türe sicherer als nötig. Einbrüche über ausgehebelte Haustüren sind wohl eher ein Thema für Mehrfamilienhäuser. Der größte Schwachpunkt bei einer Haustüre ist der dass man sie von innen öffnen kann. Uns so brauchen Einbecher die durch die Haustüre kommen nicht viel mehr als die Klingel zu betätigen. Wer nun ohne Not und ohne Fragen über die Sprechanlage oder einem Blick aus dem Fenster einfach die Türe öffnet – und auch niemanden erwartet, dem ist mit keiner Sicherheitsnorm der Welt mehr zu helfen.

  12. risingsun

    @ Schorsch
    hm, es geht ja hier eher um Einbruchschutz als um (Raub-)Überfälle…

    wir haben zusätzlich zu Sicherheitsvorkehrungen noch einfache billige Alarmmelder an den Schwachstellen angebracht, die Alarm schlagen wenn der eine Kontakt sich von dem Anderen wegbewegt. Gibts schon für wenige Euros und werden an den rahmen geklebt/geklettet. Dumm nur das die billigen Teile (u.A. aus Internet-Auktionshäusern) mit Knopfzellen arbeiten und nicht mit normalen Batterien.

    Die Melder machen ordentlich Lärm, aber sind von jedem noch so dummen Einbrecher in Sekunden deaktvierbar. Aber bei dichter offener Bebauung wie bei uns dürfte das wohl zur Flucht reichen….. und uns ggf. aufwecken.

  13. doormaster

    @ all

    risingsun: — Es gibt heut zu Tage richtig gute Magetkontakte die man leicht montieren kann, und die auch den Alarm gar nicht ausschalten…

  14. risingsun28

    aber dafür braucht man ne Verkabelung, nachträglich also schwierig und nicht gerade schön anzusehen

    dank Lüftungsanlage bleiben bei uns die Fenster meist geschlossen und ich werd einfach mal an den neuralgischen Fenstern einen 2. Kontakt anbringen 😉

    btw. hab ich neulich im TV gesehen das es Rahmenschlösser gibt, die über der Terassentür (Doppelflügel) runtergeklappt werden und sich genau in der Mitte (Schwachpunkt der Doppeltüren) um den Rahmen legen mit einer Nase. Preis ca. 46 EUR

  15. Murmel

    Hallo, bin auch zweimaliges Einbruchsopfer und ziehe – trotz Angst – jetzt in ein Einfamilienhaus ein – mehr oder weniger alleine (Mann 70% der Zeit beruflich unterwegs) und beschäftige mich sehr mit dem Thema Sicherheit/Einbruchschutz.
    Mit herkömmlichen sog. Alarmanlagen kann ich nicht viel anfangen – da zu störanfällig (Magnetkontakte an Fenstern etc.). Bin über eine Beratung auf Bublitz Alarm gestossen (http://www.bublitz-alarm.de/80/Startseite/Deutsch/Startseite.html ) und hab mir das Teil zugelegt. Bin hochzufrieden! Dieses Gerät hat den Innovationspreis 2006 der Initiative Mittelstand bekommen.

    Und bei allem überzeugt auch noch der Preis. Wenn ich überlege, was ich für Angebote für andere Alarmsysteme bekommen habe. Sorry, soll nicht nach Werbung klingen, ich bin einfach nur begeistert.

    Wer mehr lesen will, mal googlen mit den Stichworten „Bublitz Alarm + FAZ“ – die FAZ hat einen interessanten Artikel darüber geschrieben.
    Grüsse

  16. stephan

    bin gerade hierdrauf gestoßen – weil Bekannte auch bauen wollen und sich auch überlegen ein BauBlog anzulegen:

    Werden nicht (üblicherweise) gerade auch in Baublogs so jede Menge Infos verraten (Grundriß, wo ist das Bad = ein Raum wo seltener jemand drin ist …), die einem Einbrecher helfen könnten?

  17. Stefan

    @Stephan: Das ist theoretisch richtig. Da Blogs meist entlang einer Zeitachse aufgebaut werden und nicht thematisch („Gib mir alle Infos zu Raumaufteilungen“) abrufbar sind, bedarf es beim Einbrecher einer großen Geduld: Er muß dem Blog entweder lange Zeit intensiv folgen, oder er muß sich viel Zeit nehmen, um einen Großteil des Blogs durchzulesen.
    Für unseren Fall kann ich sagen: Wir haben einige Informationen bewußt so dargestellt, dass ein Einbrecher äußerst überrascht wäre, wenn er den Infos aus dem Blog folgen würde… 😀

  18. Maßnahmen zum Einbruchschutz | Die Sicherheitstechnik

    […] vor einem Wohnungseinbruch schützen kann. Der Beitrag ist eine Art Leitfaden zum Thema “Einbruchschutz” und enthält Verhaltenstipps und Empfehlungen für bauliche Maßnahmen. […]

  19. Sepp

    „… Zugang über Kellerfenster … Die Stangen können vorher mit Zement gefüllt werden um die Stabilität zu erhöhen, oder sie nehmen gleich VA Stahl.“

    Erlauben Sie mir eine Anmerkung. Von dem Berater bei der polizeilichen Kriminalprävention konnte ich erfahren, dass es günstiger ist, in das Wasserrohr ein weiteres Rohr lose (!) einzulegen (statt den Hohlraum mit Zement zu füllen), um ein Durchsägen zu verhindern.

  20. Kirsten

    Also wenn man eine Artikel über Sicherheit verfasst sollte dieser doch ein wenig mehr fachlich fundiert sein.
    So ist unter anderem zu lesen das die Haustüren in der Regel ausreichend gesichert sind (was richtig ist) allerdings mit der Begründung das Sie dem WK2 Standard entsprechen.
    HALLO ! Ein WK2 Bauteil muß getestet und Certifiziert sein. Das worüber hier alle reden ist lediglich eine Sicherung IN ANLEHNUNG AN WK2.
    Wer es nicht glaubt gehe bitte zu einem Fachhändler (nicht Baumarkt) und lasse sich den Unterschied erklären !
    So kostet eine WK2 Tür in der Regel 1000 Euro Aufpreis zur selbigen ohne WK2. Und das soll der Standard von deutshcen Haustüren sein ???

  21. Kirsten

    ….Beim Fenster- und Türenhersteller Aldra aus Meldorf kostet ein WK 2-Fenster mit Sicherheitsbeschlag und A3 Sicherheits-Verglasung zwischen 350 bis 400 Euro. Das sind etwa 150 bis 200 Euro mehr als ein vergleichbares Standardfenster aus Kunststoff. „Für geprüfte WK 2-Haustüren zahlt der Endkunde zwischen 2500 und 3000 Euro je nach Türmodell“, sagt Vertriebsleiter Ingo Stemmann…..

  22. Maria

    sind super Anregungen dabei die mir bisher so noch nicht in den Sinn kamen. Danke

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